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Christen des Nahen Ostens fordern gleiche Rechte...

Erstellt von , 03.05.2006, 11:05 Uhr · 1 Antwort · 338 Aufrufe

  1. #1

    Christen des Nahen Ostens fordern gleiche Rechte...

    Mehr als 3000 orientalische Christen aus ganz Österreich haben auf das schwere Los vieler Christen in islamisch dominierten Ländern aufmerksam gemacht. Mit einem Schweigemarsch zur UNO-City forderten sie die Beseitigung jeder rechtlichen oder praktischen Diskriminierung von Christen in diesen Ländern und ein Ende der Gewaltakte.



    Unter den Demonstranten waren auch viele Kopten. Unmittelbarer Anlass der Kundgebung waren die jüngsten Ausschreitungen gegen koptische Christen in der ägyptischen Metropole Alexandrien. Zum Abschluss des Schweigemarsches wurde eine Erklärung an einen Wiener UNO-Vertreter überreicht.



    Gegen pseudoreligiöse Gewalt
    In Ägypten will der Terror extremer Polit-Islamisten einfach nicht zur Ruhe kommen. Doch gehen jetzt versöhnliche islamische und christliche Aktivisten gemeinsam auch in Ägypten gegen religiös motivierte Gewalt auf die Strasse.

    Gottesdienste bodenständiger koptischer Christen in der Fastenzeit wurden von Messerstechern blutig gestört. Dann spricht Bin Laden wieder Drohungen gegen die westlichen „Kreuzfahrer“ und ihre Verbündeten aus. Am ägyptischen Ostermontag, 24. April, den Christen und Moslems begehen, schliesslich verwüsten Sprengsätze den Badeort Dahab (Goldküste) am Roten Meer und fordern viele Opfer.

    Es ist seit 2004 schon das dritte Mal, dass dort politislamischer Terror so brutal zuschlägt. Die Flaniermeile von Dahab an der ägyptischen Sinaiküste wird durch Bomben verwüstet, Dutzende Tote sind zu beklagen, verletzte Touristen und Einheimische füllen die Spitäler. Bade-Nackedeis und Alkoholsünder werden nach striktestem Koranrecht mit Tod und Verstümmelung bestraft und dem Regime von Kairo seine wichtige Finanzquelle, der Fremdenverkehr, zersprengt.


    Nährboden eines radikal-islamistischen Untergrunds
    Das einst unter Nasser national und sozialistisch ausgerichtete Ägypten bildet nun seit Jahrzehnten den neben Palästina und Algerien gefährlichsten Nährboden eines radikal-islamistischen Untergrunds. Seine Kämpfer greifen Touristenbusse an und machen am Nil den bodenständigen koptischen Christen das Leben schwer. Was 1972 mit Brandstiftung am christlichen Gemeindezentrum von Chanka an Kairos nördlicher Bannmeile begann, setzte sich fort mit Angriffen auf koptische Kirchen, Viertel und Klöster, Misshandlung oder gar Tötung von Priestern, mit Entführungen von Frauen und Mädchen, ihrer Vergewaltigung und Zwangsislamisierung.

    So zuletzt vor Ostern, als bärtige Messerstecher Schrecken und Tod in Kirchen des Hafens Alexandria trugen. Doch gingen schon am folgenden Tag wirklich gläubige – und nicht nur politbewegte – Moslems mit ihren christlichen Nachbarn auf die Strasse. Sie trugen Kreuze oder Korane und hielten sie hoch, gemischte Sprechchöre riefen „Wir sind Brüder“.

    Gewiefte Sprengstoffexperten
    Der beinahe schon notorische Terror auf der Halbinsel Sinai trägt eine ganz andere Handschrift. Dort sind keine zornigen jungen Männer als Amokläufer, sondern gewiefte Sprengstoffexperten am Werk. Die Sinai-Grenze ist eben nicht nur in Richtung zu den palästinensischen Terroristen extrem durchlässig. Kein Wunder, dass Hamas und Fatah ihre Beteiligung an dem Blutbad von Dahab jetzt als allererste abstreiten.

    Die eigentlich heisse Spur weist aber über das ebenfalls benachbarte Jordanien oder Saudiarabien in den Irak. Dort sind so gezielt und präzis ferngezündete Bomben die Spezialität der Kaida unter Bin Ladens jordanischem Sprengmeister Mussab al-Sarkawi. Aber auch fern vom Tigris scheint bald nichts und niemand mehr vor ihm sicher zu sein.


    Spontane Demonstration von Christen und Moslems
    So ist es kein Wunder, dass Christen und Moslems noch am Abend des Anschlags spontan und am bisher mächtigsten demonstriert haben: Die Kopten formierten sich nach dem Abendgottesdienst in ihrer Patriarchenkirche, immer mehr Moslems schlossen sich ihnen an: „Wahrem Glaubensleben muss der Terror weichen!“ stand auf einem schnell gemalten Spruchband.

  2. #2
    pqrs
    Sehr gut, mal schauen ob sie tatsächlich die gleichen Rechte kriegen.. das sollten die afghanischen Hindus auch machen..

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