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Führungsrolle in der orthodoxen Welt

Erstellt von Kejo, 14.10.2012, 23:22 Uhr · 13 Antworten · 895 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Paokaras

    Registriert seit
    02.09.2010
    Beiträge
    8.889
    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Das die nicht anerkannt werden, liegt an den Serben.Hat soweit ich weiß nichts mit uns zu tun. Habe sogar 1-2 Ejr Mazedonier getroffen die GR-Orthodox waren

    Weil sie glaub ich bis zum Zerfall Jugoslawiens unter der serbischen Kirche standen.

  2. #12
    Kejo
    Neues Selbstbewusstsein


    Ein neues Selbstbewusstsein führte auch zu einer kirchenpolitischen Abkapselung gegenüber anderen Kirchen. Man glaubt wieder die größte orthodoxe Kirchengemeinschaft der Welt zu sein und zeigt damit auch Mühe, den Ehrenprimat des Patriarchen von Konstantinopel weiterhin anzuerkennen. Die Ökumene gilt heute als suspekt. Der Antisemitismus feiert Auferstehung. Der prominenteste Exponent solcher Auffassungen war der alte Metropolit Ioann (Snytschew) von St. Petersburg, der vom Patriarchat ungehindert gegen das westliche „Gift des Liberalismus“ und die Ökumene wetterte und antisemitische Thesen verbreitete.6 Wie Metropolit Ioann propagieren auch die „National-Orthodoxen“ die Treue zu den „historischen Wurzeln der heiligen Rus’“ und treten somit auch für einen konfessionellen Staat ein, in welchem die Russische Orthodoxe Kirche wieder, wie einst unter dem Zarismus, religiös die beherrschende Stelle einnimmt. Der neue Patriarch Aleksij II. (Ridiger) wollte jedoch anfänglich sein Patriarchat nicht wieder in der Rolle einer offiziellen Landeskirche sehen. „Es gibt keine politische Ehe für die Kirche“7, verkündete er 1992 noch ohne Einschränkungen.
    Seit 1993 drängten national-orthodoxe Kreise darauf, die dank Boris Jelzin zustande gekommene liberale und fortschrittliche religiöse Gesetzgebung vom Oktober 1990 zu ändern, die auch international große Hoffnungen geweckt hatte. Dieses Gesetz, das nicht das religiöse Leben reglementieren wollte, sondern die Gewissensfreiheit der Bürger verteidigte8, war 1990 auch vom Patriarchen Aleksij II. eifrig befürwortet worden. Obwohl sich Boris Jelzin einer Neufassung des Gesetzes lange abgeneigt zeigte, musste sich der Staatspräsident schließlich der parlamentarischen Mehrheit und dem Drängen der orthodox-nationalen Seite beugen. Nach einigen äußerlichen Retuschen trat das neue Gesetz „Über die Gewissensfreiheit und über religiöse Vereinigungen“ am 1. Oktober 1997 in Kraft. Dieses stellt zweifellos einen bedauerlichen Rückschritt gegenüber der Gesetzgebung von 1990 und den damals erreichten Errungenschaften dar. Zwar wird die Stellung der Russischen Orthodoxen Kirche durch dieses Gesetz gestärkt, denn schon in der Präambel wird der Russischen Orthodoxen Kirche eine besondere Rolle zuerkannt9, während es die heterodoxen christlichen Gemeinschaften benachteiligt. Aber es eröffnet dem Staat zugleich wieder Möglichkeiten zur Reglementierung des religiösen Lebens, und das könnte sich eines Tages auch für das Moskauer Patriarchat als Bumerang erweisen.
    Orthodoxie und Nation in Russland heute | OST-WEST Europäische Perspektiven
    ______________

    Habe ich eben 'ergoogelt'. Aber eines muss ich sagen. Hinter dieser Seite steht das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und Renovabis. Renovabis setzt sich für Katholiken in Osteuropa und dem Balkan ein.

  3. #13
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.484
    Der prominenteste Exponent solcher Auffassungen war der alte Metropolit Ioann (Snytschew) von St. Petersburg, der vom Patriarchat ungehindert gegen das westliche „Gift des Liberalismus“ und die Ökumene wetterte und antisemitische Thesen verbreitete.6 Wie Metropolit Ioann propagieren auch die „National-Orthodoxen“ die Treue zu den „historischen Wurzeln der heiligen Rus’“ und treten somit auch für einen konfessionellen Staat ein, in welchem die Russische Orthodoxe Kirche wieder, wie einst unter dem Zarismus, religiös die beherrschende Stelle einnimmt
    An welchen User hier erinnert das? Ist eine ernsthafte Frage

  4. #14
    Bendzavid
    Zitat Zitat von Paokaras Beitrag anzeigen
    Weil sie glaub ich bis zum Zerfall Jugoslawiens unter der serbischen Kirche standen.
    Nein, die haben sich von der serbischen Kirche innerhalb Jugoslawiens abgespalten. Die serbische Kirche erhebt aber immer noch Anspruch auf die "Vormacht" und verschiedene Kirchen, zum Beispiel auf die Kirche in Matejce/Matec einem Dorf in meiner Nähe.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Das die nicht anerkannt werden, liegt an den Serben.Hat soweit ich weiß nichts mit uns zu tun. Habe sogar 1-2 Ejr Mazedonier getroffen die GR-Orthodox waren
    Naja in Deutschland liegt es daran, dass die meisten orthodoxen Kirchen griechische sind. Also ich kenne auch eine albanische Familie hier die griechisch Orthodox ist. Soweit ich weiß aber sind hier in DE die meisten orthodoxe entweder unter griechisch oder russisch eingetragen, wenn ich mich nicht irre werden nur diese beiden eingetragen.

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