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"Besa" rettete die Juden vor dem sicheren Tod

Erstellt von Pjetër Balsha, 27.01.2011, 16:42 Uhr · 52 Antworten · 4.761 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
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    "In the middle of the month, under German direction, they participated in rounding up 281 Jews who were subsequently deported north to certain death"


    Es geht hier nicht darum du opfer ! versucht nicht diese wunderschöne Tat die wohlkaum ein anderer auf diesen Planeten gemacht hat zu verschlechtern!

  2. #42
    Schmetterling*
    Gänsehautfeeling pur.

  3. #43
    Avatar von Pjetër Balsha

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    Zitat Zitat von PašAga Beitrag anzeigen
    Naja, wenn man die anderen Tausende von Albanern in die Deutschen Hände transportierten Juden ausser acht lässt, dann könnte man sagen die Besa hat die Juden dort gerettet, aber so ist es nur ein Tropfen auf dem Heissem Stein.
    albaner haben keinen einzigen juden an die nazis geliefert
    du gibst nichteinmal eine quelle dazu

    für diese unterstellung und frechheit solltest du verwarnt werden

  4. #44
    Avatar von Ottoman

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    Zitat Zitat von Pjetër Malota Beitrag anzeigen
    albaner haben keinen einzigen juden an die nazis geliefert
    du gibst nichteinmal eine quelle dazu

    für diese unterstellung und frechheit solltest du verwarnt werden
    es ist keine Unterstellung komm nach Hannover Bergen-Belsen.

    Dort steht das in den Büchern auch drin,
    das die SS Skanderbeg hunderte Juden aus dem Kosova deportiert hat..

    Lexikon 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS

  5. #45
    Avatar von Taudan

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  6. #46
    Avatar von Ilan

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    Nach allen bisher einsehbaren Archivquellen, nach Berichten, Interviews etc. sind tatsächlich keine Juden aus Albanien an deutsche Militär-oder Zivilbehörden ausgeliefert worden. Seit Mitte der 1990er Jahre wurde mancherlei dazu publiziert, etwa von Harvey Sarner (1997) in den USA: «Rettung in Albanien: 100% aller Juden in Albanien vor dem Holocaust gerettet». Jutta Neumann bringt in ihrem Buch «Umweg über Albanien» (englisches Original: «Via Albania») ihre Erinnerungen zu Papier. Mit ihren Eltern war sie von Hamburg geflohen. Nach ihrer Ankunft in Albanien notierte sie:

    In diesem Hotel lebten schon einige jüdische Familien. Andere hatten ein großes Haus gemietet, das zu einer Art Gemeinschaftsunterkunft geworden war – oder, wie sie es nannten: ein ‹Emigrantenhaus›.
    60 Menschen hätten darin gewohnt, die meisten aus Österreich (Neumann, S. 133). Sie erwähnt auch jüdische Flüchtlinge aus Belgrad. In diesem Zusammenhang weist Branka Prpa, Historikerin und Direktorin des Geschichtsarchivs in Belgrad, darauf hin, dass in Belgrad vor dem Zweiten Weltkrieg 12.500 Juden gelebt haben – nach dem Krieg waren es nur noch 1500. Von den übrigen 11 000 dürfte zwar auch ein Teil umgekommen sein, tatsächlich aber haben viele Juden aus Jugoslawien in Albanien Zuflucht gefunden. Jüngsten Forschungen zufolge haben sich auch ca. 400 Juden aus Dubrovnik nach Albanien gerettet und überlebt, von denen man bisher angenommen hatte, sie seien in Auschwitz umgekommen. Jutta Neumann beschreibt die Not, in der jüdische Flüchtlinge in Albanien gelebt haben:

    Unsere finanzielle Lage war damals sehr schlecht, und wir aßen buchstäblich jeden Tag Suppe und trockenes Brot.
    In diesem Zusammenhang erinnert sie an einen Herrn Jacobson aus Budapest:
    Trotz unserer Notlage hatten wir zum Mittagessen einen ständigen Gast: Herrn Jacobson. Dieser war von Budapest aus zu Fuß nach Saloniki und von dort nach Albanien gelaufen.
    Sie erwähnt einige Namen von Juden aus Mitteleuropa, die in Albanien mit ihnen zusammengewesen waren:
    Ich kann mich nicht an alle Namen erinnern. […] Fritz Kraus, Katerina Kraus, Gertraude Kraus, Friederike Kraus (die Mutter von Fritz); Heinrich Stern und seine Frau, an deren Vornamen ich mich nicht erinnern kann – sie war die Schwester von Fritz und somit die Tochter von Friederike Kraus; Herr Galitzky; Herr und Frau Weinstein; Fritz Altman; Hans und Anni Krall und ihre Schwester Olga Stutecka; Josef Gertler; Siegbert, Alice und Jutta Gerechter; Walter und Finny Mandel und ihre Mutter – Frau Tchatcher; Menasche, Resel und Julius Wolf; Herr Horn; Herr und Frau Tau; Dr. Leo; Edith, Hannelore, Eva und Alexander Meyer; Emil und Stella Borger (beide kamen, soweit ich mich erinnere, aus Jugoslawien); Herr Jacobson (aus Ostpreußen)
    (Neumann, S. 133).

    Kürzlich hat der frühere Direktor des albanischen Staatsarchivs, Shaban Sinani, verschiedene Akten über die Rettung der Juden in Albanien publiziert. Danach seien praktisch alle Juden, die in Albanien Zuflucht gefunden haben, gerettet worden. Albanien sei das einzige Land in dem von Deutschen und Italienern besetzten Europa gewesen, wo bei Kriegsende mehr Juden gelebten hätten als zu Beginn des Krieges.

    Nach Albanien geflohene Juden hätten Papst Pius XII. um Hilfe gebeten – offenkundig nicht ganz ohne Erfolg. Nicht unwesentlich hat auch der damalige «Regentschaftsrat» in Tirana, dem u.a. der Franziskanerpater Anton Harapi aus Shkodra/Skutari angehörte, zur Rettung der Juden beigetragen. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass dies in erheblichem Maße auch andere Moslems und Christen getan haben sollen.

    Christine von Kohl betont:

    Tr
    otz aller Schrecken, die Befreiungs-und Bürgerkrieg für die albanische Bevölkerung bedeuteten, wurde kein Jude an die Deutschen ausgeliefert. Erst im letzten Moment, im Frühjahr 1944, unternahm die Gestapo in Tirana die ersten Schritte zur Registrierung der in Albanien lebenden Juden. Angesichts der großen Gefahr, die das Verstecken von deutschen Juden bedeutete, war der Schutz [durch die «Besa»], welcher ihnen geboten wurde, eine bemerkenswerte moralische Leistung. Darüber gibt es eine Reihe glaubwürdiger Zeugenaussagen. Einzelheiten wurden dem Institut für Studien zum Holocaust in Israel übermittelt. [...] Vom Mut und der Geistesgegenwart albanischer Gastgeber, bei denen Juden wohnten, zeugt unter anderem der Bericht von Mark Menahem, der bei einer Familie in Tirana im Versteck lebte. Als Deutsche an die Tür klopften, steckte ihn die Hausfrau, deren Mann gerade nicht zu Hause war, in dessen Bett und stellte Mark als ihren kranken Mann vor.» – Josef Jakoel wiederum habe berichtet, dass ein Freund nach dem Krieg seinem albanischen Retter als Dank einen Geldbetrag zukommen lassen wollte und folgende Antwort erhielt: «Ich habe Dich als einen Freund behandelt, ich habe dir die ‹Besa› erwiesen […], dem Freund erweisen wir die ‹Besa›, aber wir verkaufen sie nicht
    (v. Kohl, S. 71).

    Samuilo Mandil war ein Belgrader Jude, der sich im Zweiten Weltkrieg ebenfalls nach Albanien hatte retten können. In einem Artikel («Izraelitet në Shipni») in der albanischen Zeitung «Bashkimi » (20. Februar 1945) schrieb er, dass er, der 1942 von Belgrad nach Albanien geflohen war, den Albanern dafür dankt, dass sie Juden versteckt und damit viele gerettet haben. Er finde es bemerkenswert, dass sogar noch 1942 Juden aus vielen Ländern nach Albanien gekommen sind. Aus dem Artikel geht hervor, dass noch im Jahre 1943 Juden in Albanien nicht in Gefahr waren; zur Zeit der italienischen Besetzung (1939–1943) konnten sie in Albanien ein normales Leben führen. Erst mit der Besatzung Albaniens durch die Deutschen (3. 9. 1943) änderte sich das. Samuilo Mandil erwähnt in diesem Artikel aber auch, dass im Gegensatz dazu 1942 die Behörden in Mitrovica, also im bis 1941 jugoslawischen Kosovo, 53 Juden an die Nazis ausgeliefert hätten.

    Nach der Besetzung Albaniens durch die Deutschen bestand für jeden Juden nun größte Lebensgefahr. Für die Albaner wurde es schwierig, ihre «Gäste» zu schützen. Die sog. «Emigrantenhäuser » konnten von den Deutschen natürlich leicht entdeckt werden. Damuilo Mandil berichtet, die Albaner, denen klar war, in welcher Gefahr die Juden nun schwebten, hätten diese in weit entfernten, besonders armen und den Deutschen schwer zugänglichen Dörfern versteckt. Die Albaner hätten mit ihnen das letzte Stück Brot geteilt. –Übrigens hat der deutsch-albanische Fernsehfilm «Mein Freund der Feind» (2003) des Regisseurs Gjergj Xhuvani den jüdischen Alltag in Albanien im Zweiten Weltkrieg recht eindringlich dargestellt.

    Mandil hebt hervor, dass in Albanien jüdische Jugendliche aus Jugoslawien mit den Partisanen gegen die Deutschen gekämpft hätten. Fünf von ihnen –Jakov Avramovic´, Jusef Konforti, Jusef Bivas, Žak Ruben und David Koen –seien gefallen (ob auf dem heutigen Staatsgebiet Albaniens oder aber im Kosovo, ist nicht bekannt).

  7. #47
    Avatar von Ilan

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    Irene Grunbaum
    Leb wohl, Albanien! Du hast mir Zuflucht, so viel Gastfreundschaft, Freunde und Abenteuer beschert. Leb wohl, Albanien! Es kommt der Tag, da werde ich der Welt verkünden, wie mutig, furchtlos, stark und treu deine Söhne sind und dass weder Tod noch Teufel sie schrecken. Ich will […] davon erzählen, wie sie ein Flüchtlingsmädchen beschützten: Sie ließen nicht zu, dass ihm Unheil zugefügt wurde –und riskierten dabei ihr eigenes Leben. Deine Tore, du kleines Albanien, blieben offen. Deine Beamten ignorierten die Gesetze, wenn es darum ging, armen Verfolgten noch eine Chance zu verschaffen, dass sie den schlimmsten aller Kriege überlebten! Albanien, nur dank deiner Menschlichkeit haben wir die [deutsche – G.S.] Besetzung überstanden. Albanien – wir danken dir!

    Jutta Neumann
    Albaner, ob Muslime oder Christen, sind überaus gastfreundliche, großzügige und liebenswürdige Menschen. Man muss unterstreichen, dass [die Rettung der Juden] nicht allein auf die traditionelle Gastfreundschaft der Albaner [die ‹Besa›] zurückzuführen ist vielmehr war [diese Rettung] auch Ausdruck persönlichen Mutes. Im Denken der Albaner rangierte die Notwendigkeit, Menschen in Not zu helfen, höher als die Sicherheit ihrer Familien. In Yad Vashem zu Jerusalem findet man eine lange Liste von Albanern, die von Israel den Ehrentitel «Gerechte unter den Völkern» erhalten haben. Zieht man in Betracht, dass Albanien damals kaum mehr als eine Million Einwohner zählte, dann ist die Zahl dieser «Gerechten» unvergleichlich hoch.
    Für die beiden Posts:
    Rettung von Juden in Albanien

  8. #48
    Avatar von Pjetër Balsha

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    Zitat Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
    es ist keine Unterstellung komm nach Hannover Bergen-Belsen.

    Dort steht das in den Büchern auch drin,
    das die SS Skanderbeg hunderte Juden aus dem Kosova deportiert hat..

    Lexikon 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS
    so sieht es in wirklichkeit aus

    Danach seien praktisch alle Juden, die in Albanien Zuflucht gefunden haben, gerettet worden. Albanien sei das einzige Land in dem von Deutschen und Italienern besetzten Europa gewesen, wo bei Kriegsende mehr Juden gelebten hätten als zu Beginn des Krieges.
    Rettung von Juden in Albanien

    Albanien war nach dem zweiten Weltkrieg, das einzige von den Faschisten besetzte Land, indem es mehr Juden gab als vorher. Zu diesem Schluß gelangt der US-amerikanische Historiker Harvey Samer in seinem 1998 erschienenen Buch "Rescue in Albania".
    Jdisches Leben in Europa - Rettung in Albanien

  9. #49
    Avatar von Rockabilly

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    Zitat Zitat von Taudan Beitrag anzeigen
    Ich bin so stolz auf unser BESA

  10. #50

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    13.681
    Ich finde es edel und heldenhaft wie meine Landsleute in dieser schweren zeiten reagiert haben,sie riskierten ihr Leben um andere zu schützen,das verdient respekt und auch wenn man albaner hasst,sollte man das anerkennen oder sich aus dem Thread raushalten,es ist eine Schande zu versuchen das schlecht zu machen.

    Man muss sich in die Juden reinversetzten,die werden überall gejagt und denken das die ganze Welt gegen sie ist und dann aufeinmal gibt es ein Land von dem sie nie gehört haben und keine bedeutung hatte und unter Nazi kontrolle war,und die Leute haben nichtmal für sich genug essen,aber das was sie haben teilten sie und schützten die juden mit ihrem Leben.

    Man sollte auch nicht etwas zurück verlangen wie die anerkennung Kosovos z.b. das macht man nicht,das die Juden/israelis die Geschichte nicht vergessen haben ist dank genug.

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