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Ein europäisches Tabu: Die weltweite Christenverfolgung

Erstellt von John Wayne, 15.05.2008, 20:31 Uhr · 8 Antworten · 1.034 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.05.2007
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    Ein europäisches Tabu: Die weltweite Christenverfolgung

    Ein europäisches Tabu: Die weltweite Christenverfolgung

    13.05.2008 | 18:24 | (Die Presse)
    In der westlichen Öffentlichkeit ist das Schicksal der verfolgten Christen rund um die Welt kein Thema. Einer internationalen Solidarität wie die Tibeter können sich Christen nicht erfreuen.
    Während bei uns eine intellektuelle Debatte darüber geführt wird, ob es zulässig ist, im Verhältnis der Religionen auf Gegenseitigkeit zu dringen, wird die Frage anderswo faktisch entschieden.
    Das Wort von der Reziprozität, der Gegenseitigkeit im Verhältnis von Christentum und Islam, ist ein Schlüssel- und ein Reizwort zugleich. Mit dem absichtsvoll einschränkenden Adjektiv konditional versehen, macht es momentan die Runde unter intellektuellen Katholiken. Eingeführt wurde es augenscheinlich von Papst Benedikt XVI. Er verwendete es gelegentlich, wenn auch nie zu laut und zu deutlich, hat es aber neuerdings, wie es scheint, aus seinem Wortschatz wieder gestrichen, wohl um den „Dialog“ mit den Moslems nicht zu gefährden. Dabei müsste genau die Reziprozität einer der Gegenstände eines solchen Dialogs sein.
    Was bedeutet der Begriff? „Ohne Reziprozität in der Gewährung von Grundrechten wie Religionsfreiheit geht es auf die Dauer nicht“, sagte der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Karl Lehmann. Die Moslems sollten ruhig in Rom eine Moschee bauen, die höher ist als der Petersdom, meinte der Kardinal salopp, „ich möchte dann aber im Gegenzug nicht verhaftet werden, wenn ich in Saudiarabien eine Messe lese“. Das ist freilich ein frommer Wunsch, denn er würde in diesem Land sehr wohl verhaftet werden, wenn er es täte. Allenfalls würde man ihn unter Diplomatenstatus in die deutsche Botschaft und dann außer Landes verfrachten.
    Der Bischof von Eisenstadt, Paul Iby, der sonst sehr selten durch öffentliche Äußerungen auffällt, steuerte auch einen Beitrag zum Thema bei, als er sagte, die Christen sollten in der Frage des Moscheenbaus nicht nach dem Prinzip des „Aug' um Aug', Zahn um Zahn“ handeln. Damit meinte er wohl, sie sollten keine Vergeltung üben, was allerdings voraussetzen würde, dass ihnen Unrecht getan worden ist. Jedenfalls ist ein Bild aus dem Strafrecht nicht sehr geglückt, zumal die Regel des „Aug' um Aug'“ eine enorme Humanisierung der Strafrechtspflege im alten Israel bedeutete, weil es eine Abkehr von der willkürlichen Vergeltung brachte.
    Der Vorsitzende der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, fühlt sich durch das Wort Reziprozität provoziert und reagiert jedesmal sehr gereizt, wenn er damit konfrontiert wird. Er antwortet darauf mit der eigentümlichen Wendung, man dürfe keinen „Handel mit Menschen“ veranstalten. Auch wenn nicht ganz klar ist, was er damit meint, muss man festhalten, dass die Rede nicht von Menschenhandel ist, sondern von Menschenrechten.

    Vom Kirchenbau nicht zu reden

    Aus dem Bisherigen wird ersichtlich, worum es bei dem Begriff geht und worum nicht – und warum er auf manche so provozierend wirkt. Es geht bei der Forderung nach Reziprozität nicht darum, dass in Österreich keine Moscheen gebaut werden sollen, weil in den islamischen Ländern keine Kirchen gebaut werden dürfen. Das wird mit unterstellt, wenn das Wort konditional verwendet wird. Es geht vielmehr um das Gegenteil: Weil in Österreich selbstverständlich Moscheen mit und ohne Minarett gebaut werden dürfen, darf man vielleicht fragen, warum in den moslemischen Ländern die Christen nicht dieselben Rechte haben wie die Moslems bei uns und ihren Glauben nicht unbehindert ausüben dürfen. Von Kirchenbau braucht man in den meisten dieser Länder ohnehin nicht zu reden. Die Frage, ob mit oder ohne Kirchturm, stellt sich dort gar nicht. In der Türkei, die der Europäischen Union beitreten will, wird nicht einmal die Errichtung einer kleinen Kapelle in Tarsus, dem Geburtsort des Heiligen Paulus, gestattet.
    Dem neuen Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky entschlüpfte eine Bemerkung, die bezeichnend ist für eine in Europa weit verbreitete Haltung: „Man kann anderen Ländern nicht vorschreiben, wie sie sich Christen gegenüber verhalten sollen.“ Warum kann man das eigentlich nicht? Darf man nicht verlangen, dass für sie die elementaren Menschenrechte der Religionsfreiheit einschließlich dem der Konversion gelten, die hierzulande selbstverständlich sind, und was dem universal gewordenen Standard der Humanität entsprechen würde?

    „Wer bleibt, der stirbt“

    Dabei ist das Verlangen nach Reziprozität ohnehin nur ein hilfloser Versuch, die dramatische Situation zu verbessern, in der sich viele Christen – beileibe nicht nur, vor allem aber in den islamischen Ländern – befinden. Wenn man die Dauerentrechtung der Christen etwa in Saudiarabien oder Pakistan als „Normalzustand“ nimmt, ist die Lage derzeit im Irak am schlimmsten. Ein Fanal war die Ermordung des chaldäisch-katholischen Bischofs Paulos Faraj von Mossul, dessen Leichnam auf einer Mülldeponie gefunden wurde.
    Aus dem Irak ist seit 2003 bereits die Hälfte der damals noch eineinhalb Millionen Christen ausgewandert, andere befinden sich auf der Flucht aus dem Süden in vermeintlich sicherere Gegenden des Nordens. Im Schatten des anhaltenden Bürgerkriegs fällt die Vertreibung der Christen nicht so auf. Angesichts der Perspektive „Wer bleibt, der stirbt“ klingt der Appell des Erzbischofs von Canterbury an die Christen des Irak, sie möchten doch „der Versuchung zur Emigration widerstehen“, eigenartig.

    Eingewiesen in die Psychiatrie

    Die Verfolger sind meistens nicht die Staaten unmittelbar, sondern aufgeputschte Massen, fanatische Gruppen, religiöse Warlords. Freilich bietet der Staat den entsprechenden Hintergrund, wenn Christen, die sich zu ihrem Glauben bekennen, im Gefängnis oder in der Psychiatrie landen können, wenn, wie in Afghanistan oder Pakistan, die Konversion zum Christentum unter Strafe gestellt ist, da der Islam ein solches Recht prinzipiell nicht anerkennen will. Im Westen verschanzt man sich der Bequemlichkeit halber gern hinter der beliebten Unterscheidung zwischen friedfertigen und gewalttätigen Moslems.
    In der westlichen Öffentlichkeit ist das Schicksal der verfolgten Christen rund um die Welt kein Thema. Einer weltweiten Solidarität wie die Tibeter können sich Christen nicht erfreuen. Auch die Kirchen selbst bringen es nur mit eigentümlicher Zurückhaltung zur Sprache, womit sie die ganz wenigen Politiker, die darüber reden und sich für die Verfolgten einsetzen, wie etwa in Österreich Wolfgang Schüssel oder in Deutschland Wolfgang Schäuble, allein lassen. Am mutigsten ist dabei noch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, der sich damit regelmäßig den Zorn der Moslems zuzieht. In seiner Karfreitagspredigt beklagte Huber die Verfolgung der Christen im Irak und verglich sie mit ethnischen Säuberungen und Völkermorden anderswo in der Welt, die tatenlos hingenommen würden. Die Vorsicht der Katholiken hat wohl damit zu tun, dass man seine Glaubensangehörigen, die oft als Minderheiten leben, nicht noch mehr gefährden möchte. In verschiedenen Gegenden der Welt begegne der christliche Glaube „großen Schwierigkeiten und Feindseligkeit“, sagte Benedikt XVI., aber das Leiden habe nach christlichem Verständnis nie das letzte Wort.

    Ziel: Das Recht zur Konversion

    Da der Verfolgung und dem Exodus nicht gewehrt werden kann, geht es jetzt darum, den Flüchtigen Schutz und Asyl zu gewähren. Aber auch das stößt auf große Schwierigkeiten. Die EU hat die Aufnahme flüchtiger Irakis – nicht nur Christen, sondern auch anderer nicht-moslemischer religiöser Minderheiten – auf die lange Bank geschoben. Letztere werden vom UNO-Flüchtlingshilfswerk als „most vulnerable“ bezeichnet, weil sie auch dann keine Perspektive im Irak haben, wenn es dort zum Frieden kommen sollte.
    Unabhängig vom Schicksal der Irak-Flüchtlinge wären zwei Ziele anzustreben, wie Hans Maier, der ehemalige Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, es vorschlägt: die Anerkennung von Religionsflüchtlingen im Sinn der Flüchtlingskonventionen und die Fortentwicklung des Prinzips der Religionsfreiheit auf ein Recht zur Konversion. Aber selbst diese Konsequenz aus der Religionsfreiheit ist keineswegs so selbstverständlich, wie man annehmen möchte.



    Ein europäisches Tabu: Die weltweite Christenverfolgung « DiePresse.com

  2. #2
    Popeye
    Die Moslems verfolgen/bekriegen sich doch selbst Schiiten vs Sunniten. Da sollte man sich über sowas nicht wundern.

  3. #3
    Avatar von meko

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    alles panikmache. niemand wird verfolgt.

  4. #4
    Avatar von Ivo2

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    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    alles panikmache. niemand wird verfolgt.
    Die Presse ist eigentlich eine seriöse österr. Zeitung, zwar dem konservativen Lager nahestehend, aber seriös.
    Ich verteidige die Religionsfreihet, obwohl selber kaum bis überhaupt nicht religiös, wahrscheinlich deswegen. Wahrscheinlich habe ich auch deswegen kaum Probleme, Menschen anderer Glaubensgemeinschaften zu akzeptieren. Aber auch ich bin für eine strenge Teilung zwischen Staat und Religion, was ja in allen Ländern die sich zur westlichen Wertegemeinschaft zählen so praktiziert wird.
    Im Mittelalter führten auch die Christen untereinander, wegen irgendwelcher Glaubensunterschiede, Krieg. Und in Nordirland war's bis vor kurzem leider noch so. Es gab die Inqusition, Menschen wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil ihnen angedichtet wurde, dass sie Hexen oder ähnlich unfuges Zeug seien.
    Religionsfreihet ja, solange die Religion nicht versucht sich an den für mich sehr wichtigen Grundrechten des Menschen zu vergreifen. Also persönliche Freiheit (die ja momentan versucht wird einzuschränken), Toleranz und Akzeptanz anderen Religionen gegenüber und lebe dein Leben wie es dir gefällt innerhalb ethischer und moralischer Grundsätze.
    Somit ist es für mich auch zulässig in mehreren Thread's über diverse Themen der Religionen zu diskutieren. Es ist für mich aber nicht akzetabel andere Religionen zu beleidigen.

  5. #5
    Arvanitis
    Das Christen in islamischen (vor allem arabischen ) Ländern schikaniert , ermordet und vergewaltigt werden ist ja kein Geheimnis. Ich finde es nicht gut dass die westlichen Medien nie darüber informieren. Ab und zu kann man lediglich auf Phoenix oder Arte Dokumentationen zu diesem Thema sehen. Im griechischen Fernsehen habe ich öfters solche Dokus gesehen.

  6. #6

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    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    alles panikmache. niemand wird verfolgt.
    sprach das orakel von podrinja

    mach dich mal lieber mit der thematik vertraut

  7. #7

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    alles propaganda
    tibeter haben nichts bekommen!!
    islam verbietet keine kirchen

    meistens sind es spinner die verfolgt werden sie verdienen auch nichts besseres, so wie dieser
    nasser, "islamexperte"


    schämmt euch, zu euch konvertieren spinner, zu uns meistens hochgeschulte leute:P



    er lügt wie gepresst, momentan habe ich die ganze überlieferung über diese frau nicht da
    diese frau war schwanger, sie wollte selber gesteinigt werden, der prophet hat sie mehrmals abgelehnt, dann hat er ihr gesagt sie soll warten bis das kind auf der welt kommt, um gesteinigt zu werden

    Eine Frau kam zum Propheten. Sie war infolge eines Ehebruchs schwanger.
    Sie sagte: Oh Gesandter Gottes, ich habe eine gesetzliche Strafe verdient, so verhänge sie über mich.
    Der Gesandte Gottes rief ihren Sachwalter zu sich und sagte: Sei gut zu ihr.Und sobald sie ihre Niederkunft gehabt hat, bringe sie zu mir.
    Er tat so. Da befahl der Prophet, und ihre Kleider wurden um sie festgebunden. Dann befahl er, und sie wurde gesteinigt. Dann hielt er das Gebet für sie. (Überliefert von Muslim)

    ein anderer fall
    Kapitel: 61, Nummer: 8Abu Huraira berichtete: "Ein Mann von (dem Stamm) Aslam kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, während er sich in der Moschee aufhielt, und rief ihm zu: »O Gesandter Allahs, der andere beging Unzucht!«, wobei er sich selbst meinte. Der Prophet wandte sich von ihm ab, und der Mann begab sich zu der Seite, zu der der Prophet sich hinwandte, und sagte: »O Gesandter Allahs, der andere beging Unzucht!« Der Prophet wandte sich abermals von ihm ab, und der Mann begab sich wieder zu der Seite, zu der der Prophet sich hinwandte, und sagte ihm dasselbe nochmal. Der Prophet wandte sich von ihm ab, und der Mann begab sich zum vierten Mal zu der Seite, zu der der Prophet sich hinwandte. Als er dann viermal die Zeugnisaußage gegen sich selbst geleistet hatte, ließ ihn der Prophet zu sich näher kommen und fragte ihn: »Bist du verrückt?« Der Mann sagte: »Nein!« Darauf sagte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm:»Nehmet ihn dann und steinigt ihn!« Der Mann war verheiratet."*(*siehe Hadith Nr. 5270, 6814 f. und die Anmerkung dazu)

    wo ist da unterschied zwischen jesus und muhammed a.s.
    und es ist egal ob gesteinigt oder nicht, schliesslich ist das ein gottegesetz für die ehebrecher!
    ehebrecher kann man mit mörder vergleichen weil sie töten ihre ehe und partner/in die sie haben, ohne sie sterben zu lassen.

  8. #8

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    18.06.2008
    Beiträge
    128
    LOl, nicht schon wieder der Deutschniacke Pierre Vogel.
    DAs ist eine arme verwirrte Seele die viel Zuwendung braucht...

  9. #9

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    18.03.2008
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    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    alles panikmache. niemand wird verfolgt.



    Evo ti Panikmache

    Bayerischer Flüchtlingsrat - ?Vor Gott sind alle gleich?

    Selbst immer rumheulen, das die Muslime von anderen massakriert wurden (was ich auch keinesfalls leugne) aber selbst jeden Vorwurf abstreiten

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