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Die Durchsetzung des Christentums und ihre Folgen auf die Menschheit

Erstellt von alex281290, 07.04.2012, 23:22 Uhr · 104 Antworten · 5.761 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von Rockabilly

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    Zitat Zitat von alex281290 Beitrag anzeigen
    Man wird sehen.
    Die meisten die ich kenne, gehen vielleicht 1-2x im Jahr in die Kirche, Ostern und Weihnachten. Ich halte das ehrlich gesagt für Heuchelei und Selbstverarsche.
    Schade vorallem ist, dass wir in Europa heute keine richtigen verschiedenen Kulturen mehr haben. Bisschen Sprache, bisschen Mentalität, anderes Essen und anderes Wetter wird man ja kaum als Kultur bezeichen können.
    Wo ist die Abwechslung, wo ist das was die Völker ausmacht außer vielleicht ein paar Klischee`s.
    Der Gang zur Kirche ist kein Zeichen von Religiösität sondern wie man befindet. Im Christentum ist auch nicht vorgeschrieben wie man seinen glauben praktisch ausüben muss, allgemein ist laut Jesus, die Äussere Religiösität und das Besuchen von religiösen Orten, um nur zu Zeigen wie religiös man ist, verpönt und fast eine Sünde.

  2. #102
    Avatar von Rockabilly

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    Zitat Zitat von Slavo Beitrag anzeigen
    Ich verweise immer nur zu gerne auf die "Christianiserung" Skandinaviens um die dortigen - in den Augen der Christen - Heiden zum wahren Glauben zu "bewegen", was nicht gerade mit seidenen Samthandschuhen geschah... bis heute gibt es dort eine große Abneigung gegenüber das Christentum, was in Norwegen z.B in den 90ern zu Kirchenverbrennungen geführt hat...
    Das Christentum kam normal durch Missionierung nach Skandinavien. Allgemein machten die Wikinger schon früh Bekanntschaft mit dem Christentum , sogar waren viele Leibwächter des byzantinischen Kaisers in der Haghia Sophia Wikinger.


    Nochmal zum Thread. Das Christentum gab es schon im 1Jahrhundert in Rom und im 4 war es die Staatsreligions Rom. Der Zerfall der Antike kam 2Jahrhunderte später durch den Einfall der Barbaren sowie der Völkerwanderung. Und selbst grosse bekannte Wissenschaftler der Renaissace waren gläubige Christen. Isaac Newton war ja auch Bibelforscher, der die Texte auf die Apokalypte entziffern versuchte.

  3. #103
    Avatar von alex281290

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    Ich kann dir jetzt zahlreiche Beispiele von Verfolgung der Heiden, der Zerstörung ihrer Heiligtümer etc. raussuchen, angeordnet durch die römischen Kaiser, nachdem sie das Christentum zur einzigen Religion erklärt haben. Lieber aber zitiere ich eine Textpassagen:
    «Die Heiligen sollen fröhlich sein … Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen halten, daß sie Vergeltung üben unter den Heiden, Strafe unter den
    Völkern, ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, daß sie an ihnen vollziehen das Gericht … Halleluja!»
    Psalm 149,5 ff.
    «Und wer da überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden; und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe, und wie eines Töpfers Gefäß soll er sie
    zerschmeißen.»
    Die Offenbarung des Johannes 2,26 f.
    «Doch auch euch, allerheiligste Kaiser, wird der Zwang zu züchtigen und zu strafen aufgenötigt, und es wird euch durch das Gesetz des höchsten Gottes geboten, daß eure Strenge die Untat des Götzendienstes in jeder Weise verfolge.»Kirchenvater Firmicus Maternus
    «Zwei Maßnahmen lagen Firmicus besonders am Herzen: die Zerstörung der Kultstätten und die Verfolgung der Andersgläubigen bis zum Tode.»Karl Hoheisel
    Die Predigt des Paulus gegen Heiden ist meist maßvoller als die gegen «Ketzer» und Juden. Nicht nur einmal spielt er die Heiden gegen die Juden aus (S. 124). Wiederholt wendet er sich ostentativ «den Heiden zu». Wie er denn selbst «der Heiden Apostel» sein will, die Heiden «Miterben» nennt, «den Heiden das Heil» verheißt, auch die (heidnische!) Obrigkeit preist, die «von Gott» sei, «Gottes Ordnung» repräsentiere und «das Schwert nicht umsonst» trage (das seinen eignen Kopf doch abschlug – und immerhin dreimal traf ihn, trotz seines Bürgerrechts, die römische Strafe des Peitschens. Und siebenmal sperrte man ihn ein).17
    Freilich kann auch Paulus schon kein gutes Haar an den Heiden lassen; sieht er sie «wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes, verfinstert im Verstande», in «Unwissenheit», «Stumpfheit»,
    «Verstockung», in «Ausübung jeglicher Unlauterkeit», «jeder Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll Neid und Mord», sie sind, sagt Paulus, «nach Gottes Recht des Todes
    würdig»! Auch hat «Götzendienst» – ganz in der Tradition des ihm so verhaßten Judentums – Unzucht und Habgier zur Folge, «Götzendiener» nennt er wiederholt in einem Atemzug
    mit Räubern. Doch schimpft er sie auch Lästerer, Unzüchtige, Trunkenbolde, Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter. Und so warnt er vor ihren Festen, untersagt die Teilnahme am
    Kult ihrer «Götzen», ihrer sakramentalen Mähler, an «der Teufel Gemeinschaft», «der Teufel Kelch», dem «Tisch der Teufel» – starke Worte. Und ihre Philosophen? «Da sie sich für weise
    hielten, sind sie zu Narren geworden.»18 Doch auch sonst lodert im Neuen Testament schon der Haß
    auf das Heidentum. Ohne Zögern setzt der 1. Petrusbrief den altgläubigen Lebenswandel gleich mit «Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichem Götzendienst». Die Offenbarung des Johannes
    schmäht Babylon – ein Name, der für Rom und römische Herrschaft steht – «Behausung der Teufel», «Gefängnis aller unreinen Geister».
    Sie stellt die «Götzendiener» sogar neben die Mörder, neben «die Ungläubigen und Frevler und Totschläger», die «Unzüchtigen und Zauberer … und alle Lügner, deren Teil wird
    sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt». Denn Heidentum, «das Tier», gehört dorthin, «wo der Satan wohnt», des «Satans Thron ist». Also soll der Christ die Heiden weiden
    «mit einem eisernen Stabe, und wie eines Töpfers Gefäß soll er sie zerschmeißen». Alle frühchristlichen Schriftsteller, selbst, betont E. C. Dewick, die liberalsten, übernehmen «diese kompromißlose Feindschaft»
    19.
    «Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren
    Korruptionen … sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht … Ich heiße das Christentum den einen großen
    Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck
    der Menschheit …»
    Friedrich Nietzsche
    «Im Namen des Herrn sengen, im Namen des Herrn brennen, morden und dem Teufel übergeben, alles im Namen des Herrn.» Georg Christoph Lichtenberg
    Mir ist bewusst das man die Völkerwanderung als Übergang von Antike zu Mittelalter nimmt, die Zerstörung der hellenischen Kultur erfolgte aber großteils im Namen des Christentums und war schon Hunderte Jahre zuvor im Gange.
    In Griechenland hat Vlassis Rassias ein 5 bändiges Buch namens "Zerstört Sie" geschrieben, wo alles genau beschrieben wird.
    Die "Kriminalgeschichte des Christentums" ist auch teilweise sehr informativ, man muss aber sagen das Deschner wirklich kein gutes Wort an den Christen lässt.
    Ich habe nichts gegen das Christentum aber wenn du hier wiederholt autauchst und sagst, nö war alles nicht so, dann werde ich immer darauf antworten.

    mfg

  4. #104

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    302
    Zitat Zitat von iloveyouvirus Beitrag anzeigen
    Fortschritt hat nichts mit Religion zu tun sondern mit Bildung, und Bildung ist nur ein Teil der Religion...

    edit:

    es wäre Zeit für Menschen wie du eine Zeitmaschine zu bauen

    In der Antike standen Wissenschaft und Religion nicht im Widerspruch. An den Akademien von Alexandria und Athen wurde umfassend alle Wissenschaft gelehrt. Hypatia war die letzte Leiterin der Akademie von Alexandria.

    In seinem Werk Peri Theon kai Kosmou (Von den Göttern und der Welt) spricht Salustios gleich zu Beginn die Paidea an, was so viel wie umfassende Allgemeinbildung bedeutete. Im Hellenismos schloß also die Religion die Wissenschaften ein. Theophrastes, der Nachfolger des Aristoteles, nannte die Metaphysik prote philosophia (erste Philosophie). Die Widersprüche zwischen Religion und Wissenschaft begannen erst mit dem Christentum. Das ist auch heute noch der Fall. Wer hat denn die Probleme mit der Evolutionstheorie, die Monos oder wir?

  5. #105

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    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    naja, also Karlheinz Deschner ist in diesen Fragen heftig umstritten weil er weder ein Historiker noch Wissenschaftler sondern Kirchenhasser ist, sich nur auf ihn zu berufen scheint ziemlich gewagt
    Dr. Karlheinz Deschner ist in beiden Fächern examinierter Jurist und Theologe.

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