BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 49

Der ewige Israeli: Tipps für einen israelkritischen Text

Erstellt von osmanli_kubilay, 19.09.2014, 21:03 Uhr · 48 Antworten · 2.214 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    27.04.2014
    Beiträge
    1.119

    Der ewige Israeli: Tipps für einen israelkritischen Text

    Haben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollten Sie schon immer mal für mutig gehalten werden, weil Sie etwas aussprechen, was sowieso alle denken? Dann schreiben Sie doch einfach einen israelkritischen Text! Im Folgenden präsentiert Ihnen die Wahrheit eine kleine Handreichung, wie solch ein Text aussehen könnte, sowie ein paar – nennen wir sie: Stolpersteine, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Ihre Publikation auch tatsächlich als israelkritisch wahrgenommen wird und nicht etwa als … na, Sie wissen schon.


    1. Der Kronzeuge
    Zitieren Sie einen israelkritischen Juden, denn wer einen Juden zitiert – das liegt in der Natur der Sache –, der kann die Juden nicht hassen. Bedienen Sie sich dabei der Einfachheit halber aus dem übersichtlichen Pool „kritischer Juden“, die auch von anderen israelkritischen Texten immer wieder gern zitiert werden.


    2. Konzentration
    Erwähnen Sie in Ihrem Artikel nicht die Hamas – oder wenn, dann nur nebenbei, alles andere würde nur ablenken von Ihrem Thema: Schließlich geht es Ihnen in Ihrem Text um Israel!


    3. Anschaulichkeit
    Wählen Sie anschauliche Vergleiche, damit diejenigen, die noch weniger Ahnung haben als Sie, sich gleich ein Bild machen können. Vergleichen Sie den Gazastreifen mit dem Warschauer Ghetto und den israelischen Staat mit dem Apartheidregime. Wenn Sie literarischen Ehrgeiz besitzen, können Sie es auch mit Umschreibungen probieren: Bezeichnen Sie Gaza als „ein Gefängnis, ein Lager“, in dem die Menschen zusammengepfercht sind. Hoffen Sie auf einen „Nelson Mandela“ für Israel. Große Prosa entsteht, wenn der Leser die Leerstellen füllt.


    4. Im Zweifel links
    Lassen Sie durchblicken, dass Sie Linker sind oder zumindest über eine linke Vergangenheit verfügen. Denn wer links ist, ist bekanntlich gegen Nazis und kann also überhaupt gar nicht gegen Juden sein. Es sei denn (und Achtung!, jetzt wird es etwas kompliziert!): Die Juden verhalten sich selber wie Nazis. In diesem Fall können Sie zeigen, wie schlimm Sie den Holocaust finden, indem Sie ihn mit den Verbrechen Israels auf eine Stufe stellen.


    5. Moralisches Erbe
    Betonen Sie unbedingt und gebetsmühlenartig, dass gerade Sie als Deutscher und Linker die Pflicht haben, israelkritisch zu sein, da Sie zu neuem Unrecht nicht schweigen dürften.


    6. Grundsätzlichkeit
    Bleiben Sie in Ihren Vorwürfen gegen Israel möglichst pauschal, da zu viele Fakten den Leser verwirren. Gerade bei so einer hochkomplexen Materie darf man sich nicht in den Details verlieren. Nehmen Sie außerdem Abstand von konkreten Quellen – Sie sind hier schließlich der Nahostexperte! Sie sind die Quelle!


    7. Kritische Verbundenheit
    Schreiben Sie auf jeden Fall, dass Sie nur das Beste für Israel wollen: dass Sie im Gegensatz zu den „vorgeblichen Freunden Israels“ (Jakob Augstein) sein wahrer Freund sind oder dass Sie, wie Harald Martenstein es im Tagesspiegel formuliert hat, sogar für Israel „beten“ würden.


    8. Ahnungsvolles Andeuten
    Wenn Sie etwas schreiben wollen, für das Sie keine Belege haben, von dem Sie aber trotzdem glauben, dass es stimmt (die wahren Interessen Israels, der jüdische Griff nach der Weltherrschaft, die jüdische Kontrolle von Medien und Politik): Formulieren Sie es als Frage oder Andeutung! Fragen Sie zum Beispiel mit Jakob Augstein: „Wem nützt die Gewalt?“ Und antworten Sie sich selbst: „Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung.“ In diesem, wie nebenbei gesetzten, „wie nebenbei“ kann der Leser alles lesen, was Sie meinen (siehe auch Punkt 3: „Leerstellen lassen“).


    9. Immunisierung
    Behaupten Sie, man dürfe Israel nicht kritisieren, ohne als antisemitisch abgestempelt zu werden. Damit unterstreichen Sie zum einen Ihren eigenen Mut; zum anderen machen Sie Ihren Text unangreifbar, weil jegliche Kritik an ihm Ihre These bestätigt.


    10. Selbstkontrolle
    Lesen Sie Ihren Text zum Schluss noch mal durch. Achten Sie darauf, dass Sie – auch wenn es schwerfällt – immer „Israel“ geschrieben haben, anstatt „die Juden“. Sie werden doch mit Ihrem antirassistischen Arsch nicht einreißen, was Sie so mühsam aufgebaut haben.
    Die Wahrheit: Der ewige Israeli - taz.de

    Bitte nächstes mal auf diese Anleitung achten, wenn man ohne jegliche Basis Israel beleidigt.

  2. #2
    Avatar von IbishKajtazi

    Registriert seit
    04.08.2011
    Beiträge
    3.449
    Entspricht haargenau den antisemitischen Texten latent antisemitischer Autoren, die sich typischerweise links einordnen.

  3. #3
    Avatar von Albokings24

    Registriert seit
    08.05.2012
    Beiträge
    8.067
    Zitat Zitat von IbishKajtazi Beitrag anzeigen
    Entspricht haargenau den antisemitischen Texten latent antisemitischer Autoren, die sich typischerweise links einordnen.
    Sind jetzt die Linken die Bösen oder die Rechten ??

    Hat man das Gefühl das beide Seiten Böse sind sollte man schnell überdenken das man nicht vielleicht selber der Böse ist.

  4. #4

    Registriert seit
    27.04.2014
    Beiträge
    1.119
    Zitat Zitat von IbishKajtazi Beitrag anzeigen
    Entspricht haargenau den antisemitischen Texten latent antisemitischer Autoren
    Man ist wirklich schockiert, wenn man einen anti-israelischen Text nach diesem Schema analysiert.

  5. #5
    Avatar von Allih der Große

    Registriert seit
    24.02.2014
    Beiträge
    4.728
    Zitat Zitat von IbishKajtazi Beitrag anzeigen
    Entspricht haargenau den antisemitischen Texten latent antisemitischer Autoren, die sich typischerweise links einordnen.
    Entspricht der typischen selektiven, nahostbezogenen Dyslexie dogmatischer Amifreunde.

  6. #6
    Avatar von Lorne Malvo

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    8.447
    Israel ist ein Kriegsstaat. Die Politiker, die ihn gegründet haben, hätten ein kleineres Israel in Frieden haben können. Sie wollten aber mehr Land und um es zu bekommen war ihnen auch Krieg recht. Auch heute ist es noch so. Relativ zum BIP gesehen hat Israel eines der höchsten Militärbudgets weltweit. Er wurde im Krieg geboren und ist seitdem ständig im Krieg gewesen.

    Meine Sympathien hat dieser Staat nicht.

  7. #7
    Amarok
    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Israel ist ein Kriegsstaat. Die Politiker, die ihn gegründet haben, hätten ein kleineres Israel in Frieden haben können. Sie wollten aber mehr Land und um es zu bekommen war ihnen auch Krieg recht. Auch heute ist es noch so. Relativ zum BIP gesehen hat Israel eines der höchsten Militärbudgets weltweit. Er wurde im Krieg geboren und ist seitdem ständig im Krieg gewesen.

    Meine Sympathien hat dieser Staat nicht.
    Das Millitärbudget ist nur so groß, weil Amerika dazu viel beisteuert. Ohne Uncle Sam keine Truppenbewegungen. Alles in der Frankfurter zu lesen.

  8. #8
    Avatar von Lorne Malvo

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    8.447
    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Das Millitärbudget ist nur so groß, weil Amerika dazu viel beisteuert. Ohne Uncle Sam keine Truppenbewegungen. Alles in der Frankfurter zu lesen.
    Kannst den Artikel verlinken? Würde ihn gerne lesen.

  9. #9

  10. #10

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    76.320
    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Israel ist ein Kriegsstaat. Die Politiker, die ihn gegründet haben, hätten ein kleineres Israel in Frieden haben können.
    äh ... Israel ist gleich nach der Unabhängigkeitserklärung von mehreren Nachbarstaaten überfallen worden

Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 28.03.2013, 23:09
  2. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 31.08.2010, 00:47
  3. Antworten: 153
    Letzter Beitrag: 21.01.2010, 20:54
  4. Bush wirbt für einen EU-Beitritt der Türkei
    Von Sultan Mehmet im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 12.01.2008, 02:42
  5. Über 60% der Kroaten sind für einen EU-Beitritt
    Von Grasdackel im Forum Politik
    Antworten: 47
    Letzter Beitrag: 08.10.2007, 00:38