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Christenverfolgung im Irak

Erstellt von Friedrich der Große, 27.12.2011, 14:05 Uhr · 51 Antworten · 2.712 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    25.12.2011
    Beiträge
    2.615

    Christenverfolgung im Irak

    Ich wollte mit diesem Thread mal auf die Diskriminierung und Verfolgung der Christen im Irak aufmerksam machen.

    Christen im Irak - gehen oder bleiben? | tagesschau.de

    Christen im Irak - gehen oder bleiben?

    Nach den Anschlägen auf Kirchen in Nigeria hat Papst Benedikt XVI. auf die weltweite Verfolgung von Christen hingewiesen. Und Erzbischof Zollitsch erinnerte: "Nie zuvor wurden Christen wegen ihres Glaubens so zahlreich verfolgt wie heute." Besonders gefährlich ist die Situation im Irak. Viele Angehörige der christlichen Minderheit haben ihre unsichere Heimat längst verlassen.
    Von Ulrich Leidholdt, ARD-Hörfunkstudio Amman
    Das Weihnachtsfest im vergangenen Jahr war für irakische Christen wohl das traurigste bisher. Zwei Monate zuvor waren mehr als 40 Glaubensbrüder und -schwestern bei einer Geiselnahme in einer Kirche Bagdads ermordet worden - Anlass für eine weitere Ausreisewelle aus dem Irak. Schätzungen gehen davon aus, dass höchstens noch die Hälfte der beim Sturz Saddam Husseins eine Million Christen geblieben ist. Zu beängstigend hat sich seither die Lage für sie entwickelt.
    Audio: Gehen oder Bleiben- Christen im Irak














    00:03:34 00:01:09


















    00:03:34 00:01:09











    Ulrich Leidholdt, ARD-Hörfunkstudio Amman22.12.2011 13:57 | 3'35
    • Download der Audiodatei: Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:
      Technische Details einblenden


    "Mein Neffe studiert", erzählt die Kinderärztin Ashwaq Wardi. "An seiner Uni kursierte ein Flugblatt, auf dem Christen offen bedroht wurden. Auf dem Flugblatt stand: 'Glaubt bloß nicht, dass das, was in Bagdad passiert ist, schon alles war.'"
    [Bildunterschrift: Christen während des Weihnachtsgottesdientes in Bagdad. ]
    Wardi lebt im für Christen sicheren kurdischen Erbil. Sie ist besonnen, lässt sich so schnell nicht verängstigen und denkt nicht daran, Irak zu verlassen. Anders diese beiden Flüchtlinge aus Bagdad, die bei der chaldäischen Gemeinde im Libanon untergekommen sind. Einer von ihnen sagt: "Der Irak ist kein sicherer Platz mehr für Christen - wegen der Massaker von Al Kaida. Ich selbst bin zwei Mal nur knapp dem Tode entkommen. Da haben wir Bagdad verlassen." Und die Frau fügt hinzu: "Drohungen, Morde, Bomben. Bagdad ist nicht sicher. Ich will nach Deutschland. Dort habe ich Familie."
    Bagdad ist besonders gefährlich

    Denkha Joola kennt sowohl die besonders gefährliche Hauptstadt Bagdad als auch die sichere kurdische Enklave im Norden. Er studiert Theologie, kann die Flucht ins Ausland verstehen und macht sich Gedanken, warum Christen seit dem US-Einmarsch 2003 solcher Verfolgung ausgesetzt sind. "Muslime im Irak denken oft, Christen machten gemeinsame Sache mit den Amerikanern und Europäern, weil die auch Christen sind. Und sie glauben, das richte sich gegen muslimische Iraker."
    Pfarrer Rooni Hanna ging vor zwei Jahren auch den Weg von Mossul, einem der gefährlichsten Orte Iraks, ins libanesische Beirut - nicht, um der Verfolgung zu entgehen, sondern als Seelsorger für dorthin geflohene Christen. "Sie haben Schreckliches erlebt: den Irak-Iran-Krieg, die Invasion Kuwaits und die Folgen, über zehn Jahre Sanktionen, den US-Einmarsch und Attacken bis heute. Irakische Christen wollen wie jeder Mensch nur ganz normal leben können."
    Prinzip Hoffnung

    [Bildunterschrift: Polizeischutz vor der Kirche: Christen in Bagdad ]
    Ein menschenwürdiges Leben können irakische Christen aber auch im Libanon nicht führen: Nach einem Monat gelten sie als illegal, dürfen nicht arbeiten, werden bei Mieten und illegalen Jobs oft ausgebeutet. Kein Wunder, dass alle von Europa oder den USA träumen, meist aber vergeblich. Pfarrer Hanna rät dennoch: "Sie sollten im Irak bleiben. Aber solange es weder Schutz noch Sicherheit für sie gibt, sollten sie zumindest in den Nordirak gehen. Da ist die Lage ruhig. Aber keiner weiß, was die Zukunft bringt. Ohne Sicherheit und Stabilität werden sie alle gehen." Bleiben statt gehen - diese Appelle sind immer wieder auch von den christlichen Führern im Irak zu hören.
    Die Kinderärztin Wardi klammert sich an das Prinzip Hoffnung. "Ich hoffe, die Lage bessert sich, nicht nur für Christen. In der Schule habe ich gelernt, es gibt keinen Unterschied zwischen Muslimen und Christen. Das war ja auch 40, 50 Jahre so. Jetzt werden die Risse tiefer, aber ich glaube daran, dass Menschen im Grunde ihres Herzens Frieden wollen und unsere Religionen keine Grenze trennt."
    Massenflucht aus der Heimat

    Zwei Millionen Iraker sind im eigenen Land auf der Flucht vor ethnischer und religiöser Gewalt. Noch mal so viel haben ihre Heimat meist endgültig verlassen. Gottvertrauen, letztlich aber eher Hilflosigkeit prägt jene, die noch immer für ein Leben im Irak eintreten - wie Pfarrer Rooni Hanna. "Wir schließen die Menschen im Irak, besonders die Christen, in unsere Gebete ein und natürlich die Flüchtlinge in Syrien, der Türkei, Jordanien und hier im Libanon. Wir hoffen, dass Gott ihnen hilft und es für sie besser wird."
    Und Theologiestudent Denkha Joola? Er will Vorbild sein, nicht resignieren und Mut beweisen. "Ich habe eine Botschaft: Wir müssen Brücken bauen zu den Menschen auf der anderen Seite. Wenn niemand dableibt, dann kann man das Christentum auch nicht vertreten."



















    Hoffentlich wird die Lage irgendwann besser. Ich verstehe nicht, wieso die Großmächte nichts dagegen unternehmen. Anstatt ihre Macht sinnvoll zu nutzen, machen sie irgendwelche Sinnloen Einsätze und stärken die Islamisten damit nur noch.

  2. #2
    Avatar von Rockabilly

    Registriert seit
    27.01.2011
    Beiträge
    15.854
    Ach was, die können dann locker Asyl im Westen beantragen

  3. #3
    Kingovic
    Zitat Zitat von Friedrich der Große Beitrag anzeigen
    Hoffentlich wird die Lage irgendwann besser. Ich verstehe nicht, wieso die Großmächte nichts dagegen unternehmen. Anstatt ihre Macht sinnvoll zu nutzen, machen sie irgendwelche Sinnloen Einsätze und stärken die Islamisten damit nur noch.
    Tun Sie doch... Sie verschlimmern die Lage für die Christen...



    Das ist natürlich keine Entschuldigung aber wir alle wissen wie die Leute unten ticken und welche auswirkungen solche "moves" unten haben, wenn sie ans Licht kommen....


    Ich kenn ein paar Christen aus dem Irak sowie aus dem Iran... der Witz an der Sache ist, das die Christen aus dem Iran es deutlich leichter haben wie die Christen aus dem Irak...
    Viele Moslems geben dies als Grund an um nach Deutschland zu kommen...

  4. #4
    Dadi
    Ich habe sehr großen Respekt vor den Christen des Nahen/Mittleren Ostens...

  5. #5

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    3.114
    Im Irak gibt es momentan Jagd auf Christen, Sunniten, Shiiten und Aleviten. Ich glaube das ist kein Ort an welchem man gerne leben würde :/

  6. #6
    Ya-Smell
    USA sei dank.

  7. #7
    Avatar von Domoljub

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    4.883
    Zu der Lage von Christen in solchen Ländern wie den Irak fällt mir immer die folgende Lesung aus dem Evangelium ein:

    Ermutigung zum Bekenntnis in Verfolgungen

    Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum Zeugnis. Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet. Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen. Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere! Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird. Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer und ein Sklave nicht über seinem Herrn. Es ist dem Jünger genug, dass er werde wie sein Lehrer und der Sklave wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebul genannt haben, wie viel mehr seine Hausgenossen! Fürchtet euch nun nicht vor ihnen! Denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und nichts verborgen, was nicht erkannt werden wird. Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern! Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib zu verderben vermag in der Hölle! Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze verkauft? Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater. Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. Fürchtet euch nun nicht! Ihr seid wertvoller als viele Sperlinge. Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.

    Matthäus 10

  8. #8
    Yunan
    Zitat Zitat von Luli Beitrag anzeigen
    Ach was, die können dann locker Asyl im Westen beantragen
    Und was bringt das? Ein weiterer christenfreier Staat im Nahen Osten? Vor 1990 haben noch zwei Millionen Christen im Irak gelebt, heute sind es weniger als 200.000. Mir geht es um die Vielfalt, die in einem Land wie dem Irak verloren geht. Ob nun Christen oder Muslime vertrieben worden wären, spielt dabei keine Rolle. Jede dieser Vertreibungen löschen die Geschichte eines Volkes um ein Stück weiter aus und das ist etwas, was unfassbar schade und traurig ist.

  9. #9
    Avatar von Rockabilly

    Registriert seit
    27.01.2011
    Beiträge
    15.854
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Und was bringt das? Ein weiterer christenfreier Staat im Nahen Osten? Vor 1990 haben noch zwei Millionen Christen im Irak gelebt, heute sind es weniger als 200.000. Mir geht es um die Vielfalt, die in einem Land wie dem Irak verloren geht. Ob nun Christen oder Muslime vertrieben worden wären, spielt dabei keine Rolle. Jede dieser Vertreibungen löschen die Geschichte eines Volkes um ein Stück weiter aus und das ist etwas, was unfassbar schade und traurig ist.



    War nur Spass. Habe mich damit abgefunden dass man nichts dagegen machen kann.

  10. #10
    Ferdydurke
    Traurig...

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