BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 4 von 10 ErsteErste 12345678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 91

Darf ein Muslim Musik hören?

Erstellt von IsudinBosna, 21.01.2011, 17:25 Uhr · 90 Antworten · 5.841 Aufrufe

  1. #31

    Registriert seit
    20.01.2011
    Beiträge
    202
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    hab mal gehört, das moslems musik hören dürfen aber nur normalte musik wo nicht so über gewalt oder sowas gesungen bzw gerapt wird.. stimmt das?
    Alles wo Instrumente vorkommen darf man nicht.

    Zitat Zitat von Roberto Beitrag anzeigen
    Darfst auch kein internet nutzen,(ungläubig) tv schauen usw..
    Tv hab ich garnicht. Internet ist nicht verkehrt, es ist zu Infozwecken.

  2. #32

    Registriert seit
    04.05.2010
    Beiträge
    3.244
    Zitat Zitat von IsudinBosna Beitrag anzeigen
    Alles wo Instrumente vorkommen darf man nicht.
    und wieso? wo steht das, kannst du mir eine sure zeigen in dem sowas angedeutet wird?

    würde gern mal wissen wie es wirklich ist, weil die einen sagen es ist erlaubt, die anderen sagen nein ist nicht erlaubt.

  3. #33

    Registriert seit
    20.01.2011
    Beiträge
    202
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    und wieso? wo steht das, kannst du mir eine sure zeigen in dem sowas angedeutet wird?

    würde gern mal wissen wie es wirklich ist, weil die einen sagen es ist erlaubt, die anderen sagen nein ist nicht erlaubt.
    Bitteschön wenn das Beweis genug ist:

    Allah sagt in Surat Luqman:
    „Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, ...“ [Luqman:6]
    Der Gelehrte der Ummah Ibn ´Abbas (r.a.) sagte:
    „Dies bezieht sich auf Singen.“ Mujahid sagte: „Es bezieht sich auf Trommel (At-Tabl) spielen.“ [Tafsir At-Tabari, 21/40]
    Al-Hasan Al-Basri sagte:
    „Diese Ayah wurde bezüglich Singen und musikalischer Instrumente (wörtlich: Flöten) offenbart.“ [Tafsir Ibn Kathir, 3/451]
    As-Sa’di sagte:
    „Dies umfasst alle Arten von verbotenem Gerede, wie leeres Gerede und Falschheit, alle Arten von unsinnigem Zeug, das zu Kufr und Ungehorsam führt, und auch die Worte derjenigen, die die Wahrheit widerlegen wollen und Falschheit unterstützen, um die Wahrheit zu besiegen. Ebenso Gerede hinter dem Rücken der Leute, Beleidigungen, Lügen, Beschimpfungen und Fluchen, Singen und musikalische Instrumente von Schaitan, und Instrumente, die weder von spirituellem noch weltlichem Nutzen sind.“ [Tafsir As-Sa’di, 6/150]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Die Interpretation der Sahaba und Tabi’in, dass ‚leeres Gerede’ sich auf Singen bezieht, genügt. Dies wurde mit authentischer Überliefererkette von Ibn ´Abbas und Ibn Mas’ud berichtet. Abu Al-Sahba’ sagte: ‚Ich fragte Ibn Mas’ud nach dem Vers: ‚Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen’ (Luqman:6). Er sagte: ‚Bei Allah, außer dem es keinen Gott gibt, dies bezieht sich auf Singen.’ - und er wiederholte es dreimal.’ Ebenso wurde von Ibn ´Umar mit einem sahih Isnad berichtet, dass hier Singen gemeint ist. Es gibt keinen Widerspruch zwischen der Interpretation von ‚leerem Gerede’ als Singen und der, dass es sich auf Geschichten der Perser und ihrer Könige und den Königen der Römer usw. bezieht, die An-Nadr ibn Al-Harith den Leuten von Makkah zu erzählen pflegte, um sie vom Qur’an abzulenken. Beides ist leeres Gerede. Selbst Ibn ´Abbas sagte: ‚’Leeres Gerede’ ist Falschheit und Gesang.’ Einige Sahaba erwähnten die eine Bedeutung, einige die andere, und wieder einige beide Bedeutungen. Gesang ist schlimmer als Geschichten von Königen, da es zu Zina führt und die Heuchelei (im Herzen) mehrt; es gehört zu den Fallen des Schaitan und es vernebelt den Verstand. Die Art und Weise wie es die Leute vom Qur’an abhält ist schlimmer im Vergleich zu anderen Arten von leerem Gerede, da die Menschen von Natur aus Gesang mögen und ihm von sich aus zuhören möchten. Der Vers verurteilt den Qur’an mit leerem Gerede zu ersetzen, um (Menschen) vom Weg Allahs abzuhalten und ihn als Spaß zu betrachten, denn wenn ein Vers des Qur’an so jemandem verlesen wird, wendet er sich ab als hätte er ihn nicht gehört, als wenn Taubheit in seinen Ohren läge. Wenn er etwas davon hört, macht er sich darüber lustig. Dies passiert nur Leuten, die zu den arrogantesten Kuffar gehören, und wenn etwas davon den Sängern und denen passiert, die ihnen zuhören, haben sie beide ihren Anteil daran.“ [Ighathat Al-Lahfan, 1/258-259]
    Allah sagt:
    [Allah sagte zu Iblis:] Und betöre nun mit deiner Stimme von ihnen, wen du vermagst, und treibe dein Roß und dein Fußvolk gegen sie... [Al-Isra:64]
    Es wird berichtet, dass Mujahid sagte:
    „Und betöre nun mit deiner Stimme von ihnen, wen du vermagst, - seine Stimme ist Gesang und Falschheit. Ibn Al-Qayyim sagte: Diese Idafah (arabische Grammatikstruktur zur Besitzanzeige; hier: deine Stimme) dient dazu, die Bedeutung zu spezifizieren, wie auch die Ausdrücke dein Roß und dein Fußvolk. Jeder, der in einer Art und Weise spricht, die Ungehorsam gegenüber Allah ausdrückt, der eine Flöte spielt oder ein anderes Windinstrument, der verbotene Trommeln spielt, dies ist die Stimme Schaitans. Jeder, der geht, um eine ungehorsame Tat gegenüber Allah zu verichten, gehört zu seinem [Schaitans] Fußvolk, und wer reitet, um eine Sünde zu machen, gehört zu seiner [Schaitans] Reiterarmee. Das ist die Ansicht der Salaf, wie Ibn Abi Hatim von Ibn Abbas berichtete: sein Fußvolk bezeichnet jeden, der geht, um Allah ungehorsam zu sein. [Ighathat Al-Lahfan]
    Allah sagt:
    „Wundert ihr euch über diese Verkündigung? Und ihr lacht; aber Weinen tut ihr nicht? Und ihr wollt euch amüsieren?“ [An-Najm:59-61]
    ´Ikrimah sagte:
    „Es wird von Ibn ´Abbas berichtet, das As-Sumud (arab.: Amüsieren) im Dialekt der Himyar Singen bedeutet. Es kann zum Beispiel gesagt werden: ‚Ismidi lana’ (arab.: ‚Sing für uns uns!’), was das gleiche wie ‚ghani’ (arab.: ‚Sing!’) bedeutet. Und er sagte: ‚Wenn sie [die Kuffar] den Qur’an hörten, sangen sie. Daraufhin wurde dieser Vers offenbart.’“
    Ibn Kathir sagte:
    „Allah sagt: ‚Und ihr wollt euch amüsieren?’, Sufyan Ath-Thauri berichtete von seinem Vater von Ibn ´Abbas: ‚Dies bedeutet Gesang. Es ist jemenitisch: ‚Ismad lana’ heißt das gleiche wie ‚ghan lana’ (beides arab.: ‚Sing für uns!’).’ Dies war ebenso die Ansicht von ´Ikrimah.“ [Tafsir Ibn Kathir]
    Von Abu Umamah (r.a.) wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (a.s.s.) sagte:
    „Verkauft keine singenden Sklavinnen, und kauft sie nicht und lehrt sie nicht. In diesem Handel liegt nichts Gutes, und ihr Preis ist haram. Wegen dieser Dinge wurde der Vers offenbart: ‚Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, ...’ (Luqman:6)“ [Hadith hasan]
    Der Gesandte Allahs (a.s.s.) sagte:
    „Unter meiner Ummah wird es Leute geben, die Zina, Seide, Alkohol und Musikinstrumente für erlaubt erklären ...“ [Al-Bukhari Nr. 5590 in einer ta’liq Version, ebenso überliefert als mausul bei At-Tabarani und Al-Baihaqi. Siehe As-Silsilat As-Sahihah von Al-Albani, 91]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Dieser authentische Hadith wird bei Al-Bukhari in seinem Sahih überliefert, der ihn als Beweis benutzt und dabei sagte, dass er in einer mu’allaq und majzum Version vorliegt. Das Kapitel heißt: ‚Was über diejenigen überliefert wurde, die Alkohol erlauben und ihn bei einem anderen Namen nennen’.“
    Dieser Hadith zeigt auf zweifache Weise, dass Musikinstrumente und Spaß haben am Musik hören verboten sind. Zum einen sagte der Prophet (a.s.s.) „... für erlaubt erklären ...“, was beweist, dass die aufgeführten Dinge, einschließlich Musikinstrumente, gemäß der Schari’ah haram sind, aber diese Leute erklären sie für erlaubt. Zum anderen werden die Musikinstrumente zusammen mit anderen Dingen erwähnt, die unzweifelhaft haram sind, wie Zina und Alkohol. Wenn sie (d.h. die Musikinstrumente) nicht haram wären, warum werden sie dann zusammen mit diesen Dinge erwähnt? (aus As-Silsilat As-Sahihah von Al-Albani, 1/140-141).

    Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte:
    „Dieser Hadith zeigt, dass Ma’azif haram sind, und Ma’azif heißt gemäß den Gelehrten der arabischen Sprache Musikinstrumente. Dieses Wort umfaßt aller Arten dieser Instrumente.“ [Al-Majmu’, 11/535]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Bezüglich dieser Sache wurden ähnliche Kommentare von Sahl ibn Sa’d As-Sa’idi, ´Imran ibn Husain, ´Abdullah ibn ´Amr, ´Abdullah ibn ´Abbas, Abu Hurairah, Abu Umamah Al-Bahili, ´A’ischah Umm Al-Mu’imin, ´Ali ibn Abi Talib, Anas ibn Malik, ´Abdurrahman ibn Sabit und Al-Ghazi ibn Rabi’ah.“ Er erwähnte es in Ighathat Al-Lahfan und zeigt, dass sie (d.h. Musikinstrumente) haram sind. Von Nafi’ wird berichtet, dass er sagte: „Einmal hörte Ibn ´Umar ein Flöteninstrument, und er steckte sich die Finger in die Ohren und blieb abseits vom Weg. Er sagte zu mir: ‚O Nafi’, kannst du noch was hören?’ Ich sagte: ‚Nein.’ Da nahm er die Finger wieder aus den Ohren und sagte: ‚Einmal war ich zusammen mit dem Propheten (a.s.s.) und er hörte etwas Ähnliches, und er hat das gleiche getan.“ (Sahih Abi Dawud). Einige unbedeutende Leute meinen, dass dieser Hadith nicht beweist, dass Musikinstrumente haram sind, denn für diesen Fall hätte der Gesandte Allahs (a.s.s.) Ibn ´Umar angewiesen, ebenfalls seine Finger in die Ohren zu stecken, und Ibn ´Umar hätte Nafi’ angewiesen, seine Finger in die Ohren zu stecken. Die Antwort darauf ist, dass er nicht zugehört hat, aber es hören konnte. Es gibt einen Unterschied zwischen hören und zuhören. Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte: „Bezüglich (Musik), die eine Person unbeabsichtigt hört, gibt es kein Verbot oder Tadel gemäß dem Konsens der Gelehrten. Lob oder Tadel hängen ab vom Zuhören, nicht vom Hören. Der, der aufmerksam der Rezitation des Qur’ans zuhört, wird dafür belohnt, während der, der sie hörte, aber weder Absicht noch Wille dazu hatte, nicht dafür belohnt wird, da alle Handlungen entsprechend der Absicht beurteilt werden. Das gleiche gilt für verbotene Musikinstrumente: wenn jemand sie unbeabsichtigt hört, so spielt dies keine Rolle.“ [Al-Majmu’, 10/78]
    Ibn Qudamah Al-Maqdisi sagte:
    “Der Zuhörer ist derjenige, der beabsichtigt zu hören, was nicht der Fall war bei Ibn ´Umar (r.a.); in diesem Fall handelte es sich lediglich um Hören. Der Prophet (a.s.s.) musste wissen, wann die Musik aufhörte, da er sich weit von diesem Weg entfernt hatte und seine Ohren bedeckte. Er wollte nicht zum Weg zurückkehren oder die Finger aus den Ohren nehmen bis das Geräusch aufgehört hatte. Als er also Ibn ´Umar das Hören erlaubte, war dies aufgrund einer Notwendigkeit.“ [Al-Mughni, 10/173]
    (Obwohl das Hören, über das die beiden Imame (Ibn Taimiyyah und Ibn Qudamah) schreiben, makruh ist, war es wegen einer Notwendigkeit erlaubt, wie wir später noch im Kommentar von Imam Malik sehen werden. Und Allah weiß es am besten.)

    Die Meinungen der Gelehrten des Islam:

    Al-Qasim sagte:
    “Singen ist ein Teil der Falschheit.“
    Al-Hasan sagte:
    „Wenn du zu einem Abendessen eingeladen wirst, bei dem Musik gespielt, dann lehn’ die Einladung ab.“ [Al-Jami’ von Al-Qairawani, Seite 262-263]
    Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte:
    „Die Ansicht der Imame der vier Rechtsschulen ist, dass alle Arten von Musikinstrumenten haram sind. In Sahih Al-Bukhari und anderswo wird berichtet, dass der Prophet (a.s.s.) sagte, dass es in seiner Ummah solche geben wird, die Zina, Seide, Alkohol und Musikinstrumente für erlaubt erklären, und er sagte ebenfalls, dass diese in Affen und Schweine verwandelt werden. [...] Keiner der Anhänger der vier Rechtsschulen erwähnt eine Uneinigkeit bezüglich Musik.“ [Al-Majmu’, 11/576]
    Al-Albani sagte:
    „Die vier Rechtsschulen sind sich einig, dass alle Musikinstrumente haram sind.“ [As-Sahihah, 1/145]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Die Madhhab von Abu Hanifah ist am strengsten in dieser Angelegenheit, und seine Äußerungen gehören zu den schärfsten. Seine Gefährten sagen eindeutig, dass das Hören gleich welcher Musikinstrumente, wie zum Beispiel Flöte oder Trommel, selbst das Klopfen eines Stocks, haram ist. Ihrer Meinung nach ist dies eine Sünde, die zeigt, dass eine Person ein Fasiq (Sünder, Übertreter) ist, dessen Zeugnis nicht akzeptabel ist. Einige gingen sogar noch weiter, indem sie sagten, dass Musik zu hören Fisq (Sünde, Übertretung), und sich daran zu erfreuen Kufr ist. Das sind ihre Worte. Zur Unterstützung dieser Ansicht führen sie einen Hadith an, der allerdings nicht dem Propheten (a.s.s.) zugeschrieben werden kann. Sie sagten, wenn er daran vorbeikommt oder es in seiner Nachbarschaft ist, sollte er das Hören so gut es geht vermeiden. Abu Yusuf sagte über ein Haus, aus dem der Klang musikalischer Instrumente zu hören ist: ‚Betrete es ohne Erlaubnis, denn schlechte Handlungen zu unterbinden ist eine Pflicht, und wenn der Eintritt ohne Erlaubnis nicht gestattet wäre, könnten die Leute dieser Pflicht nicht nachkommen.“ [Ighathat Al-Lahfan, 1/425]
    Imam Malik wurde nach dem Spielen einer Flöte oder Trommel gefragt, wenn eine Person dies unbeabsichtigt hört und sich daran erfreut. Er antwortete:
    „Wenn er merkt, dass er sich daran erfreut, sollte er aufstehen, es sei denn, dass er aufgrund einer Notwendigkeit sitzt oder nicht in der Lage ist, aufzustehen. Wenn er sich auf der Straße befindet, sollte er entweder zurück- oder weitergehen.“ (Al-Jami’ von Al-Qairawani, 262). Er sagte: „Unserer Ansicht nach sind die einzigen Leute, die sowas tun, Fasiqs.“ [Tafsir Al-Qurtubi, 14/55]
    Ibn ´Abdulbarr sagte:
    „Unter den Arten von Einkommen, die gemäß dem Konsens der Gelehrten haram sind, sind Riba, das Geld für eine Prostituierte, alles, was verboten ist, Bestechungen, die Bezahlung für das Weinen über einen Toten[*] und Singen, Geld für den Wahrsager und diejenigen, die behaupten, das Verborgene zu kennen, die Bezahlung für das Spielen einer Flöte und jede Art von Glücksspiel.“ [Al-Kafi]
    [* Bis in die heutige Zeit hinein ist es in einigen Gegenden der islamischen Welt Brauch, beim Tod eines Verwandten jemanden zu engagieren, der für eine bestimmte Zeit Klagelieder singt. In einigen Städten gibt es tatsächlich Leute, die dies professionell machen.]

    Ibn Al-Qayyim sagte, indem er den Standpunkt von Asch-Schafi’i erläuterte:
    „Seine Gefährten, die seine Madhhab kennen, sagen, dass es haram ist und verurteilten diejenigen, die es für erlaubt ansahen.“ [Ighathat Al-Lahfan, 1/425]
    Der Author von Kifayat Al-Akhbar, der ein schafi’itischer Gelehrter war, zählte Musikinstrumente, wie Flöten und andere, zu Munkar (Schlechtem), und wenn jemand dabei ist (wenn diese gespielt werden), sollte er sie öffentlich verurteilen. Er kann nicht durch die Tatsache, dass es einige verdorbene Gelehrte gibt, entschuldigt werden, denn diese verderben auch die Schari’ah, oder die üblen Faqire - d.h die Sufis, da sie sich selbst Fuqara nennen - da sie unwissend sind und jedem folgen, der den Mund aufmacht. Sie sind nicht durch das Licht des Wissens geleitet, vielmehr werden sie von jedem Wind hin- und hergewirbelt.“ (Kifayat Al-Akhbar, 2/128).

    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Was die Meinung von Imam Ahmad betrifft, so berichtete sein Sohn ´Abdullah: ‚Ich fragte meinen Vater nach Gesang. Er antwortete: ‚Gesang verstärkt nur die Heuchelei im Herzen. Ich lehne es ab.’ Dann erwähnte er die Worte Imam Maliks: ‚Nur die Sünder (Fussaq) von uns tun das.’“ [Ighathat Al-Lahfan]
    Ibn Qudamah, der Forscher der hanbalitischen Rechtsschule, sagte:
    „Musikinstrumente sind von drei Arten, die haram sind. Dies sind Saiteninstrumente und Flöten, die Laute, die Trommel, Rabab (ein Saiteninstrument) u.s.w. Wer unbeirrt daran festhält, diese zu hören, dessen Zeugnis sollte abgelehnt werden.“ [Al-Mughni, 10/173]. Und er sagte: „Wenn jemand zu einer Versammlung eingeladen wird, in der es etwas Anstößiges gibt, wie Wein oder Musikinstrumente, und er kann diese Leute anklagen, sollte er hingehen und etwas gegen diese Leute sagen, da er in diesem Fall zwei Pflichten erfüllt. Wenn er dies nicht kann, sollte er nicht hingehen.“ [Al-Kafi, 3/118]
    At-Tabari sagte:
    “Die Gelehrten von überall sind sich einig, dass Singen makruh ist und dass es unterbunden werden muss. Obwohl Ibrahim ibn Sa’d und ´Ubaidullah Al-´Anbari eine Ausnahme von der Mehrheit sind, (sollte man beachten, dass) der Gesandte Allahs sagte: ‚Haltet euch an die Mehrheit.’ Und wer stirbt während er mit der großen Mehrheit uneins ist, stirbt als Unwissender (Jahili).“ (Tafsir Al-Qurtubi, 14/56). Bei den früheren Generationen wurde das Wort „makruh“ für etwas Verbotenes verwendet. Später bekam es die Bedeutung von „nicht empfohlen“. Hier aber muss es als verboten verstanden werden, da At-Tabari sagte: „... und dass es unterbunden werden muss“, und nichts außer dem Verbotenen muss unterbunden werden, und da es in den beiden zitierten Ahadith aufs Schärfste verurteilt wird. Al-Qurtubi erwähnte diese Überlieferung und fügte hinzu: „Unter unseren Gefährten sagen Abu Al-Faraj und Al-Qaffal, dass das Zeugnis eines Sängers und Tänzers abzulehnen ist. Ich sage: wenn es erwiesen ist, dass diese Sache nicht erlaubt ist, dann ist Geld dafür nehmen ebenfalls nicht erlaubt.“
    Schaikh Al-Fauzan sagte:
    „Was Ibrahim ibn Sa’d und ´Ubaidullah Al-´Anbari über Gesang sagten, bezieht sich nicht auf Gesang heutiger Art. Diese Art von Gesang, die der Gipfel von Unmoral und Obszönität ist, hätten sie niemals erlaubt.“ [Al-I’lam]
    Ibn Taimiyyah sagte:
    „Es ist nicht erlaubt, Musikinstrumente herzustellen.“ [Al-Majmu’, 22/140]
    . Und er sagte weiter:
    „Gemäß der Mehrheit der Gelehrten ist es erlaubt, Musikinstrumente, wie den Tanbur (Instrument ähnlich einer Mandoline), zu zerstören. Dies ist die Ansicht von Malik und die bekanntere von zwei von Ahmad überlieferten Meinungen.“ [Al-Majmu’, 28/113]
    Und weiter:
    „... Ibn Al-Mundhir schrieb, dass die Gelehrten sich einig sind, dass man niemanden für Gesang und Jammern bezahlen dürfe. ‚Der Konsens aller Gelehrten, von deren Meinung wir gelernt haben, über Singen und Jammern ist, dass sie nicht erlaubt sind. Asch-Schu’bi, An-Nakha’i und Malik betrachteten es als makruh (d.h. haram). Abu Thaur, An-Nu’man, Abu Hanifah, Ya’qub und Muhammad, zwei Schüler von Abu Hanifah, sagen: „Es ist nicht erlaubt, für Singen und Jammern zu bezahlen. Dies ist auch unsere Ansicht.’ Und er schrieb weiter: ‚Musikinstrumente sind der Wein der Seele, und was sie in der Seele anrichten ist schlimmer als das, was berauschende Getränke anrichten.’“ [Majmu’ Al-Fatawa, 10/471]

    Eine angemessene Ausnahme

    Die Ausnahme zu dem oben dargelegten ist der Daff ohne Ringe (eine Handtrommel, die wie ein Tamburin aussieht, aber ohne Rasseln), wenn es von Frauen zum ´Id oder Hochzeiten gespielt wird. Diese Ansicht wird durch authentische Berichte gestützt. Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte:
    „Aber der Prophet (a.s.s.) machte eine Ausnahme für bestimmte Musikinstrumente zu Hochzeiten und dergleichen, und er erlaubte den Frauen den Daff zu Hochzeiten und anderen festlichen Anlässen zu spielen. Die Männer allerdings spielten nicht zur selben Zeit den Daff oder klatschten in die Hände.
    In As-Sahih wird berichtet, dass er sagte: ‚Klatschen ist für die Frauen und At-Tasbih für die Männer.’ Und er verfluchte Frauen, die Männer nachmachen und Männer, die Frauen nachmachen. Da Singen und den Daff spielen Dinge sind, die Frauen tun, pflegten die Salaf die Männer, die dies taten, als mukhannath (femininer Mann) zu bezeichnen, und sie nannten männliche Sänger verweiblicht - und wie viele gibt es davon heutzutage! Diese Aussagen der Salaf sind sehr bekannt.“
    Ähnliches berichtet der Hadith von ´A’ischah, als ihr Vater am Tag von ´Id zu ihr reinkam und zwei junge Mädchen bei ihr die Verse der Ansar vom Tag von Bu’ath sangen - und jeder mit ein bißchen Gespür weiß, was die Leute über Krieg sagen. Abu Bakr sagte: „Die Musikinstrumente des Schaitan im Haus des Gesandten Allahs!“ Der Gesandte Allahs wandte sich von ihnen ab und drehte sich der Wand zu. Einige Gelehrte sagen, dass Abu Bakr niemals jemanden vor dem Gesandten Allahs rügen würde, aber dass er dachte, dass der Gesandte Allahs nicht bemerken würde, was passierte. Und Allah weiß es am besten. Der Prophet (a.s.s.) sagte:
    „Laß sie, o Abu Bakr, denn jede Nation hat ihr ´Id, und das ist heute unser ´Id für die Nation des Islam.“
    Der Hadith zeigt, dass der Prophet (a.s.s.) und seine Gefährten nicht Gesang zu hören pflegten, denn Abu Bakr As-Siddiq nannte ihn „Musikinstrumente des Schaitan“. Und der Prophet (a.s.s.) billigte diese Aussage; es war kein Einwand wenn er sagte: „Laß sie, o Abu Bakr, denn jede Nation hat ihr ´Id, und das ist heute unser ´Id.“ Dies zeigt, dass der Grund, warum es erlaubt war, die Zeit des ´Id war, und das zu Zeiten außerhalb des ´Id das Verbot gilt. Schaikh Al-Islam erläuterte dies in seinem Tahrim Alat At-Tarab (Das Verbot musikalischer Instrumente). Der Prophet (a.s.s.) billigte den Gesang junger Mädchen am Tag des ´Id, wie in einem Hadith gesagt wird: „Damit die Muschrikin wissen, dass es in unserer Religion eine Zeit für Erholung gibt.“ Nichts in dem Hadith der zwei jungen Mädchen deutet darauf hin, dass der Prophet (a.s.s.) ihnen zuhörte. Das Verbot bezieht sich auf Zuhören, nicht auf bloßes Hören, ähnlich wie beim Schauen gilt, dass das absichtliche Hinschauen verboten ist, nicht das unbeabsichtigte Sehen. Damit ist klar, dass es [das Spielen des Daff] nur für Frauen gilt. Imam Abu ´Ubaid definierte den Daff als das, „was von Frauen gespielt wird.“ (Gharib Hadith, 3/64).

    Eine nicht angemessene Ausnahme

    Einige machen eine Ausnahme für Trommeln, die zu Kriegszeiten gespielt werden, und ihnen folgend haben einige moderne Gelehrte Militärmusik erlaubt. Allerdings gibt es dafür keine Grundlage aus zahlreichen Gründen. Zunächst einmal wird hier eine Ausnahme ohne klaren Beweis, abgesehen von der eigenen Meinung und dass man es für gut hält, gemacht, und genau das ist falsch. Zum zweiten sollten sich die Muslime zu Kriegszeiten ihrem Herrn zuwenden. Allah sagt:
    „Sie fragen dich nach der Beute. Sprich: ‘Die Beute gehört Allah und dem Gesandten. Darum fürchtet Allah und ordnet die Dinge in Eintracht unter euch ...“ [Al-Anfal:1]
    Musik ist das Gegenteil von Gottesfurcht, es würde die Leute nur davon ablenken, ihres Herrn zu gedenken. Drittens ist das Spielen von Musik [zu diesem Anlass] ein Brauch der Kuffar, und es ist nicht erlaubt, sie nachzumachen, besonders nicht in einer Sache, die Allah generell verboten hat, wie Musik. (As-Sahihah, 1/145)
    “Kein Volk wird in die Irre gehen, nachdem es rechtgeleitet wurde, außer dadurch, dass es viel unter sich diskutiert.” (sahih)
    Einige benutzen den Hadith über die Abessinier, die in der Moschee des Propheten (a.s.s.) spielten, als Beweis dafür, dass Singen erlaubt ist! Al-Bukhari führte diesen Hadith in seinem Sahih unter der Überschrift „Über Speere und Schilde am Tag von ´Id“ auf. An-Nawawi sagte:
    „Das zeigt, dass es erlaubt ist, mit Waffen und Ähnlichem in der Moschee zu spielen“, und er wandte dies auf andere mit Jihad verknüpfte Aktivitäten an.
    Aber Al-Hafiz Ibn Hajar sagte dazu: „Wer über eine Sache spricht, die nicht in sein Gebiet fällt, kommt mit seltsamen Ideen wie dieser daher.“
    Einige benutzen als Beweis den Hadith über die zwei singenden Mädchen, der oben bereits erläutert wurde, aber es lohnt sich an dieser Stelle die Antwort von Ibn Al-Qayyim zu zitieren:
    „Ich bin überrascht, dass ihr als Beweis für die Erlaubnis, anspruchsvolle Lieder zu hören, die von uns angeführte Überlieferung über die zwei jungen Mädchen im vorpubertären Alter erwähnt, die am Tag des ´Id einer jungen Frau einige Verse aus der arabischen Dichtung über Tapferkeit und andere Tugenden im Krieg vorsangen. Wie könnt ihr das eine mit dem anderen vergleichen? Das Seltsamste daran ist, dass gerade dieser Hadith einer der stärksten Beweise gegen sie ist. Der größte Verteidiger der Wahrheit [Abu Bakr As-Siddiq] nannte sie „musikalische Instrumente des Schaitan“, und der Gesandte Allahs (a.s.s.) billigte dies und machte lediglich eine Ausnahme für diese beiden jungen Mädchen, die nicht einmal das Alter der Urteilsfähigkeit erreicht hatten, und Worte aus Liedern, die den Zuhörenden nicht verderben. Kann dies als Beweis benutzt werden, um das zu erlauben, was ihr erlaubt, und was ihr vom Hören (von Musik) wisst, die unzweideutige Dinge enthält. Subhanallah! Wie können doch Leute in die Irre gehen!“ (Madarij As-Salikin, 1/493).
    Ibn Al-Jauzi sagte:
    „´A’ischah war zu der Zeit noch jung, und nichts wurde von ihr nach Erreichen der Pubertät überliefert außer der Verurteilung von Gesang. Ihr Neffe, Al-Qasim ibn Muhammad, verurteilte Gesang und meinte, dass man ihm nicht zuhören dürfe, und er stützte sich dabei auf ihr Wissen.“ [Talbis Iblis, 229]
    Al-Hafiz Ibn Hajar sagte:
    „Eine Gruppe der Sufis benutzt diesen Hadith - den Hadith über die zwei jungen Mädchen - als Beweis dafür, dass Singen und das Hören von Gesang erlaubt seien, egal ob es dabei musikalische Begleitung gibt oder nicht. Diese Ansicht wird zu Genüge widerlegt von ´A’ischah in folgendem Hadith, wo sie sagt: ‚Sie waren keine Sängerinnen.’ Sie stellte klar, dass sie keine Sänger im eigentlichen Sinne waren, auch wenn der Wortlaut der Überlieferung dies vermuten läßt. So sollten wir es begrenzen auf das, was im Text erwähnt wird bezüglich des Anlasses und der Art und Weise, um kein Risiko einzugehen, gegen ein Prinzip, d.h. einen Hadith, zu verstoßen. Und Allah weiß es am besten.“ [Fath Al-Bari, 2/442-443]
    Einige haben sogar die Nerven zu behaupten, dass die Sahaba und Tabi’in Gesang hörten und nichts dabei fanden!
    Al-Fauzan sagte dazu:
    „Wir fordern diese dazu auf, uns einen authentischen auf diese Sahaba und Tabi’in zurückgehenden Hadith zu zeigen, der beweist, was sie ihnen zuschreiben.“ Und er sagte weiter: „Imam Muslim erwähnt in der Einleitung zu seinem Sahih, dass ´Abdullah ibn Al-Mubarak sagte: ‚Der Isnad ist ein Teil der Religion. Wäre es nicht für den Isnad, so könnte jeder sagen was er will!“
    Einige von ihnen sagen, dass die Ahadith, die Musik verbieten, alle erfunden seien. Kein Hadith wurde nicht wenigstens von einer Gruppe von Gelehrten kritisiert. Ibn Baz sagte:
    „Die Ahadith, die über das Verbot der Musik überliefert wurden, sind nicht allesamt falsch, wie einige behaupten. Einige davon sind in Sahih Al-Bukhari, das das authentischste nach dem Allahs ist, einige sind hasan, einige sind schwach. Da es aber viele davon mit verschiedenen Überlieferungsketten gibt, stellen sie einen klaren Beweis dar, dass Musikinstrumente haram sind.“
    Alle Imame sind sich einige über die Authentizität der Ahadith, die Gesang und Musikinstrumente verbieten, abgesehen von Abu Hamid Al-Ghazzali, der jedoch kein Wissen über Hadith hatte, und Ibn Hazm Aber Al-Albani zeigte die Fehler von Ibn Hazm auf, und Ibn Hazm selbst sagte, dass wenn einer dieser Ahadith authentisch wäre, er sich danach richten würde. Jetzt haben sie Beweise, dass diese Überlieferungen authentisch sind, da es eine Unzahl von Büchern der Gelehrten gibt, die diese Ahadith für sahih erklären, und da drehen sie sich auf ihren Fersen um. Sie sind noch extremer als Ibn Hazm, in Wahrheit sind sie nicht wie er, da sie nicht qualifiziert sind und man sich nicht auf sie stützen kann.

    Einige von ihnen sagen, dass die Gelehrten Gesang verboten haben, da er zusammen mit Versammlungen, in denen Alkohol getrunken wird, erwähnt wird, wo die Leute bis spät in die Nacht ihre Zeit für schlechte Dinge verschwenden. Asch-Schaukani sagte:
    „Die Antwort darauf ist, dass diese Dinge zusammen zu erwähnen nicht heißt, dass sie nur verboten sind, wenn sie alle zusammen auftreten. Sonst würde dies bedeuten, dass Zina, wie im Hadith erwähnt, nur haram ist, wenn es von Alkohol und Musik begleitet wird. Genauso könnte dann ein Vers wie:
    „... denn er glaubte ja nicht an Allah, den Allmächtigen, und forderte nicht zur Speisung der Armen auf.“ [Al-Haqqah:33-34]
    bedeuten, dass es nicht haram ist, nicht an Allah zu glauben, wenn dies nicht zusammen mit der Unterlassung zur Speisung der Armen aufzufordern einhergeht. Wenn nun gesagt wird, dass das Verbot dieser Dinge aus anderen Überlieferungen bekannt ist, so ist die Antwort, dass das Verbot von Musikinstrumenten ebenfalls aus anderen Beweisen bekannt ist, wie bereits erwähnt.“ (Nail Al-Autar, 8/107)
    Einige sagen, dass “leeres Gerede” sich nicht auf Gesang bezieht. Dies wurde bereits zu Anfang widerlegt. Al-Qurtubi sagte:
    „Dies - die Meinung, dass es sich auf Gesang bezieht - ist das Beste, was über diesen Vers gesagt wurde, und Ibn Mas’ud schwor dreimal bei Allah, außer Dem es keinen anderen Gott gibt, dass hier Gesang gemeint ist.“ Daraufhin erwähnt er andere Imame mit derselben Ansicht, dann noch andere Meinungen über diese Sache. Dann sagt er abschließend: „Die erste Ansicht ist das Beste von Allem, was über diese Sache gesagt worden ist, wegen des marfu’ Hadith und der Ansichten der Sahaba und Tabi’in.“ [Tafsir Al-Qurtubi]
    Ibn Al-Qayyim sagte, nachdem er diesen Tafsir zitierte:
    „Al-Hakim Abu ´Abdullah sagte in seinem Tafsir von Kitab Al-Mustadrak: ‚Laß’ denjenigen, der Wissen sucht, wissen, dass der Tafsir von einem Sahabi, der Zeuge der Offenbarung war, ein Hadith mit Isnad entsprechend den Kriterien der beiden Schaikhs (Al-Bukhari und Muslim) ist.’ An anderer Stelle in seinem sagt er: ‚Unserer Meinung nach hat dieser Hadith die gleiche Stufe wie eine marfu’ Überlieferung. Obwohl ihr Tafsir [d.h. der Sahaba] diskutiert werden kann, ist er immer noch akzeptabler als der Tafsir der Leute, die nach ihnen kamen, da sie von der Ummah am besten wissen, was Allah in Seinem meinte. Es wurde zu ihren Lebzeiten offenbart und sie waren die ersten, die darin angesprochen waren. Sie lernten den Tafsir in Wort und Tat direkt vom Propheten (a.s.s.). Und sie waren Araber, die die wahre Bedeutung der [arabischen] Worte verstanden. Deshalb sollten die Muslime so wenig wie möglich auf andere Interpretationen ausweichen.“
    Einige von ihnen meinen sogar, dass Gesang eine Form der Anbetung ist, wenn die Absicht dabei ist, dadurch Allah gehorsamer zu werden.
    Ibn Al-Qayyim sagte dazu:
    „Wie sonderbar! Was für ein Glaube, Licht, Einsicht, Rechtleitung und Wissen kann man durch Hören melodischer Verse und Musik, in denen das meiste, was gesagt wird, haram ist und den Zorn Allahs verdient, bekommen? [...] Wie kann jemand mit dem geringsten bißchen Verständnis und Glaube im Herzen sich Allah nähern und seinen Glauben stärken, indem er sich an etwas erfreut, was Allah haßt und den verabscheut, der es sagt und den, der es annimmt?“ [Madarij As-Salikin, 1/485]
    Schaikh Al-Islam sagte, als er den Status einer Person, die sich an Gesang gewöhnt hat, diskutierte:
    “Du wirst finden, dass diejenigen, die sich daran gewöhnt haben und für die es wie das tägliche Brot ist, niemals das Verlangen haben, den Qur’an zu hören, oder sich darüber freuen, und sie werden beim Hören seiner Verse niemals das gleiche empfinden wie wenn sie Poesie hören. Und tatsächlich, wenn sie den Qur’an hören ist ihr Herz abwesend und sie sprechen miteinander während er rezitiert wird. Wenn sie aber Gesang und Händeklatschen hören, senken sie ihre Stimme und hören aufmerksam zu.“ [Majm’ Al-Fatawa, 11/557 ff]
    Einige sagen, dass Musik das Herz erweicht und sanftmütige Gefühle hervorruft. Das stimmt nicht, denn sie erregt Gelüste und Begierden. Wenn es wirklich stimmen würde, was sie sagen, hätte sie mit Sicherheit die Herzen der Musiker selbst erweicht und ihr Verhalten verbessert. Bekanntlich sind die meisten von ihnen auf Abwegen und verhalten sich unmöglich"

  4. #34
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.187
    Zitat Zitat von Ludjak Beitrag anzeigen
    Und was wenn der Musiker beschnitten ist, das Musikinstrument von Jungfrauen hergestellt wurde und aus dem Holz Garten Edens stammt ?
    Was wenn ein Hodza zur E-Gitarre greift und Speed-Sevdah spielt ?
    Was wenn der Imam anfängt zu trommeln und Animal aus der Muppets Show zum Vorbild hat ?
    Was wenn ... ?

    Keule merk mal die Einschläge und halte dich von deinen neuen bärtigen Freunden fern, die tun dir nicht gut !


    Wo hast du dich den versteckt?

  5. #35
    fakemasta

  6. #36

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    Zitat Zitat von IsudinBosna Beitrag anzeigen
    Bitteschön wenn das Beweis genug ist:

    Allah sagt in Surat Luqman:
    „Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, ...“ [Luqman:6]
    Der Gelehrte der Ummah Ibn ´Abbas (r.a.) sagte:
    „Dies bezieht sich auf Singen.“ Mujahid sagte: „Es bezieht sich auf Trommel (At-Tabl) spielen.“ [Tafsir At-Tabari, 21/40]
    Al-Hasan Al-Basri sagte:
    „Diese Ayah wurde bezüglich Singen und musikalischer Instrumente (wörtlich: Flöten) offenbart.“ [Tafsir Ibn Kathir, 3/451]
    As-Sa’di sagte:
    „Dies umfasst alle Arten von verbotenem Gerede, wie leeres Gerede und Falschheit, alle Arten von unsinnigem Zeug, das zu Kufr und Ungehorsam führt, und auch die Worte derjenigen, die die Wahrheit widerlegen wollen und Falschheit unterstützen, um die Wahrheit zu besiegen. Ebenso Gerede hinter dem Rücken der Leute, Beleidigungen, Lügen, Beschimpfungen und Fluchen, Singen und musikalische Instrumente von Schaitan, und Instrumente, die weder von spirituellem noch weltlichem Nutzen sind.“ [Tafsir As-Sa’di, 6/150]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Die Interpretation der Sahaba und Tabi’in, dass ‚leeres Gerede’ sich auf Singen bezieht, genügt. Dies wurde mit authentischer Überliefererkette von Ibn ´Abbas und Ibn Mas’ud berichtet. Abu Al-Sahba’ sagte: ‚Ich fragte Ibn Mas’ud nach dem Vers: ‚Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen’ (Luqman:6). Er sagte: ‚Bei Allah, außer dem es keinen Gott gibt, dies bezieht sich auf Singen.’ - und er wiederholte es dreimal.’ Ebenso wurde von Ibn ´Umar mit einem sahih Isnad berichtet, dass hier Singen gemeint ist. Es gibt keinen Widerspruch zwischen der Interpretation von ‚leerem Gerede’ als Singen und der, dass es sich auf Geschichten der Perser und ihrer Könige und den Königen der Römer usw. bezieht, die An-Nadr ibn Al-Harith den Leuten von Makkah zu erzählen pflegte, um sie vom Qur’an abzulenken. Beides ist leeres Gerede. Selbst Ibn ´Abbas sagte: ‚’Leeres Gerede’ ist Falschheit und Gesang.’ Einige Sahaba erwähnten die eine Bedeutung, einige die andere, und wieder einige beide Bedeutungen. Gesang ist schlimmer als Geschichten von Königen, da es zu Zina führt und die Heuchelei (im Herzen) mehrt; es gehört zu den Fallen des Schaitan und es vernebelt den Verstand. Die Art und Weise wie es die Leute vom Qur’an abhält ist schlimmer im Vergleich zu anderen Arten von leerem Gerede, da die Menschen von Natur aus Gesang mögen und ihm von sich aus zuhören möchten. Der Vers verurteilt den Qur’an mit leerem Gerede zu ersetzen, um (Menschen) vom Weg Allahs abzuhalten und ihn als Spaß zu betrachten, denn wenn ein Vers des Qur’an so jemandem verlesen wird, wendet er sich ab als hätte er ihn nicht gehört, als wenn Taubheit in seinen Ohren läge. Wenn er etwas davon hört, macht er sich darüber lustig. Dies passiert nur Leuten, die zu den arrogantesten Kuffar gehören, und wenn etwas davon den Sängern und denen passiert, die ihnen zuhören, haben sie beide ihren Anteil daran.“ [Ighathat Al-Lahfan, 1/258-259]
    Allah sagt:
    [Allah sagte zu Iblis:] Und betöre nun mit deiner Stimme von ihnen, wen du vermagst, und treibe dein Roß und dein Fußvolk gegen sie... [Al-Isra:64]
    Es wird berichtet, dass Mujahid sagte:
    „Und betöre nun mit deiner Stimme von ihnen, wen du vermagst, - seine Stimme ist Gesang und Falschheit. Ibn Al-Qayyim sagte: Diese Idafah (arabische Grammatikstruktur zur Besitzanzeige; hier: deine Stimme) dient dazu, die Bedeutung zu spezifizieren, wie auch die Ausdrücke dein Roß und dein Fußvolk. Jeder, der in einer Art und Weise spricht, die Ungehorsam gegenüber Allah ausdrückt, der eine Flöte spielt oder ein anderes Windinstrument, der verbotene Trommeln spielt, dies ist die Stimme Schaitans. Jeder, der geht, um eine ungehorsame Tat gegenüber Allah zu verichten, gehört zu seinem [Schaitans] Fußvolk, und wer reitet, um eine Sünde zu machen, gehört zu seiner [Schaitans] Reiterarmee. Das ist die Ansicht der Salaf, wie Ibn Abi Hatim von Ibn Abbas berichtete: sein Fußvolk bezeichnet jeden, der geht, um Allah ungehorsam zu sein. [Ighathat Al-Lahfan]
    Allah sagt:
    „Wundert ihr euch über diese Verkündigung? Und ihr lacht; aber Weinen tut ihr nicht? Und ihr wollt euch amüsieren?“ [An-Najm:59-61]
    ´Ikrimah sagte:
    „Es wird von Ibn ´Abbas berichtet, das As-Sumud (arab.: Amüsieren) im Dialekt der Himyar Singen bedeutet. Es kann zum Beispiel gesagt werden: ‚Ismidi lana’ (arab.: ‚Sing für uns uns!’), was das gleiche wie ‚ghani’ (arab.: ‚Sing!’) bedeutet. Und er sagte: ‚Wenn sie [die Kuffar] den Qur’an hörten, sangen sie. Daraufhin wurde dieser Vers offenbart.’“
    Ibn Kathir sagte:
    „Allah sagt: ‚Und ihr wollt euch amüsieren?’, Sufyan Ath-Thauri berichtete von seinem Vater von Ibn ´Abbas: ‚Dies bedeutet Gesang. Es ist jemenitisch: ‚Ismad lana’ heißt das gleiche wie ‚ghan lana’ (beides arab.: ‚Sing für uns!’).’ Dies war ebenso die Ansicht von ´Ikrimah.“ [Tafsir Ibn Kathir]
    Von Abu Umamah (r.a.) wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (a.s.s.) sagte:
    „Verkauft keine singenden Sklavinnen, und kauft sie nicht und lehrt sie nicht. In diesem Handel liegt nichts Gutes, und ihr Preis ist haram. Wegen dieser Dinge wurde der Vers offenbart: ‚Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, ...’ (Luqman:6)“ [Hadith hasan]
    Der Gesandte Allahs (a.s.s.) sagte:
    „Unter meiner Ummah wird es Leute geben, die Zina, Seide, Alkohol und Musikinstrumente für erlaubt erklären ...“ [Al-Bukhari Nr. 5590 in einer ta’liq Version, ebenso überliefert als mausul bei At-Tabarani und Al-Baihaqi. Siehe As-Silsilat As-Sahihah von Al-Albani, 91]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Dieser authentische Hadith wird bei Al-Bukhari in seinem Sahih überliefert, der ihn als Beweis benutzt und dabei sagte, dass er in einer mu’allaq und majzum Version vorliegt. Das Kapitel heißt: ‚Was über diejenigen überliefert wurde, die Alkohol erlauben und ihn bei einem anderen Namen nennen’.“
    Dieser Hadith zeigt auf zweifache Weise, dass Musikinstrumente und Spaß haben am Musik hören verboten sind. Zum einen sagte der Prophet (a.s.s.) „... für erlaubt erklären ...“, was beweist, dass die aufgeführten Dinge, einschließlich Musikinstrumente, gemäß der Schari’ah haram sind, aber diese Leute erklären sie für erlaubt. Zum anderen werden die Musikinstrumente zusammen mit anderen Dingen erwähnt, die unzweifelhaft haram sind, wie Zina und Alkohol. Wenn sie (d.h. die Musikinstrumente) nicht haram wären, warum werden sie dann zusammen mit diesen Dinge erwähnt? (aus As-Silsilat As-Sahihah von Al-Albani, 1/140-141).

    Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte:
    „Dieser Hadith zeigt, dass Ma’azif haram sind, und Ma’azif heißt gemäß den Gelehrten der arabischen Sprache Musikinstrumente. Dieses Wort umfaßt aller Arten dieser Instrumente.“ [Al-Majmu’, 11/535]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Bezüglich dieser Sache wurden ähnliche Kommentare von Sahl ibn Sa’d As-Sa’idi, ´Imran ibn Husain, ´Abdullah ibn ´Amr, ´Abdullah ibn ´Abbas, Abu Hurairah, Abu Umamah Al-Bahili, ´A’ischah Umm Al-Mu’imin, ´Ali ibn Abi Talib, Anas ibn Malik, ´Abdurrahman ibn Sabit und Al-Ghazi ibn Rabi’ah.“ Er erwähnte es in Ighathat Al-Lahfan und zeigt, dass sie (d.h. Musikinstrumente) haram sind. Von Nafi’ wird berichtet, dass er sagte: „Einmal hörte Ibn ´Umar ein Flöteninstrument, und er steckte sich die Finger in die Ohren und blieb abseits vom Weg. Er sagte zu mir: ‚O Nafi’, kannst du noch was hören?’ Ich sagte: ‚Nein.’ Da nahm er die Finger wieder aus den Ohren und sagte: ‚Einmal war ich zusammen mit dem Propheten (a.s.s.) und er hörte etwas Ähnliches, und er hat das gleiche getan.“ (Sahih Abi Dawud). Einige unbedeutende Leute meinen, dass dieser Hadith nicht beweist, dass Musikinstrumente haram sind, denn für diesen Fall hätte der Gesandte Allahs (a.s.s.) Ibn ´Umar angewiesen, ebenfalls seine Finger in die Ohren zu stecken, und Ibn ´Umar hätte Nafi’ angewiesen, seine Finger in die Ohren zu stecken. Die Antwort darauf ist, dass er nicht zugehört hat, aber es hören konnte. Es gibt einen Unterschied zwischen hören und zuhören. Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte: „Bezüglich (Musik), die eine Person unbeabsichtigt hört, gibt es kein Verbot oder Tadel gemäß dem Konsens der Gelehrten. Lob oder Tadel hängen ab vom Zuhören, nicht vom Hören. Der, der aufmerksam der Rezitation des Qur’ans zuhört, wird dafür belohnt, während der, der sie hörte, aber weder Absicht noch Wille dazu hatte, nicht dafür belohnt wird, da alle Handlungen entsprechend der Absicht beurteilt werden. Das gleiche gilt für verbotene Musikinstrumente: wenn jemand sie unbeabsichtigt hört, so spielt dies keine Rolle.“ [Al-Majmu’, 10/78]
    Ibn Qudamah Al-Maqdisi sagte:
    “Der Zuhörer ist derjenige, der beabsichtigt zu hören, was nicht der Fall war bei Ibn ´Umar (r.a.); in diesem Fall handelte es sich lediglich um Hören. Der Prophet (a.s.s.) musste wissen, wann die Musik aufhörte, da er sich weit von diesem Weg entfernt hatte und seine Ohren bedeckte. Er wollte nicht zum Weg zurückkehren oder die Finger aus den Ohren nehmen bis das Geräusch aufgehört hatte. Als er also Ibn ´Umar das Hören erlaubte, war dies aufgrund einer Notwendigkeit.“ [Al-Mughni, 10/173]
    (Obwohl das Hören, über das die beiden Imame (Ibn Taimiyyah und Ibn Qudamah) schreiben, makruh ist, war es wegen einer Notwendigkeit erlaubt, wie wir später noch im Kommentar von Imam Malik sehen werden. Und Allah weiß es am besten.)

    Die Meinungen der Gelehrten des Islam:

    Al-Qasim sagte:
    “Singen ist ein Teil der Falschheit.“
    Al-Hasan sagte:
    „Wenn du zu einem Abendessen eingeladen wirst, bei dem Musik gespielt, dann lehn’ die Einladung ab.“ [Al-Jami’ von Al-Qairawani, Seite 262-263]
    Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte:
    „Die Ansicht der Imame der vier Rechtsschulen ist, dass alle Arten von Musikinstrumenten haram sind. In Sahih Al-Bukhari und anderswo wird berichtet, dass der Prophet (a.s.s.) sagte, dass es in seiner Ummah solche geben wird, die Zina, Seide, Alkohol und Musikinstrumente für erlaubt erklären, und er sagte ebenfalls, dass diese in Affen und Schweine verwandelt werden. [...] Keiner der Anhänger der vier Rechtsschulen erwähnt eine Uneinigkeit bezüglich Musik.“ [Al-Majmu’, 11/576]
    Al-Albani sagte:
    „Die vier Rechtsschulen sind sich einig, dass alle Musikinstrumente haram sind.“ [As-Sahihah, 1/145]
    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Die Madhhab von Abu Hanifah ist am strengsten in dieser Angelegenheit, und seine Äußerungen gehören zu den schärfsten. Seine Gefährten sagen eindeutig, dass das Hören gleich welcher Musikinstrumente, wie zum Beispiel Flöte oder Trommel, selbst das Klopfen eines Stocks, haram ist. Ihrer Meinung nach ist dies eine Sünde, die zeigt, dass eine Person ein Fasiq (Sünder, Übertreter) ist, dessen Zeugnis nicht akzeptabel ist. Einige gingen sogar noch weiter, indem sie sagten, dass Musik zu hören Fisq (Sünde, Übertretung), und sich daran zu erfreuen Kufr ist. Das sind ihre Worte. Zur Unterstützung dieser Ansicht führen sie einen Hadith an, der allerdings nicht dem Propheten (a.s.s.) zugeschrieben werden kann. Sie sagten, wenn er daran vorbeikommt oder es in seiner Nachbarschaft ist, sollte er das Hören so gut es geht vermeiden. Abu Yusuf sagte über ein Haus, aus dem der Klang musikalischer Instrumente zu hören ist: ‚Betrete es ohne Erlaubnis, denn schlechte Handlungen zu unterbinden ist eine Pflicht, und wenn der Eintritt ohne Erlaubnis nicht gestattet wäre, könnten die Leute dieser Pflicht nicht nachkommen.“ [Ighathat Al-Lahfan, 1/425]
    Imam Malik wurde nach dem Spielen einer Flöte oder Trommel gefragt, wenn eine Person dies unbeabsichtigt hört und sich daran erfreut. Er antwortete:
    „Wenn er merkt, dass er sich daran erfreut, sollte er aufstehen, es sei denn, dass er aufgrund einer Notwendigkeit sitzt oder nicht in der Lage ist, aufzustehen. Wenn er sich auf der Straße befindet, sollte er entweder zurück- oder weitergehen.“ (Al-Jami’ von Al-Qairawani, 262). Er sagte: „Unserer Ansicht nach sind die einzigen Leute, die sowas tun, Fasiqs.“ [Tafsir Al-Qurtubi, 14/55]
    Ibn ´Abdulbarr sagte:
    „Unter den Arten von Einkommen, die gemäß dem Konsens der Gelehrten haram sind, sind Riba, das Geld für eine Prostituierte, alles, was verboten ist, Bestechungen, die Bezahlung für das Weinen über einen Toten[*] und Singen, Geld für den Wahrsager und diejenigen, die behaupten, das Verborgene zu kennen, die Bezahlung für das Spielen einer Flöte und jede Art von Glücksspiel.“ [Al-Kafi]
    [* Bis in die heutige Zeit hinein ist es in einigen Gegenden der islamischen Welt Brauch, beim Tod eines Verwandten jemanden zu engagieren, der für eine bestimmte Zeit Klagelieder singt. In einigen Städten gibt es tatsächlich Leute, die dies professionell machen.]

    Ibn Al-Qayyim sagte, indem er den Standpunkt von Asch-Schafi’i erläuterte:
    „Seine Gefährten, die seine Madhhab kennen, sagen, dass es haram ist und verurteilten diejenigen, die es für erlaubt ansahen.“ [Ighathat Al-Lahfan, 1/425]
    Der Author von Kifayat Al-Akhbar, der ein schafi’itischer Gelehrter war, zählte Musikinstrumente, wie Flöten und andere, zu Munkar (Schlechtem), und wenn jemand dabei ist (wenn diese gespielt werden), sollte er sie öffentlich verurteilen. Er kann nicht durch die Tatsache, dass es einige verdorbene Gelehrte gibt, entschuldigt werden, denn diese verderben auch die Schari’ah, oder die üblen Faqire - d.h die Sufis, da sie sich selbst Fuqara nennen - da sie unwissend sind und jedem folgen, der den Mund aufmacht. Sie sind nicht durch das Licht des Wissens geleitet, vielmehr werden sie von jedem Wind hin- und hergewirbelt.“ (Kifayat Al-Akhbar, 2/128).

    Ibn Al-Qayyim sagte:
    „Was die Meinung von Imam Ahmad betrifft, so berichtete sein Sohn ´Abdullah: ‚Ich fragte meinen Vater nach Gesang. Er antwortete: ‚Gesang verstärkt nur die Heuchelei im Herzen. Ich lehne es ab.’ Dann erwähnte er die Worte Imam Maliks: ‚Nur die Sünder (Fussaq) von uns tun das.’“ [Ighathat Al-Lahfan]
    Ibn Qudamah, der Forscher der hanbalitischen Rechtsschule, sagte:
    „Musikinstrumente sind von drei Arten, die haram sind. Dies sind Saiteninstrumente und Flöten, die Laute, die Trommel, Rabab (ein Saiteninstrument) u.s.w. Wer unbeirrt daran festhält, diese zu hören, dessen Zeugnis sollte abgelehnt werden.“ [Al-Mughni, 10/173]. Und er sagte: „Wenn jemand zu einer Versammlung eingeladen wird, in der es etwas Anstößiges gibt, wie Wein oder Musikinstrumente, und er kann diese Leute anklagen, sollte er hingehen und etwas gegen diese Leute sagen, da er in diesem Fall zwei Pflichten erfüllt. Wenn er dies nicht kann, sollte er nicht hingehen.“ [Al-Kafi, 3/118]
    At-Tabari sagte:
    “Die Gelehrten von überall sind sich einig, dass Singen makruh ist und dass es unterbunden werden muss. Obwohl Ibrahim ibn Sa’d und ´Ubaidullah Al-´Anbari eine Ausnahme von der Mehrheit sind, (sollte man beachten, dass) der Gesandte Allahs sagte: ‚Haltet euch an die Mehrheit.’ Und wer stirbt während er mit der großen Mehrheit uneins ist, stirbt als Unwissender (Jahili).“ (Tafsir Al-Qurtubi, 14/56). Bei den früheren Generationen wurde das Wort „makruh“ für etwas Verbotenes verwendet. Später bekam es die Bedeutung von „nicht empfohlen“. Hier aber muss es als verboten verstanden werden, da At-Tabari sagte: „... und dass es unterbunden werden muss“, und nichts außer dem Verbotenen muss unterbunden werden, und da es in den beiden zitierten Ahadith aufs Schärfste verurteilt wird. Al-Qurtubi erwähnte diese Überlieferung und fügte hinzu: „Unter unseren Gefährten sagen Abu Al-Faraj und Al-Qaffal, dass das Zeugnis eines Sängers und Tänzers abzulehnen ist. Ich sage: wenn es erwiesen ist, dass diese Sache nicht erlaubt ist, dann ist Geld dafür nehmen ebenfalls nicht erlaubt.“
    Schaikh Al-Fauzan sagte:
    „Was Ibrahim ibn Sa’d und ´Ubaidullah Al-´Anbari über Gesang sagten, bezieht sich nicht auf Gesang heutiger Art. Diese Art von Gesang, die der Gipfel von Unmoral und Obszönität ist, hätten sie niemals erlaubt.“ [Al-I’lam]
    Ibn Taimiyyah sagte:
    „Es ist nicht erlaubt, Musikinstrumente herzustellen.“ [Al-Majmu’, 22/140]
    . Und er sagte weiter:
    „Gemäß der Mehrheit der Gelehrten ist es erlaubt, Musikinstrumente, wie den Tanbur (Instrument ähnlich einer Mandoline), zu zerstören. Dies ist die Ansicht von Malik und die bekanntere von zwei von Ahmad überlieferten Meinungen.“ [Al-Majmu’, 28/113]
    Und weiter:
    „... Ibn Al-Mundhir schrieb, dass die Gelehrten sich einig sind, dass man niemanden für Gesang und Jammern bezahlen dürfe. ‚Der Konsens aller Gelehrten, von deren Meinung wir gelernt haben, über Singen und Jammern ist, dass sie nicht erlaubt sind. Asch-Schu’bi, An-Nakha’i und Malik betrachteten es als makruh (d.h. haram). Abu Thaur, An-Nu’man, Abu Hanifah, Ya’qub und Muhammad, zwei Schüler von Abu Hanifah, sagen: „Es ist nicht erlaubt, für Singen und Jammern zu bezahlen. Dies ist auch unsere Ansicht.’ Und er schrieb weiter: ‚Musikinstrumente sind der Wein der Seele, und was sie in der Seele anrichten ist schlimmer als das, was berauschende Getränke anrichten.’“ [Majmu’ Al-Fatawa, 10/471]

    Eine angemessene Ausnahme

    Die Ausnahme zu dem oben dargelegten ist der Daff ohne Ringe (eine Handtrommel, die wie ein Tamburin aussieht, aber ohne Rasseln), wenn es von Frauen zum ´Id oder Hochzeiten gespielt wird. Diese Ansicht wird durch authentische Berichte gestützt. Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah sagte:
    „Aber der Prophet (a.s.s.) machte eine Ausnahme für bestimmte Musikinstrumente zu Hochzeiten und dergleichen, und er erlaubte den Frauen den Daff zu Hochzeiten und anderen festlichen Anlässen zu spielen. Die Männer allerdings spielten nicht zur selben Zeit den Daff oder klatschten in die Hände.
    In As-Sahih wird berichtet, dass er sagte: ‚Klatschen ist für die Frauen und At-Tasbih für die Männer.’ Und er verfluchte Frauen, die Männer nachmachen und Männer, die Frauen nachmachen. Da Singen und den Daff spielen Dinge sind, die Frauen tun, pflegten die Salaf die Männer, die dies taten, als mukhannath (femininer Mann) zu bezeichnen, und sie nannten männliche Sänger verweiblicht - und wie viele gibt es davon heutzutage! Diese Aussagen der Salaf sind sehr bekannt.“
    Ähnliches berichtet der Hadith von ´A’ischah, als ihr Vater am Tag von ´Id zu ihr reinkam und zwei junge Mädchen bei ihr die Verse der Ansar vom Tag von Bu’ath sangen - und jeder mit ein bißchen Gespür weiß, was die Leute über Krieg sagen. Abu Bakr sagte: „Die Musikinstrumente des Schaitan im Haus des Gesandten Allahs!“ Der Gesandte Allahs wandte sich von ihnen ab und drehte sich der Wand zu. Einige Gelehrte sagen, dass Abu Bakr niemals jemanden vor dem Gesandten Allahs rügen würde, aber dass er dachte, dass der Gesandte Allahs nicht bemerken würde, was passierte. Und Allah weiß es am besten. Der Prophet (a.s.s.) sagte:
    „Laß sie, o Abu Bakr, denn jede Nation hat ihr ´Id, und das ist heute unser ´Id für die Nation des Islam.“
    Der Hadith zeigt, dass der Prophet (a.s.s.) und seine Gefährten nicht Gesang zu hören pflegten, denn Abu Bakr As-Siddiq nannte ihn „Musikinstrumente des Schaitan“. Und der Prophet (a.s.s.) billigte diese Aussage; es war kein Einwand wenn er sagte: „Laß sie, o Abu Bakr, denn jede Nation hat ihr ´Id, und das ist heute unser ´Id.“ Dies zeigt, dass der Grund, warum es erlaubt war, die Zeit des ´Id war, und das zu Zeiten außerhalb des ´Id das Verbot gilt. Schaikh Al-Islam erläuterte dies in seinem Tahrim Alat At-Tarab (Das Verbot musikalischer Instrumente). Der Prophet (a.s.s.) billigte den Gesang junger Mädchen am Tag des ´Id, wie in einem Hadith gesagt wird: „Damit die Muschrikin wissen, dass es in unserer Religion eine Zeit für Erholung gibt.“ Nichts in dem Hadith der zwei jungen Mädchen deutet darauf hin, dass der Prophet (a.s.s.) ihnen zuhörte. Das Verbot bezieht sich auf Zuhören, nicht auf bloßes Hören, ähnlich wie beim Schauen gilt, dass das absichtliche Hinschauen verboten ist, nicht das unbeabsichtigte Sehen. Damit ist klar, dass es [das Spielen des Daff] nur für Frauen gilt. Imam Abu ´Ubaid definierte den Daff als das, „was von Frauen gespielt wird.“ (Gharib Hadith, 3/64).

    Eine nicht angemessene Ausnahme

    Einige machen eine Ausnahme für Trommeln, die zu Kriegszeiten gespielt werden, und ihnen folgend haben einige moderne Gelehrte Militärmusik erlaubt. Allerdings gibt es dafür keine Grundlage aus zahlreichen Gründen. Zunächst einmal wird hier eine Ausnahme ohne klaren Beweis, abgesehen von der eigenen Meinung und dass man es für gut hält, gemacht, und genau das ist falsch. Zum zweiten sollten sich die Muslime zu Kriegszeiten ihrem Herrn zuwenden. Allah sagt:
    „Sie fragen dich nach der Beute. Sprich: ‘Die Beute gehört Allah und dem Gesandten. Darum fürchtet Allah und ordnet die Dinge in Eintracht unter euch ...“ [Al-Anfal:1]
    Musik ist das Gegenteil von Gottesfurcht, es würde die Leute nur davon ablenken, ihres Herrn zu gedenken. Drittens ist das Spielen von Musik [zu diesem Anlass] ein Brauch der Kuffar, und es ist nicht erlaubt, sie nachzumachen, besonders nicht in einer Sache, die Allah generell verboten hat, wie Musik. (As-Sahihah, 1/145)
    “Kein Volk wird in die Irre gehen, nachdem es rechtgeleitet wurde, außer dadurch, dass es viel unter sich diskutiert.” (sahih)
    Einige benutzen den Hadith über die Abessinier, die in der Moschee des Propheten (a.s.s.) spielten, als Beweis dafür, dass Singen erlaubt ist! Al-Bukhari führte diesen Hadith in seinem Sahih unter der Überschrift „Über Speere und Schilde am Tag von ´Id“ auf. An-Nawawi sagte:
    „Das zeigt, dass es erlaubt ist, mit Waffen und Ähnlichem in der Moschee zu spielen“, und er wandte dies auf andere mit Jihad verknüpfte Aktivitäten an.
    Aber Al-Hafiz Ibn Hajar sagte dazu: „Wer über eine Sache spricht, die nicht in sein Gebiet fällt, kommt mit seltsamen Ideen wie dieser daher.“
    Einige benutzen als Beweis den Hadith über die zwei singenden Mädchen, der oben bereits erläutert wurde, aber es lohnt sich an dieser Stelle die Antwort von Ibn Al-Qayyim zu zitieren:
    „Ich bin überrascht, dass ihr als Beweis für die Erlaubnis, anspruchsvolle Lieder zu hören, die von uns angeführte Überlieferung über die zwei jungen Mädchen im vorpubertären Alter erwähnt, die am Tag des ´Id einer jungen Frau einige Verse aus der arabischen Dichtung über Tapferkeit und andere Tugenden im Krieg vorsangen. Wie könnt ihr das eine mit dem anderen vergleichen? Das Seltsamste daran ist, dass gerade dieser Hadith einer der stärksten Beweise gegen sie ist. Der größte Verteidiger der Wahrheit [Abu Bakr As-Siddiq] nannte sie „musikalische Instrumente des Schaitan“, und der Gesandte Allahs (a.s.s.) billigte dies und machte lediglich eine Ausnahme für diese beiden jungen Mädchen, die nicht einmal das Alter der Urteilsfähigkeit erreicht hatten, und Worte aus Liedern, die den Zuhörenden nicht verderben. Kann dies als Beweis benutzt werden, um das zu erlauben, was ihr erlaubt, und was ihr vom Hören (von Musik) wisst, die unzweideutige Dinge enthält. Subhanallah! Wie können doch Leute in die Irre gehen!“ (Madarij As-Salikin, 1/493).
    Ibn Al-Jauzi sagte:
    „´A’ischah war zu der Zeit noch jung, und nichts wurde von ihr nach Erreichen der Pubertät überliefert außer der Verurteilung von Gesang. Ihr Neffe, Al-Qasim ibn Muhammad, verurteilte Gesang und meinte, dass man ihm nicht zuhören dürfe, und er stützte sich dabei auf ihr Wissen.“ [Talbis Iblis, 229]
    Al-Hafiz Ibn Hajar sagte:
    „Eine Gruppe der Sufis benutzt diesen Hadith - den Hadith über die zwei jungen Mädchen - als Beweis dafür, dass Singen und das Hören von Gesang erlaubt seien, egal ob es dabei musikalische Begleitung gibt oder nicht. Diese Ansicht wird zu Genüge widerlegt von ´A’ischah in folgendem Hadith, wo sie sagt: ‚Sie waren keine Sängerinnen.’ Sie stellte klar, dass sie keine Sänger im eigentlichen Sinne waren, auch wenn der Wortlaut der Überlieferung dies vermuten läßt. So sollten wir es begrenzen auf das, was im Text erwähnt wird bezüglich des Anlasses und der Art und Weise, um kein Risiko einzugehen, gegen ein Prinzip, d.h. einen Hadith, zu verstoßen. Und Allah weiß es am besten.“ [Fath Al-Bari, 2/442-443]
    Einige haben sogar die Nerven zu behaupten, dass die Sahaba und Tabi’in Gesang hörten und nichts dabei fanden!
    Al-Fauzan sagte dazu:
    „Wir fordern diese dazu auf, uns einen authentischen auf diese Sahaba und Tabi’in zurückgehenden Hadith zu zeigen, der beweist, was sie ihnen zuschreiben.“ Und er sagte weiter: „Imam Muslim erwähnt in der Einleitung zu seinem Sahih, dass ´Abdullah ibn Al-Mubarak sagte: ‚Der Isnad ist ein Teil der Religion. Wäre es nicht für den Isnad, so könnte jeder sagen was er will!“
    Einige von ihnen sagen, dass die Ahadith, die Musik verbieten, alle erfunden seien. Kein Hadith wurde nicht wenigstens von einer Gruppe von Gelehrten kritisiert. Ibn Baz sagte:
    „Die Ahadith, die über das Verbot der Musik überliefert wurden, sind nicht allesamt falsch, wie einige behaupten. Einige davon sind in Sahih Al-Bukhari, das das authentischste nach dem Allahs ist, einige sind hasan, einige sind schwach. Da es aber viele davon mit verschiedenen Überlieferungsketten gibt, stellen sie einen klaren Beweis dar, dass Musikinstrumente haram sind.“
    Alle Imame sind sich einige über die Authentizität der Ahadith, die Gesang und Musikinstrumente verbieten, abgesehen von Abu Hamid Al-Ghazzali, der jedoch kein Wissen über Hadith hatte, und Ibn Hazm Aber Al-Albani zeigte die Fehler von Ibn Hazm auf, und Ibn Hazm selbst sagte, dass wenn einer dieser Ahadith authentisch wäre, er sich danach richten würde. Jetzt haben sie Beweise, dass diese Überlieferungen authentisch sind, da es eine Unzahl von Büchern der Gelehrten gibt, die diese Ahadith für sahih erklären, und da drehen sie sich auf ihren Fersen um. Sie sind noch extremer als Ibn Hazm, in Wahrheit sind sie nicht wie er, da sie nicht qualifiziert sind und man sich nicht auf sie stützen kann.

    Einige von ihnen sagen, dass die Gelehrten Gesang verboten haben, da er zusammen mit Versammlungen, in denen Alkohol getrunken wird, erwähnt wird, wo die Leute bis spät in die Nacht ihre Zeit für schlechte Dinge verschwenden. Asch-Schaukani sagte:
    „Die Antwort darauf ist, dass diese Dinge zusammen zu erwähnen nicht heißt, dass sie nur verboten sind, wenn sie alle zusammen auftreten. Sonst würde dies bedeuten, dass Zina, wie im Hadith erwähnt, nur haram ist, wenn es von Alkohol und Musik begleitet wird. Genauso könnte dann ein Vers wie:
    „... denn er glaubte ja nicht an Allah, den Allmächtigen, und forderte nicht zur Speisung der Armen auf.“ [Al-Haqqah:33-34]
    bedeuten, dass es nicht haram ist, nicht an Allah zu glauben, wenn dies nicht zusammen mit der Unterlassung zur Speisung der Armen aufzufordern einhergeht. Wenn nun gesagt wird, dass das Verbot dieser Dinge aus anderen Überlieferungen bekannt ist, so ist die Antwort, dass das Verbot von Musikinstrumenten ebenfalls aus anderen Beweisen bekannt ist, wie bereits erwähnt.“ (Nail Al-Autar, 8/107)
    Einige sagen, dass “leeres Gerede” sich nicht auf Gesang bezieht. Dies wurde bereits zu Anfang widerlegt. Al-Qurtubi sagte:
    „Dies - die Meinung, dass es sich auf Gesang bezieht - ist das Beste, was über diesen Vers gesagt wurde, und Ibn Mas’ud schwor dreimal bei Allah, außer Dem es keinen anderen Gott gibt, dass hier Gesang gemeint ist.“ Daraufhin erwähnt er andere Imame mit derselben Ansicht, dann noch andere Meinungen über diese Sache. Dann sagt er abschließend: „Die erste Ansicht ist das Beste von Allem, was über diese Sache gesagt worden ist, wegen des marfu’ Hadith und der Ansichten der Sahaba und Tabi’in.“ [Tafsir Al-Qurtubi]
    Ibn Al-Qayyim sagte, nachdem er diesen Tafsir zitierte:
    „Al-Hakim Abu ´Abdullah sagte in seinem Tafsir von Kitab Al-Mustadrak: ‚Laß’ denjenigen, der Wissen sucht, wissen, dass der Tafsir von einem Sahabi, der Zeuge der Offenbarung war, ein Hadith mit Isnad entsprechend den Kriterien der beiden Schaikhs (Al-Bukhari und Muslim) ist.’ An anderer Stelle in seinem sagt er: ‚Unserer Meinung nach hat dieser Hadith die gleiche Stufe wie eine marfu’ Überlieferung. Obwohl ihr Tafsir [d.h. der Sahaba] diskutiert werden kann, ist er immer noch akzeptabler als der Tafsir der Leute, die nach ihnen kamen, da sie von der Ummah am besten wissen, was Allah in Seinem meinte. Es wurde zu ihren Lebzeiten offenbart und sie waren die ersten, die darin angesprochen waren. Sie lernten den Tafsir in Wort und Tat direkt vom Propheten (a.s.s.). Und sie waren Araber, die die wahre Bedeutung der [arabischen] Worte verstanden. Deshalb sollten die Muslime so wenig wie möglich auf andere Interpretationen ausweichen.“
    Einige von ihnen meinen sogar, dass Gesang eine Form der Anbetung ist, wenn die Absicht dabei ist, dadurch Allah gehorsamer zu werden.
    Ibn Al-Qayyim sagte dazu:
    „Wie sonderbar! Was für ein Glaube, Licht, Einsicht, Rechtleitung und Wissen kann man durch Hören melodischer Verse und Musik, in denen das meiste, was gesagt wird, haram ist und den Zorn Allahs verdient, bekommen? [...] Wie kann jemand mit dem geringsten bißchen Verständnis und Glaube im Herzen sich Allah nähern und seinen Glauben stärken, indem er sich an etwas erfreut, was Allah haßt und den verabscheut, der es sagt und den, der es annimmt?“ [Madarij As-Salikin, 1/485]
    Schaikh Al-Islam sagte, als er den Status einer Person, die sich an Gesang gewöhnt hat, diskutierte:
    “Du wirst finden, dass diejenigen, die sich daran gewöhnt haben und für die es wie das tägliche Brot ist, niemals das Verlangen haben, den Qur’an zu hören, oder sich darüber freuen, und sie werden beim Hören seiner Verse niemals das gleiche empfinden wie wenn sie Poesie hören. Und tatsächlich, wenn sie den Qur’an hören ist ihr Herz abwesend und sie sprechen miteinander während er rezitiert wird. Wenn sie aber Gesang und Händeklatschen hören, senken sie ihre Stimme und hören aufmerksam zu.“ [Majm’ Al-Fatawa, 11/557 ff]
    Einige sagen, dass Musik das Herz erweicht und sanftmütige Gefühle hervorruft. Das stimmt nicht, denn sie erregt Gelüste und Begierden. Wenn es wirklich stimmen würde, was sie sagen, hätte sie mit Sicherheit die Herzen der Musiker selbst erweicht und ihr Verhalten verbessert. Bekanntlich sind die meisten von ihnen auf Abwegen und verhalten sich unmöglich"

    Ich würde es ja lesen und deine meinung Respektieren aber leider gebe ich auf das geschriebene was du postest einen Fetten Haufen,und selbst der war Produktiver,da er als Dünger zu gebrauchen ist statt deiner unnützen Worte.

  7. #37

    Registriert seit
    04.05.2010
    Beiträge
    3.244
    eigentlich wollte ich nur eine sure und kein ganzes buch.. ausserdem blick ich da nicht durch wer ist al-hasan und bashir und mujahid usw..

    aber trozdem danke

  8. #38

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    eigentlich wollte ich nur eine sure und kein ganzes buch.. ausserdem blick ich da nicht durch wer ist al-hasan und bashir und mujahid usw..

    aber trozdem danke
    Nenn sie einfach ALI Bajo und Mujo.

  9. #39

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935


    fällt mir spontan drauf ein. Gibt es irgendwas, was nicht haram ist?

  10. #40

    Registriert seit
    20.01.2011
    Beiträge
    202
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    eigentlich wollte ich nur eine sure und kein ganzes buch.. ausserdem blick ich da nicht durch wer ist al-hasan und bashir und mujahid usw..

    aber trozdem danke
    Du musst dich aber in das Thema reinlesen ums zu verstehen, ist ein komplexes Thema.

Seite 4 von 10 ErsteErste 12345678 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. ADEM RAMADANIs MUSIk vs MUSIK AUSM SÜDEN
    Von Karim-Benzema im Forum Musik
    Antworten: 52
    Letzter Beitrag: 30.11.2009, 11:34
  2. Antworten: 45
    Letzter Beitrag: 24.11.2009, 22:58
  3. ADEM RAMADANIs MUSIk vs MUSIK AUSM SÜDEN
    Von Karim-Benzema im Forum Rakija
    Antworten: 47
    Letzter Beitrag: 06.03.2009, 17:07
  4. Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 16.05.2008, 20:46