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Dracula unser Balkaner

Erstellt von Der_Buchhalter, 07.10.2008, 22:57 Uhr · 148 Antworten · 18.415 Aufrufe

  1. #111

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    Zitat Zitat von LaReineMarieAntoinette Beitrag anzeigen
    Weil sie Macht hatte. Das Herr ihres Neffen hätte das von Thurzo im nu Platt gemacht. Und das konnte Thurzo nicht riskieren, der stand mit seinem bisschen Macht ziemlich wackelnd da. Und deswegen diese Intrige.
    Daran sieht man das falsche an dem Prozess, deswegen wude sie eingemauert.

    Die 2 gehörten zum Volk von Thurzo und wurden misshandelt. Habe ich schon mal geschrieben.

    Welche macht hatte sie?
    Die macht die sie hatte hat sie vorm galgen gerettet.
    Sie war nur papas liebling,deswegen wurde ihr schopf verschont.

  2. #112
    Avatar von Caesarion

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    Zitat Zitat von LaReineMarieAntoinette Beitrag anzeigen
    Bei dir nützen auch nicht mehr Quellen. Wer die Habsburger für ein Land hält, der hat schon verloren.
    Mit "Habsburg" habe ich das Adelsgeschlecht gemeint, und bei deinen komischen Feministenmärchen muss ich auch lachen, bitte, danke, love ya too

  3. #113

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    Zitat Zitat von LaReineMarieAntoinette Beitrag anzeigen
    Ich streite nicht, ich diskutiere.
    Ist schön das man sich auch über sowas unterhalten kann,geschichte.
    Auch wenn man anderer meinung ist.

  4. #114
    Avatar von Caesarion

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    Báthory als grausame Serienmörderin [Bearbeiten]

    Die Prozessunterlagen schildern, dass Báthory viele Mädchen auf ihre Burgen gelockt hat, um sie dort auf vielfache Weise nackt zu Tode zu foltern. Nach den Prozessakten hat Thurzo sofort nach Betreten der Burg Čachtice die ersten Mädchenleichen gefunden. Báthory und ihre Diener(innen) haben laut den Aussagen folgende Foltermethoden praktiziert: Fesselung, Schläge und Auspeitschung bis zum Tode, Schnitte mit der Schere, Stiche mit Nadeln, Verbrennungen mit heißem Eisen und Wasser, Übergießen mit Wasser im Frost, brennendes Ölpapier zwischen den Zehen, Ohrfeigen und Messerstiche.
    Dorothea sagte aus, von 36 getöteten Mädchen zu wissen. Eine andere Zeugenaussage beinhaltet die Existenz eines Tagebuches der Báthory, in dem die Tötungen von 650 Mädchen beschrieben seien. Dieses Buch ist bis dato unpubliziert. Eine weitere Zeugin gab an, auf Schloss Sárvár seien ihres Wissens über 80 Mädchen getötet worden.
    Michael Farin, der als Herausgeber der aktuellen deutschsprachigen Quellensammlung zu Báthory sowohl die zeitgenössischen Quellen, als auch die Entstehung der späteren Báthory-Legende dokumentiert hat, hält die historische Báthory nicht für unschuldig,[1] ebenso György Pollák[2].
    Eine Variation dieser Auffassung besagt, dass Báthorys Verhalten lediglich exzessiver war als das anderer Hochadliger. Sie sei demzufolge nur angeklagt worden, weil sie sich nicht mit Bauernmädchen begnügte, sondern schließlich auch Mädchen aus dem niederen Adel Ungarns umbrachte, darunter die Sängerin Helene (ung. Ilona) Harczy, die sie in Wien kennengelernt hatte.


    Deine Meinung Marie:

    Báthory als Opfer einer politischen Intrige [Bearbeiten]

    Die These von Báthorys Schuld als Serienmörderin auf die Prozessakten zu stützen ist problematisch, da ihr Prozess nicht mit einer modernen Auffassung von Rechtsstaatlichkeit übereinstimmt: Báthory konnte sich nicht äußern und war nicht anwaltlich vertreten. Die Anklage stützte sich allein auf Aussagen ohne forensische Untersuchungen. Die Aussagen der Diener(innen) wurden unter der Folter erbracht und wären damit heute wertlos. Die Form der Todesurteile gegen diese Angeklagten ist ebenfalls frühneuzeitlich.
    Die Auffassung von Báthorys Unschuld, erstmals vertreten von László Nagy 1984, sieht im Vorgehen gegen Báthory eine politische Intrige seitens des Hauses Habsburg.[3] Habsburger und Báthorys waren schon seit langem verfeindet. Der Konflikt der beiden Häuser begann 1571, als sich Stefan Báthory mit osmanischer Hilfe gegen den habsburgischen Kandidaten als Wojewode von Transsylvanien durchsetzte. Stefan setzte sich dann 1575 gegen Kaiser Maximilian II. als König von Polen durch. Die Habsburger waren katholisch und führten 1580 die Gegenreformation in Österreich ein. In Transsylvanien hingegen ließ der evangelische Wojewode Sigismund Báthory, ein Nachfolger von Stefan, 1588 die Jesuiten ausweisen und 1592 die Unitarier aus Polen immigrieren. 1597-1602 kam es zur Auseinandersetzung zwischen Sigismund Báthory und Rudolf von Habsburg um die Herrschaft über Transsylvanien, bei der der Habsburger sich durchsetzen konnte. Rudolfs Kommissar Georg Basta beschlagnahmte den Besitz diverser ungarischer Adliger und ging gegen die Evangelischen vor, so dass 1604 sogleich wieder der Aufstand des István Bocskay gegen ihn losbrach, der Transsylvanien wieder unabhängig von den Habsburgern werden ließ.
    Somit konnte 1608 Gabriel Báthory Wojewode von Transsylvanien werden. Bei einem möglichen Feldzug von Gabriel Báthory gegen die mit König Matthias verbündete Walachei (oder wie schon 1605 quer durch Ungarn) hätte die evangelische Elisabeth Báthory ihrem Verwandten Bewaffnete aus ihren überall im Land verstreuten Burgen schicken können. Mit ihrer Festsetzung 1610 wurde das verhindert. Die Organisation eines Prozesses gegen sie mit zahlreichen gekauften Zeugen wäre einfacher gewesen als die zahlreichen Kriegsaktivitäten der Habsburger gegen die Báthorys. 1611 unternahm Melchior Khlesl, Kanzler des Matthias von Habsburg und aktiver Förderer der Gegenreformation, nach einem gescheiterten Mordversuch gegen Gabriel Báthory einen Feldzug gegen Transsylvanien. Nachdem 1613 Gabriel gestürzt und ermordet wurde, starb 1613 auch sein Amtsvorgänger Sigismund Báthory in Prag, so dass die Habsburger eine konkurrierende Dynastie erfolgreich ausgeschaltet hatten.
    Tony Thorne, Direktor des Sprachenzentrums am King's College der Universität von London, der alternative Subkulturen und Kulte in Gegenwart und Vergangenheit erforscht, reiste nach Osteuropa und diskutierte mit osteuropäischen Gelehrten, die kontroverse Standpunkte über die Schuld von Báthory vertraten: Dr. Katalin Peter, Prof. Agnes R. Varkonyi, Pal Ritook, Borbala Benda, Zsuzsana Bozai und Tibor Lukacs in Budapest, Beata Havelska von der Musik- und Theater-Akademie in Bratislava, Dr. Pavol Stekauer, Dr. Stefan Franko von der Kunst-Fakultät der Pavol-Jozef-Šafárik-Universität Košice, Slowakei, Dr. Jozef Kocis, Archivar im Schloss von Bytča, Dr. Irma Szadeczky-Kardoss, Rechtsanwältin. Diese Gespräche fügte er in seine 1997 erschienene Dokumentation Countess Dracula, The life and times of the Blood Countess, Elisabeth Báthory, ein.
    Thorne führt für die Unschuldsvermutung folgende Argumente an:

    1. Da ihr Gatte Nádasdy gestorben war, war Báthory schutzlos. Georg Thurzo hatte schon vor ihr hochadelige Witwen kaltgestellt, um sich in deren Besitz zu bringen, was Báthory in einem Brief an ihn erwähnte, in dem sie schrieb, sie werde nicht gleichermaßen ein leichtes Opfer sein.
    2. Bei der Behandlung von Dienerinnen niedrigen Standes durch Hochadelige war damals die Prügelstrafe allgemein üblich und wurde auch von Georg Thurzo selbst ausgeübt.
    3. Die medizinischen Verfahren der Zeit, die von hochadeligen Frauen an ihren Dienerinnen praktiziert wurden, waren ähnlich weit entwickelt wie die damalige Rechtsprechung.

  5. #115
    Avatar von Caesarion

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  6. #116

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    Zitat Zitat von Greekstyle Beitrag anzeigen
    ..

    LOL
    Politische Intrige,damit erklärt man wohl alle morde die aus "königshäusern kommen".^^
    Übrigens,wäre es eine Intrige gewesen,hätte man nicht gewartet bis sich 200 leichen anhäufen,schon nach dem ersten mord hätte man sie eliminieren können,
    damals war das ganz einfach,nicht wie heute.
    aber papas liebling darf töten wie sie lustig ist.

  7. #117
    Avatar von Caesarion

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    Zitat Zitat von Roberto Beitrag anzeigen
    LOL
    Politische Intrige,damit erklärt man wohl alle morde die aus "königshäusern kommen".^^
    Übrigens,wäre es eine Intrige gewesen,hätte man nicht gewartet bis sich 200 leichen anhäufen,schon nach dem ersten mord hätte man sie eliminieren können,
    damals war das ganz einfach,nicht wie heute.
    aber papas liebling darf töten wie sie lustig ist.
    Es ging hier nicht um irgendwelche Schulden, sondern um eine Familienfehde zwischen den Habsburgern und den Bathorys, außerdem widerspricht sich das Argument der "Schulden" mit dem Argument der "Macht"

  8. #118

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    Zitat Zitat von Greekstyle Beitrag anzeigen
    Es ging hier nicht um irgendwelche Schulden, sondern um eine Familienfehde zwischen den Habsburgern und den Bathorys, außerdem widerspricht sich das Argument der "Schulden" mit dem Argument der "Macht"
    Keine ahnung was für probleme die damals hatten.^^
    Ich weiß nur das sie schon immer einen drag hatte menschen zu demütigen/verletzten auch körperlich und als der stecher da war haben sie das geteilt und 200 leichen sind der hohepunkt.
    egal,ich habe das thema beschmutzt.
    Es geht um Vlad Tepes unseren kleinen Bruder.

  9. #119

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    [h1]Vlad Draculea III.[/h1]

    Vlad (* 1431 ; † 1477 ) genannt Draculea (kl. Drache) und Tepes (der Pfähler) ist das historische Vorbild von Bram Stokers Dracula. Der spätere Fürst der Walachei (er herrschte niemals über Transsilvanien ) war bekannt für seine Grausamkeiten daher rühren auch seine beiden Beinamen. Über die historische Vorlage des Grafen Dracula Vlad Draculea III. gibt es viele Geschichten Märchen und Halbwahrheiten. Zumeist heißt er in Historien Vlad "Tepes" Dracul und wird als grausamer Graf und Tyrann Transsilvaniens beschrieben der aus sadistischer Freude Tausende foltern und pfählen ließ.
    Das historische Interesse an der legendären Figur basiert auf dem Buch von Bram Stoker und auf den zahlreichen Dracula -Filmen. So verwundert es nicht dass viele Biographien" historische Fehler enthalten weil die Vorgaben Stokers ungeprüft übernommen wurden. Ziel dieser Biographie ist es den historischen Lebensweg der Legende Dracula so aufzuzeigen wie er als realistisch erscheint und tatsächlich gewesen sein könnte.




    Biographie des historischen Dracula


    Vlad Draculea III.




    Vlad ein rumänischer Vasall des deutschen Kaisers wird auf dem Reichstag zu Nürnberg zum Fürsten der Walachei erhoben und zum Ritter des Drachenordens (Societas Draconis 1 ) geschlagen. Sigismund von Luxemburg der Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation verleiht ihm den Beinamen "Dracul" 2 .


    Da die bestehenden Machtverhältnisse in der Walachei die Besteigung des Fürstenthrones unmöglich machen verbleibt Vlad Dracul mit den Seinen während der Rückreise vom Reichstag in Schäßburg 3 . In dieser Zeit wird ihm ein Sohn geboren den er Vlad Draculea 4 nennt.


    Die Rückkehr nach Tîrgoviste die Hauptstadt der Walachei . Vlad besteigt als Woiwode 5 Vlad II Dracul den Fürstenthron Südrumäniens.

    • 1442 Türkische Gefangenschaft

    Vlad II. Dracul gerät mit seinen drei Söhnen in die Gefangenschaft des türkischen Sultans Mehmets II . 6 .


    Vlad II. Dracul lässt seine beiden jüngeren Söhne Vlad Draculea und Radu den Schönen an der türkischen Pforte als Geiseln zurück. Er selbst und sein ältester Sohn Mircea kommen frei.

    • 1447 Tod Vlad II. Draculs

    Vlad II. Dracul wird wegen Verrates von Johann Hunyadi dem ungarischen König geköpft. Mircea wird lebendig eingemauert

    • 1448 Erste Thronbesteigung Vlad "Tepes" Draculeas

    Die Brüder Vlad Draculea und Radu werden von den Türken freigelassen und Draculea besteigt mit türkischer Unterstützung den Fürstenthron der Walachei als Woiwode Vlad III Draculea. Bereits kurze Zeit später kommt es zur Auseinandersetzung zwischen den Brüdern. Draculea der in späteren Jahren den Beinamen "Tepes" 7 erhält flieht zu seinem Cousin dem moldavischen Prinzen Stefan Lazarevic .


    Aufgrund von Kriegswirren und Türkeneinfällen im Balkan fliehen Vlad Draculea und Lazarevic nach Transylvanien. Sie verbünden sich gegen die Türken mit König Johann Hunyadi von Ungarn dem Mörder von Vlads Vater.

    • 1453 Konstantinopel fällt an die Türken



    • 1456 Zweite Thronbesteigung Vlad "Tepes" Draculeas

    Mit Hilfe des ungarischen Königs kann sich Vlad "Tepes" Draculea gegen den Polen Ladislaus II. durchsetzen und wird erneut Woiwode der Walachei. Um Unabhängigkeit zu erlangen lässt er einen Großteil des Adels hinrichten erhebt walachische Bauern zu Wehrbauern und beginnt einen Handelskrieg mit reichen Sachsenstädten Siebenbürgens .

    • 1458 Tod Johann Hunyadis


    Matthias Hunyadi (genannt Corvinus ) wird König von Ungarn.

    • 1458 Sieg über die Türken

    Nahezu ohne Unterstützung schlägt Vlad "Tepes" Draculea ein türkisches Heer.


    Vlad "Tepes" Draculea nimmt Rache an allen die mit dem Tod seines Vaters in Verbindung standen. Vlad baut die Feste seines Vaters neu auf und macht Bucharest zu seiner Hauptstadt.

    • 1459 / 60 Hinrichtung einer türkischen Gesandtschaft

    Vlad "Tepes" Draculea läßt Gesandte Sultan Suleimans hinrichten (pfählen) die Tribut von ihm forderten.

    • 1460 Türkischer Angriff

    Vlad "Tepes" Draculea versucht dem türkischen Aufmarsch durch einen Präventivschlag auf das Leben des Sultans zuvorzukommen. Mehmed II. ? wird nur verletzt.


    Vlad "Tepes" Draculea und seine Truppen können den mehrfach überlegenen Türken nichts entgegensetzen und müssen sich nach Tîrgoviste zurückziehen.


    Draculea muss endgültig aus der Walachei fliehen. Matthias Hunyadi und Stefan Lazarevic lassen ihn fallen. Ihm wird Paktierung mit den Türken vorgeworfen. Die Beweisbriefe 8 werden sogar dem Papst vorgelegt. Vlad "Tepes" Draculea bleibt für die nächsten 13 Jahre in Buda 9 eingekerkert. Sein Bruder Radu wird Woiwode der Wallachei.

    • 1475 Ende der Gefangenschaft

    Matthias Hunyadis Schwester Ilona verliebt sich in Vlad heiratet ihn und bekommt einen Sohn. Auf Grund ihrer Bemühungen endet seine Gefangenschaft.

    • 1476 Dritte Thronbesteigung Vlad "Tepes" Draculeas

    Basarab seit Radus Tod Woiwode der Walachei flieht vor Draculea und dieser wird somit kampflos erneut Herrscher der Walachei.


    Ob auf dem Schlachtfeld gegen die Türken oder in Snagov ermordet bleibt unklar fest steht dass Draculea eines gewaltsamen Todes stirbt und sein Kopf dem türkischen Sultan Mehmet überbracht und in Konstantinopel aufgespießt wird. Sein Körper wird in Snagov auf einer Halbinsel bestattet. siehe auch:

    Bewertung der Historie

    Vlad "Tepes" Draculeas Biographie war bereits zu seinen eigenen Lebzeiten Legende. Der Balkan seit dem Einfall der Türken der Übergang von Okzident zu Orient war schon damals ein überregionaler (internationaler) Konfliktherd. Die Mächtigen versuchten ihren Einfluss auf die Region auszuüben ohne selbst zwischen die Fronten zu geraten. Der Balkan selbst war sowohl für die Herrscher in Europa als auch für die Osmanen Bollwerk.
    Ein Fürst der Walachei musste sich in alle Richtungen behaupten und mehr noch als andere Herrscher seiner Zeit gefürchtet sein um überhaupt herrschen zu können. Ob Vlad "Tepes" Draculea während seiner Kindheit in türkischer Gefangenschaft gefoltert wurde oder nicht ob er tatsächlich Zehntausende pfählen ließ und Menschenfleisch verspeiste oder nicht ist völlig irrelevant da man davon ausgehen kann dass er selbst diese Erzählungen bewusst unterstützte. So obige Biographie stimmt war er nur elf Jahre Woiwode der Walachei verbrachte aber 18 Jahre seines kurzen Lebens in Gefangenschaft. Er hat seinen Thron drei Mal erobern müssen und musste ihn stets gegen Ost und West verteidigen. Ein grausamer Ruf war also notwendig um das überhaupt bewerkstelligen zu können. Nur so ist auch zu erklären dass Basarab vor Draculea flieht als dessen ungarische Gefangenschaft endet.
    Aber nicht nur er selbst hatte Gründe dafür sich als grausam und teuflisch darzustellen. Es sind die Mächtigen in Österreich-Ungarn die einen unbeugsamen und unkontrollierbaren Herrscher im Bollwerk gegen die Türken zu Friedenszeiten nicht gebrauchen können. Einen der seinen Machtbereich ausdehnen könnte und die Vormachtstellung Österreich-Ungarns nicht anerkennt. Ihm also Paktierung mit den Muslimen vorzuwerfen um ihm noch vor einer möglichen Auseinandersetzung kaiserliche Unterstützung zu entziehen ist gar nicht so abwegig. Die Walachei war im 15. Jhd. eine politisch und wirtschaftlich abhängige Region mit abhängigen Herrschern. Dem scheint sich der Woiwode Vlad III "Tepes" Draculea stets widersetzt zu haben.
    Es sind aber vor allem die Kaufleute Siebenbürgens 10 die für seinen Ruf verantwortlich waren. Sie waren sein wirtschaftlicher Hauptfeind. Um sich der Unterstützung der walachischen Kleinbauern welche sein Heer stellten sicher zu sein bekämpfte er die reichen Sachsen Siebenbürgens. Diese schrieben und verbreiteten die Horrorgeschichten über den Fürsten der Walachei die auch teilweise heute noch erhalten sind. 11 In ihnen speist er Menschenfleisch und zwingt Gesandte dies ebenfalls zu tun.
    Die Sachsen Siebenbürgens hatten natürlich ein persönliches und politisches Interesse den Fürsten Vlad am deutschen Kaiserhof in Misskredit zu bringen. Wer weiß in wieweit er Raubzüge nach Siebenbürgen unternahm um Händler die auf seinem Grund vermeintlich Unrecht begangen auf fremdem zu richten?
    Fakt ist dass er vor allem in der deutschen Literatur seit seinen Lebzeiten als unbarmherziger Teufel dargestellt wird der Freunde verrät und mit den Türken paktiert. In der russischen und rumänischen Geschichte gilt er bis heute als Nationalheld und Befreier der das christliche Abendland gegen die Türken verteidigte.

    Anekdote

    1931 wurde das Grab Vlad "Tepes" Draculeas in Snagov geöffnet. Die Hälfte der Quellen berichtet das Grab sei bei der Öffnung leer gewesen die andere Hälfte behauptet das Gegenteil. Für die rumänischen Nationalisten hat der Bezwinger der Türken Vlad eine ähnliche Bedeutung wie das Amselfeld für die christlichen Serben . Es verwundert nicht dass Ceaucescu sich als strenger aber gerechter Herrscher gerne in eine Reihe mit Draculea stellte.

    Anmerkungen

    1 Der Drachenorden war ein christlicher Ritterbund gegen die Türken.

    2 Angelehnt an das lateinische draco (Drache) vermutlich unwissend dass dracu im rumänischen Teufel bedeutet.

    3 (Sighisoara) in Transsylvanien Siebenbürgen.

    4 Draculea ist der Diminutiv von Dracul und bedeutet folglich kleiner Drache oder auch kleiner Teufel (Teufelchen).

    5 Woiwode ist ein rumänischer Adelstitel der soviel bedeutet wie Fürst Prinz aber auch Kriegsherr.

    6 Mehmet der Eroberer er eroberte 1453 Konstantinopel .

    7 Rumänisch: der Pfähler. Die Türken nannten ihn "Kaziklu Bey" was ebenfalls der Pfähler bedeutet.

    8 Die Beweise sind möglicherweise (vermutlich?) von den Sachsenstädten Siebenbürgens in Deutschland gefälscht worden.

    9 Teil der heutigen ungarischen Hauptstadt Budapest .

    10 Siebenbürgen ist erst seit 1919 rumänisch. Im 15. Jhd. war es vorwiegend von deutschen Händlern besiedelt.

    11 Epos über den Blutfürsten Vlad (ab 1500 gedruckt) und Die histori von dem posen Dracol (ab 1488 gedruckt).

  10. #120

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    13.681
    [h1]Vlad Draculea III.[/h1]

    Vlad (* 1431 ; † 1477 ) genannt Draculea (kl. Drache) und Tepes (der Pfähler) ist das historische Vorbild von Bram Stokers Dracula. Der spätere Fürst der Walachei (er herrschte niemals über Transsilvanien ) war bekannt für seine Grausamkeiten daher rühren auch seine beiden Beinamen. Über die historische Vorlage des Grafen Dracula Vlad Draculea III. gibt es viele Geschichten Märchen und Halbwahrheiten. Zumeist heißt er in Historien Vlad "Tepes" Dracul und wird als grausamer Graf und Tyrann Transsilvaniens beschrieben der aus sadistischer Freude Tausende foltern und pfählen ließ.
    Das historische Interesse an der legendären Figur basiert auf dem Buch von Bram Stoker und auf den zahlreichen Dracula -Filmen. So verwundert es nicht dass viele Biographien" historische Fehler enthalten weil die Vorgaben Stokers ungeprüft übernommen wurden. Ziel dieser Biographie ist es den historischen Lebensweg der Legende Dracula so aufzuzeigen wie er als realistisch erscheint und tatsächlich gewesen sein könnte.




    Biographie des historischen Dracula


    Vlad Draculea III.




    Vlad ein rumänischer Vasall des deutschen Kaisers wird auf dem Reichstag zu Nürnberg zum Fürsten der Walachei erhoben und zum Ritter des Drachenordens (Societas Draconis 1 ) geschlagen. Sigismund von Luxemburg der Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation verleiht ihm den Beinamen "Dracul" 2 .


    Da die bestehenden Machtverhältnisse in der Walachei die Besteigung des Fürstenthrones unmöglich machen verbleibt Vlad Dracul mit den Seinen während der Rückreise vom Reichstag in Schäßburg 3 . In dieser Zeit wird ihm ein Sohn geboren den er Vlad Draculea 4 nennt.


    Die Rückkehr nach Tîrgoviste die Hauptstadt der Walachei . Vlad besteigt als Woiwode 5 Vlad II Dracul den Fürstenthron Südrumäniens.

    • 1442 Türkische Gefangenschaft

    Vlad II. Dracul gerät mit seinen drei Söhnen in die Gefangenschaft des türkischen Sultans Mehmets II . 6 .


    Vlad II. Dracul lässt seine beiden jüngeren Söhne Vlad Draculea und Radu den Schönen an der türkischen Pforte als Geiseln zurück. Er selbst und sein ältester Sohn Mircea kommen frei.

    • 1447 Tod Vlad II. Draculs

    Vlad II. Dracul wird wegen Verrates von Johann Hunyadi dem ungarischen König geköpft. Mircea wird lebendig eingemauert

    • 1448 Erste Thronbesteigung Vlad "Tepes" Draculeas

    Die Brüder Vlad Draculea und Radu werden von den Türken freigelassen und Draculea besteigt mit türkischer Unterstützung den Fürstenthron der Walachei als Woiwode Vlad III Draculea. Bereits kurze Zeit später kommt es zur Auseinandersetzung zwischen den Brüdern. Draculea der in späteren Jahren den Beinamen "Tepes" 7 erhält flieht zu seinem Cousin dem moldavischen Prinzen Stefan Lazarevic .


    Aufgrund von Kriegswirren und Türkeneinfällen im Balkan fliehen Vlad Draculea und Lazarevic nach Transylvanien. Sie verbünden sich gegen die Türken mit König Johann Hunyadi von Ungarn dem Mörder von Vlads Vater.

    • 1453 Konstantinopel fällt an die Türken



    • 1456 Zweite Thronbesteigung Vlad "Tepes" Draculeas

    Mit Hilfe des ungarischen Königs kann sich Vlad "Tepes" Draculea gegen den Polen Ladislaus II. durchsetzen und wird erneut Woiwode der Walachei. Um Unabhängigkeit zu erlangen lässt er einen Großteil des Adels hinrichten erhebt walachische Bauern zu Wehrbauern und beginnt einen Handelskrieg mit reichen Sachsenstädten Siebenbürgens .

    • 1458 Tod Johann Hunyadis


    Matthias Hunyadi (genannt Corvinus ) wird König von Ungarn.

    • 1458 Sieg über die Türken

    Nahezu ohne Unterstützung schlägt Vlad "Tepes" Draculea ein türkisches Heer.


    Vlad "Tepes" Draculea nimmt Rache an allen die mit dem Tod seines Vaters in Verbindung standen. Vlad baut die Feste seines Vaters neu auf und macht Bucharest zu seiner Hauptstadt.

    • 1459 / 60 Hinrichtung einer türkischen Gesandtschaft

    Vlad "Tepes" Draculea läßt Gesandte Sultan Suleimans hinrichten (pfählen) die Tribut von ihm forderten.

    • 1460 Türkischer Angriff

    Vlad "Tepes" Draculea versucht dem türkischen Aufmarsch durch einen Präventivschlag auf das Leben des Sultans zuvorzukommen. Mehmed II. ? wird nur verletzt.


    Vlad "Tepes" Draculea und seine Truppen können den mehrfach überlegenen Türken nichts entgegensetzen und müssen sich nach Tîrgoviste zurückziehen.


    Draculea muss endgültig aus der Walachei fliehen. Matthias Hunyadi und Stefan Lazarevic lassen ihn fallen. Ihm wird Paktierung mit den Türken vorgeworfen. Die Beweisbriefe 8 werden sogar dem Papst vorgelegt. Vlad "Tepes" Draculea bleibt für die nächsten 13 Jahre in Buda 9 eingekerkert. Sein Bruder Radu wird Woiwode der Wallachei.

    • 1475 Ende der Gefangenschaft

    Matthias Hunyadis Schwester Ilona verliebt sich in Vlad heiratet ihn und bekommt einen Sohn. Auf Grund ihrer Bemühungen endet seine Gefangenschaft.

    • 1476 Dritte Thronbesteigung Vlad "Tepes" Draculeas

    Basarab seit Radus Tod Woiwode der Walachei flieht vor Draculea und dieser wird somit kampflos erneut Herrscher der Walachei.


    Ob auf dem Schlachtfeld gegen die Türken oder in Snagov ermordet bleibt unklar fest steht dass Draculea eines gewaltsamen Todes stirbt und sein Kopf dem türkischen Sultan Mehmet überbracht und in Konstantinopel aufgespießt wird. Sein Körper wird in Snagov auf einer Halbinsel bestattet. siehe auch:

    Bewertung der Historie

    Vlad "Tepes" Draculeas Biographie war bereits zu seinen eigenen Lebzeiten Legende. Der Balkan seit dem Einfall der Türken der Übergang von Okzident zu Orient war schon damals ein überregionaler (internationaler) Konfliktherd. Die Mächtigen versuchten ihren Einfluss auf die Region auszuüben ohne selbst zwischen die Fronten zu geraten. Der Balkan selbst war sowohl für die Herrscher in Europa als auch für die Osmanen Bollwerk.
    Ein Fürst der Walachei musste sich in alle Richtungen behaupten und mehr noch als andere Herrscher seiner Zeit gefürchtet sein um überhaupt herrschen zu können. Ob Vlad "Tepes" Draculea während seiner Kindheit in türkischer Gefangenschaft gefoltert wurde oder nicht ob er tatsächlich Zehntausende pfählen ließ und Menschenfleisch verspeiste oder nicht ist völlig irrelevant da man davon ausgehen kann dass er selbst diese Erzählungen bewusst unterstützte. So obige Biographie stimmt war er nur elf Jahre Woiwode der Walachei verbrachte aber 18 Jahre seines kurzen Lebens in Gefangenschaft. Er hat seinen Thron drei Mal erobern müssen und musste ihn stets gegen Ost und West verteidigen. Ein grausamer Ruf war also notwendig um das überhaupt bewerkstelligen zu können. Nur so ist auch zu erklären dass Basarab vor Draculea flieht als dessen ungarische Gefangenschaft endet.
    Aber nicht nur er selbst hatte Gründe dafür sich als grausam und teuflisch darzustellen. Es sind die Mächtigen in Österreich-Ungarn die einen unbeugsamen und unkontrollierbaren Herrscher im Bollwerk gegen die Türken zu Friedenszeiten nicht gebrauchen können. Einen der seinen Machtbereich ausdehnen könnte und die Vormachtstellung Österreich-Ungarns nicht anerkennt. Ihm also Paktierung mit den Muslimen vorzuwerfen um ihm noch vor einer möglichen Auseinandersetzung kaiserliche Unterstützung zu entziehen ist gar nicht so abwegig. Die Walachei war im 15. Jhd. eine politisch und wirtschaftlich abhängige Region mit abhängigen Herrschern. Dem scheint sich der Woiwode Vlad III "Tepes" Draculea stets widersetzt zu haben.
    Es sind aber vor allem die Kaufleute Siebenbürgens 10 die für seinen Ruf verantwortlich waren. Sie waren sein wirtschaftlicher Hauptfeind. Um sich der Unterstützung der walachischen Kleinbauern welche sein Heer stellten sicher zu sein bekämpfte er die reichen Sachsen Siebenbürgens. Diese schrieben und verbreiteten die Horrorgeschichten über den Fürsten der Walachei die auch teilweise heute noch erhalten sind. 11 In ihnen speist er Menschenfleisch und zwingt Gesandte dies ebenfalls zu tun.
    Die Sachsen Siebenbürgens hatten natürlich ein persönliches und politisches Interesse den Fürsten Vlad am deutschen Kaiserhof in Misskredit zu bringen. Wer weiß in wieweit er Raubzüge nach Siebenbürgen unternahm um Händler die auf seinem Grund vermeintlich Unrecht begangen auf fremdem zu richten?
    Fakt ist dass er vor allem in der deutschen Literatur seit seinen Lebzeiten als unbarmherziger Teufel dargestellt wird der Freunde verrät und mit den Türken paktiert. In der russischen und rumänischen Geschichte gilt er bis heute als Nationalheld und Befreier der das christliche Abendland gegen die Türken verteidigte.

    Anekdote

    1931 wurde das Grab Vlad "Tepes" Draculeas in Snagov geöffnet. Die Hälfte der Quellen berichtet das Grab sei bei der Öffnung leer gewesen die andere Hälfte behauptet das Gegenteil. Für die rumänischen Nationalisten hat der Bezwinger der Türken Vlad eine ähnliche Bedeutung wie das Amselfeld für die christlichen Serben . Es verwundert nicht dass Ceaucescu sich als strenger aber gerechter Herrscher gerne in eine Reihe mit Draculea stellte.

    Anmerkungen

    1 Der Drachenorden war ein christlicher Ritterbund gegen die Türken.

    2 Angelehnt an das lateinische draco (Drache) vermutlich unwissend dass dracu im rumänischen Teufel bedeutet.

    3 (Sighisoara) in Transsylvanien Siebenbürgen.

    4 Draculea ist der Diminutiv von Dracul und bedeutet folglich kleiner Drache oder auch kleiner Teufel (Teufelchen).

    5 Woiwode ist ein rumänischer Adelstitel der soviel bedeutet wie Fürst Prinz aber auch Kriegsherr.

    6 Mehmet der Eroberer er eroberte 1453 Konstantinopel .

    7 Rumänisch: der Pfähler. Die Türken nannten ihn "Kaziklu Bey" was ebenfalls der Pfähler bedeutet.

    8 Die Beweise sind möglicherweise (vermutlich?) von den Sachsenstädten Siebenbürgens in Deutschland gefälscht worden.

    9 Teil der heutigen ungarischen Hauptstadt Budapest .

    10 Siebenbürgen ist erst seit 1919 rumänisch. Im 15. Jhd. war es vorwiegend von deutschen Händlern besiedelt.

    11 Epos über den Blutfürsten Vlad (ab 1500 gedruckt) und Die histori von dem posen Dracol (ab 1488 gedruckt).

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