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"Blasphemie": Indonesischer Atheist verprügelt und eingesperrt

Erstellt von F21, 22.01.2012, 12:08 Uhr · 34 Antworten · 3.348 Aufrufe

  1. #31
    F21
    Avatar von F21

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    Kann Alexander Aan doch noch freikommen?

    Indonesien: Menschenrechtsorganisation fordert Stopp von Strafverfahren wegen „Blasphemie“ und ruft zum Appell an UN-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt auf.

    AHRC plädiert für einen Appell an UN-Sonderberichterstatter Bielefeldt, hier bei einer Pressekonferenz zur Verfolgung der Bahai im Iran. Foto: Paulo Filgueiras / UNHCR

    Religionsfreiheit – Die Menschenrechtsorganisation Asian Human Rights Commission (AHRC) hat dazu aufgerufen, sich für einen Stopp des Strafverfahrens gegen den Indonesier Alexander Aan einzusetzen. Aan war im Januar auf dem Weg zu seiner Arbeit zuerst von einem gewalttätigen Mob überfallen worden, anschließend verhaftete und inhaftierte ihn die Polizei. Er hatte auf Facebook „blasphemische“ Bilder und Texte geteilt.
    Islamische Organisationen und Religionsgelehrte hatten deshalb seine Bestrafung gefordert, da er sich der „Herabwürdigung religiöser Lehren“ schuldig gemacht habe. Ein Imam erklärte, dass falls Aan nicht zum Islam zurückkehre, er nach dem islamischen Recht „vernichtet“ werden müsste. Das lassen die staatlichen Gesetze in Indonesien zwar nicht zu, der Prozess soll ihm aber trotzdem gemacht werden. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.
    AHCR forderte deshalb, dass der Schutz von atheistischen Überzeugungen in Indonesien genauso viel gelten müsse wie der Schutz des religiösen Glaubens. Das Strafverfahren gegen Alexander Aan sei einzustellen, hieß es. „Das Recht auf Religionsfreiheit kann nicht dazu verwendet werden, das Verbot der Diffamierung von Religion zu rechtfertigen“, heißt es unter anderem. Religionsfreiheit schütze nicht religiöse Gefühle, sondern nur das Recht auf den Besitz, die Annahme und den Ausdruck von religiösen Überzeugungen, so AHCR.
    Die Menschenrechtsorganisation rief deshalb alle Beobachter dazu auf, sich mit einem Schreiben an die Führungspersönlichkeiten von Indonesien, darunter den Präsidenten des Landes und die Minister, zu wenden. Auch an den UN-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt sollen Appelle gehen, sich für eine Freilassung von Alexander Aan einzusetzen. AHRC stellte ein entsprechendes Dokument auf seiner Internetseite zur Verfügung, dass dazu unterzeichnet und verschickte werden kann.
    Laut Medienberichten hat der Anwalt von Alexander Aan vor kurzem ein noch größeres Versagen der indonesischen Behörden bei der Anklageerhebung kritisiert. Denn bislang hätten die Vertreter der Strafverfolgung noch nicht dargelegt, wann oder wo sich Aan der blasphemischen Akte schuldig gemacht habe. Bilder aus der Facebookgruppe „Minang Ateist“, die Aan in seinem Profil geteilt hatte und was zu seiner Inhaftierung führte, seien teilweise bereits schon im Januar 2010 vom Fernsehsender Metro TV gezeigt worden.
    Zudem betonte der Anwalt, dass Alexander Aan bereits öffentlich um Entschuldigung für seine Handlungen gebeten habe. Außerdem hatte er bereits im Januar die Bereitschaft signalisiert, das islamische Glaubensbekenntnis neu aufzusagen. Der Vertreter der Polizeibehörde erklärte jedoch, dass Alexander Aan trotzdem der staatlichen Strafverfolgung ausgesetzt sei, da die „Blasphemie“ nun mal bereits stattgefunden habe.

    wissenrockt.de » Kann Alexander Aan doch noch freikommen?

  2. #32
    Avatar von TheWegweiser

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    Sunniten töten Drei Ahmadiyya Muslime in Indonesien:



    Polizisten gucken nur

  3. #33
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von TheWegweiser Beitrag anzeigen
    Sunniten töten Drei Ahmadiyya Muslime in Indonesien:
    Polizisten gucken nur
    nein - sie filmen mit dem Handy

  4. #34

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    Zitat Zitat von TheWegweiser Beitrag anzeigen
    Sunniten töten Drei Ahmadiyya Muslime in Indonesien:



    Polizisten gucken nur
    Wären ein paar User aus dem Forum dort gewesen, die hätten sicherlich auch Steine geworfen.....Ismail, Muhaxher,...usw. Wobei Ismail vom Typ eher der feige Hetzer im Hintergrund ist, der zum Steinewerfen auffordert und später sagt, er habe von nichts gewusst.

  5. #35
    F21
    Avatar von F21

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    Brief aus dem Knast: Alexander Aan dankt Unterstützern

    Brief aus dem Knast: Alexander Aan dankt Unterstützern

    Bundeskanzlerin Angela Merkel erkundigte sich bei Besuch nach der Religionsfreiheit für Atheisten.



    Menschenrechte – Seit schon insgesamt sechs Monaten sitzt Alexander Aan in einem indonesischen Gefängnis, weil sich der 31-jährige Atheist „blasphemisch“ im Internet geäußert hatte. Nachdem er Mitte Januar in Untersuchungshaft genommen wurde, verurteilte ihn im vergangenen Monat ein Gericht zu einer 30 Monate langen Haftstrafe.
    Nun hat er sich am vergangenen Dienstag erstmals mit einem Brief aus dem Gefängnis gemeldet und darin seinen Unterstützern und Unterstützern auf der ganzen Welt gedankt, wie der Präsident des irischen Atheistenverbandes, Michael Nugent, am vergangenen Wochenende mitteilte.
    Michael Nugent erhielt nach eigener Auskunft den Brief von einem indonesischen Aktivisten, der Aan vor kurzem im Gefängnis besuchte. Es gebe keine Gründe, an der Echtheit zu zweifeln, so Nugent auf Nachfrage.
    Im Brief berichtete Alexander, dass er seine Brüder und Schwestern vermisse. Weiter hieß es, dass er aber nichts an seinen Überzeugungen ändern könne und betonte, dass er sich stets um die Menschlichkeit und Wissenschaft bemühen werde. Zu seinen Unterstützern in Indonesien und weltweit sagte er: „Danke für eure Unterstützung und Liebe. Ohne sie würde ich mich allein fühlen.“
    In den vergangenen Wochen hatte unter anderem die Atheist Alliance International dazu aufgerufen, sich für eine Freilassung von Alexander Aan und die Unterstützung seiner Familie einzusetzen. In den Vereinigten Staaten führte die US-Skeptikerorganisation Center for Inquiry wiederholt Protestdemonstrationen vor der indonesischen Botschaft in Washington D.C. durch. Zum Erfolg geführt hatte es bislang nicht.
    Auch Appelle asiatischer Menschenrechtsorganisationen an den UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Heiner Bielefeldt, der zuletzt Aufmerksamkeit wegen seiner harschen Kritik am sogenannten Beschneidungsurteil der Landgerichts Köln erregt hatte, halfen bisher nicht, eine Verbesserung der Lage für den inhaftierten Atheisten herbeizuführen. Proteste von Amnesty International versandten ebenfalls ergebnislos.
    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat laut Medienberichten versucht, bei ihrem Besuch in Indonesien während der vergangenen Woche den Fall von Alexander Aan anzusprechen. Merkel hatte im Zuge einer Asienreise ein Treffen mit dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono absolviert, zusammen mit der Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde.
    Laut Berichten indonesischer Medien erkundigte sich Merkel während des Besuchs in einer protestantischen Kirche in der Hauptstadt Jakarta laut dem Vorsitzenden der Indonesian Church Communion, Andreas Anangguru Yewangoe, ob in Indonesien das Recht existiert, keiner Religion anzugehören.
    Yewangoe habe der deutschen Bundeskanzlerin daraufhin erklärt, dass den Grundsätzen der Menschenrechte nach jeder das Recht habe, nicht an eine bestimmte Religion zu glauben. Trotzdem gehöre es zu den Verfassungsprinzipien des Landes, dass alle Bürgerinnen und Bürger sich zu einer von mehreren Religionen bekennen müssen.
    Die Zeitung „Jarkata Post“ berichtete außerdem, dass der Präsident des indonesischen Verfassungsgerichtes, Mohammad Mahfud, gegenüber Angela Merkel zu ihrer Frage nach Religionsfreiheit und Demokratie erklärte, dass die indonesische Verfassung die Freiheit schütze, ein Atheist oder Kommunist zu sein. Diese Äußerungen seien in der Öffentlichkeit teilweise schockiert aufgenommen worden, berichtete die „Jakarta Post“. Mahfud sagte weiter, dass Atheisten und Kommunisten in Indonesien aber auch die Menschen respektieren müssten, welche sich für eine Religion entschieden haben.


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