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Fragen zur Frau im Islam

Erstellt von Popeye, 29.01.2008, 19:59 Uhr · 119 Antworten · 4.086 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von Lido

    Registriert seit
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    3.058
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Macht dieser Vergleich denn Sinn? So gesehen könnte man auch sagen, die Demokratie, der Humanismus, der Nationalsozialismus und der Surrealismus sind sich irgendwo ähnlich, weil es alles gedankliche Systeme und Weltanschauungen sind. Ja aber, was dann?
    Das Problem am Nationalsozialismus ist einfach dass er nicht eindeutig zu definieren ist , sondern bereits zu "Lebzeiten" so offen und interpretierbar wie möglich gehalten wurde, um eben das GANZE Volk mit dieser Ideologie zu erreichen! Also deswegen kann man ihn mit allerlei vergleichen!

  2. #112
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Ein anderes Problem ist, dass diese Fehldeutungen garnicht erst so offiziell sind wie du es hier halbwegs darstellst.

    Fehldeutungen sind eben sehr subjektiv und es gibt keine klare Instanz, die die Sachen, die du hier als Fehldeutung aufgezählt hast, ebenfalls als solche bezeichnen würde.

    Und zum Thema Gleichstellung der Frau.

    Ob die islamischen Gesetze die Frau in der arabischen Gesellschaft besser oder schlechter gestellt haben spielt keine Rolle.

    Denn Im Koran stehen die Gesetze, wie sie sein sollen, und das sie auf alle zeit so bleiben sollen. Und diese Gesetze sind eben von einer Gleichstellung noch weit entfernt.

    Wenn im Koran stehen würde, dass man es noch besser machen sollte, diese Ideale auch aufgezeigt würden, den Arabern aber wegen der zu großen Umstellung befristet Ausnahmen gewährt würden oder irgendwas in der Richtung, dann könnte man den Koran so interpretieren, dass er eine kontinuierliche Verbesserung der Stellung der Frau in der Gesellschaft anstrebt bis hin zur Gleichstellung, aber dies ist eben nicht der Fall.
    Dir ist klar, daß deiner Meinung nach die Gleichstellung der Frau dann auch weder im Juden- noch im Christentum möglich ist, und alles andere eine Fehldeutung wäre?

  3. #113
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Macht dieser Vergleich denn Sinn? So gesehen könnte man auch sagen, die Demokratie, der Humanismus, der Nationalsozialismus und der Surrealismus sind sich irgendwo ähnlich, weil es alles gedankliche Systeme und Weltanschauungen sind. Ja aber, was dann?
    Die Demokratie ist keine Weltanschauung, aber egal.

    Es reicht doch, wenn man sagt es sind beides Ideologien und werden aus diesem Grunde miteinander verglichen.

    Das Resultat dieses Vergleichs könnte sein, dass beide Ideologien nichts miteinander gemeinsam haben. Dennoch sind es beides Ideologien, haben also viele gemeinsame Eigenschaften. Damit meine ich nicht den Inhalt, sondern all das was ganz allgemein auf Ideologien zutreffen, nämlich das sie eine Art sind, wie man die Welt betrachtet.

  4. #114
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Dir ist klar, daß deiner Meinung nach die Gleichstellung der Frau dann auch weder im Juden- noch im Christentum möglich ist, und alles andere eine Fehldeutung wäre?
    Nein ist mir nicht klar.

    Die gesamte Text der Bibel hat im Christentum einen völlig anderen Stellenwert als der Koran.

    Aber das ist ein anderes Thema. Auch dort gibt es genug frauenfeindliche Äußerungen.

    Aber ich bin weder Christ noch Jude, von daher ists mir auch egal, selbst wenn es so wäre.

  5. #115
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Ein anderes Problem ist, dass diese Fehldeutungen garnicht erst so offiziell sind wie du es hier halbwegs darstellst.

    Fehldeutungen sind eben sehr subjektiv und es gibt keine klare Instanz, die die Sachen, die du hier als Fehldeutung aufgezählt hast, ebenfalls als solche bezeichnen würde.

    Und zum Thema Gleichstellung der Frau.

    Ob die islamischen Gesetze die Frau in der arabischen Gesellschaft besser oder schlechter gestellt haben spielt keine Rolle.

    Denn Im Koran stehen die Gesetze, wie sie sein sollen, und das sie auf alle zeit so bleiben sollen. Und diese Gesetze sind eben von einer Gleichstellung noch weit entfernt.

    Wenn im Koran stehen würde, dass man es noch besser machen sollte, diese Ideale auch aufgezeigt würden, den Arabern aber wegen der zu großen Umstellung befristet Ausnahmen gewährt würden oder irgendwas in der Richtung, dann könnte man den Koran so interpretieren, dass er eine kontinuierliche Verbesserung der Stellung der Frau in der Gesellschaft anstrebt bis hin zur Gleichstellung, aber dies ist eben nicht der Fall.
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Nein ist mir nicht klar.

    Die gesamte Text der Bibel hat im Christentum einen völlig anderen Stellenwert als der Koran.

    Aber das ist ein anderes Thema. Auch dort gibt es genug frauenfeindliche Äußerungen.

    Aber ich bin weder Christ noch Jude, von daher ists mir auch egal, selbst wenn es so wäre.
    Für gläubige Juden haben religiös begründete Vorschriften den gleichen Stellenwert, wie für Gläubige Muslime- nur das es noch ein paar mehr sind.

    Beim Christentum haben wir ein grundlegendes Problem- Jesus hat ja keine neue Religion geschaffen, sondern das Judentum reformiert, und das auf eine sehr humane und tolerante Weise- aber letztendlich liefert er kaum Regeln, sondern eine Philosophie, die das Judentum als Grundlage nimmt.
    Dazu kommt dann die Kirche und ihre Bestimmungen.

    Deinen Äußerungen zu folge wäre dann garkeine Religion zu irgendeiner Art von Reformation fähig, ohne ihre Grundaussage einzubüßen?

  6. #116
    Avatar von Lido

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    3.058
    Also meiner Meinung nach ist der Islam auch frauenfeindlich, aber auch nur weil es sich beim islam aufgrund seinem ursprung in einer patriacharischen gesellschaft um eine veraltete ideologie handelt, da sie sich garnicht verändert hat in ihrer ausübung!

  7. #117
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Für gläubige Juden haben religiös begründete Vorschriften den gleichen Stellenwert, wie für Gläubige Muslime- nur das es noch ein paar mehr sind.

    Beim Christentum haben wir ein grundlegendes Problem- Jesus hat ja keine neue Religion geschaffen, sondern das Judentum reformiert, und das auf eine sehr humane und tolerante Weise- aber letztendlich liefert er kaum Regeln, sondern eine Philosophie, die das Judentum als Grundlage nimmt.
    Dazu kommt dann die Kirche und ihre Bestimmungen.

    Deinen Äußerungen zu folge wäre dann garkeine Religion zu irgendeiner Art von Reformation fähig, ohne ihre Grundaussage einzubüßen?
    Du sagst es doch selbst. Jesus selbst stellt weniger Gesetze auf als grobe Vorlagen und eine Philosophie.

    Dadurch ist ein Spielraum möglich. Aber wenn es doch ein Gesetz gibt, dann kann man es nicht einfach ändern ohne eben gegen die Grundlage der Religion zu verstoßen.

    Und im Islam sieht es nun mal so aus, dass der Koran das direkte und unverfälschte Wort Gottes ist. Alle Verse müssen beachtet werden und es werden ganz konkrete Gesetze gemacht. Es wird manchmal sogar gesagt, wie ein Vergehen auf Erden bestraft werden soll.
    Damit ist der Spielraum nun wesentlich kleiner. Und er ist sogar so klein, dass eine Gleichstellung der Frau gegen die Gesetze der Religion verstoßen würde, oder auch ein Verbot von Gewaltstrafen und Verstümmelung.

  8. #118
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Du sagst es doch selbst. Jesus selbst stellt weniger Gesetze auf als grobe Vorlagen und eine Philosophie.

    Dadurch ist ein Spielraum möglich. Aber wenn es doch ein Gesetz gibt, dann kann man es nicht einfach ändern ohne eben gegen die Grundlage der Religion zu verstoßen.

    Und im Islam sieht es nun mal so aus, dass der Koran das direkte und unverfälschte Wort Gottes ist. Alle Verse müssen beachtet werden und es werden ganz konkrete Gesetze gemacht. Es wird manchmal sogar gesagt, wie ein Vergehen auf Erden bestraft werden soll.
    Damit ist der Spielraum nun wesentlich kleiner. Und er ist sogar so klein, dass eine Gleichstellung der Frau gegen die Gesetze der Religion verstoßen würde, oder auch ein Verbot von Gewaltstrafen und Verstümmelung.
    Jetzt geht es ans Eingemachte und ich muß ehrlich zugeben, daß ich nicht zitierfest bin. Aber soweit ich weiß, ist der Koran eben keine hundertprozentige Gebrauchsanweisung, und läßt sehr wohl Spielraum für Deutungen- wenn du z.B. das Beispiel mit den Ehrenmorden bringst, so könnte sich ein ehrengekränkter Moslem doch auch auf die Stelle berufen, an der gesagt wird, daß derjenige, der einen Menschen rettet, die ganze Menschheit rettet etc.
    Die übelsten Deutungen im IDEOLOGISCHEN Islam rühren meiner Meinung davon her, daß die Menschen ihre Selbstverantwortung aufgeben, und sich begeistert irgendwelchen Lesearten des 14.Jh hingeben.

  9. #119
    Ferdydurke
    ... meine Meinung ist eigentlich, daß wenn ein Mensch an eine göttliche Schöpfung glaubt, daß eben auch den Glauben an eine göttliche Großzügigkeit und die Gabe des Verstandes einschließen sollte. Jede Art von religiösen Gesetzen sollten eine Hilfe für den MENSCHEN sein, wenn sie es nicht sind- Gott braucht sie jedenfalls NICHT.

    Wahrscheinlich ist das auch nicht wirklich eine Sichtweise, die überall Anklang finden würde- was soll´s.

  10. #120
    Avatar von -Troy-

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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Jetzt geht es ans Eingemachte und ich muß ehrlich zugeben, daß ich nicht zitierfest bin. Aber soweit ich weiß, ist der Koran eben keine hundertprozentige Gebrauchsanweisung, und läßt sehr wohl Spielraum für Deutungen- wenn du z.B. das Beispiel mit den Ehrenmorden bringst, so könnte sich ein ehrengekränkter Moslem doch auch auf die Stelle berufen, an der gesagt wird, daß derjenige, der einen Menschen rettet, die ganze Menschheit rettet etc.
    Die übelsten Deutungen im IDEOLOGISCHEN Islam rühren meiner Meinung davon her, daß die Menschen ihre Selbstverantwortung aufgeben, und sich begeistert irgendwelchen Lesearten des 14.Jh hingeben.
    Nein kann er nicht.

    Hier in Europa, ganz nach römischem Vorbild, darf das Gesetz keine Widersprüche enthalten. (Hat natürlich dann doch oft welche).
    Aber es gilt "Spezielles vor Allgemeines".

    Habe ich also ein Gesetz: Am Wochenende muss man tanzen.
    Und noch eins: Am Sonntag ist Tanzen verboten.

    Dann kann ich diesen Widerspruch dadurch beheben, da Sonntag der spezielle Fall des allgemeinen Begriffs "Wochenende" ist.

    Im Koran gibt es ne Menge widersprüche, auch in der Gesetzgebung. Die Moslems lösen das Problem aber anders. Sie berufen sich auf folgenden Vers:

    Sure 2

    106. Wenn Wir eine Aya aufheben oder der Vergessenheit anheimfallen lassen, so bringen Wir eine bessere als sie oder eine gleichwertige hervor. Weißt du denn nicht, daß Allah Macht über alle Dinge hat?
    Dies wird so gedeutet, dass der Vers, der später offenbart wurde, Vorrang vor dem älteren Vers hat.

    Die 114 Suren im Koran sind wie du sicher weißt nicht chronologisch angeordnet. Z. B. sind die letzten beiden Suren, Nr. 5 und 9.

    Man müsste also überprüfen, ob nicht irgend ein Vers existiert, der später offenbart wurde und Ehrenmorde legitimiert und dieser nicht wieder aufgehoben wurde.

    Auf diese Weise kann man jeden Widerspruch im Koran aufheben.

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