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Ausgerechnet Albanien

Erstellt von Adem, 20.05.2011, 15:59 Uhr · 13 Antworten · 1.142 Aufrufe

  1. #1

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    Pfeil Ausgerechnet Albanien

    Ausgerechnet Albanien


    20 Jahre nach dem Sturz des kommunistischen Regimes ist das touristische Kapital Albaniens längst kein Geheimnis mehr. Nur die Albaner selbst glauben noch nicht so recht daran.
    Zweckentfremdete Bunker: Gebaut unter Diktator Enver Hoxha – heute teilweise bunt verziert.Bild: SN/FÜRNHAMMER



    Warum ausgerechnet Albanien?“ An diese Frage wird sich jeder gewöhnen müssen, der den kleinen Balkanstaat bereist. Denn nicht nur in heimischen Breiten löst das Vorhaben einer Reise nach Albanien zumeist Unglauben und Kopfschütteln aus – Stichwort: Kriminalität und Armut. Auch im Land selbst entsteht bisweilen der Eindruck, dass die Albaner ihre Heimat nicht anders einschätzen als der Rest Europas: als rückständig und jedenfalls keine Reise wert. Der junge Endrit ist da keine Ausnahme. Der 18-Jährige aus Tirana sitzt mitten im Zentrum der albanischen Hauptstadt neben einer öffentlichen Telefonzelle, ausgestattet mit einem Sonnenschirm, einem Klappsessel und einem Stoß aufgeladener Telefonwertkarten, und wartet darauf, dass jemand telefonieren will. Lang muss er nicht warten – kaum hat Endrit für den Gast ein paar Nummern gewählt und erfahren, woher man denn stammt, kommt sie auch schon, die eingangs erwähnte Frage. Zwanzig Minuten später endet diese Begegnung so wie viele andere auch: mit einer Einladung – die Nacht in seinem Haus und mit seiner Familie zu verbringen. Womit Endrit seinen Unglauben über Albanien als Reiseziel ad absurdum führt und selbst den Gegenbeweis liefert, warum man dieses Land bereisen sollte: seiner Menschen wegen.
    Aber auch landschaftlich bietet Albanien einiges. Die Albanische Riviera zum Beispiel. So wird die Küste zwischen dem Städtchen Vlora – wo Ionisches und Adriatisches Meer aufeinandertreffen – und der griechischen Grenze gern bezeichnet. Anders als ihr französisches Pendant ist die Albanische Riviera aber kein Tummelplatz des internationalen Jetsets, auch Yachthäfen und mondäne Hotels sucht man hier vergeblich. Überhaupt wird man entlang der einspurigen, kaum befahrenen Corniche hoch über dem Meer kaum ein Hotel finden. Nur ein paar alte Dörfer säumen die Straße – wie etwa Dhermi oder Himara – die mit einfachen Pensionen und Gastzimmern für Übernachtungsmöglichkeiten sorgen. Dazwischen ist die Gegend fast unbebaut. Fast, denn auch in der entlegensten Bucht muss der Besucher damit rechnen, auf einen der etwa 600.000 Bunker zu stoßen, mit denen der paranoide Diktator Enver Hoxha das Land einst aus Angst vor feindlichen Überfällen überzog. Nach der Diktatur ließ man sie stehen, da ihre Entfernung aufgrund der massiven Bauweise zu kostspielig gewesen wäre. Heute dienen die skurril anmutenden Betonwarzen mitunter als extravagantes Liebesnest.
    Auf die Schönheit und Unberührtheit Albaniens sind internationale Tourismusanbieter längst aufmerksam geworden. Doch die touristische Entwicklung verzögert sich, weil auch zwanzig Jahre nach dem Ende der Diktatur die Besitzverhältnisse noch nicht restlos geklärt sind.
    Während des Kommunismus war gesamter Grund und Boden in Staatsbesitz, nach der Öffnung meldeten oft mehrere Personen Anspruch auf ein und dasselbe Grundstück an. Mit der Konsequenz, dass etliche Immobilienprojekte wegen der undurchsichtigen Gesetzeslage nicht realisiert wurden.
    So hat etwa der Betreiber des französischen Urlaubsanbieters „Club Med“ seine anfänglichen Pläne, an der Südküste Albaniens ein Luxusresort zu errichten, wieder verworfen.
    Freunde von All-inclusive-Urlauben werden in Albanien somit auch in absehbarer Zeit nicht auf ihre Rechnung kommen. Immerhin bieten seit einigen Jahren heimische Reiseunternehmen Gruppenreisen in Albanien an. Fixpunkte sind dabei die antike Ausgrabungsstätte Butrint, die beiden mittelalterlich anmutenden Städte Berat und Gjrokastra – alle drei wurden in den vergangenen Jahren von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen. Weiters sind beeindruckend: die wildromantische Gebirgsregion im Norden des Landes und die boomende Hauptstadt Tirana.
    Urlaub in Albanien ist aber auch für jene möglich, die ihre Reise lieber selbst gestalten wollen. Gleichsam stellt individuelles Reisen in diesem Land eine Herausforderung dar – gerade weil die Schäden der jahrzehntelangen wirtschaftlichen Unterdrückung und internationalen Isolation noch allzu deutlich sind.
    Sichtbares Zeichen dafür ist der Zustand der Straßen. Zwar wird das Straßennetz schon an allen Ecken und Enden geflickt, bis es aber nur annähernd saniert ist, dürfte es noch etliche Jahre dauern. Wer plant, mit dem eigenen Auto anzureisen, sollte außerdem, neben vielen Baustellen und den immer noch häufigen Straßenlöchern, mit einer allgemeinen Fahrweise rechnen, die, gelinde gesagt, als verwegen bezeichnet werden muss.


    8-)

  2. #2

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    13.141
    Ihr Neider.

  3. #3
    Pitbull
    haterzzzz gona hate

  4. #4
    Avatar von Rockabilly

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    Hast du den Abschnitt von Albanien.ch geklaut? Habe es zufälligerweise heute dort gelesen.

  5. #5
    Avatar von Rockabilly

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    Ich weiss nicht, aber schon das Wort "Albanien" hat was göttliches und mystisches an sich

  6. #6
    Pitbull
    Zitat Zitat von Dhampir Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, aber schon das Wort "Albanien" hat was göttliches und mystisches an sich
    mir geht einer ab wenn ich es hore ufff ich schreie immer albanijaaaaaaaaaaa wenn ich bumse weil sonnst komm ich nicht

  7. #7

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    Zitat Zitat von Pitbull Beitrag anzeigen
    haterzzzz gona hate
    Für das deutsche Vaterland^^

  8. #8
    Avatar von Rockabilly

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    15.854
    Zitat Zitat von Pitbull Beitrag anzeigen
    mir geht einer ab wenn ich es hore ufff ich schreie immer albanijaaaaaaaaaaa wenn ich bumse weil sonnst komm ich nicht

    Ich kriege immer Gänsehaut über und fange an zu weinen wenn ich Albanien im TV höre

  9. #9
    Pitbull
    Zitat Zitat von SehireMeister Beitrag anzeigen
    Für das deutsche Vaterland^^
    Fürrrrrr den vaterrrrrrrrrr staaaaaaat

  10. #10
    Avatar von Duušer

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    4.820
    Albanien klingt für Westler so abschreckend. Klingt nach nem 150% Schariastaat.

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