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"Besa" rettete die Juden vor dem sicheren Tod

Erstellt von Pjetër Balsha, 27.01.2011, 16:42 Uhr · 52 Antworten · 4.762 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
    07.12.2007
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    13.527
    das sollte man publik machen

  2. #22
    Avatar von Pjetër Balsha

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    02.05.2010
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    6.287
    International, Islam, Geschichte

    Albanische Muslime schützten Juden vor Nazis
    In einer Fotodokumentation belegt der jüdisch-amerikanische Fotograf Norman Gershman die Rettung von Juden durch die albanischen Muslime. Fünf Jahre lang habe der Fotograf Fotos von muslimischen Rettern in Albanien gesammelt, die während des Zweiten Weltkrieges viele Juden auf eigene Lebensgefahr gerettet haben.



    Gershman habe während des Projekts „Besa: eine Regel der Ethik“ zunächst generell nach nicht-jüdischen Menschen gesucht, die während der Nazizeit die jüdischen Mitbürger vor dem Tod gerettet haben. Er sei sehr überrascht gewesen, als er erstmals erfahren habe, dass sich unter ihnen auch albanische Muslime befanden. Auf die Namen der albanischen Muslime sei er vor allem in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte „Jad Vaschem“ gestoßen“.

    Mit dem Projektnamen „Besa“ hat Gershman auch eine albanische Bezeichnung für sein Unterfangen gewählt. „Besa“, was soviel wie Ehre, Glaube und das Halten von Versprechen bedeute, sei ein über tausend Jahre altes albanisches Prinzip, dass jeden verpflichtet, all diejenigen zu beschützen, die Schutz bei ihm suchen.

    „Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich allen die Geschichte der muslimischen Helden erzählen konnte“, erklärte Gershman bei der Vorstellung des Projekts. Vor allem habe er bei seiner Informationssuche erfahren, dass die „Besa“ dank des Islams auch kulturell in Albanien verfestigt sei. Daher sei es für die Muslime in Albanien undenkbar gewesen, die jüdischen Mitbürger den Nazis zu überlassen. Er sei auf keinen Beleg gestoßen, der das Gegenteil bezeuge, sagte Gershman. Dies habe Letztendes auch dazu geführt, dass die Zahl der in Albanien lebenden Juden sich nach dem Krieg verzehnfacht hat. Albanien sei insoweit das einzige Land gewesen, das unter der Eroberung vob Nazis die Juden geschützt hat.

    „Wir geben dem Freund die Besa, aber wir verkaufen sie nicht“

    Auch aus den Akten zur Rettung der Juden in Albanien, die der Präsident des Staatsarchivs, Shaban Sinani, publiziert hat, geht hervor, dass praktisch alle Juden, die in Albanien die Zuflucht gesucht haben, gerettet wurden. Über die Rettung der Juden in Albanien schreibt die Journalistin Christine von Kohl: „Trotz aller Schrecken, die Befreiungs- und Bürgerkrieg für die albanische Bevölkerung bedeuteten, wurde kein Jude an die Deutschen ausgeliefert. Erst im letzten Moment, im Frühjahr 1944, unternahm die Gestapo in Tirana die ersten Schritte zur Registrierung der in Albanien lebenden Juden. Angesichts der großen Gefahr, die das Verstecken von deutschen Juden bedeutete, war der Schutz (durch die Besa), welcher ihnen geboten wurde, eine bemerkenswerte moralische Leistung. Darüber gibt es eine Reihe glaubwürdiger Zeugenaussagen“.

    Einige dieser Zeugenaussagen gibt von Kohl wie folgt wieder: „Vom Mut und der Geistesgegenwart albanischer Gastgeber, bei denen Juden wohnten, zeugt unter anderem der Bericht von Mark Menahem, der bei einer Familie in Tirana im Versteck lebte. Als die Deutschen an die Tür klopften, steckte ihn die Hausfrau, deren Mann gerade nicht zu Hause war, in dessen Bett und stellte Mark als ihren kranken Mann vor. Josef Jakoel wiederum berichtet, dass sein Freund nach dem Krieg seinem albanischen Retter als Dank einen Geldbetrag zukommen lassen wollte und folgende Antwort erhielt: „Ich habe Dich als einen Freund behalten, ich habe Dir die Besa erwiesen, unseren traditionellen Schutz für einen Gast – wir geben dem Freund die Besa, aber wir verkaufen sie nicht“. Die Besa meint das unverbrüchliche Wort, den Schwur, die persönliche Treue, den zuverlässig gewährten Waffenstillstand. Das Halten der Besa ist unverzichtbare Voraussetzung der persönlichen Ehre eines Mannes, auch wenn er und seine Familie größte Gefahren und schwerste Opfer in Kauf nehmen müssen.“

    Die Fotodokumentation von Norman Gershman, die erstmals in Jad Vaschem ausgestellt wurde, kann zurzeit im UN-Hauptquartier besichtigt werden. Von hier aus soll sie weltweit an verschiedenen Orten ausgestellt werden. Zudem werde an einem Fotobuch und einer Fernsehdokumentation gearbeitet. (ab)
    Albanische Muslime schützten Juden vor Nazis - IGMG.de - Das islamische Portal




    ich verstehe nicht wieso das so oft auf den islam bezogen wird ???
    christliche albaner haben auch juden gerettet
    und wenn man überhaupt besa einer religion zuteilen könnte dann viel eher dem christentum
    und auch die katholischen malsoren oder die orthodoxen arvaniten pflegen die besa

  3. #23
    Avatar von DZEKO

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    Besa Bese

  4. #24

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    Zitat Zitat von Pjetër Malota Beitrag anzeigen
    International, Islam, Geschichte

    Albanische Muslime schützten Juden vor Nazis
    In einer Fotodokumentation belegt der jüdisch-amerikanische Fotograf Norman Gershman die Rettung von Juden durch die albanischen Muslime. Fünf Jahre lang habe der Fotograf Fotos von muslimischen Rettern in Albanien gesammelt, die während des Zweiten Weltkrieges viele Juden auf eigene Lebensgefahr gerettet haben.



    Gershman habe während des Projekts „Besa: eine Regel der Ethik“ zunächst generell nach nicht-jüdischen Menschen gesucht, die während der Nazizeit die jüdischen Mitbürger vor dem Tod gerettet haben. Er sei sehr überrascht gewesen, als er erstmals erfahren habe, dass sich unter ihnen auch albanische Muslime befanden. Auf die Namen der albanischen Muslime sei er vor allem in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte „Jad Vaschem“ gestoßen“.

    Mit dem Projektnamen „Besa“ hat Gershman auch eine albanische Bezeichnung für sein Unterfangen gewählt. „Besa“, was soviel wie Ehre, Glaube und das Halten von Versprechen bedeute, sei ein über tausend Jahre altes albanisches Prinzip, dass jeden verpflichtet, all diejenigen zu beschützen, die Schutz bei ihm suchen.

    „Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich allen die Geschichte der muslimischen Helden erzählen konnte“, erklärte Gershman bei der Vorstellung des Projekts. Vor allem habe er bei seiner Informationssuche erfahren, dass die „Besa“ dank des Islams auch kulturell in Albanien verfestigt sei. Daher sei es für die Muslime in Albanien undenkbar gewesen, die jüdischen Mitbürger den Nazis zu überlassen. Er sei auf keinen Beleg gestoßen, der das Gegenteil bezeuge, sagte Gershman. Dies habe Letztendes auch dazu geführt, dass die Zahl der in Albanien lebenden Juden sich nach dem Krieg verzehnfacht hat. Albanien sei insoweit das einzige Land gewesen, das unter der Eroberung vob Nazis die Juden geschützt hat.

    „Wir geben dem Freund die Besa, aber wir verkaufen sie nicht“

    Auch aus den Akten zur Rettung der Juden in Albanien, die der Präsident des Staatsarchivs, Shaban Sinani, publiziert hat, geht hervor, dass praktisch alle Juden, die in Albanien die Zuflucht gesucht haben, gerettet wurden. Über die Rettung der Juden in Albanien schreibt die Journalistin Christine von Kohl: „Trotz aller Schrecken, die Befreiungs- und Bürgerkrieg für die albanische Bevölkerung bedeuteten, wurde kein Jude an die Deutschen ausgeliefert. Erst im letzten Moment, im Frühjahr 1944, unternahm die Gestapo in Tirana die ersten Schritte zur Registrierung der in Albanien lebenden Juden. Angesichts der großen Gefahr, die das Verstecken von deutschen Juden bedeutete, war der Schutz (durch die Besa), welcher ihnen geboten wurde, eine bemerkenswerte moralische Leistung. Darüber gibt es eine Reihe glaubwürdiger Zeugenaussagen“.

    Einige dieser Zeugenaussagen gibt von Kohl wie folgt wieder: „Vom Mut und der Geistesgegenwart albanischer Gastgeber, bei denen Juden wohnten, zeugt unter anderem der Bericht von Mark Menahem, der bei einer Familie in Tirana im Versteck lebte. Als die Deutschen an die Tür klopften, steckte ihn die Hausfrau, deren Mann gerade nicht zu Hause war, in dessen Bett und stellte Mark als ihren kranken Mann vor. Josef Jakoel wiederum berichtet, dass sein Freund nach dem Krieg seinem albanischen Retter als Dank einen Geldbetrag zukommen lassen wollte und folgende Antwort erhielt: „Ich habe Dich als einen Freund behalten, ich habe Dir die Besa erwiesen, unseren traditionellen Schutz für einen Gast – wir geben dem Freund die Besa, aber wir verkaufen sie nicht“. Die Besa meint das unverbrüchliche Wort, den Schwur, die persönliche Treue, den zuverlässig gewährten Waffenstillstand. Das Halten der Besa ist unverzichtbare Voraussetzung der persönlichen Ehre eines Mannes, auch wenn er und seine Familie größte Gefahren und schwerste Opfer in Kauf nehmen müssen.“

    Die Fotodokumentation von Norman Gershman, die erstmals in Jad Vaschem ausgestellt wurde, kann zurzeit im UN-Hauptquartier besichtigt werden. Von hier aus soll sie weltweit an verschiedenen Orten ausgestellt werden. Zudem werde an einem Fotobuch und einer Fernsehdokumentation gearbeitet. (ab)
    Albanische Muslime schützten Juden vor Nazis - IGMG.de - Das islamische Portal




    ich verstehe nicht wieso das so oft auf den islam bezogen wird ???
    christliche albaner haben auch juden gerettet
    und wenn man überhaupt besa einer religion zuteilen könnte dann viel eher dem christentum
    und auch die katholischen malsoren oder die orthodoxen arvaniten pflegen die besa
    Du weißt doch der Westen denkt halt immernoch Islam=Böse,deswegen haben sie sich warscheinlich gewundert das Muslime auch nett sein können^^

  5. #25

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    3.930
    Zitat Zitat von SehireMeister Beitrag anzeigen
    Du weißt doch der Westen denkt halt immernoch Islam=Böse,deswegen haben sie sich warscheinlich gewundert das Muslime auch nett sein können^^
    Wusst ich nicht...
    Ach ja, das ist 70 Jahre her...Du kannst die Zeit nicht mit Heute vergleichen..

  6. #26
    Avatar von Iraker

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    412
    Der balkan moslem ist nicht mit anderen moslems zu vergleichen wobei ich irakische moslems kenne die genauso nett & auch netter sind !

    Aber in ländern wo es niee christen gab wie in saudiarabien,jemen oder oman sind die moslems ganz anders drauf

  7. #27

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    Zitat Zitat von Iraker Beitrag anzeigen
    Der balkan moslem ist nicht mit anderen moslems zu vergleichen wobei ich irakische moslems kenne die genauso nett & auch netter sind !

    Aber in ländern wo es niee christen gab wie in saudiarabien,jemen oder oman sind die moslems ganz anders drauf
    ahahhahaahhahaha

  8. #28
    Bloody
    Zitat Zitat von Arvanitis Beitrag anzeigen
    Besa = Beste



    Wie wahr Bruder Arvanitis, wie wahr !!

  9. #29

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    Zitat Zitat von Pjetër Malota Beitrag anzeigen
    Während der deutschen Besatzung versteckten albanische Muslime fast 2000 Juden - ihr Ehrenkodex verpflichtete sie dazu
    Weder Mussolinis Schergen noch den Nazis lieferten viele Albaner Juden aus und riskierten damit ihr eigenes Leben



    Die heute 88-jährige Scarlett Epstein verdankt ihr Überleben albanischen Polizisten, die sie wochenlang versteckten
    Für Scarlett Epstein sollte der 15. März 1938 der Tag werden, an dem sie plötzlich erwachsen und ihr Leben nie mehr so sein würde, wie es sich das junge Mädchen einmal erträumt hatte. Epstein, die damals noch Trude Grünwald hieß, lebte mit ihrer Familie in Wien, im 19. Bezirk, und wurde an jenem Dienstagmorgen zum jugoslawischen Gesandten geschickt. "Mein Bruder sagte zu mir: ,Zieh dich an wie die beim Bund Deutscher Mädel! Und nimm die Pässe mit'", erzählt die heute fast 89-Jährige.
    Sie konnte nicht ahnen, dass ihr und ihrer Familie sehr bald eine Odyssee über den Balkan bevorstand, die ausgerechnet im muslimischen Albanien enden sollte - zum Glück. Denn es waren Muslime, die der Jüdin Scarlett Epstein und ihren Eltern das Leben retten sollten.
    Es ist ein kaum bekanntes Kapitel in der Geschichte des Holocaust, dass bis zum Abzug der Deutschen aus Albanien 1944 fast 2000 Juden Zuflucht bei muslimischen Familien fanden und beinahe alle die tödliche Jagd der Nationalsozialisten überlebten. "Besa" heißt das Wort für diese Rettung, denn "Besa" ist Teil des uralten Ehrenkodex der Albaner. Wer jemandem Hilfe anbietet, ihn bei sich zu Hause aufnimmt, muss sein Schutzversprechen halten: "Das Haus des Albaners gehört Gott und dem Gast."
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    Die Ereignisse überfielen die 15-jährige Trude mit aller Wucht auf ihrem Weg zum Schwarzenbergplatz im Herzen Wiens, hinter dem die jugoslawische Gesandtschaft lag. Drei Tage zuvor hatte Adolf Hitler in Linz den "Anschluss" Österreichs erklärt, nun war er nach Wien gekommen, um auf dem Heldenplatz unter dem Jubel Zehntausender "den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich" zu verkünden.
    Die blonde Trude, in ihrer weißen Bluse und dem blauen Rock, geriet in die Menge, die am Wiener Ring Hitler frenetisch zujubelte. "Das war eine Massenhypnose, alle haben geschrien - und ich auch. Hinterher habe ich gedacht: Wie konntest du nur? Doch sonst hätten sie mich vielleicht gleich umgebracht."
    Drei Monate sollte es dauern, bis Trude und ihre Mutter Visa bekamen. Die zwei älteren Brüder flüchteten nach Italien und später nach England, der Vater arbeitete als Textilvertreter im heute slowenischen Maribor. Dorthin entkamen die beiden Frauen im Juli 1938.
    "Aber in Jugoslawien waren die Behörden sehr antisemitisch. Wir hatten das große ,J' im Pass, und damit schien unser Schicksal besiegelt." Der Vater kam vorübergehend ins Gefängnis, die Mutter verfiel in tiefe Depression und trug sich andauernd mit Selbstmordgedanken. "Auf einmal war ich das Familienoberhaupt. Ich ging von Konsulat zu Konsulat, weil sie uns nach Wien zurückschicken wollten. Das hätte KZ bedeutet. Aber niemand gab uns ein Visum, auch nicht die Briten oder Amerikaner." Bis jemand ihr den Tipp Albanien gab, ein Land, von dem Trude nie zuvor gehört hatte.
    65 Albaner werden heute in Jerusalem in der Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechte der Völker" geehrt. Es hat lange gedauert, bis die Bedeutung dieser Menschen bekannt wurde, auch weil ihr Land nach dem Tod des Diktators Enver Hoxha im Jahr 1985 nur sehr langsam aus der totalen, fast ei halbes Jahrhundert währenden Isolation auftauchte.
    Nach der Reichspogromnacht 1938 stellte der damalige König Zog mehr als 400 Pässe für Juden aus, wie sein Sohn, Kronprinz Leka I. berichtet. "Mein Vater hatte viele Freunde in Wien, vor allem die Familie Weitzmann. Sie waren Fotografen des europäischen Adels. Ein wunderschönes Bild meiner Eltern hing in allen Klassenräumen und öffentlichen Gebäuden in Albanien." Leka I. behauptet sogar, dass sein Vater der Wiener Goldschmiedfamilie Oesterreicher die von ihnen gefertigten Kronjuwelen zurückgab, damit sie die bittere Not im englischen Exil überlebten.
    Vieles mag Legende sein. Wahr ist, dass Albert Einstein 1935 mit einem albanischen Pass nach Amerika flüchtete, den er bei einem kurzen Aufenthalt im Königreich bekommen hatte. Wahr ist auch, dass der albanische Monarch weder während der Okkupation durch die Italiener 1939 noch nach der deutschen Besatzung Anfang 1943 bei der Deportation von Juden kollaborierte.
    Scarlett Epstein erinnert sich an jene Monate voller Angst im Jahr 1938, als sei alles erst gestern passiert. Über Split gelangte sie per Schiff in die albanische Hafenstadt Durres. "Dort kamen wir im Haus gleich neben der Polizeiwache unter, mit 45 anderen Juden." Am 7. April 1939 dann kreuzte die Kriegsflotte der Italiener vor Durres, der Angriff stand unmittelbar bevor. "Wir hatten solche Angst, dass Mussolini uns als Geschenk an Hitler deportieren würde", sagt Epstein. Doch die albanischen Polizisten versteckten die Juden in einem Keller im Stadtinneren. Sie entkamen.
    Die Muslima Bahrije Seiti Borici ist fast genauso alt wie die Jüdin Trude Grünstein. Die beiden Frauen haben sich nie getroffen, aber sie teilen ihre Geschichte. "Als ich 17 Jahre alt war, 1943, brachte mein Vater Isak und Bela Bivas und deren 14-jährige Tochter Rashel mit zu uns nach Hause. Mein Vater schärfte uns ein, dass sie Verwandte aus einer anderen Gegend seien. Er beschaffte ihnen gefälschte Pässe mit albanischen muslimischen Namen. Niemand durfte wissen, dass sie Juden waren", erzählt Borici, die noch immer im selben Dorf im Nordwesten Albaniens lebt, dem amerikanischen Fotografen Norman H. Gersham.
    Sein Buch "Besa" ist Bestandteil einer Kampagne mit dem Titel "Missing Pages" ("Fehlende Seiten") der britischen Exploring Islam Foundation, die derzeit durch Großbritannien tourt. Die muslimische Stiftung, gegründet von jungen, beruflich erfolgreichen Muslimen, setzt sich für die Verständigung zwischen den Religionen ein.
    Wie groß das Risiko auch für die Albaner selbst war, beschreibt Borici mit einfachen Worten: "Die Nazis hatten unsere Gemeinde in Shkoder gewarnt, dass jeder umgebracht würde, der Juden versteckt. Mein Vater war der Distriktbürgermeister, und als die Deutschen von ihm die Unterkünfte von Juden zu wissen verlangten, sagte er, niemals von Juden in Shkoder gehört zu haben."
    Als die Nazis Häuser durchsuchten, versteckte der Vater die Familie Bivas im Keller. Alle drei überlebten, mit Rashel, die heute in Israel lebt, hat Borici noch immer Kontakt. "Warum wir eine jüdische Familie aufnahmen? Nun, weil wir das natürlich tun mussten. Wir waren eine Familie", sagt Bahrije Borici.
    "Die Annahme, dass unsere Religion die ,beste, die reinste' ist, ist aus anthropologischer Sicht ein Mythos", schreibt Akbar Ahmed, Islamwissenschaftler an der American University in Washington. "Die zehn Gebote, die großen Propheten - diese Elemente reflektieren gemeinsame Tradition. Die Beispiele der Albaner sind Zeugnis eines so anderen Verhaltens als jenes, das dieser Tage leider die Schlagzeilen macht. Wir befinden uns an einer Wegkreuzung. Brücken zwischen Religionen und Kulturen zu bauen ist keine intellektuelle Freizeitbeschäftigung mehr, sondern ein Imperativ, wenn wir im 21. Jahrhundert überleben wollen."
    Trude Grünwalds Odyssee ging im Frühsommer 1939 weiter. Mithilfe des italienischen Konsuls gelangte sie mit ihrer Mutter nach Neapel, dort sollten sie weiter nach Mailand und ein Flugzeug Richtung London nehmen. Doch die einzige Möglichkeit war ein KLM-Flug mit zwei Zwischenstopps in Deutschland. "Als wir in Frankfurt landeten, sahen wir durch das Fenster all die Fahnen und Hakenkreuze. Aber wir hatten keine andere Wahl!" In Köln holten SS-Leute die beiden aus dem Flugzeug, sie mussten sich ausziehen, wurden verhört und geschlagen. "Aber ich war damals schon sehr smart. Mir fiel das Empfehlungsschreiben des Konsuls ein. Das hat sie so beeindruckt, dass sie uns mit Tritten wieder in die Maschine bugsierten." Verzweifelt, weil ihnen die Nazis die überlebenswichtigen Pässe nicht wiedergeben wollten. "Der holländische Steward holte sie schließlich für uns zurück."
    Seit mehr als 70 Jahren lebt Epstein, die den Namen ihres Mannes annahm und ihren Vornamen änderte, in England. Noch immer hält sie einen Lehrstuhl für Soziologie und gilt als Pionier der Entwicklungsanthropologie. "Was im Nahen Osten passiert, überschattet unser Zusammenleben mit den Muslimen. Dabei gibt es so viele noch nicht erzählte Geschichten, die von der Solidarität zwischen Christen, Juden und Muslimen handeln."

    "Besa" rettete die Juden vor dem sicheren Tod - Nachrichten Print - DIE WELT - Politik - WELT ONLINE
    Westliche medien sind das allerletzte dreckige missgeburten politik man hat sogar irgendwelche balten oder so hervorgehoben wegen ihrer unterstützung für die juden aber die albaner bleiben im verborgenen!

  10. #30
    Avatar von LaReineMarieAntoinette

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    Zitat Zitat von Theodisk Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen die Albaner haben hier einen wertvollen Beitrag in der europäischen Geschichte geliefert. Alle Achtung.
    ACHTUNG!!!!! Hase, du vergisst Oskar Schindler und der hatte es noch etwas schwerer gehabt, wie du weißt. Sein kleines Spiel direkt im KZ abzuziehen.

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