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Eine Frage der Moral

Erstellt von Lance Uppercut, 15.10.2010, 22:01 Uhr · 10 Antworten · 781 Aufrufe

  1. #1
    Lance Uppercut

    Eine Frage der Moral

    Ich hab mir wieder einmal Schindlers Liste angesehen.
    Und wie jedes mal wenn ich den Film sehe, kommt in mir Wut auf. Und wie jedes mal würde ich mir am liebsten einen Deutschen suchen der beim Holocaust mitgemacht hat und ihn kräftig die Fresse polieren. Das bringt mich auf eine interessante Frage.
    Ist das Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" für euch moralisch vertretbar?

  2. #2
    Babsi
    Wollen doch mal hoffen nie in so einer Situation zu sein dieses Recht zu fordern...

    Ich verstehe deine Wut auf die Deutschen nicht...war Schindler selbst nicht auch Deutscher? Richte deine Wut doch gegen die Nazi´s....

  3. #3
    Lance Uppercut
    Zitat Zitat von Babsi Beitrag anzeigen
    Wollen doch mal hoffen nie in so einer Situation zu sein dieses Recht zu fordern...

    Ich verstehe deine Wut auf die Deutschen nicht...war Schindler selbst nicht auch Deutscher? Richte deine Wut doch gegen die Nazi´s....
    Verstehst du auch was ich geschrieben habe?

  4. #4
    Ferdydurke
    Das Problem an Filmen wie Schindlers Liste ist doch, daß du mit dem Gefühl rausgehst, einem Nazi die Fresse polieren zu wollen- aber nicht den Hauch einer Sekunde darüber nachdenkst, ob du nicht auch ein Nazi hättest sein können, oder zumindest ein Mitläufer und Weggucker. Ich mag solche Filme nicht.

  5. #5
    Babsi
    Au scheisse..nicht richtig...sorry...mein fehler
    hab das schnelllese-syndrom

  6. #6
    Lance Uppercut
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Das Problem an Filmen wie Schindlers Liste ist doch, daß du mit dem Gefühl rausgehst, einem Nazi die Fresse polieren zu wollen- aber nicht den Hauch einer Sekunde darüber nachdenkst, ob du nicht auch ein Nazi hättest sein können, oder zumindest ein Mitläufer und Weggucker. Ich mag solche Filme nicht.
    Der Film soll ja solch (ähnliche) Gefühle auslösen.
    Was aber die Bereitschaft angeht bei sowas (oder sowas in der Art) mit zu machen, zu dulden oder zu unterstützen, kann ich mir und allen anderen versichern, dass ich das niemals zu so einem System dazugehören würde.
    Ich bin zwar ein Spinner und Traumtänzer aber ich habe zumindest Ideale und Moralvorstellungen die ich nicht einfach so vergessen kann.

  7. #7
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von L0KI Beitrag anzeigen
    Der Film soll ja solch (ähnliche) Gefühle auslösen.
    Was aber die Bereitschaft angeht bei sowas (oder sowas in der Art) mit zu machen, zu dulden oder zu unterstützen, kann ich mir und allen anderen versichern, dass ich das niemals zu so einem System dazugehören würde.
    Ich bin zwar ein Spinner und Traumtänzer aber ich habe zumindest Ideale und Moralvorstellungen die ich nicht einfach so vergessen kann.
    Das sollte auch kein Angriff auf dich sein... Letztendlich wissen wir es alle nicht. Aber schau mal- Europa zieht sich seit Jahrzehnte solche Filme rein und schreit "nie wieder". Und trotzdem gibt es diese unsäglichen Flüchtlingsdiskussionen, Ruanda wurde nicht verhindert, der Krieg auf dem Balkan wurde nicht verhindert usw.

    Der Mensch lernt nicht aus den Fehlern anderer.

  8. #8
    vincent vega
    der film hat mich eher betroffen als wütend gemacht...ist eher ein appell an die menschlichkeit. filme können auch keine kriege verhindern, sondern zum nachdenken anregen.

  9. #9
    Avatar von Straßenfeger

    Registriert seit
    22.05.2010
    Beiträge
    669
    Das kommt ganz darauf an, wie man Moral definiert.

    Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer beispielsweise unterteilt in drei Grundtriebfedern, auf die jede menschliche Handlung zurückzuführen sei:

    Egoismus, der das eigene Wohl will;
    Bosheit, die das fremde Leid will;
    Mitleid, welches das fremde Wohl will.

    Laut Schopenhauer kann nur das Mitgefühl eine Triebfeder moralischer Handlungen sein, während der Egoismus zum Teil noch moralisch indifferente Handlungen hervorruft.
    „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ gehört mit Sicherheit zum zweiten in der Liste und hat daher mit Moral im Sinne Schopenhauers nichts zu tun.

    Viel schlimmer ist es allerdings, wenn auf einen kleinen Patzer eine etwas größere Vergeltungsaktion folgt, was eine größere Gegenreaktion auslöst, die wiederum noch erheblichere Rachemaßnahmen nach sich zieht (so entstehen Nachbarn- und Rosenkriege).
    So gesehen ist der alttestamentarische Grundsatz schon ein Fortschritt. Kein geringerer als dieser Grund hat veranlasst, ihn genau zu jener Zeit niederschreiben gelassen zu haben: um bessere Verhältnisse zu schaffen.

  10. #10
    ardi-
    In einer Gesellschaft ohne Gesetze ist die Regel: "Auge um Auge und Zahn um Zahn", der einzige Weg um überleben zu können.
    Ohne Gesetze würden wir in einer zeit leben, in dem der Stark herrscht und die Schwachen nichts zu melden haben.

    Das ist meine Antwort auf deine Frage Loki.

    Nun kommt es nur darauf an in was für eine Gesellschaft man lebt.

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