Die Moderatorin hat ein Buch geschrieben, der KURIER veröffentlicht die ersten Auszüge

Nazan Eckes moderierte unter anderem die RTL-Show „Let’s dance“. Ihr Buch „Guten Morgen, Abendland“ (14,99 Euro) erscheint bei Bastei Lübbe.
ddp


Köln - Nazan Eckes (34) ist Deutschlands bekanntester, türkischstämmiger Show-Star. Als Kind von Gastarbeitern sprach sie zu Hause türkisch, ging in den Koran-Unterricht. Jetzt hat die Moderatorin ein Buch geschrieben.

In „Guten Morgen, Abendland“ spricht Nazan Eckes:

über Gänsehaut: Mein Kopf tickt deutsch, mein Herz schlägt türkisch. Ich weiß es zu schätzen, dass ich in Deutschland ohne Einschränkung selbst bestimmt leben kann. Aber wenn ich nach Istanbul komme, die Sprache höre, die Gerüche spüre, bekomme ich eine Gänsehaut. Dann merke ich: Ein Teil von mir ist türkisch.

Über Beziehungsprobleme: Wir Deutschen und wir Türken haben ein Beziehungsproblem, so viel steht fest. Wir leben wie ein seit vierzig Jahren unglücklich verheiratetes Ehepaar zusammen und geben uns keine wirkliche Mühe, die Beziehung zu retten.

Über Vorurteile: „Komm her, alter Kanake, lass dich umarmen. Bist eigentlich ’n guter Typ.“ „Hey, Kartoffelfresser, bist auch nicht übel.“ Warum schaffen Lehrer, Eltern und Politiker diese Annäherung nicht? Weil Vorurteile immer mächtiger sind als jeder gute Wille.

Über Bikini-Schelte in der Türkei: „Utanmiyor musun? – schämst du dich nicht?“, fragte die Frau im Hamam. Weshalb? Warum sollte ich mich schämen ...? „Du arbeitest als Türkin für das deutsche Fernsehen und jetzt hüpfst du auch noch in einem Bikini vor die Kamera.“ Aber ich bin doch nicht nackt und wir drehen einen Bericht, der zeigen soll, wie schön die Türkei ist. Und da gehört ein Hamam nun mal dazu. Dachten Sie vielleicht, wir drehten hier einen Erotikfilm?

Über Koran-Unterricht mit Kopftuch: Mit Kopftuch über die Straße rennen und womöglich Schulfreunden begegnen? Nein! Nein! Und nochmal Nein! Damit war unser Koranunterricht zu Ende, noch bevor er richtig angefangen hatte. Denn ohne Kopftuch gab es keine Stunden mehr und mit Kopftuch wollte meine Schwester nicht. Ohne meine Schwester aber wollte auch ich nicht.

Über Deutsche: Ich habe den Eindruck, der Deutsche ist es leid, in seinem Sozialstaat dauernd Verständnis für alles zeigen zu müssen. Verständnis für wirtschaftlich schwächere Staaten, die man unterstützen muss, für Arbeitslose im eigenen Land, (...) und dann die vielen Ausländer, die sich fröhlich vermehren und viele Kinder kriegen.

Über Türken: Der Türke hingegen hat die Angst vorm Deutschen schon lange überwunden. Er ist vielmehr genervt von ihm durch Fragen wie „Echt, man darf in der Türkei Miniröcke tragen?“

Berliner Kurier -

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Nazan Eckes ist eine geile Sau. ^^