Jungfernfahrt nach Serbien

Olten Film und Konzert mit der Blaskapelle «kein vorspiel» in der Vario-Bar

Der Film «Meine Freunde spielen jetzt Serben-Musik» zeigt die Landshuter Balkanband «kein vorspiel» auf ihrer Jungfernfahrt nach Serbien. Was es braucht, um dort auf dem grössten Bläserfestival der Welt bestehen zu können, zeichnet Martin Ostermeier in seinem 45-minütigen Dokumentartfilm nach. Morgen ab 21 Uhr feiert der gebürtige Landshuter, der seit 1999 als freier Schauspieler in Zürich lebt, seine Oltner Premiere mit Live-Konzert in der Vario-Bar.
Normalerweise gibts irgendwann die Musik zum Film. Bei «Meine Freunde spielen jetzt Serben-Musik» ist es umgekehrt: hier ist der Film zur Musik entstanden. Zur Musik von «kein vorspiel», dem Landshuter Balkanblasorchester, das man in Niederbayern genauso kennt wie in den Tiefen des Teils vom Balkan, den man Serbien nennt.
2002 kommen sieben Landshuter Blechbläser auf die Idee, dass sie zusammen Volksmusik machen könnten - serbische Volksmusik. Oder sollte man sagen, dass die Idee zu den sieben Landshutern kam und bei diesen zart, aber klar vernehmlich an die Tür klopfte, worauf ihr sofort aufgetan wurde? Noch im selben Augenblick setzte sich besagtes Septett die hereingebetene Idee in den Kopf - sich selbst und gegenseitig - und schon fand man sich mit einer Handvoll blitzschnell einstudierten Kolos und Pesmas (Tänzen und Liedern) auf dem grössten Blechbläserfestival der Welt im serbischen Guca wieder. So fix wurde wohl selten eine fixe Idee in die Tat umgesetzt.
Wie die sieben Niederbayern von den Serben aufgenommen wurden und was sie selber zur Entstehung ihrer Combo zu sagen haben, zeigt der unterhaltsame Dokumentarerstling von Martin Ostermeier. Ein Film, irgendwo aus dem Graubereich zwischen Low-Low- und No- Budget.
Und beim anschliessenden Konzert der inzwischen neunköpfigen Blaskapelle «kein Vorspiel» geht in der Oltner Vario-Bar die Post endgültig so richtig ab. (otr)