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Amputieren, hängen, steinigen

Erstellt von Styria, 28.05.2010, 21:00 Uhr · 30 Antworten · 1.955 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Styria

    Registriert seit
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    Beiträge
    3.231

    Amputieren, hängen, steinigen

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    29. November 2006 14:05; Akt: 17.11.2008 15:28 Print

    Amputieren, hängen, steinigen

    [h3]Steinigung, Peitschenhiebe, Amputationen — diese Strafen finden sich im Arsenal der Scharia. Das islamische Rechtssystem sieht für viele Delikte wahrhaft drakonische Körperstrafen vor.[/h3]
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    «Scharia» - wenn dieses Wort fällt, denkt der durchschnittliche Europäer an Steinigungen und abgehackte Gliedmassen. Obwohl die Scharia in manchen Ländern (z.B. Marokko) auch liberal angewandt wird, steht sie in wichtigen Punkten im Widerspruch zur westlichen Rechtsauffassung.

    Auspeitschung: Zum Beispiel für Alkoholgenuss.
    Handamputation: Bei Diebstahl.
    Hängen: Zum Beispiel bei homosexueller Unzucht.
    Steinigung: Bei Ehebruch.

    Öffentliche Enthauptung in Saudi-Arabien.
    Die Opfer sind meistens Frauen: Öffentliche Erschiessung einer Frau in Afghanistan unter dem Regime der Taliban.

    Steinigung

    Die Scharia bestraft ausserehelichen Geschlechtsverkehr bei volljährigen Muslimen, die verheiratet sind, mit der Steinigung. Dabei dürfen die Steine weder zu gross sein (was zum sofortigen Tod des Opfers führen würde), noch sollten sie so klein sein, dass sie nicht mehr als Stein gelten.
    Das Opfer wird bei der Steinigung bis zur Brust (Frauen) oder bis zur Hüfte (Männer) eingegraben und dann bis zum Tod mit Steinen beworfen.
    Die Todesstrafe kann auch auf andere Art vollzogen werden; so sind im Iran in der letzten Zeit manche Todesurteile durch den Strang statt durch Steinigung vollzogen worden.

    Amputation
    Die Scharia sieht für Diebstahl die Amputation der rechten Hand vor, im Wiederholungsfalle die Amputation des linken Fusses. Die Amputation kann - wenn das Opfer Glück hat - von einem Chirurgen vollzogen werden.
    In letzter Zeit sind Amputationen vermehrt in Nigeria vorgekommen, wo einige mehrheitlich muslimische Bundesstaaten die Scharia eingeführt haben.

    Auspeitschung
    Sexuelle Vergehen wie Unzucht können mit einer unterschiedlichen Anzahl von Peitschenhieben bestraft werden. Auch Alkoholgenuss wird mit Auspeitschung bestraft. Wenn das Strafmass 100 Peitschenhiebe und mehr erreicht, kann durchaus der Tod die Folge sein.
    Die Scharia ist aus westlicher Sicht auch problematisch, weil Männer bis zu vier Frauen gleichzeitig heiraten können (Polygamie), weil die Frau nicht als vollwertiges Rechtssubjekt gilt (islamische Ehen werden z.B. durch einen Ehevertrag zwischen dem Heiratsvormund der Braut und dem Bräutigam geschlossen) und weil sie den Abfall vom Islam bei Todesstrafe verbietet (Verstoss gegen die Glaubensfreiheit).

    Wer von euch wünscht sich jetzt noch den politischen allumfassenden (totalitären) Islam inklusive der Scharia?

    http://www.google.at/imgres?imgurl=h...26tbs%3Disch:1

  2. #2

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    13.527
    nur bei massenmördern , vergewaltigern , mördern weil sie krank sind ,

  3. #3
    Avatar von Bambi

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    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Ich!
    Halt die Fresse.

    Ich hatte mal nachgefragt, wie denn konkret die Scharia in Puncto Bestrafung aussieht, aber nie ne wirkliche Antwort erhalten. Könnte mir jemand da GUTE Quellen liefern?

  4. #4

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    9.280
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Halt die Fresse.

    Ich hatte mal nachgefragt, wie denn konkret die Scharia in Puncto Bestrafung aussieht, aber nie ne wirkliche Antwort erhalten. Könnte mir jemand da GUTE Quellen liefern?
    Scharia: Das islamische Rechtssystem, 19.06.2002 (Friedensratschlag)

  5. #5

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    Extra für Styria ,den Alkoholiker, einführen

  6. #6
    Avatar von Bambi

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    37.047
    ja danke, das ist schon nich schlecht, aber nich ganz was ich suche.
    Also ich will wissen, welche Bestrafung die Scharia bei welchem Rechtsbruch vorsieht.

    Beispiel eben:
    Diebstahl - Hand ab

    usw.

  7. #7
    Baader
    Wer hat hier Beiträge gelöscht? Diese Pussy soll sich melden damit ich ihn als Ungläubigen bezeichnen kann! Los!

    Wenn Gay-Styria so eine Frage stellt, "
    Wer von euch wünscht sich jetzt noch den politischen allumfassenden (totalitären) Islam inklusive der Scharia?" dann darf ich doch wohl darauf antworten, oder?

    Und meine Antwort ist dass ich die Sharia begrüssen würde in Europa.

    Antwort: ICH!

  8. #8
    Kelebek
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Halt die Fresse.

    Ich hatte mal nachgefragt, wie denn konkret die Scharia in Puncto Bestrafung aussieht, aber nie ne wirkliche Antwort erhalten. Könnte mir jemand da GUTE Quellen liefern?

    Bambi, wenn du dich WIRKLICH für die Bestrafung und Menschenrechten der Scharia interessierst, dann ließ das hier, ist zwar lang, aber du bekommst eine Übersicht. Vorweg: Die letzte richtig ausgeführte Scharia gab es im osmanischen Reich. Iran hat mit Scharia genauso wenig zu tun wie mit Demokratie

    Der Islam brachte schon vor 1428 Jahren neun Grundsätze, von denen sich alle Menschenrechte ableiten lassen. (Von wegen Declaration of Independence, Französische,Russische Revolution, Demokratie, American Way of Life )

    1.Schutz der Menschenwürde

    Als erster Grundsatz gilt der Grundsatz der Menschenwürde. Somit bekommt der Schutz der Menschenwürde bei den Muslimen einen ganz hohen Stellenwert und gilt als ein wichtiger Besandteil ihres Glaubens.Im Qur'an heißt es:

    „Und wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen“

    Das heißt, nicht nur den Muslimen, nicht nur den Gläubigen, sondern allgemein allen Kindern Adams hat Gott Ehre erwiesen und hat ihnen Würde aufgrund dieser Abstammung gegeben.
    Das ist für uns schon eine Verpflichtung, dass wir jedem Menschen diese Ehre und Würde auch zuweisen und anerkennen müssen.

    „Und Wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen. Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und ihnen einiges von den köstlichen Dingen beschert, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir geschaffen haben eindeutig bevorzugt.“
    (Qur`an 17/70)

    Dieser Vers betont zugleich die Bevorzugung des Menschen vor allen anderen Geschöpfen.


    2.Verbot jeder Diskriminierung

    Der Islam bekämpft Diskriminierung jeder Art und kennt keine Bevorzugung aufgrund der Abstammung, sprich "Rasse", Herkunft noch auf Grund irgendwelcher anderer ähnlicher Maßstäbe:

    „O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennen lernt. Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem.“
    (Qur`an 49/13)

    Das ist der Grund der Verschiedenheit dieser Menschen, damit sie einander kennen lernen. Maßstab und Bewertung aller Menschen ist nicht ihre Abstammung, ist nicht ihre Zugehörigkeit zu einem Volk, sondern Maßstab ist:

    „Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch.“

    Das heißt, die Tat und die Rechtschaffenheit eines Menschen machen ihn zu einem besseren oder schlechteren Menschen. Die Tatsache, dass alle Menschen von einem Wesen stammen, wird sehr oft im Qur´an wiederholt.

    Es heißt weiter in Sura 4:

    „O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf. Aus ihm seine Gattin erschuf und aus ihnen beiden viel Männer und Frauen entstehen und sich ausbreiten ließ. Und fürchtet Gott, in dessen Namen einander bittet, und achtet die Verwandtschaftsbande. Gott ist Wächter über euch.
    (Qur´an 4/1)


    Diese Tatsache bringt uns Muslime dazu, dass wir in jedem Menschen einen Bruder und eine Schwester sehen, weil wir alle von diesem gemeinsamen Vater und dieser gemeinsamen Mutter abstammen. In den beiden wichtigsten Reden des Propheten, nämlich der Rede bei der Eröffnung von Mekka und in der bei seiner Pilgerfahrt, sprach er auch diese Tatsache an.
    Er sagte, als er nach Mekka kam:

    „Weder wird der Araber vor dem Nichtaraber, noch der Weiße vor dem Schwarzen bevorzugt, es sei denn durch seine Tat.“

    Der Islam kennt auch keine Diskriminierung und Abstufung der Würde und Ehre aufgrund des Geschlechts. Es heißt in einem Spruch des Propheten:

    „Die Frauen sind Zwillingsschwestern der Männer.“

    Das heißt, sie stammen alle von demselben Vater und derselben Mutter ab und sind deshalb nicht besser oder schlechter als ihre andersgeschlechtlichen Geschwister.
    In einem Vers des Qur´an heißt es:

    „Wer etwas schlechtes tut, dem wird gleich viel vergolten. Und die jenigen, die Gutes tun, ob Mann oder Frau, und dabei gläubig sind werden ins Paradies eingehen, wo ihnen Unterhalt beschert wird ohne Anrechnung.“
    (Qur`an 40/40)

    In einem weiteren Vers lautet es:

    „Da erhorte sie ihr Herr: Ich lasse keine Tat verloren gehen, die einer von euch getan hat, ob Mann oder Frau. Die einen stammen ja von den anderen.“
    (Qur´an 3/195)

    Aus diesen beiden Versen wird deutlich, dass die Bewertung der Werke beider Geschlechter bei Allah gleich sind, im Diesseits wie im Jenseits. So leiteten die islamischen Gelehrten aus diesen Versen schon viel früher als immer angenommen und deklariert die Regel „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ab.
    (Hierbei musste die muslimische Frau keine Emanzengeschichtchen abziehen, denn sie ist schon aufgrund ihrer Religion emanzipiert )



    3.Religionsfreiheit

    Religionsfreiheit ist ein Teil der Glaubenslehre im Islam. Er verpflichtet zum Respekt der Religionen der anderen und spricht ihnen Freiheit im Glauben und der Ausübung der eigenen Religion zu.
    Er geht davon aus, dass Religion eine Angelegenheit der Überzeugung ist, die nicht erzwungen werden kann.

    „Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der richtige Weg unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg.“
    (Qur´an 2/256)

    Die erste Handlung, die der Prophet vollzog, als er nach Medina kam und die erste islamische Gesellschaft und den ersten islamischen Staat errichtete, war der Abschluss eines Abkommens zwischen den Muslimen und den dortigen jüdischen Gemeinden.
    In Absatz zwei dieses historischen Abkommens heißt es:

    „Die Juden sind eine Gemeinschaft mit den Gläubigen. Den Juden ihre Religion und den Muslimen ihre Religion“.

    Der Islam hat sogar den Kampf erlaubt zum Schutz aller Religionen, nicht nur zum Schutz der eigenen Religion. In der Begründung dieser Erlaubnis heißt es im Qur´an:

    „Allah verteidigt diejenigen, die glauben. Allah liebt keinen Undankbaren, Treulosen. Erlaubnis zum Kampf ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen ja Unrecht getan wurde und Allah hat gewiss die Macht, sie zu unterstützen. Ihnen, die zu Unrecht aus ihren Wohnstätten vertrieben wurden, nur weil sie sagen: unser Herr ist Gott. Und hätte Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, so wären gewiss Mönchsklausen, Kirchen, Gebetsstätten und Moscheen zerstört worden, in denen des Namens Gottes viel gedacht wird.“
    (Qur`an 22/38 ff)

    Der Kampf ist im Islam nur ein Mittel, um all diese Gebetsstätten zu schützen, nicht nur Moscheen, sondern auch Kirchen, Mönchsklausen und jeden Ort, wo der Name Gottes angerufen wird. (eines einizigen Gottes allerdings)


    4.Gemeinsame Gesellschaft aller Menschen

    Als vierter Grundsatz betrachtet der Islam die Menschen als eine einzige Gemeinschaft, als eine gemeinsame Gesellschaft für alle Menschen. Er betrachtet sich nicht als eine besondere Gemeinschaft oder Gesellschaft mit Vorrechten unter den Menschen, sondern alle Menschen sind eine Gemeinschaft und Gerechtigkeit und Güte gegenüber allen Teilen dieser großen Gemeinschaft sind angesagt.
    Dazu heißt es im Qur´an:

    „Allah verbietet euch nicht, denen,die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, Güte zu zeigen und Gerechtigkeit angedeihen zu lassen. Allah liebt die, die gerecht handeln.“
    (Qur`an 60/ 8 )

    Diese Grundlage des Verhaltens zwischen der islamischen und den anderen Gemeinschaften ist im Islam verankert und ist ein Hauptteil der Grundsätze des Islam. Der Dialog als eine Praktizierung dieses Grundsatzes ist damit im Islam verankert. Wir werden aufgerufen, den Dialog zu suchen und zu pflegen, nicht weil es jetzt modern geworden ist, sondern weil es im Qur´an steht und zwar seit über 14 Jahrhunderten.
    Wir müssen den Dialog mit all unseren Kräften suchen und ihn mit all unserer Liebe und Barmherzigkeit führen, wir sind dazu im Qur´an aufgerufen worden:

    „Und streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme derer von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt und zu euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist einer. Und wir sind Ihm ergeben.“
    (Qur`an 29/46)

    Das heißt, wir sollen mit den Andersgläubigen den intellektuellen "Streit" pflegen, d.h. diskutieren, und wenn dann nur auf die beste Art und Weise. Es geht hierbei nicht um Missionierung sondern einfach nur um menschlichen Dialog. Wir sind schließlich Menschen, alle können am Ende ja reden, denken, und sich austauschen oder? Wir sind nicht in einem Räuber-Beute Nischenkampf wie Tiere!

    Der Islam ging einen Schritt weiter und behandelte einige Religionsgemeinschaften auf eine noch bessere Art und Weise als die übrige Menschengemeinschaft, nämlich die Juden und die Christen, die Angehörigen anderer Offenbarungsreligionen. Der Islam erlaubt eine Tisch- und Ehegemeinschaft mit diesen Andersgläubigen. Und dies alles nur, um den Kontakt zwischen diesen Menschen zu pflegen und die Verbindungen zu stärken. Man sehe sich Cordoba unter muslimischer Herrschaft an, welches seine Blütezeit erlebte - aufgrund von Gedankenaustausch und Dialog der unterschiedlichen Religionen...



    5. Schutz des Lebens und Vermögens

    In der Rede des Propheten sav bei seiner Pilgerfahrt heißt es:

    „O ihr Menschen, euer vermögen, eure Ehre und euer Leben ist unter euch so heilig wie dieser Tag und dieser Monat und dieser Ort.“

    Das heißt, das alles soll euch so heilig sein und unter euch unantastbar sein, wie der Pilgertag, der heilige Monat Ramadan und die heilige Stadt Mekka. Im Qur`an wird ein Wertemaßstab erwähnt, der im alten Testament auch zu lesen ist, nämlich dass der Schutz der eines einzigen Lebens als der Schutz der ganzen Menschheit gilt, und dass das Töten eines einzelnen Menschen als das Töten der ganzen Menschheit gilt.

    „Aus diesem Grund haben wir den Kindern Israels vorgeschrieben, wenn einer jemanden tötet, jedoch nicht gegen eines Mords, oder weil er auf der Erde Unheil stiftet, so ist es , als hätte er alle Menschen getötet. Und wenn ihn jemand am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhalten hätte.“
    (Qur´an 5/32)

    Solche Aussagen, die im Qur´an öfters vorkommen, sind ein Teil der islamischen Offenbarung und gelten für uns Muslime als ein Gesetz. Gerade das unberechtigte Töten eines Menschen wird im Qur´an wiederholt verboten. Als Eigenschaft der Muslime wird erwähnt, dass Muslime ohne Berechtigung niemanden töten.


    „Und die, die neben Allah keine andere Gottheit anrufen und den Menschen nicht töten, den Allah für unantastbar erklärt hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung und die keine Unzucht begehen. Wer das tut, hat die Folge der Sünde zu erleiden. Die Pein wird ihn am Tag der Auferstehung verdoppelt, darin wird er in Schmach ewig weilen.“
    (Qur`an 25/68 ff)

    Das sind drei Eigenschaften, die in einem Vers genannt werden. Die beiden letztgenannten Eigenschaften bekommen den gleichen Stellenwert wie die erste Eigenschaft, nämlich dass die Muslime nur Allah dienen. Und genauso wichtig , wie der Monotheismus soll der Grundsatz der Beachtung des Lebens sein und die Vorschrift, dass keine Unzucht im Islam erlaubt ist.
    Im oben genannten Spruch des Propheten lautet es:

    „Euer Vermögen, eure Ehre und euer Leben sollen unter euch so verboten und heilig sein, wie dieser Tag.“

    So wird das Vermögen im Islam geschützt und gilt als ein Teil der Menschenrechte, die im Islam verankert sind. Die Tatsache, dass der Schutz des Vermögens im Qur´an öfter im Zusammenhang mit dem Schutz des Lebens genannt wird, gibt ihm den gleichenStellenwert im Islam.

    6.Schutz der persönlichen Umgebung

    Dieser Schutz wird in einigen Zitaten sehr deutlich, wo es heißt:

    „O ihr Gläubigen betretet nicht Häuser, die nicht eure eigenen Häuser sind, bis ihr euch bemerkbar macht und ihre Bewohner begrüßt habt. Das ist besser für euch, auf das ihr es bedenket.Wenn ihr jemanden darin findet , dann tretet nicht ein, bis man es euch erlaubt. Und wenn man zu euch sagt: “Kehrt um!“, dann sollt ihr umkehren. Das ist lauterer für euch und Gott weiß, was ihr tut.“ (Qur`an 24/27)


    Aus diesem Vers wird der Schutz der eigenen Umgebung durch die Gelehrten abgeleitet und als ein Teil des Allgemeinschutzes der Person betrachtet. Eine weitere Schutzmaßnahme für die eigene Sphäre wird im folgenden Vers erwähnt:

    „O ihr, die ihr glaubt, meidet viel von den Mutmaßungen.“
    (Qur`an 49/12)

    Auch Mutmaßungen werden im Islam als Verletzung der privaten Umgebung und somit der Menschenrechte betrachtet.

    „O ihr, die ihr glaubt, die einen sollen nicht die anderen verhöhnen, vielleicht sind diese eben besser als sie. Und nörgelt nicht untereinander. Und gebt einander keine Schimpfnamen. Welch schlimmer Name, der des Frevels, nach der Annahme des Glaubens! Diejenigen, die nicht umkehren, sind die, die Unrecht tun. O ihr, die ihr glaubt, meidet viel von den Mutmaßungen. Manche Mutmaßungen sind Sünde. Spioniert nicht und führt nicht üble Nachrede übereinander. Möchte denn einer von euch das Fleisch seines Bruders, wenn er tot ist, essen? Es wäre euch doch zuwider. Fürchtet Gott. Gott wendet sich gnädig zu und ist barmherzig.“
    (Qur`an 49/11 ff)


    All das gilt als Verletzung der eigenen privaten Sphäre. Auch Verleumdung,Zuträgerei anderer Art betreffend der Ehre, der Keuschheit und der Vertrauenswürdigkeit werden im Islam als eine Verletzung dieses Grundsatzes betrachtet.


    7.Recht auf Fürsorge

    Der Islam schreibt das Recht auf Fürsorge der einzelnen Mitglieder seiner Gesellschaft und Gemeinschaft vor. Diese gegenseitige Fürsorge ist ein Teil des islamischen Gesetzes. Der Islam hat es nicht dabei belassen, für Almosen aufzurufen, er hat dies als Teil seines Gesetzes etabliert. Die Zakat ist die Pflichtabgabe eines jeden Muslims und eine der fünf Säulen des Islam.
    Es ist die Realisierung dieses Rechtes des einzelnen auf Fürsorge von Seiten der Gemeinschaft. Im Qur'an heißt es:

    „Nimm von ihrem Vermögen ein Almosen, mit dem du sie rein machst und läuterst. Und bitte um Segen für sie. Dein Gebet ist für sie eine Beruhigung. Und Allah hört alles und weiß alles.“
    (Qur`an 9/103)


    So wird diese Maßnahme der Fürsorge direkt mit dem Segen und der Läuterungen Allahs genannt, als Verknüpfung der sozialen Pflicht mit dem Glauben und dem Gottesdienst. In einem Spruch des Propheten heißt es:

    „Der Bittsteller hat Rechtanspruch auf Hilfe, auch wenn er auf einem Pferd geritten kommt.“

    Das heißt auch, wenn sein Aussehen Armut nicht vermuten lässt, hat er Anrecht auf Hilfe von der Gemeinschaft. Wenn er um etwas bittet, dann muss ihm geholfen werden, bis er aus seiner Notsituation herauskommt.


    8.Recht auf Bildung


    Der Islam betrachtet das Wissen als Mittel zur Gottesfürchtigkeit und als Mittel zur Erkenntnis Gottes. Der Islam schreibt deshalb vor, sich Wissen anzueignen, damit man zur Erkenntnis Gottes und der eigenen Welt gelangt. In einem Spruch des Propheten heißt es:

    „Sich Wissen anzueignen ist die Pflicht eines jeden Muslim und einer jeden Muslima…“

    Es ist nicht nur Pflicht eines Muslim, sich Wissen anzueignen, sondern es ist auch Pflicht der Gemeinschaft, dem einzelnen Mitglied die nötige Bildung zu ermöglichen. Das hat der Prophet selber praktiziert, indem er als Lehrer der Gemeinde gegolten hat. Er hat für Männer und Frauen gemeinsame Sitzungen abgehalten, wo er ihnen Wissen vermittelt hat.
    Somit hat er uns vorbildhaft gezeigt, dass die islamische Gemeinde und der islamischen Staat sich um die Bildung des einzelnen kümmern muss, und dass der einzelne dieses Recht beim Staat hat.

    (Also ist religiöses Wissen betrefflich der Glaubenswahrheiten, Fiqhregeln etc bindend für jeden Muslim. "Weltliches" Wissen ist jedoch ebenfalls eine Widerspiegelung von Allahs Wirken, Seinen Attributen insbesondere Seines Namen Al-Hakim.Ar-Rahim...... Also ist es erstrebenswert und nur vorteilhaft für den Muslim ebenfalls in dem "weltlichen" Gebiet etw bewandert zu sein )


    9.Recht auf gesunde Umgebung


    Der einzelne hat im Islam das Recht auf eine gesunde Umgebung in allen Bereichen und Aspekten. Die soziale Sphäre des einzelnen darf nicht angetastet werden, und sein Recht, in einer gesunden Gesellschaft in Ruhe und Frieden zu leben, darf nicht beschränkt werden.
    Dieses Recht beschränkt sich nicht nut auf das Gesundheitliche und Hygienische sondern auch auf die Moral und Ethik.


    Der einzelne hat das Recht, vom Staat zu verlangen, dass die Gesellschaft rein von Missachtung der Ethik oder von Angriffen gegen die Moral bleibt.
    Eine Gesellschaft, in der Pornographie überall zu haben und zu sehen ist, ob man
    danach verlang oder nicht, ist keine gesunde Gesellschaft.
    Die Freiheit des einzelnen wird angetastet, wenn ihm eine menschenverachtende und entwürdigende Atmosphäre auferzwungen wird, da er sich nicht entziehen kann. Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo die des anderen anfängt...
    (Aber was ist diesbezüglich denn noch normal und intakt in unserem Zeitalter )

  9. #9

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    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    ja danke, das ist schon nich schlecht, aber nich ganz was ich suche.
    Also ich will wissen, welche Bestrafung die Scharia bei welchem Rechtsbruch vorsieht.

    Beispiel eben:
    Diebstahl - Hand ab

    usw.
    Die gängigsten Methoden eben auspeitschen , enthaupten, steinigen, verstümmeln. Und im Internet finden sich da sowieso nur diese subjektiven Artikel

  10. #10
    Avatar von Bambi

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    Danke Capo, ich werd's jetzt erstmal lesen.

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