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Drei Frauenrechtlerinnen erhalten Friedensnobelpreis

Erstellt von Snežana, 07.10.2011, 17:10 Uhr · 66 Antworten · 3.173 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Snežana

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    2.846

    Drei Frauenrechtlerinnen erhalten Friedensnobelpreis

    Drei Frauenrechtlerinnen erhalten Friedensnobelpreis


    Foto: REUTERS



    Der Friedensnobelpreis 2011 geht an drei Frauen: Leymah Roberta Gbowee und Ellen Johnson-Sirleaf aus Liberia sowie Tawakkul Karman aus dem Jemen erhalten die Auszeichnung für ihren friedlichen Kampf für Frauenrechte, teilte das Komitee in Oslo mit.




    Oslo - Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an drei Vorkämpferinnen für Frauenrechte. Die Liberianerinnen Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee sowie die Jemenitin Tawakkul Karman erhalten die Auszeichnung zu gleichen Teilen für ihren Einsatz für die Stärkung der Rolle der Frauen, erklärte der Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, der frühere Ministerpräsident Thorbjørn Jagland, am Freitag in Oslo.


    "Es kann auf der Welt keine Demokratie und keinen dauerhaften Frieden geben, solange Frauen nicht dieselben Chancen wie Männer haben, auf Entwicklungen in allen Bereichen der Gesellschaft einzuwirken", sagte Jagland als Begründung für die Preisvergabe.

    • Die 72 Jahre alte Ellen Johnson-Sirleaf ist die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staats und stellt sich kommende Woche zur Wiederwahl. Sie regiert das westafrikanische Land seit 2006. Zum Zeitpunkt ihres Amtsantritts galt sie als Reformerin und Friedensstifterin, steht nun jedoch in der Kritik der Opposition.
    • Leymah Roberta Gbowee, 39 Jahre alt, ist Chefin einer Organisation, welche die Rolle von Frauen in der Konfliktlösung in Afrika betonen will. In Liberia organisierte sie Frauen über religiöse Grenzen hinweg und gründete eine Organisation, die sich gegen die Kriegsherren im liberianischen Bürgerkrieg richtete. Gbowee wird damit ein maßgeblicher Anteil an der Beendigung des blutigen Bürgerkriegs zugewiesen.
    • Die Jemenitin Tawakkul Karman ist Vorsitzende des Vereins "Journalistinnen ohne Ketten". In einer ersten Stellungnahme sagt die 32-Jährige: "Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Preis." Der Kampf für einen "demokratischen, modernen" Jemen ginge so lange weiter, bis alle Rechte erreicht seien, sagte sie.

    Zur Rolle Karmans sagte Komiteechef Jagland: "Sie ist schon aufgestanden und hat Mut gezeigt, als der arabische Frühling noch in weiter Ferne lag." Zu den Preisträgerinnen aus Liberia verwies Jagland auf die besondere Unterdrückung von Frauen und Kindern in Kriegen wie dem in Liberia, unter anderem durch systematische Vergewaltigungen.

    Fotostrecke




    3 Bilder
    Friedensnobelpreis: Auszeichnung für drei Frauen

    241 Kandidaten wurden in diesem Jahr für den Preis vorgeschlagen. Die beiden Frauen aus Liberia galten im Vorfeld der Auszeichnung als mögliche Gewinnerinnen. Doch als Favoriten hatten die meisten Beobachter die Vorkämpfer des arabischen Frühlings gesehen wie die ägyptische Internetaktivistin Israa Abd al-Fattah von der Jugendbewegung 6. April sowie die tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni. Erstmals in der Geschichte des Friedensnobelpreises seit 1901 ging der Preis an drei Frauen zugleich. Insgesamt wurden bislang erst 15 Frauen ausgezeichnet.
    Die feierliche Verleihung findet am 10. Dezember in Oslo statt. Das Preisgeld beträgt zehn Millionen schwedische Kronen (rund 1,1 Millionen Euro). Im vergangenen Jahr hatte der inhaftierte chinesische Dissident Liu Xiaobo den Preis erhalten.









    das erfreut natürlich mein feministisches herz

  2. #2
    Posavac
    Ein Tropfen auf einem glühend heißen Stein

  3. #3
    Avatar von Bambi

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    sehr schön

  4. #4
    Avatar von IbishKajtazi

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    Das sind richtige Feministinnen, nicht wie unsere Hyperemanzen hier, die letztlich nicht für Frauenrechte kämpfen, sondern dafür Embryos morden zu dürfen, nur um die preservativlose sexuelle Geilheit zu geniessen.

  5. #5
    Avatar von Azrak

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    Zitat Zitat von IbishKajtazi2.0 Beitrag anzeigen
    Das sind richtige Feministinnen, nicht wie unsere Hyperemanzen hier, die letztlich nicht für Frauenrechte kämpfen, sondern dafür Embryos morden zu dürfen, nur um die preservativlose sexuelle Geilheit zu geniessen.
    hehe

  6. #6
    Avatar von Shone

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    die 3 brauchen etwas ganz anderes als nen preis..

  7. #7
    Avatar von Lefty

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    708
    kein wunder wenn sogar obama den preis bekommt

  8. #8

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    Naja für mich hat der Friedensnobelpreis keinerlei Bedeutung mehr. Wenn man sich da die Namen anguckt wer bisher alles einen hat, dann muss man sich nich wirklich darüber freuen. Zu den Frauen an sich kann ich aber nichts sagen, weiß zu wenig über die.

  9. #9
    Avatar von Snežana

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    Friedensnobelpreis für Karman

    Gläubig, pragmatisch, revolutionär

    Von Yassin Musharbash

    Foto: REUTERS


    Es ist eine gute Entscheidung: Die jemenitische Aktivistin Tawakkul Karman wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Das Osloer Komitee ehrt damit die Revolutionäre zwischen Tunis und Sanaa - und würdigt gleichzeitig die besondere Rolle der Frauen im Arabischen Frühling.




    Oslo - Natürlich hätte das Nobelpreis-Komitee auch anders entscheiden können. Es hätte die wichtigste Friedensehrung der Welt auch vollständig dem Arabischen Frühling widmen, ihn zum Beispiel allein an die jemenitische Menschenrechtsaktivistin Tawakkul Karman vergeben können. Oder ihn teilen können zwischen tunesischen Bloggerinnen, ägyptischen Aktivisten, bahrainischen Ärzten, syrischen Anwältinnen, etc.


    Aber das Komitee wollte den Preis in diesem Jahr der Rolle von Frauen beim Herbeiführen von friedlichen Konfliktlösungen insgesamt widmen. Das steht ihm frei und ist angesichts der geringen Zahl weiblicher Preisträger keine schlechte Idee. Aber das Interessante ist, dass das Komitee es trotzdem schaffte, neben den Liberianerinnen Leymah Roberta Gbowee und und Ellen Johnson-Sirleaf mit Tawakkul Karman auch eine Frau auszuzeichnen, die stellvertretend für den Mut der fast vollständig friedlichen Demonstranten und Revolutionäre in der arabischen Welt steht. In dieser Hinsicht ist die Entscheidung geradezu salomonisch. Denn sie hat einen wichtigen Mehrwert, der sich aus der Klammer zwischen den Preisträgerinnen aus Liberia und dem Jemen ergibt: Tawakkul Karman wird ausdrücklich auch als Frau ausgezeichnet, und die zentrale Bedeutung der arabischen Aktivistinnen in diesem geschichtsträchtigen Jahr wird so noch mehr betont, als es der Fall gewesen wäre, wenn beispielsweise ein männlicher Aktivist aus Ägypten ausgezeichnet worden wäre.
    Anders gesagt: Oslo ehrt die internationale Rolle von Frauen bei der Konfliktlösung - und grüßt zugleich die arabische Revolte.

    Den Gesichtsschleier abgelegt


    Tawakkul Karman ist eine gute Wahl - und die Auszeichnung, die sie umgehend der jemenitischen Revolte und den prodemokratischen Bewegungen in der gesamten arabischen Welt widmete, wird ihr und ihren Mitstreitern helfen. Wael Ghonim, ägyptischer Revolutionär der ersten Stunde und hoch gehandelter Favorit für den Preis, gratulierte umgehend: "Herzliche Glückwünsche an Tawakkul Karman, die uns alle stolz macht. Aber letztlich wird unser Preis eine demokratische arabische Welt sein, die die Menschenrechte respektiert."
    Tatsächlich hat Karman mehrfach betont, dass Menschenrechte und das Recht auf politische Partizipation für sie untrennbar verbunden sind. Sie lebt es vor. Das Motto auf ihrem Twitter-Account lautet: "Es steht dir nicht zu, meine Rechte in Ketten zu legen!" Wenn sie demonstriert, so beschrieb es der "Guardian", dann läuft ihr Ehemann neben ihr her und beantwortet für sie Telefonanrufe.
    Vor einigen Wochen entschied sie, dass der Gesichtsschleier, den sie zuvor getragen hatte, für eine Aktivistin hinderlich ist - seitdem trägt sie nur noch ein Kopftuch. Karman ist eine selbstbestimmte Frau, eine Revolutionärin, eine gläubige Muslima (sie ist sogar Mitglied einer islamistisch grundierten Partei) und eine Pragmatikerin. Frauen wie sie gibt es auch in den anderen arabischen Revolten.

    Eine wichtige Geste



    Man darf jetzt hoffen, dass der Nobelpreis Karman und ihre Mitstreiter schützt. Sie selbst berichtete der "Washington Post", dass das Regime sie mit dem Tod bedroht habe. Sie noch einmal einzusperren, sie gar verschwinden zu lassen - käme das angeschlagene Regime in Sanaa auf diesen Gedanken, müsste es mit heftigen internationalen Protesten rechnen. Natürlich genießt der Friedensnobelpreis in der arabischen Welt nicht dasselbe Prestige wie im Westen. Und natürlich ändert die Verleihung an Tawakkul Karman an den Verhältnissen nichts. Man musste am Freitag nur al-Dschasira schauen, um das zu begreifen: kurz die Meldung aus Oslo eingeschoben, ein schnelles Telefonat mit der Preisträgerin - und dann weiter im eigentlichen Programm: die eskalierende Gewalt in Syrien, der Kampf um Sirt in Libyen, die neuerlichen Massenproteste in Sanaa.
    Die Geste ist dennoch wichtig. Die Aufstände zwischen Tunis, Kairo und Sanaa gänzlich zu ignorieren, wäre fragwürdig gewesen. Dafür sind diese Veränderungen zu gewichtig; dafür ist es viel zu bedeutsam, wie friedlich die meisten Aufständischen selbst im Angesicht von Scharfschützen und Panzern bleiben.

  10. #10

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    Zitat Zitat von IbishKajtazi2.0 Beitrag anzeigen
    Das sind richtige Feministinnen, nicht wie unsere Hyperemanzen hier, die letztlich nicht für Frauenrechte kämpfen, sondern dafür Embryos morden zu dürfen, nur um die preservativlose sexuelle Geilheit zu geniessen.
    da ist was wahres dran...

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