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Frankreich will auch Männer strafen

Erstellt von Fan Noli, 04.05.2010, 20:29 Uhr · 122 Antworten · 4.089 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Lido

    Registriert seit
    23.07.2008
    Beiträge
    3.058
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Ah ich verstehe. Burka tragen müssen ist ja gar nicht sexistisch. Es ist ein einengendes, alles individuell geschlechtliche verdeckendes Kleidungsstück, das nur Frauen tragen müssen. Wie komme ich da nur auf sexistisch, ich kleines Dummerchen?

    Und ganz ehrlich, vom Leben einer solchen Frau träume ich weiß Gott nicht, egal wieviel Kohle sie hat. Auch dieses Geld kann ihr nicht die Freiheit kaufen, selbständig zu denken und eigene, religionsunabhängige Entscheidungen zu treffen. In dem Land, aus dem sie kommt, gelten die frauenverachtenden Gesetze nämlich genauso auch für sie, sonst könnte sie unbedeckt herumlaufen.

    Also so sehr ich dich auch für intelligent und belesen halte, dein Kuschelkurs in Puncto Religion und Kulturrelativismus geht mir einfach zu weit. Und das von einem der größten Hippie-Gutmenschen hier.
    hab mich vor kurzem mit ner Afghanerin darüber unterhalten, die meinte (auch zu meiner Überraschung da ich vorher nie in die Richtung gedacht habe) dass es auch Frauen in ihrer Heimat gäbe die das freiwillig bis gerne machen, weil sie so nur von ihrem Ehemann jemals ohne Burka gesehen worden sind und ihnen das ein Gefühl der Besonderheit gibt.

    Aber hab auch einen wissenschaftlichen Artikel gelesen, wo drin stand dass überzeugter Glaub gewisse Hirnareale so ummodeliert, dass man "Befriedigung" empfindet beim Praktizieren des Glaubens, ergo ist Religion auf psychologischer Weise manipulativ!

  2. #42
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    O.K. Dann erklär mir bitte, was genau das Burkhaverbot bewirken würde.

    Erklär mir mal was du gegen den immer größere aufkommenden religiösen Fundamentalismus unternehmen möchtest? Der die ganzen Schwachstellen der freiheitlichen Gesellschaft ausnutzt. Mag sein das dieses Thema von "Rechts" für die eigenen Interessen hochgekocht wird, gerade deswegen sollte man aber eher dieses Probleme aunnehmen als es den Rechten zu überlassen. Wir können natürlich warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist und wo selbst jeder binde merkt welche Ausmaße der religiöse Fundamentalismus in der Gesellschaft angenommen hat. Ich denk schon dass du alles gut meinst, aber ich denke nicht das das alles so gut ist wie du glaubst. Das Thema hat viele Facetten und mir geht es bestimmt nicht um Kleidungsstil, sondern um Freiheiten udn Ideologien dahinter. Aber ich will das mal auf die Kernfarge reduzieren, wie entgegnet man dem immer größer werdenden religiösen Fundamentalismus der sich unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit die freiheitliche Gesellschft für seine unfreiheitlichen Ziele ausnutzt!? Oder verschliessen wir einfach unsere Augen ("womit wir nicht die ersten in der Geschichte wären"), wir wollen etwas einfach nicht wahr haben, dann ist es einfach nicht so.

  3. #43
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Lido Beitrag anzeigen
    hab mich vor kurzem mit ner Afghanerin darüber unterhalten, die meinte (auch zu meiner Überraschung da ich vorher nie in die Richtung gedacht habe) dass es auch Frauen in ihrer Heimat gäbe die das freiwillig bis gerne machen, weil sie so nur von ihrem Ehemann jemals ohne Burka gesehen worden sind und ihnen das ein Gefühl der Besonderheit gibt.

    Aber hab auch einen wissenschaftlichen Artikel gelesen, wo drin stand dass überzeugter Glaub gewisse Hirnareale so ummodeliert, dass man "Befriedigung" empfindet beim Praktizieren des Glaubens, ergo ist Religion auf psychologischer Weise manipulativ!
    das halet ich für absoluten Blödisnn weil die Frauen dort gar nicht die Wahl haben.*

  4. #44
    Ferdydurke
    Zum besseren Verständnis meiner Frage- welche Frauen soll das Verbot schützen? Keine überdrehten Konvertitinnen, und auch nicht die Durchschnittsflüchtlingsfamilie aus Afghanistan (denn, daß kann ich euch versichern, deren Frauen tragen KEINE Burka, egal wie konservativ sie zu Hause eingestellt sind).Um wen geht es überhaupt?

    Welche Art von "Zwang" soll bestraft werden? Was für Vorstellungen habt ihr eigentlich? Das zu Hause ein Mann ist, der seine Frau prügelt und während sie schreit "ich will aber studieren" schreit er "du trägst aber Burkha"? Zum Thema Gutmensch und mangelnde Einfühlsamkeit- ich kenne das Millieu ziemlich gut. Mag sein, daß das Burkhaverbot ein Signal ist. Aber es geht meiner Meinung nach an der Realität vorbei. Ich bin ein Gutmensch? Schön. Kennt ihr das Ausländergesetz? Eine renintente Ehefrau, die sich gegen ihren Ehemann zur Wehr setzt, und keine von ihm unabhängige Aufenthaltsgenehmigung hat, wird abgeschoben. Auf der einen Seite sollen sich Frauen emanzipieren, auf der anderen Seite müssen sie ihre Rechtslage sehr gut kennen, bevor sie es tun. Das ist die Realität. Eine minderjährige Frau aus einer Zwangsehe kann rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen, um sich scheiden zu lassen, und bis zum erreichen ihres achtzehnten Lebensjahres sich hier ausleben und jede Hilfe in Anspruch nehmen. Und dann?
    Man verspricht sich etwas von einem Burkaverbot, das hunderte oder tausende von Mädchen überhaupt nicht erreicht, weil sie keine Burka tragen. Und trotzdem in Ehen gedrängt werden, oder nicht über ihr Leben selbstständig verfügen können. O.K., meinetwegen, wir verbieten die Burka. Es ist jetzt soviel Wind darum gemacht worden- bitteschön. Und ein paar hundert Frauen tragen dann keine mehr. Vielleicht legen sie ab, oder vielleicht verlassen sie ihr Haus einfach nicht mehr. Ich behaupte, daß sich für hunderte oder tausende von Frauen nichts ändern wird, aber die Gesellschaft hat ihr Gewissen beruhigt, wei ein Gesetz auf den Weg gebracht wurde.

    Vor ein paar Monaten hat sich hier e in Mädchen erhängt, weil es schwanger geworden ist. Ihre Eltern wußten nichts davon, die Familie war relativ liberal. Aber ihr ganzes Unglück war, in einer Nachbarschaft zu leben, in der sie unter ständiger Beobachtung und unter enormem Druck stand. Und um diesen Druck auszuüben, war weder Burkha, noch Gewalt nötig. Und sagen wir, eine Frau lebt in einer unerträglichen Ehe, in der sie wie ein Stück Dreck behandelt wird, ausgenutzt wird, und unter anderem dazu gezwungen wird, Burka zu tragen. Was gewinnt sie durch ein burkhaverbot? Das sie es amtlich hat, daß ihr Mann ein Arschloch ist? Das sie sich scheiden lassen kann? Das kann sie auch ohne Burkhaverbot (außer, sie hat das Pech einer wenig soliden aufenthaltsgenehmigung, aber die Frage ist ja uninterressant). Und woher soll eine Frau aus dem Umfeld den Rückhalt nehmen, um sich gegen die Ehe zu stellen? Und wenn sie es tut, wie schützt man sie? DAS sind doch eigentlich die Fragen, die interressant sein sollten.

    Ich halte das Burkhaverbot einfach für viel Wind um nichts. Ein Gesetz, daß an der Lebensrealität vorbeigeht, und die wirklichen Probleme nicht löst.

  5. #45
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.449
    Ferdydurke

    All die Probleme und Schwierigkeiten, die du genannt hast, sind nicht vom Gesetzgeber sondern hauptsächlich von religiösen Fundamentalisten geschaffen und in die Gastländer importiert worden, die das jetzt ausbaden dürfen. Auch du schilderst es so, als wenn man eigentlich eingreifen müsste, nur wie und an welchen Stellen?

    Eine Sache aus meiner Sicht ist, dass man das Problem viel zu spät als solches erkennt hat und angeht, es wird höchste Zeit zu beginnen. Immer wenn etwas war hieß es "besucht Moscheen um euch ein Bild des friedlichen Islam zu machen", wie lange muss man das schon hören, statt sich richtige Maßnahmen zu überlegen.

    Der Burka-Schritt (und das wird sicher nicht der letzte sein) ist in vielerlei Hinsicht schwach, aber es ist u.a. ein Schritt um zu zeigen, wir sind jetzt wachsamer und handlungsfähig.
    Wir achten nicht mehr nur eure Bedürfnisse sondern auch unsere eigenen.

  6. #46
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Zum besseren Verständnis meiner Frage- welche Frauen soll das Verbot schützen? Keine überdrehten Konvertitinnen, und auch nicht die Durchschnittsflüchtlingsfamilie aus Afghanistan (denn, daß kann ich euch versichern, deren Frauen tragen KEINE Burka, egal wie konservativ sie zu Hause eingestellt sind).Um wen geht es überhaupt?

    Welche Art von "Zwang" soll bestraft werden? Was für Vorstellungen habt ihr eigentlich? Das zu Hause ein Mann ist, der seine Frau prügelt und während sie schreit "ich will aber studieren" schreit er "du trägst aber Burkha"? Zum Thema Gutmensch und mangelnde Einfühlsamkeit- ich kenne das Millieu ziemlich gut. Mag sein, daß das Burkhaverbot ein Signal ist. Aber es geht meiner Meinung nach an der Realität vorbei. Ich bin ein Gutmensch? Schön. Kennt ihr das Ausländergesetz? Eine renintente Ehefrau, die sich gegen ihren Ehemann zur Wehr setzt, und keine von ihm unabhängige Aufenthaltsgenehmigung hat, wird abgeschoben. Auf der einen Seite sollen sich Frauen emanzipieren, auf der anderen Seite müssen sie ihre Rechtslage sehr gut kennen, bevor sie es tun. Das ist die Realität. Eine minderjährige Frau aus einer Zwangsehe kann rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen, um sich scheiden zu lassen, und bis zum erreichen ihres achtzehnten Lebensjahres sich hier ausleben und jede Hilfe in Anspruch nehmen. Und dann?
    Man verspricht sich etwas von einem Burkaverbot, das hunderte oder tausende von Mädchen überhaupt nicht erreicht, weil sie keine Burka tragen. Und trotzdem in Ehen gedrängt werden, oder nicht über ihr Leben selbstständig verfügen können. O.K., meinetwegen, wir verbieten die Burka. Es ist jetzt soviel Wind darum gemacht worden- bitteschön. Und ein paar hundert Frauen tragen dann keine mehr. Vielleicht legen sie ab, oder vielleicht verlassen sie ihr Haus einfach nicht mehr. Ich behaupte, daß sich für hunderte oder tausende von Frauen nichts ändern wird, aber die Gesellschaft hat ihr Gewissen beruhigt, wei ein Gesetz auf den Weg gebracht wurde.

    Vor ein paar Monaten hat sich hier e in Mädchen erhängt, weil es schwanger geworden ist. Ihre Eltern wußten nichts davon, die Familie war relativ liberal. Aber ihr ganzes Unglück war, in einer Nachbarschaft zu leben, in der sie unter ständiger Beobachtung und unter enormem Druck stand. Und um diesen Druck auszuüben, war weder Burkha, noch Gewalt nötig. Und sagen wir, eine Frau lebt in einer unerträglichen Ehe, in der sie wie ein Stück Dreck behandelt wird, ausgenutzt wird, und unter anderem dazu gezwungen wird, Burka zu tragen. Was gewinnt sie durch ein burkhaverbot? Das sie es amtlich hat, daß ihr Mann ein Arschloch ist? Das sie sich scheiden lassen kann? Das kann sie auch ohne Burkhaverbot (außer, sie hat das Pech einer wenig soliden aufenthaltsgenehmigung, aber die Frage ist ja uninterressant). Und woher soll eine Frau aus dem Umfeld den Rückhalt nehmen, um sich gegen die Ehe zu stellen? Und wenn sie es tut, wie schützt man sie? DAS sind doch eigentlich die Fragen, die interressant sein sollten.

    Ich halte das Burkhaverbot einfach für viel Wind um nichts. Ein Gesetz, daß an der Lebensrealität vorbeigeht, und die wirklichen Probleme nicht löst.
    es geht eigentlich kaum um die burkas, die machen vielleicht 1 prozent der vollverschleierung aus. wenn du das nur auf die burkas reduzierst wie du es machst, redest du eigentlich schon etwas am thema vorbei. Du versuchst das Problem so zu marginalisieren und wirst ihm sicher nicht gerecht. Es sind sehr, sehr viel mehr Frauen davon betroffen wie du es darstellst. Darüberhinaus ist die Signalwirkung auf alle bezogen, die unfreiheitliche Verschleierung wird allgemein thematsiert. ich versteh nicht wie man etwas dagegen hat, wenn es einen angeblich um die Frauen geht.

  7. #47
    Baader
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Aber beende doch vorher bitte deine kleine Sexgeschichte mit Ratko
    Ich hab eh vor ihn auszuliefern. Irgendwie machts voll keinen Spass mehr mit ihm.

  8. #48
    Fan Noli
    Ägypten streitet über den Gesichtsschleier

    Land
    Ägypten


    Der Groß-Mufti der Al-Azhar hat mit einer Stellungnahme gegen den Gesichtsschleier eine heftige Debatte in Ägypten ausgelöst. Die zahlreichen Lehranstalten der Al-Azhar sowie die Wohnheime der Kairo Universität verweigern mittlerweile vollverschleierten Studentinnen den Zugang. Wütende Proteste und Gerichtsverfahren sind die Folge. Bislang nützt der Streit vor allem der Regierung.


    Der Streit um die Vollverschleierung hat in Ägypten neue Dimensionen angenommen. Auslöser einer Debatte, die seit Tagen die ägyptischen Medien beherrscht, ist der umstrittene Großscheich der Al-Azhar-Universität Mohammed Said Tantawi. Großscheich Tantawi hatte am 3. Oktober eine der Al-Azhar-Schulen besucht, um sich über Vorsorgemaßnahmen gegen die Schweinegrippe zu informieren. Es waren allerdings nicht hustende Kinder, die Tantawi bei diesem Schulbesuch erregten, sondern ein 11 bis 12 Jahre altes Mädchen in schwarzer Vollverschleierung einschließlich Gesichtsschleier (Niqab). Tantawi soll die Schülerin mit dem Hinweis, dass es sich beim Gesichtsschleier um eine vorislamische Tradition handele, in wenig schmeichelhaftem Ton zum Ablegen des Niqabs aufgefordert haben.

    Mit liberalen Ansichten, unkonventionellen Rechtsgutachten und seiner offenkundigen Regierungsnähe hatte Tantawi ultraorthodoxe und islamistische Kreise bereits wiederholt gegen sich aufgebracht. Weibliche Genitalverstümmelung verurteilt er ebenso wie Terrorismus und Selbstmordanschläge. Zu den Christen im Land pflegt er ein gutes Verhältnis und zum Thema Israel hält er sich zurück. Al-Azhar ist zwar weitgehend dem Willen der ägyptischen Regierung unterworfen und predigt dementsprechend einen gemäßigt-konservativen „Staatsislam“. Als Vertreter einer Institution, die zumindest nach ihrem Selbstverständnis die bedeutendste religiöse Autorität des sunnitischen Islam darstellt, hat das Wort des Großscheichs der Al-Azhar aber dennoch weit über die Grenzen Ägyptens hinaus Gewicht.

    Der unislamische Schleier

    Kaum eine der Äußerungen und Fatwas Tantawis hatte in der ägyptischen Öffentlichkeit aber derart weit reichende Auswirkungen wie seine jüngste Tirade gegen den Niqab. Kurz nach Tantawis Schulbesuch sprach sich der Oberste Rat der Al-Azhar für ein Niqab-Verbot an allen angegliederten Institutionen und Einrichtungen aus. Rückendeckung bekam die Al-Azhar für diesen Schritt sowohl von Hochschulminister Hany Helal als auch von Religionsminister Hamdi Zaqzuq, die beide den Niqab als „unislamisch“ verurteilten.

    Helal wies daraufhin die Kairo Universität an, gesichtsverschleierten Frauen den Zutritt zu den Wohnheimen der Universität zu verwehren. Diese Anweisung wurde von der Universitätsleitung mit der Begründung, es gebe schließlich nur Frauen in den Wohnheimen, umgehend umgesetzt. Die Folge waren wütende Proteste einiger gesichtsverschleierter Studentinnen und eine Eilklage vor dem ägyptischen Verfassungsgericht. Diese Klage wurde am 7. Oktober abgewiesen. Ein Verbot der Vollverschleierung, so das oberste Gericht, sei rechtmäßig. Vertreter der oppositionellen Muslimbruderschaft, betroffene Frauen und einige Menschenrechtsorganisationen kündigten daraufhin mit dem Verweis auf die Religions- und Meinungsfreiheit Klagen gegen Großscheich Tantawi, Hochschulminister Helal und den Präsidenten der Kairo Universität an.

    Der Niqab auf dem Vormarsch

    Tantawis Schulbesuch war allenfalls der Auslöser, nicht aber die Ursache des Schleierstreits in Ägypten. Der Gesichtsschleier war lange in Ägypten völlig unbekannt. Seit einigen Jahren nimmt die Vollverschleierung (einschließlich Handschuhe) allerdings spürbar zu und gehört mittlerweile zum alltäglichen Straßenbild in Kairo. Ursprünglich war der Niqab nur in den Golfstaaten verbreitet. Über zurückkehrende ägyptische Gastarbeiter und die zahlreichen Fernsehprediger findet er aber bei ultraorthodoxen und islamistischen Frauen in Ägypten zunehmend Zuspruch.

    Argumentationsgrundlage sind dabei weniger der Koran und die Aussagen des Propheten als vielmehr die Religions- und Meinungsfreiheit. Nach weit überwiegender Auffassung muslimischer Rechtsgelehrter gibt es für den Niqab keine religiöse Rechtfertigung. Nach dieser Mehrheitsmeinung stellt er eine vorislamische Tradition dar, die sich in den traditionell geprägten Staaten der arabischen Halbinsel erhalten habe. Befürworter des Niqabs – darunter viele Vertreter der Muslimbruderschaft – argumentieren daher primär mit allgemeinen Sittlichkeitsvorstellungen und der individuellen Religions- und Meinungsfreiheit. Außerdem verweisen sie darauf, dass der Niqab nach vorherrschender Rechtsauffassung von muslimischen Gelehrten bislang nicht als unislamisch angesehen wurde.

    Das Establishment wehrt sich

    Die Zunahme der Totalverschleierung wird von großen Teilen des ägyptischen Establishments mit Argwohn verfolgt. Traditionell werden Bekleidungsgewohnheiten und religiöser Lebensstil in Ägypten eher als Ausdruck von Klassenzugehörigkeit und nicht von Religiosität gesehen. In den abgeschirmten Parallelwelten der ägyptischen Oberschicht blieb man zudem vor ultraothodoxen oder islamistischen Gedankenwelten und „Etiketten“ weitgehend unbehelligt. Die aus den Golfstaaten zurückkehrenden Gastarbeiter stellen diese traditionellen Klassengrenzen mithilfe ihres im Ausland erwirtschafteten Wohlstandes zunehmend in Frage. Überdurchschnittlich viele Niqab-Trägerinnen sind gut gebildet, vergleichsweise wohlhabend und selbstbewusst. Sie zählen sich zu einer aufstrebenden Mittelschicht, die in die Lebensbereiche des bisherigen ägyptischen Establishments eindringt und deren Privilegien und Lebensweise in Frage stellen. Dieses Eindringen des Niqabs in den Alltag der ägyptischen Mittel- und Oberschicht führte bereits vor einigen Jahren zu einer Reihe von gerichtlichen und medialen Auseinandersetzungen – zunächst mit offenem Ausgang. Noch 2007 hatte Großscheich Tantawi den Niqab nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern als Ausdruck der individuellen Entscheidung der Frau zugelassen. Zwei Jahre zuvor hatte ein Gericht gegen das Verbot der Vollverschleierung an der Amerikanischen Universität in Kairo (AUC) entschieden. Die AUC hatte das Verbot mit dem Konzept liberaler Bildung und mit religiöser Neutralität begründet. Das Gericht hielt dem entgegen, daß ein solches Verbot der verfassungsrechtlichen Gewährleistung der Religionsfreiheit widerspreche.

    Seit 2008 scheinen sich die Gegner des Niqab aber immer weiter durchzusetzen. In den meisten Privat- und in allen Militärclubs ist Niqab-Trägerinnen der Zugang mittlerweile verboten. Auch das Tragen „islamischer“ Badebekleidung (sog. „Burkinis“) wird immer öfter unterbunden. Sicherheitsbehörden warnen zunehmend davor, dass (männliche) Terroristen und Straftäter den Niqab als Tarnung benutzen. Das Gesundheitsministerium plant schon seit längerem ein Niqab-Verbot für Ärztinnen und Krankenschwestern. Schließlich ließ 2008 das Religionsministerium ein Buch, das den Niqab als unislamisch verurteilt, an alle Moscheen des Landes verteilen.

    Angesichts dieser Entwicklung ist nicht auszuschließen, dass bald ein Verbot der Vollverschleierung an allen Schulen und Universitäten des Landes, ggf. sogar in allen öffentlichen Gebäuden, erlassen wird.

    Mehr als ein Stück Stoff

    Bei der Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Vollverschleierung geht es also nur am Rande um Religion und vorrangig um politische und gesellschaftliche Fragen. Für die ägyptische Regierung bietet der Niqab-Streit eine willkommene Gelegenheit gegen das Vordringen ultraorthodoxen und islamistischen Gedankenguts und der sich darauf berufenden politischen und gesellschaftlichen Bewegungen vorzugehen. Der Niqab-Streit bringt dementsprechend die oppositionelle Muslimbruderschaft in eine schwierige Position. Momentan ergreifen die meisten Vertreter der Bruderschaft für den Niqab Partei. Dies schwächt – ein Dreivierteljahr vor den Parlamentswahlen – ihren Rückhalt bei traditionell und liberal gesinnten Anhängern. Die Gegnerschaft gegen den Niqab bedient zudem verbreitete Ressentiments gegen das Vordringen „saudischer“ Einflüsse im Land. Sowohl im ägyptischen Establishment als auch bei vielen „einfachen Leuten“ ist der Niqab auch deshalb nicht beliebt, weil er als ausländischer Import aus den als dekadent angesehenen reichen Golfstaaten betrachtet wird.

    Der Niqab-Streit bietet der Regierung somit die Möglichkeit, im Schulterschluss mit dem traditionellen „Staatsislam“, die säkularen und liberalen Kräfte der ägyptischen Gesellschaft wieder stärker an sich zu binden. Zahlreiche Vertreter der säkularen Oppositionsparteien, aber auch Journalisten, Unternehmer, Künstler und Vertreter der Zivilgesellschaft haben sich demonstrativ auf die Seite von Großscheich Tantawi und den Niqab-Gegnern gestellt und damit letztendlich Partei für die ägyptische Regierung ergriffen. Für sie ist der Niqab nicht einfach „nur ein Stück Stoff“, wie seine Befürworter behaupten, sondern Ausdruck unislamischen, unmodernen und letztendlich auch unägyptischen Gedankenguts.

    Ägypten streitet über den Gesichtsschleier, Publikationen, Auslandsbüro Ägypten, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

    ----------

    Und was sagt jetzt Ferdydurke dazu.

  9. #49
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Fan Noli Beitrag anzeigen
    es geht eigentlich kaum um die burkas, die machen vielleicht 1 prozent der vollverschleierung aus. wenn du das nur auf die burkas reduzierst wie du es machst, redest du eigentlich schon etwas am thema vorbei. Du versuchst das Problem so zu marginalisieren und wirst ihm sicher nicht gerecht. Es sind sehr, sehr viel mehr Frauen davon betroffen wie du es darstellst. Darüberhinaus ist die Signalwirkung auf alle bezogen, die unfreiheitliche Verschleierung wird allgemein thematsiert. ich versteh nicht wie man etwas dagegen hat, wenn es einen angeblich um die Frauen geht.
    Ja, natürlich geht um die Burkha- um was den sonst? Glaubst du, daß es ausgerechnet Sarkozy, der die Jugendlichen in den Vororten als "Gesindel" bezeichnet hat, die Unruhen "mit dem Kärcher" beseitigen wollte, und sich als ziel gesetzt hat, 25.000 illegal Eingewanderte pro Jahr abzuschieben, und zwar unter begleitumständen, die bereits Todesopfer gefordert haben, weil Menschen in Panik aus den Fenstern gesprungen sind, und DNA-Tests und ethnische Erhebungen im neuen Einwanderungsgesetz verankern will, plötzlich menschelt? ja, um was soll es ihm den gehen?????

    Noch ein Kommentar zu belgien:

    Was bedeutet so ein Gesetz in der Praxis? Es kann nur zwei Gruppen von Burka-Trägerinnen geben: Solche, die sich freiwillig verhüllen und solche, die dies unter Zwang tun. Erstere Gruppe wird durch die Entscheidung kriminalisiert, und die zweite Gruppe von Frauen wird noch mehr in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

    Diesem Gesetz geht es gar nicht darum, Frauen zu helfen, sich aus patriarchalischer oder religiöser Bevormundung zu befreien. Belgien, das um die Einheitsfrage ringt, vergewissert sich mit einer solchen Abstimmung lediglich seiner eigenen Konsensfähigkeit. Offensichtlich ist das Feindbild Islam dafür bestens geeignet.
    Belgien: Burkaverbot, einig Vaterland | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

    Das Gesetz in Belgien wird nach Schätzungen einige dutzend Frauen betreffen.

  10. #50
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Fan Noli Beitrag anzeigen
    Ägypten streitet über den Gesichtsschleier

    Land
    Ägypten


    Der Groß-Mufti der Al-Azhar hat mit einer Stellungnahme gegen den Gesichtsschleier eine heftige Debatte in Ägypten ausgelöst. Die zahlreichen Lehranstalten der Al-Azhar sowie die Wohnheime der Kairo Universität verweigern mittlerweile vollverschleierten Studentinnen den Zugang. Wütende Proteste und Gerichtsverfahren sind die Folge. Bislang nützt der Streit vor allem der Regierung.


    Der Streit um die Vollverschleierung hat in Ägypten neue Dimensionen angenommen. Auslöser einer Debatte, die seit Tagen die ägyptischen Medien beherrscht, ist der umstrittene Großscheich der Al-Azhar-Universität Mohammed Said Tantawi. Großscheich Tantawi hatte am 3. Oktober eine der Al-Azhar-Schulen besucht, um sich über Vorsorgemaßnahmen gegen die Schweinegrippe zu informieren. Es waren allerdings nicht hustende Kinder, die Tantawi bei diesem Schulbesuch erregten, sondern ein 11 bis 12 Jahre altes Mädchen in schwarzer Vollverschleierung einschließlich Gesichtsschleier (Niqab). Tantawi soll die Schülerin mit dem Hinweis, dass es sich beim Gesichtsschleier um eine vorislamische Tradition handele, in wenig schmeichelhaftem Ton zum Ablegen des Niqabs aufgefordert haben.

    Mit liberalen Ansichten, unkonventionellen Rechtsgutachten und seiner offenkundigen Regierungsnähe hatte Tantawi ultraorthodoxe und islamistische Kreise bereits wiederholt gegen sich aufgebracht. Weibliche Genitalverstümmelung verurteilt er ebenso wie Terrorismus und Selbstmordanschläge. Zu den Christen im Land pflegt er ein gutes Verhältnis und zum Thema Israel hält er sich zurück. Al-Azhar ist zwar weitgehend dem Willen der ägyptischen Regierung unterworfen und predigt dementsprechend einen gemäßigt-konservativen „Staatsislam“. Als Vertreter einer Institution, die zumindest nach ihrem Selbstverständnis die bedeutendste religiöse Autorität des sunnitischen Islam darstellt, hat das Wort des Großscheichs der Al-Azhar aber dennoch weit über die Grenzen Ägyptens hinaus Gewicht.

    Der unislamische Schleier

    Kaum eine der Äußerungen und Fatwas Tantawis hatte in der ägyptischen Öffentlichkeit aber derart weit reichende Auswirkungen wie seine jüngste Tirade gegen den Niqab. Kurz nach Tantawis Schulbesuch sprach sich der Oberste Rat der Al-Azhar für ein Niqab-Verbot an allen angegliederten Institutionen und Einrichtungen aus. Rückendeckung bekam die Al-Azhar für diesen Schritt sowohl von Hochschulminister Hany Helal als auch von Religionsminister Hamdi Zaqzuq, die beide den Niqab als „unislamisch“ verurteilten.

    Helal wies daraufhin die Kairo Universität an, gesichtsverschleierten Frauen den Zutritt zu den Wohnheimen der Universität zu verwehren. Diese Anweisung wurde von der Universitätsleitung mit der Begründung, es gebe schließlich nur Frauen in den Wohnheimen, umgehend umgesetzt. Die Folge waren wütende Proteste einiger gesichtsverschleierter Studentinnen und eine Eilklage vor dem ägyptischen Verfassungsgericht. Diese Klage wurde am 7. Oktober abgewiesen. Ein Verbot der Vollverschleierung, so das oberste Gericht, sei rechtmäßig. Vertreter der oppositionellen Muslimbruderschaft, betroffene Frauen und einige Menschenrechtsorganisationen kündigten daraufhin mit dem Verweis auf die Religions- und Meinungsfreiheit Klagen gegen Großscheich Tantawi, Hochschulminister Helal und den Präsidenten der Kairo Universität an.

    Der Niqab auf dem Vormarsch

    Tantawis Schulbesuch war allenfalls der Auslöser, nicht aber die Ursache des Schleierstreits in Ägypten. Der Gesichtsschleier war lange in Ägypten völlig unbekannt. Seit einigen Jahren nimmt die Vollverschleierung (einschließlich Handschuhe) allerdings spürbar zu und gehört mittlerweile zum alltäglichen Straßenbild in Kairo. Ursprünglich war der Niqab nur in den Golfstaaten verbreitet. Über zurückkehrende ägyptische Gastarbeiter und die zahlreichen Fernsehprediger findet er aber bei ultraorthodoxen und islamistischen Frauen in Ägypten zunehmend Zuspruch.

    Argumentationsgrundlage sind dabei weniger der Koran und die Aussagen des Propheten als vielmehr die Religions- und Meinungsfreiheit. Nach weit überwiegender Auffassung muslimischer Rechtsgelehrter gibt es für den Niqab keine religiöse Rechtfertigung. Nach dieser Mehrheitsmeinung stellt er eine vorislamische Tradition dar, die sich in den traditionell geprägten Staaten der arabischen Halbinsel erhalten habe. Befürworter des Niqabs – darunter viele Vertreter der Muslimbruderschaft – argumentieren daher primär mit allgemeinen Sittlichkeitsvorstellungen und der individuellen Religions- und Meinungsfreiheit. Außerdem verweisen sie darauf, dass der Niqab nach vorherrschender Rechtsauffassung von muslimischen Gelehrten bislang nicht als unislamisch angesehen wurde.

    Das Establishment wehrt sich

    Die Zunahme der Totalverschleierung wird von großen Teilen des ägyptischen Establishments mit Argwohn verfolgt. Traditionell werden Bekleidungsgewohnheiten und religiöser Lebensstil in Ägypten eher als Ausdruck von Klassenzugehörigkeit und nicht von Religiosität gesehen. In den abgeschirmten Parallelwelten der ägyptischen Oberschicht blieb man zudem vor ultraothodoxen oder islamistischen Gedankenwelten und „Etiketten“ weitgehend unbehelligt. Die aus den Golfstaaten zurückkehrenden Gastarbeiter stellen diese traditionellen Klassengrenzen mithilfe ihres im Ausland erwirtschafteten Wohlstandes zunehmend in Frage. Überdurchschnittlich viele Niqab-Trägerinnen sind gut gebildet, vergleichsweise wohlhabend und selbstbewusst. Sie zählen sich zu einer aufstrebenden Mittelschicht, die in die Lebensbereiche des bisherigen ägyptischen Establishments eindringt und deren Privilegien und Lebensweise in Frage stellen. Dieses Eindringen des Niqabs in den Alltag der ägyptischen Mittel- und Oberschicht führte bereits vor einigen Jahren zu einer Reihe von gerichtlichen und medialen Auseinandersetzungen – zunächst mit offenem Ausgang. Noch 2007 hatte Großscheich Tantawi den Niqab nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern als Ausdruck der individuellen Entscheidung der Frau zugelassen. Zwei Jahre zuvor hatte ein Gericht gegen das Verbot der Vollverschleierung an der Amerikanischen Universität in Kairo (AUC) entschieden. Die AUC hatte das Verbot mit dem Konzept liberaler Bildung und mit religiöser Neutralität begründet. Das Gericht hielt dem entgegen, daß ein solches Verbot der verfassungsrechtlichen Gewährleistung der Religionsfreiheit widerspreche.

    Seit 2008 scheinen sich die Gegner des Niqab aber immer weiter durchzusetzen. In den meisten Privat- und in allen Militärclubs ist Niqab-Trägerinnen der Zugang mittlerweile verboten. Auch das Tragen „islamischer“ Badebekleidung (sog. „Burkinis“) wird immer öfter unterbunden. Sicherheitsbehörden warnen zunehmend davor, dass (männliche) Terroristen und Straftäter den Niqab als Tarnung benutzen. Das Gesundheitsministerium plant schon seit längerem ein Niqab-Verbot für Ärztinnen und Krankenschwestern. Schließlich ließ 2008 das Religionsministerium ein Buch, das den Niqab als unislamisch verurteilt, an alle Moscheen des Landes verteilen.

    Angesichts dieser Entwicklung ist nicht auszuschließen, dass bald ein Verbot der Vollverschleierung an allen Schulen und Universitäten des Landes, ggf. sogar in allen öffentlichen Gebäuden, erlassen wird.

    Mehr als ein Stück Stoff

    Bei der Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Vollverschleierung geht es also nur am Rande um Religion und vorrangig um politische und gesellschaftliche Fragen. Für die ägyptische Regierung bietet der Niqab-Streit eine willkommene Gelegenheit gegen das Vordringen ultraorthodoxen und islamistischen Gedankenguts und der sich darauf berufenden politischen und gesellschaftlichen Bewegungen vorzugehen. Der Niqab-Streit bringt dementsprechend die oppositionelle Muslimbruderschaft in eine schwierige Position. Momentan ergreifen die meisten Vertreter der Bruderschaft für den Niqab Partei. Dies schwächt – ein Dreivierteljahr vor den Parlamentswahlen – ihren Rückhalt bei traditionell und liberal gesinnten Anhängern. Die Gegnerschaft gegen den Niqab bedient zudem verbreitete Ressentiments gegen das Vordringen „saudischer“ Einflüsse im Land. Sowohl im ägyptischen Establishment als auch bei vielen „einfachen Leuten“ ist der Niqab auch deshalb nicht beliebt, weil er als ausländischer Import aus den als dekadent angesehenen reichen Golfstaaten betrachtet wird.

    Der Niqab-Streit bietet der Regierung somit die Möglichkeit, im Schulterschluss mit dem traditionellen „Staatsislam“, die säkularen und liberalen Kräfte der ägyptischen Gesellschaft wieder stärker an sich zu binden. Zahlreiche Vertreter der säkularen Oppositionsparteien, aber auch Journalisten, Unternehmer, Künstler und Vertreter der Zivilgesellschaft haben sich demonstrativ auf die Seite von Großscheich Tantawi und den Niqab-Gegnern gestellt und damit letztendlich Partei für die ägyptische Regierung ergriffen. Für sie ist der Niqab nicht einfach „nur ein Stück Stoff“, wie seine Befürworter behaupten, sondern Ausdruck unislamischen, unmodernen und letztendlich auch unägyptischen Gedankenguts.

    Ägypten streitet über den Gesichtsschleier, Publikationen, Auslandsbüro Ägypten, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

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    Und was sagt jetzt Ferdydurke dazu.
    Auch eine Art, die Opposition zu schwächen. Über die Regierung in Ägypten selber mag ich mich nicht auslassen, als positives Beispiel für demokratische Maßnahmen ist sie ungeeignet.

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