Sie prangern Menschenrechtsverletzungen an und machen sich stark für Menschenrechte ...
Menschenrechte sind bei uns selbstverständlich – deshalb werden sie im Alltag häufig übersehen. Die christlichen Kirchen der Schweiz rufen für den morgigen «Tag der Menschenrechte» dazu auf, gerade im alltäglichen Handeln sorgfältig auf die Menschenrechte anderer zu achten.


... obwohl einige Tage vorher ein Bischof eben diese Menschenrechte relativiert hat:
Pünktlich zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember legt der Churer Bischof Vitus Huonder einen Hirtenbrief vor. Dieser soll am Sonntag in sämtlichen Kirchen des Bistums, zu dem auch der Kanton Zürich gehört, verlesen werden. Schon vorab ist klar: Huonders Worte werden zu reden geben. Sie lauten unter anderem: «Die Kirche nimmt die Menschenrechtserklärung zur Kenntnis.» Gleichzeitig, so schreibt Huonder, messe die Kirche deren Aussagen und Forderungen an der «Wahrheit der göttlichen Offenbarung». Den Menschenrechten voraus gehe «immer das göttliche Recht», und sie stünden und fielen letztlich mit dem Respekt vor dem Gottesrecht.
Aber machen wir uns nichts vor, alle "abrahamschen" Religionen stellen in Wahrheit doch das "göttliche Recht" in den Vordergrund, das erkennt man mit nur einem Blick in die "heiligen" Schriften, in denen Menschen im Wesentlichen das Recht haben, sich in den Staub zu werfen und vor Gott zu winseln ... oder etwa nicht?