BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 38

Biosprit ist Pervers.

Erstellt von Perun, 30.01.2011, 12:43 Uhr · 37 Antworten · 1.414 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    verstehe dich nicht ganz... 7 Cent kostet 1 Liter öl, wenn es nach Deutschland ankommt, dann kommt ein Liter öl (+/-) auf 30 Cent!

    es gibt irgendwo ein Arttikel darüber im Netz...(ich bin grade am suchen....)

  2. #22

    Registriert seit
    16.04.2010
    Beiträge
    2.626
    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    Biosprit ist eigentlich Pervers.
    Weil uns langsam das Öl zum Problem wird,nehmen wir Getreide und anbaufläche weg um Treibstoff herzustellen,während andererseits Menschen dafür hungern müßen.

    Eure Meinung.

    Wenn man das Getreide statt an Schweine zu verfüttern den hungernden Menschen geben würde wäre das Hungerproblem auch behoben und Biosprit wäre auch kein Problem.

    Ist meine Meinung.

  3. #23

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    Zitat Zitat von triumf Beitrag anzeigen
    ahnungsloser warum so aggressiv? kannst du auch normal antworten? fakt ist es gibt genug Öl für alle, und fakt ist es sehr einfach zu fördern, aber das meiste und bestes Öl liegt nun mal in ländern wie irak Arabien Kuweit usw usw.
    Und würdest du auch die Quelle nennen die das bestätigt?
    Niemand weiß wieviel die Förderqoute der Araber beträgt,weil sie die Mengen unter verschluß halten,wie ein Staatsgeheimnis.

  4. #24

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    Saudi-Arabien: Die Ölvorräte auf der ganzen Erde reichen noch 100 bis 200 Jahre

    quelle: http://www.shortnews.de/id/688362/Sa...-bis-200-Jahre

  5. #25

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    Saudi-Arabien: Die Ölvorräte auf der ganzen Erde reichen noch 100 bis 200 Jahre

    quelle: Saudi-Arabien: Die Ölvorräte auf der ganzen Erde reichen noch 100 bis 200 Jahre
    Na was werden sie denn sonst behaupten?

  6. #26

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    ich weiß nicht, es kann schon sein das das nicht stimmt.... aber, hast Du andere quelle die was anderes behaupten?

  7. #27
    Avatar von Lido

    Registriert seit
    23.07.2008
    Beiträge
    3.059
    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    verstehe dich nicht ganz... 7 Cent kostet 1 Liter öl, wenn es nach Deutschland ankommt, dann kommt ein Liter öl (+/-) auf 30 Cent!

    es gibt irgendwo ein Arttikel darüber im Netz...(ich bin grade am suchen....)
    Im März 2010 bestand die Zusammensetzung des Verbrauchspreises für Superbenzin zu

    • 45,90 % aus Mineralölsteuer
    • 29,60 % Einkaufspreis
    • 16,00 % Mehrwehrtsteuer
    • 8,50 % Deckungsbeitrag,

  8. #28

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht, es kann schon sein das das nicht stimmt.... aber, hast Du andere quelle die was anderes behaupten?

    Bundeswehr-Studie warnt vor dramatischer Ölkrise

    Von Stefan Schultz
    DPA

    Förderfeld in China: Furcht vor dem Peak Oil

    Märkte versagen, Demokratien wanken, Deutschland verliert global an Macht: In einer Studie hat ein Think Tank der Bundeswehr analysiert, wie die sinkende Ölförderung die Weltwirtschaft verändert. Das interne Dokument zeigt erstmals, wie sehr eine drohende Energiekrise die Militärs sorgt.

    Hamburg - Unter Peak Oil verstehen Energieexperten jenen Zeitpunkt, zu dem der globale Ölvorrat allmählich zurückgeht und die Förderung ihren Zenit überschreitet. Eine dauerhafte Versorgungskrise droht - und allein die Angst davor kann Turbulenzen an Rohstoffmärkten und Börsen auslösen.



    Das Thema ist politisch so brisant, dass es schon bemerkenswert ist, wenn eine Institution wie die Bundeswehr den Begriff Peak Oil öffentlich verwendet. Doch eine Bundeswehr-Studie, die in verschiedenen Blogs kursiert, geht noch viel weiter.


    Das Dezernat Zukunftsanalyse - ein Think Tank, der zum Zentrum für Transformation der Bundeswehr gehört - hat erstmals die sicherheitspolitische Dimension des Peak-Oil-Problems analysiert. Die Autoren um Dezernatsleiter Thomas Will schildern die Folgen einer unumkehrbaren Rohstoffverknappung in teilweise dramatischen Worten. Sie warnen vor Verschiebungen des globalen Machtgleichgewichts, vor neuen "Abhängigkeitsverhältnissen", vor einem Bedeutungsverlust westlicher Industrienationen, vor einem "Komplettversagen der Märkte", vor schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen.

    Die Studie, deren Echtheit SPIEGEL ONLINE aus Regierungskreisen bestätigt wurde, war nicht zur Veröffentlichung gedacht. Es handle sich um einen Entwurf, heißt es. Um ein rein wissenschaftliches Gutachten, das noch nicht vom Verteidigungsministerium und von anderen Gremien der Regierung redigiert worden sei.

    Studien-Hauptautor Will wollte sich zu den Ergebnissen auf Anfrage nicht äußern. Es darf aber bezweifelt werden, dass Bundeswehr oder Regierung den Bericht des Dezernats Zukunftsanalyse in seiner bestehenden Form zur Veröffentlichung freigegeben hätten. So zeigt die Studie doch, wie stark das Thema Peak Oil die deutsche Regierung schon jetzt beschäftigt.

    Parallele zu Aktivitäten in Großbritannien

    Der Vorfall weist eine Parallele zu einem Vorfall in Großbritannien auf. Erst in der vergangenen Woche hatte der "Guardian" darüber berichtet, dass das britische Department of Energy and Climate Change (DECC) Dokumente unter Verschluss halte, wonach sich Großbritanniens Regierung weit größere Sorgen über eine künftige Versorgungskrise macht, als sie zugeben will.

    Demnach arbeiten das DECC, die Bank of England, das britische Verteidigungsministerium und Vertreter der Industrie an einem Krisenplan, der sich mit den Folgen möglicher Versorgungsengpässe beschäftigt. Anfragen des sogenannten Peak Oil Workshops an Energieexperten liegen SPIEGEL ONLINE vor. Eine DECC-Sprecherin bemühte sich, den Vorgang herunterzuspielen. Die Anfragen seien "Routine", sagte sie dem "Guardian"; sie hätten keine politischen Implikationen.

    Auch die Studie der Bundeswehr dürfte keine unmittelbaren politischen Folgen haben. Sie zeigt aber, dass die Regierung befürchtet, dass Versorgungsengpässe rasch auftreten können.

    So schreibt das Dezernat Zukunftsanalyse, es gebe "eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Peak Oil bereits um das Jahr 2010 zu verorten ist und sicherheitspolitische Auswirkungen mit einer Verzögerung von 15 bis 30 Jahren erwartet werden können". Die Bundeswehrvorhersage deckt sich mit den Prognosen namhafter Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass die weltweite Ölförderung ihren Zenit entweder schon überschritten hat oder im laufenden Jahr überschreitet.

    Marktversagen und globale Kettenreaktion

    Die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Peak Oil wurden für Deutschland nun erstmals umfassend untersucht. Der Erdölexperte Steffen Bukold hat die Ergebnisse der Bundeswehr-Studie ausgewertet und zusammengefasst. Die zentralen Erkenntnisse im Überblick:

    Machtfaktor Öl: Wie das Dezernat Zukunftsanalyse schreibt, wird Öl zu einem entscheidenden Faktor in der Neugestaltung der internationalen Beziehungen. "Die relative Bedeutung der Förderländer im internationalen System wächst. Diese nutzen die entstandenen Vorteile, um ihre innen- und außenpolitischen Gestaltungsräume auszubauen und sich als neue oder wieder erstarkende regionale, gegebenenfalls sogar globale Führungsmächte zu etablieren."
    Bedeutungsgewinn der Ölexporteure: Für Ölimporteure bedeute eine verstärkte Konkurrenz um Ressourcen gleichzeitig verstärkte Konkurrenz um die Gunst der Förderländer. Letzteren eröffne sich damit ein "Window of Opportunity", das sie zur Durchsetzung politischer, wirtschaftlicher oder ideologischer Ziele nutzen können. Da dieses Zeitfenster nur für einen begrenzten Zeitraum offenstehe, "könnte es zu einer offensiveren Durchsetzung eigener Interessen seitens der Förderländer kommen".
    Politik statt Markt: Das Dezernat Zukunftsanalyse erwartet als Folge eines Versorgungsengpasses, dass die Liberalisierung des Energiemarkts zurückgedreht wird. "Der Anteil des auf dem globalen, frei zugänglichen Ölmarkt gehandelten Erdöls wird zugunsten des über binationale Kontrakte gehandelten Öls abnehmen", heißt es in der Studie. Der globale Ölmarkt werde langfristig nur eingeschränkt den freien marktwirtschaftlichen Gesetzen folgen können. "Bilaterale, konditionierte Lieferbeziehungen und privilegierte Partnerschaften treten, wie bereits vor den Ölkrisen der siebziger Jahre, wieder in den Vordergrund."
    Marktversagen: Die Autoren malen ein düsteres Bild von den Folgen einer Erdölknappheit. Da der Gütertransport vom Erdöl abhängt, drohe der Handel sich drastisch zu verteuern. In der Folge "können Engpässe bei der Versorgung mit existentiell wichtigen Gütern auftreten", etwa bei der Nahrungsmittelversorgung. Da Erdöl direkt oder indirekt zur Produktion von 95 Prozent aller Industriegüter benötigt wird, drohten Preisschocks in so gut wie allen Bereichen der Industrie und auf fast allen Stufen industrieller Wertschöpfungsketten. "Mittelfristig bricht das globale Wirtschaftssystem und jede marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft zusammen."
    Rückfall in die Planwirtschaft: Da so gut wie alle Wirtschaftsbranchen stark vom Erdöl abhängen, könne der Peak Oil zu einem "Teil- oder Komplettversagen von Märkten führen", heißt es in der Studie. "Eine vorstellbare Alternative wäre, dass staatliche Rationierungen und die Zuteilung wichtiger Güter oder auch die Aufstellung von Produktionsplänen und andere Zwangsmaßnahmen kurzfristig marktwirtschaftliche Mechanismen in Krisenzeiten ersetzen."
    Globale Kettenreaktion: "Eine Umstellung der Ölversorgung wird bis zum Eintritt des Peak Oil nicht in allen Weltregionen gleichermaßen möglich sein", heißt es in der Studie. "Es ist wahrscheinlich, dass eine hohe Anzahl von Staaten nicht in der Lage ist, die notwendigen Investitionen rechtzeitig und in ausreichender Höhe zu leisten." Käme es aber in einigen Regionen der Welt zum wirtschaftlichen Crash, wäre auch Deutschland betroffen. Die Bundesrepublik könne sich aufgrund ihrer engen Einbindung in weltwirtschaftliche Zusammenhänge nicht von der Krise anderer Staaten abkoppeln.
    Politische Legitimationskrise: Das Dezernat Zukunftsanalyse sorgt sich außerdem um den Fortbestand der Demokratie. Teile der Bevölkerung könnten die vom Peak Oil angestoßenen Umwälzungen "als allgemeine Systemkrise" begreifen. Das schaffe "Raum für ideologische und extremistische Alternativen zu jeweils bestehenden Staatsformen". Eine Fragmentierung der betroffenen Bevölkerungsschichten sei wahrscheinlich und könne "im Extremfall zu offenen Konflikten führen".

    Brisante Empfehlungen an die deutsche Regierung

    Schon die Szenarien, die das Dezernat Zukunftsanalyse beschreibt, sind drastisch. Politisch noch wesentlich brisanter sind die Empfehlungen an die Regierung, die die Energieexperten aus ihren Szenarien ableiten. So vermuten sie, dass "ölimportabhängige Staaten in ihrer Außenpolitik zu mehr Pragmatismus gegenüber Ölanbietern" gezwungen sein dürften. Politik werde sich ein Stück weit dem Primat der Versorgungssicherheit unterordnen müssen.

    Für Deutschland bedeute das konkret: eine nachgiebige Haltung gegenüber den außenpolitischen Zielen Russlands - und mehr Zurückhaltung in der Israel-Politik, um arabische Partner nicht zu verprellen.

    ANZEIGE

    Vor allem das Verhältnis zu Russland sei wesentlich für die Ausrichtung der deutschen Öl- und Gasversorgung, heißt es in der Studie. "Für Deutschland ist dies mit einem Balanceakt zwischen stabilen und privilegierten Beziehungen zu Russland und den Befindlichkeiten seiner östlichen Nachbarstaaten verbunden." Heißt: Um die eigene Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sollte Deutschland gegenüber den außenpolitischen Zielen Moskaus nachgiebig sein und im Gegenzug eine Belastung des Verhältnisses zu Polen und Co. zu riskieren.


    Auch für die deutsche Nahost-Politik hätte der Peak Oil nach Ansicht der Studienautoren erhebliche Folgen. "Eine durch das Ziel der Versorgungssicherheit motivierte Neujustierung deutscher Nahost-Politik zugunsten intensiverer Beziehungen mit Förderländern, wie Iran und Saudi-Arabien mit den größten konventionellen Erdölreserven der Region, dürfte die deutsch-israelischen Beziehungen je nach Intensität des Politikwechsels entsprechend belasten."

    Das Bundesverteidigungsministerium wollte sich zu den Studienergebnissen auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE zunächst nicht äußern.

  9. #29

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    oha, 45,90% ....! ich denke nur weil wir so $ abhängig sind....??? (rechne mal aus 7 Cent für 1L in Arabische Länder, dann die MwSt drauf und dann Export....wieviel Cent
    kommt dann raus? und wieviel muss der kleine zahlen?)

  10. #30

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    Bundeswehr-Studie warnt vor dramatischer Ölkrise

    Von Stefan Schultz
    DPA

    Förderfeld in China: Furcht vor dem Peak Oil

    Märkte versagen, Demokratien wanken, Deutschland verliert global an Macht: In einer Studie hat ein Think Tank der Bundeswehr analysiert, wie die sinkende Ölförderung die Weltwirtschaft verändert. Das interne Dokument zeigt erstmals, wie sehr eine drohende Energiekrise die Militärs sorgt.

    Hamburg - Unter Peak Oil verstehen Energieexperten jenen Zeitpunkt, zu dem der globale Ölvorrat allmählich zurückgeht und die Förderung ihren Zenit überschreitet. Eine dauerhafte Versorgungskrise droht - und allein die Angst davor kann Turbulenzen an Rohstoffmärkten und Börsen auslösen.



    Das Thema ist politisch so brisant, dass es schon bemerkenswert ist, wenn eine Institution wie die Bundeswehr den Begriff Peak Oil öffentlich verwendet. Doch eine Bundeswehr-Studie, die in verschiedenen Blogs kursiert, geht noch viel weiter.


    Das Dezernat Zukunftsanalyse - ein Think Tank, der zum Zentrum für Transformation der Bundeswehr gehört - hat erstmals die sicherheitspolitische Dimension des Peak-Oil-Problems analysiert. Die Autoren um Dezernatsleiter Thomas Will schildern die Folgen einer unumkehrbaren Rohstoffverknappung in teilweise dramatischen Worten. Sie warnen vor Verschiebungen des globalen Machtgleichgewichts, vor neuen "Abhängigkeitsverhältnissen", vor einem Bedeutungsverlust westlicher Industrienationen, vor einem "Komplettversagen der Märkte", vor schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen.

    Die Studie, deren Echtheit SPIEGEL ONLINE aus Regierungskreisen bestätigt wurde, war nicht zur Veröffentlichung gedacht. Es handle sich um einen Entwurf, heißt es. Um ein rein wissenschaftliches Gutachten, das noch nicht vom Verteidigungsministerium und von anderen Gremien der Regierung redigiert worden sei.

    Studien-Hauptautor Will wollte sich zu den Ergebnissen auf Anfrage nicht äußern. Es darf aber bezweifelt werden, dass Bundeswehr oder Regierung den Bericht des Dezernats Zukunftsanalyse in seiner bestehenden Form zur Veröffentlichung freigegeben hätten. So zeigt die Studie doch, wie stark das Thema Peak Oil die deutsche Regierung schon jetzt beschäftigt.

    Parallele zu Aktivitäten in Großbritannien

    Der Vorfall weist eine Parallele zu einem Vorfall in Großbritannien auf. Erst in der vergangenen Woche hatte der "Guardian" darüber berichtet, dass das britische Department of Energy and Climate Change (DECC) Dokumente unter Verschluss halte, wonach sich Großbritanniens Regierung weit größere Sorgen über eine künftige Versorgungskrise macht, als sie zugeben will.

    Demnach arbeiten das DECC, die Bank of England, das britische Verteidigungsministerium und Vertreter der Industrie an einem Krisenplan, der sich mit den Folgen möglicher Versorgungsengpässe beschäftigt. Anfragen des sogenannten Peak Oil Workshops an Energieexperten liegen SPIEGEL ONLINE vor. Eine DECC-Sprecherin bemühte sich, den Vorgang herunterzuspielen. Die Anfragen seien "Routine", sagte sie dem "Guardian"; sie hätten keine politischen Implikationen.

    Auch die Studie der Bundeswehr dürfte keine unmittelbaren politischen Folgen haben. Sie zeigt aber, dass die Regierung befürchtet, dass Versorgungsengpässe rasch auftreten können.

    So schreibt das Dezernat Zukunftsanalyse, es gebe "eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Peak Oil bereits um das Jahr 2010 zu verorten ist und sicherheitspolitische Auswirkungen mit einer Verzögerung von 15 bis 30 Jahren erwartet werden können". Die Bundeswehrvorhersage deckt sich mit den Prognosen namhafter Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass die weltweite Ölförderung ihren Zenit entweder schon überschritten hat oder im laufenden Jahr überschreitet.

    Marktversagen und globale Kettenreaktion

    Die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Peak Oil wurden für Deutschland nun erstmals umfassend untersucht. Der Erdölexperte Steffen Bukold hat die Ergebnisse der Bundeswehr-Studie ausgewertet und zusammengefasst. Die zentralen Erkenntnisse im Überblick:

    Machtfaktor Öl: Wie das Dezernat Zukunftsanalyse schreibt, wird Öl zu einem entscheidenden Faktor in der Neugestaltung der internationalen Beziehungen. "Die relative Bedeutung der Förderländer im internationalen System wächst. Diese nutzen die entstandenen Vorteile, um ihre innen- und außenpolitischen Gestaltungsräume auszubauen und sich als neue oder wieder erstarkende regionale, gegebenenfalls sogar globale Führungsmächte zu etablieren."
    Bedeutungsgewinn der Ölexporteure: Für Ölimporteure bedeute eine verstärkte Konkurrenz um Ressourcen gleichzeitig verstärkte Konkurrenz um die Gunst der Förderländer. Letzteren eröffne sich damit ein "Window of Opportunity", das sie zur Durchsetzung politischer, wirtschaftlicher oder ideologischer Ziele nutzen können. Da dieses Zeitfenster nur für einen begrenzten Zeitraum offenstehe, "könnte es zu einer offensiveren Durchsetzung eigener Interessen seitens der Förderländer kommen".
    Politik statt Markt: Das Dezernat Zukunftsanalyse erwartet als Folge eines Versorgungsengpasses, dass die Liberalisierung des Energiemarkts zurückgedreht wird. "Der Anteil des auf dem globalen, frei zugänglichen Ölmarkt gehandelten Erdöls wird zugunsten des über binationale Kontrakte gehandelten Öls abnehmen", heißt es in der Studie. Der globale Ölmarkt werde langfristig nur eingeschränkt den freien marktwirtschaftlichen Gesetzen folgen können. "Bilaterale, konditionierte Lieferbeziehungen und privilegierte Partnerschaften treten, wie bereits vor den Ölkrisen der siebziger Jahre, wieder in den Vordergrund."
    Marktversagen: Die Autoren malen ein düsteres Bild von den Folgen einer Erdölknappheit. Da der Gütertransport vom Erdöl abhängt, drohe der Handel sich drastisch zu verteuern. In der Folge "können Engpässe bei der Versorgung mit existentiell wichtigen Gütern auftreten", etwa bei der Nahrungsmittelversorgung. Da Erdöl direkt oder indirekt zur Produktion von 95 Prozent aller Industriegüter benötigt wird, drohten Preisschocks in so gut wie allen Bereichen der Industrie und auf fast allen Stufen industrieller Wertschöpfungsketten. "Mittelfristig bricht das globale Wirtschaftssystem und jede marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft zusammen."
    Rückfall in die Planwirtschaft: Da so gut wie alle Wirtschaftsbranchen stark vom Erdöl abhängen, könne der Peak Oil zu einem "Teil- oder Komplettversagen von Märkten führen", heißt es in der Studie. "Eine vorstellbare Alternative wäre, dass staatliche Rationierungen und die Zuteilung wichtiger Güter oder auch die Aufstellung von Produktionsplänen und andere Zwangsmaßnahmen kurzfristig marktwirtschaftliche Mechanismen in Krisenzeiten ersetzen."
    Globale Kettenreaktion: "Eine Umstellung der Ölversorgung wird bis zum Eintritt des Peak Oil nicht in allen Weltregionen gleichermaßen möglich sein", heißt es in der Studie. "Es ist wahrscheinlich, dass eine hohe Anzahl von Staaten nicht in der Lage ist, die notwendigen Investitionen rechtzeitig und in ausreichender Höhe zu leisten." Käme es aber in einigen Regionen der Welt zum wirtschaftlichen Crash, wäre auch Deutschland betroffen. Die Bundesrepublik könne sich aufgrund ihrer engen Einbindung in weltwirtschaftliche Zusammenhänge nicht von der Krise anderer Staaten abkoppeln.
    Politische Legitimationskrise: Das Dezernat Zukunftsanalyse sorgt sich außerdem um den Fortbestand der Demokratie. Teile der Bevölkerung könnten die vom Peak Oil angestoßenen Umwälzungen "als allgemeine Systemkrise" begreifen. Das schaffe "Raum für ideologische und extremistische Alternativen zu jeweils bestehenden Staatsformen". Eine Fragmentierung der betroffenen Bevölkerungsschichten sei wahrscheinlich und könne "im Extremfall zu offenen Konflikten führen".

    Brisante Empfehlungen an die deutsche Regierung

    Schon die Szenarien, die das Dezernat Zukunftsanalyse beschreibt, sind drastisch. Politisch noch wesentlich brisanter sind die Empfehlungen an die Regierung, die die Energieexperten aus ihren Szenarien ableiten. So vermuten sie, dass "ölimportabhängige Staaten in ihrer Außenpolitik zu mehr Pragmatismus gegenüber Ölanbietern" gezwungen sein dürften. Politik werde sich ein Stück weit dem Primat der Versorgungssicherheit unterordnen müssen.

    Für Deutschland bedeute das konkret: eine nachgiebige Haltung gegenüber den außenpolitischen Zielen Russlands - und mehr Zurückhaltung in der Israel-Politik, um arabische Partner nicht zu verprellen.

    ANZEIGE

    Vor allem das Verhältnis zu Russland sei wesentlich für die Ausrichtung der deutschen Öl- und Gasversorgung, heißt es in der Studie. "Für Deutschland ist dies mit einem Balanceakt zwischen stabilen und privilegierten Beziehungen zu Russland und den Befindlichkeiten seiner östlichen Nachbarstaaten verbunden." Heißt: Um die eigene Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sollte Deutschland gegenüber den außenpolitischen Zielen Moskaus nachgiebig sein und im Gegenzug eine Belastung des Verhältnisses zu Polen und Co. zu riskieren.


    Auch für die deutsche Nahost-Politik hätte der Peak Oil nach Ansicht der Studienautoren erhebliche Folgen. "Eine durch das Ziel der Versorgungssicherheit motivierte Neujustierung deutscher Nahost-Politik zugunsten intensiverer Beziehungen mit Förderländern, wie Iran und Saudi-Arabien mit den größten konventionellen Erdölreserven der Region, dürfte die deutsch-israelischen Beziehungen je nach Intensität des Politikwechsels entsprechend belasten."

    Das Bundesverteidigungsministerium wollte sich zu den Studienergebnissen auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE zunächst nicht äußern.
    ich weiss nicht ob "Bundeswehr"-Studie da mehr recht hat, als wie die quelle selbst...?

Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Wie pervers sind Sie?
    Von Albo-One im Forum Rakija
    Antworten: 124
    Letzter Beitrag: 30.03.2011, 15:43
  2. Google pervers?
    Von PokerFace im Forum PC, Internet, Games
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 28.05.2010, 02:59
  3. Lustig/Pervers
    Von Robert im Forum Rakija
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 04.09.2009, 19:58
  4. Kroaten = Pervers :D:D
    Von Gospoda im Forum Rakija
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 13.09.2006, 20:22