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Bericht aus Afghanistan

Erstellt von Veles, 16.11.2011, 13:34 Uhr · 15 Antworten · 1.703 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Veles

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    Bericht aus Afghanistan

    Zehn Jahre Afghanistan-Einsatz: „Die Soldaten sind blind, taub und stumm“ - Afghanistan - FOCUS Online - Nachrichten

    Ein sehr interessantes Interview. Lest es! Tut es!




    Vor allem das hier fand ich heftig:

    Der Ausländer – etwa der Spezialist von Hilfsorganisation – im Schnitt mindestens 25 000 Dollar. In den bevorzugten Gegenden von Kabul, wo Ausländer wohnen, kostet die Miete im Monat ab 30 000 Dollar aufwärts. Dazu kommen gepanzerte Autos, die den Ausländern gestellt werden. Ein gemieteter gepanzerter Landrover kostet im Monat 8000 bis 10 000 Euro Miete. Wenn Sie ihn kaufen, kostet er 200 000 Euro. Das ist alles Geld, das vom Westen als Entwicklungshilfe deklariert wird. Wenn von dem Geld, das der Steuerzahler für Afghanistan ausgibt – sei es jetzt über das Militär oder den zivilen Aufbau – zehn Prozent bei den Menschen ankommen, die es wirklich nötig haben, ist das sehr viel.

  2. #2
    Avatar von Epirote

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    Interessanter Artikel, danke.

  3. #3
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Veles Beitrag anzeigen
    Zehn Jahre Afghanistan-Einsatz: „Die Soldaten sind blind, taub und stumm“ - Afghanistan - FOCUS Online - Nachrichten
    Ein sehr interessantes Interview. Lest es! Tut es!
    Vor allem das hier fand ich heftig:
    Das ist überall so, erstmal eine anständiges Domizil, ein SUV und wenn das Land nicht gerade Afghanistan heißt auch eine junge Einheimische. Bezahlt von Spendengeldern, wovon auch sonst.

    Ansonsten ein Tick weltfremd ist er, einheimische Soldaten oder Polizisten ziehen die Taliban doch genauso an. Er kann ja von denen ja nicht verlangen, dass sie auch seine Einrichtungen meiden. Das wäre das Akzeptieren von rechtsfreien Räumen durch den Zentralstaat.

    Mit dem Alkohol und dem dreckigen Wasser, in Deutschland werden 100.00 EUR Krebsbehandlungen bei 70-jährigen durchgeführt und in Afrika verhungern Kinder wegen 50 Ct am Tag.

    Zum blind und taub, also auf dem Balkan hat IFOR, SFOR, KFOR etc. auch die Lage stabilisiert. Da konnten wohl die wenigsten serbokroatisch/albanisch, weder in latein noch kyrillisch. Intelligente Menschen, würde nach kurzem Nachdenken ein solches Problem mit Dolmetschern lösen.

    Meinen größten Respekt für seinen Idealismus und dass er (anscheinend) relativ selbstlos den geschundenen Afghanen hilft. Er ist halt ein bißchen weltfremd, aber das sind wohl die meisten Idealisten. Der Ansatz mit Solarenergie in Bergdörfern klingt gut. In dem Sinne: Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes!

  4. #4
    Avatar von Albanian_King

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    Wen man keine Waffengewalt einsetzt werden die Auständischen (& Terroristen) auch nicht die nötige Unterstützung (bevölkerung) haben Auf Nato Soldaten zu gehen.

    siehe die Türken: Haben seit Jahren über 1k Soldaten dort und noch keiner is gestorben, weil sie auch nie selbst Waffengewalt einsetzen

  5. #5
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Albanian_King Beitrag anzeigen
    Wen man keine Waffengewalt einsetzt werden die Auständischen (& Terroristen) auch nicht die nötige Unterstützung (bevölkerung) haben Auf Nato Soldaten zu gehen.

    siehe die Türken: Haben seit Jahren über 1k Soldaten dort und noch keiner is gestorben, weil sie auch nie selbst Waffengewalt einsetzen
    Das Türken und Afghanistan-Thema hatten wir schon. Wenn die daran so vehement glauben, dass das der richtige Weg ist Terrorismus zu bekämpfen, wieso operieren die mit Kampftruppen und Schußwaffeneinsatz in kurdischen Gebieten in der Türkei aber auch im Irak? Die stellen eben einfach keine Kampfverbände für Afghanistan und deswegen müssen sie auch nicht schießen. Die Amerikaner haben es bis vor ein paar Jahren den Taliban aber auch leicht gemacht, Unterstützung in der Bevölkerung zu kriegen.

  6. #6
    Avatar von Albanian_King

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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Das Türken und Afghanistan-Thema hatten wir schon. Wenn die daran so vehement glauben, dass das der richtige Weg ist Terrorismus zu bekämpfen, wieso operieren die mit Kampftruppen und Schußwaffeneinsatz in kurdischen Gebieten in der Türkei aber auch im Irak? Die stellen eben einfach keine Kampfverbände für Afghanistan und deswegen müssen sie auch nicht schießen. Die Amerikaner haben es bis vor ein paar Jahren den Taliban aber auch leicht gemacht, Unterstützung in der Bevölkerung zu kriegen.
    Warum die Türken das in Kurdistan nicht auch machen verstehe ich auch nicht, ich währe ja für eine großzügige Autonomie für Kurdistan da würde man sich auch der PKK die Symphatisanten entziehen. In Kosovo hat sich auch nur die UCK gebildet weil die Serben aufeinmal dachten sie währen aufeinmal die Kingz in Kosovo.

    Außerdem gibt es nicht nur die Taliban in Afghanistan. Aber ja du hast recht, die Amis verhalten sich wie Opfaz da unten, das müssen sie schnellstmöglich ändern.

  7. #7
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Albanian_King Beitrag anzeigen
    Warum die Türken das in Kurdistan nicht auch machen verstehe ich auch nicht, ich währe ja für eine großzügige Autonomie für Kurdistan da würde man sich auch der PKK die Symphatisanten entziehen. In Kosovo hat sich auch nur die UCK gebildet weil die Serben aufeinmal dachten sie währen aufeinmal die Kingz in Kosovo.

    Außerdem gibt es nicht nur die Taliban in Afghanistan. Aber ja du hast recht, die Amis verhalten sich wie Opfaz da unten, das müssen sie schnellstmöglich ändern.
    Ja aber Autonomie, hilft halt in Afghanistan kaum. Die Taliban vertreten ja nur sehr bedingt den Willen des Volkes. Sie haben im Süden durchaus Rückhalt, aber wo sie den nicht haben, sind ja durchaus bereit den mit Gewalt und Terror zu erzwingen.

    Die UCK musste ja nicht mit Terror gegen die kosovarisch-albanische Bevölkerung vorgehen, damit die nicht mit der serbischen Sonderpolizei zusammenarbeiten. Wenn man es denn damit vergleichen will, wäre das eher so, als hätte die UCK versucht ganz Serbien inkl. Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen.

  8. #8

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    Da ich keinen passenden Thread dazu gefunden habe, poste ich es hier;

    Heute endet nach 13 Jahren der Afghanistan Einsatz Nach 13 Jahren: Nato beendet Kampfeinsatz in Afghanistan mit Zeremonie - Ausland - FOCUS Online - Nachrichten

  9. #9

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    Zitat Zitat von Arbeiter Beitrag anzeigen
    Da ich keinen passenden Thread dazu gefunden habe, poste ich es hier;
    Heute endet nach 13 Jahren der Afghanistan Einsatz Nach 13 Jahren: Nato beendet Kampfeinsatz in Afghanistan mit Zeremonie - Ausland - FOCUS Online - Nachrichten
    Und hinterlassen nichts weiter als verbrannte Erde und ein Land im Chaos. Die inzwischen schon Jahrzehnte währende Krise in Afghanistan ist ein unmittelbares Ergebnis der von Eigennutz motivierten Einmischung beider Supermächte, damals der Sowjetunion und heute der USA, in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates.

    Diese zwei Supermächte tragen die Verantwortung für die Ereignisse in Afghanistan, weil beide Mächte bestrebt waren, das Land unter ihre Kontrolle zu bringen, und es dabei ruinierten. Hätten sich beide Parteien damit begnügt, dem afghanischen Volk bei der Entwicklung des Landes beizustehen, anstatt zu versuchen, aus strategischem Eigeninteresse heraus die Hegemonie über dieses Gebiet zu erlangen, hätte es keine krisenhafte Entwicklung dieser Art gegeben. Und ein Ende dieser Gewaltspirale ist nicht in Sicht, wenn man sich auch die jüngsten Vorfälle in Afghanistan, als auch in Pakistan anschauen.

  10. #10

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    11.475
    NATO Bombardiert Krankenhaus


    UN verurteilen US-Bombenangriff auf Klinik in Kundus


    19 Tote zu beklagen: Klinik von Ärzte ohne Grenzen in Afghanistan zerstört / Schwere Vorwürfe gegen US-Militär / Lage der Klinik war allen Konfliktparteien bekannt

    Nach den Bomben folgte das Feuer: Vom Krankenhaus im afghanischen Kundus sind kaum mehr als die Grundmauern übrig.
    Foto: dpa/Ärzte ohne Grenzen

    Update 19.30 Uhr: UN verurteilen US-Bombenangriff auf Klinik in Kundus
    Die Vereinten Nationen haben den Bombenangriff auf ein Krankenhaus der Organisation Ärzte ohne Grenzen im nordafghanischen Kundus aufs Schärfste kritisiert. »Krankenhäuser, in denen sich Patienten und medizinisches Personal befinden, dürfen niemals zum Angriffsziel werden«, sagte der UN-Sondergesandte für Afghanistan, Nicholas Haysom, am Samstag. »Das internationale humanitäre Recht verbietet außerdem die Nutzung medizinischer Einrichtungen für Militärzwecke.«

    In einer Stellungnahme der US-Botschaft in Afghanistan hieß es, man trauere um die Menschen, die von dem »tragischen Zwischenfall« in dem Krankenhaus betroffen seien, sowie um deren Familien. »Wir sind zutiefst über die anhaltende Gewalt in Kundus besorgt sowie über die schwierige humanitäre Lage, mit der die Einwohner zu kämpfen haben.«


    Update 18.45 Uhr: Zahl der Opfer steigt auf 19
    Nach dem mutmaßlichen US-Luftangriff auf ein Krankenhaus im nord-afghanischen Kundus ist die Zahl der Toten auf 19 gestiegen. Nach Angaben des afghanischen Präsidialamtes drückte US-Befehlshaber General Campbell bereits sein Bedauern aus. US-Verteidigungsminister Carter kündigte in Washington Ermittlungen an.
    Update 14.40 Uhr: USA müssen sich für Klinik-Bombardement entschuldigen
    Die USA sollten sich nach Ansicht des Grünen-Politikers Omid Nouripour für die offensichtlich versehentliche Bombardierung einer Klinik im nordafghanischen Kundus entschuldigen. Die Bundesregierung müsse innerhalb der NATO bei den USA zudem auf eine Entschädigung der Opfer drängen, forderte der außenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag am Samstag. »Das letzte, was die afghanische Regierung nun braucht, um die Köpfe und die Herzen der Menschen zurückzuerobern, sind Bomben auf Krankenhäuser.«
    Update 13.00 Uhr: Ärzteorganisation erhebt schwere Vorwürfe
    Nach dem Bombenangriff auf ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen erhebt die Organisation schwere Vorwürfe gegen die Täter. »Wie in allen Konfliktgebieten hat Ärzte ohne Grenzen (MSF) alle Konfliktparteien über die genaue Lage aller Einrichtungen der Organisation – Krankenhaus, Unterkünfte, Büro und Stabilisierungsklinik in Chardara, nordwestlich von Kundus – informiert, zuletzt am 29. September«, erklärte die Organisation in einer Mitteilung.
    Obwohl sowohl das afghanische als auch das US-amerikanische Militär nach den Einschlägen der Bomben informiert worden war, sei der Angriff noch eine halbe Stunde fortgesetz worden, so MSF. »Ärzte ohne Grenzen verlangt dringend Aufklärung darüber, was genau vorgefallen ist und wie es zu diesem schrecklichen Vorfall kommen konnte.«
    #Kundus: US-Bomben töten und verletzen Personal u Patienten in #MSF-Klinik. Bombardierung stoppen! Afghan air strike: Kunduz MSF clinic workers killed - BBC News
    — Christine Buchholz (@ch_buchholz) October 3, 2015
    Christine Buchholz

    Laut #NATO habe man die Klinik in #Kundus möglicherweise versehentlich bombardiert.Bundeswehr raus aus #Afghanistan! https://t.co/8n2y6GERek
    — Bernd Riexinger (@b_riexinger) October 3, 2015
    Bernd Riexinger

    Nach Angaben der Organisation wurden mindestens 37 Menschen schwer verletzt, darunter 19 Mitarbeiter des Krankenhauses. Über die genaue Zahl der Todesopfer liegen noch keine näheren Angaben vor.
    NATO bombardierte offenbar Krankenhaus in Kundus

    Kabul. Bei einem offenbar fälschlicherweise von NATO-Truppen verübten Bombenangriff auf ein Krankenhaus der Organisation Ärzte ohne Grenzen im nordafghanischen Kundus sind mindestens drei Klinikmitarbeiter getötet worden. Mehr als 30 Menschen würden vermisst, teilte die Organisation am frühen Samstagmorgen im Internet mit. Das Krankenhaus wurde von den nächtlichen Explosionen demnach sehr stark beschädigt. Laut BBC prüft nun die NATO, ob die Treffer eines US-Luftangriffs in der Stadt waren, die islamistischen Taliban am Montag überrannt hatten.
    Der Leiter von Ärzte ohne Grenze vor Ort, Bart Janssens, erklärte, es lägen noch keine abschließenden Angaben über die Zahl der Opfer vor. Er äußerte sich schockiert über den Angriff und forderte alle Konfliktparteien auf, die Sicherheit von Gesundheitseinrichtungen und deren Personal zu respektieren.
    Der LINKEN-Vorsitzende Bernd Riexinger und die Bundestagsabegordnete Christine Buchholz forderten, die Bombardierungen in Afghanistan müssten sofort eingestellt werden.

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