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Gegen Salafisten hilft nur der Islam

Erstellt von Ciciripi, 23.06.2012, 23:46 Uhr · 18 Antworten · 1.511 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Ciciripi

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    5.085

    Gegen Salafisten hilft nur der Islam

    Gegen Salafisten hilft nur der Islam

    In Bonn verkünden ausgerechnet stramm-konservative Muslime um den Gelehrten Tariq Ramadan, wie man die Gefahr durch Radikalislamisten bannen kann: mit Widerstand im Namen des Islam. Von Till-R. Stoldt



    Köln


    11:54Muslime


    Gegen Salafisten hilft nur der Islam

    In Bonn verkünden ausgerechnet stramm-konservative Muslime um den Gelehrten Tariq Ramadan, wie man die Gefahr durch Radikalislamisten bannen kann: mit Widerstand im Namen des Islam. Von Till-R. Stoldt

    Wie bekämpfen wir die salafistische Herausforderung? Seit Monaten diskutieren zumal Sicherheitspolitiker diese Frage. Eine breite Mehrheit der Innenminister in Bund und Ländern antwortet darauf: mit Repression. Diesen zum Teil militanten Radikalislamisten sei nur mit Razzien, Verboten und Verfolgung beizukommen.
    Appelle an die "übergroße Mehrheit friedlicher Muslime", sich "von Salafisten abzugrenzen", gab es zwar auch von vielen Innenministern der Republik. Aber wie dies geschehen solle, ließen sie stets offen – als hofften sie selbst nicht auf den Erfolg ihrer Appelle.
    Neue Hoffnung könnte ihnen einer der führenden islamischen Intellektuellen Europas einflößen: der Autor und Hochschullehrer Tariq Ramadan. Ausgerechnet dieser Kopf eines reformerischen, zugleich aber konservativen Islam skizzierte in Bonn einen Weg, wie Muslime die Gefahren des sogenannten Salafismus bannen könnten.
    IGD-Führung sympathisiert mit Muslimbrüdern

    Dazu nutzte er die Bonner Jahreskonferenz der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD). Und wiederum muss man sagen: ausgerechnet. Laut Verfassungsschutz sympathisiert das IGD-Führungspersonal nämlich mit Teilen der islamistischen Muslimbrüder in Ägypten, Tunesien oder Syrien.
    © KEY
    I

    Immer wieder wird der IGD gar unterstellt, sie diene als deutscher Ableger der Muslimbrüder. Sowohl Ramadan als auch die IGD (mit Sitz in Köln) werden daher von Islamkritikern argwöhnisch beobachtet.
    Umso bemerkenswerter war, was der alte IGD-Freund Ramadan den vielleicht 800 Muslimen in der Stadthalle von Bonn-Bad Godesberg nun verkündete: dass die deutschen Muslime endlich entschieden gegen sogenannte Salafisten vorgehen müssten. Sie dürften nicht mehr zulassen, dass diese winzige Minderheit das Islambild hierzulande präge.
    Vermeintlichen Salafisten und echter Salafismus

    Dabei empfahl er eine originelle Strategie: Gegen vermeintlichen Salafismus helfe nur echter Salafismus. Man müsse den Radikalen ihre Begriffe, ihr Selbstverständnis und ihre religiöse Legitimation streitig machen.
    Und sogleich entwarf Ramadan eine Art antisalafistischen Pflichtenkatalog für anständige Muslime, der sich den heiligen Texten des Islam entnehmen lasse. So sei es religiöse "Pflicht jedes Muslims, aufzustehen und laut 'Nein' zu sagen", wann immer sogenannte Salafisten Grenzen des Tolerierbaren verletzten.
    Gläubige müssten zum Beispiel einschreiten, wann immer jemand behaupte, Muslime dürften die Rechtsordnung eines nichtislamischen Landes ignorieren. Auch die Geringschätzung oder respektlose Behandlung Andersgläubiger dürfe von Muslimen "niemals und nirgendwo auf der Welt akzeptiert werden", rief der ägyptischstämmige Schweizer in den Saal – und erntete dafür lang anhaltenden Applaus des Publikums.
    Publikum sitzt nach Geschlechtern getrennt

    Das saß, wie es bei traditionellen Muslimen nicht selten vorkommt, sauber nach Geschlechtern getrennt: links die meist Kopftuch tragenden Frauen, rechts daneben die überwiegend bärtigen Männer. Zumindest in den Augen von Islamkritikern dürfte dieser Anblick das Klischee vom ultrakonservativen Klub abgerundet haben.
    Dazu passt scheinbar, dass IGD-Mitglieder auch für geschlechtergetrennten Schwimmunterricht plädieren und Islamgelehrten wie Yusuf al-Qaradawi ihr Ohr leihen. Der fordert für islamische Länder (aber auch nur für diese) eine gesetzliche Strafe bei öffentlichem Ehebruch und öffentlich vollzogenem Abfall vom Islam.
    Fromme Muslime rufen zum Widerstand auf

    Zu diesem Klischee passte dagegen nicht, dass ausgerechnet diese betont frommen Muslime nun zum Widerstand gegen die sogenannten Salafisten aufriefen. Aber genau das tat Ramadan, als er fortfuhr, Muslime dürften nicht hinnehmen, dass eine kleine Gruppe sich selbst ein Deutungsmonopol für den "wahren Islam" zuspreche – zumal diese Gruppe nicht nur alle Nichtmuslime, sondern auch alle anders denkenden Muslime zu "Ungläubigen" erkläre.
    Tatsächlich neigen die meisten der – laut Verfassungsschutz – rund 4000 hiesigen "Salafisten" nicht nur zur buchstäblichen Befolgung der Gebote von Koran und Prophetenüberlieferung. Sie halten diesen Literalismus auch für das einzig zulässige Islamverständnis und werfen Reformkonservativen wie Ramadan islamfeindliche Neuerungslust vor, die ihn aus den Reihen der wahren Gläubigen ausschließe.
    Denn: Ramadan und die IGD-Oberen lehren, man dürfe heilige Texte nicht nur nach ihrem Wortlaut verstehen, sondern müsse auch nach dem nicht immer evidenten Zweck eines Gebots fragen und dessen zeitlose Intention aus dem historischen Kontext herauslesen. Und diese über Raum und Zeit hinweg geltende Intention wende sich manchmal sogar gegen den Wortlaut eines Gebots.
    Salafisten sollten Andersgläubiger respektieren

    Zur eigentlichen Pointe kam Ramadan aber erst mit der Begründung für seine Attacke gegen die sogenannten Salafisten: Er verwies auf die ersten drei Muslim-Generationen vom Propheten Muhammad an. Die hätten stets die Würde Andersgläubiger respektiert und das Recht nichtislamischer Staaten geachtet. Sie hätten sich in geistiger Weite geübt, Prophetenworte nicht gleich buchstäblich verstanden und unterschiedliche Islamauslegungen toleriert.
    Der Clou dabei: Diese ersten Generationen werden von frommen Muslimen als vorbildliche "Vorfahren" bezeichnet. Auf Arabisch: "as-Salaf us Salih". Wer ihrem Vorbild folgt, gilt als "Salafi".
    Ein echter Salafi sei Deutscher und Muslim

    Deshalb, so Ramadans umjubelte Conclusio, seien sogenannte Salafisten oft gar keine, sie folgten dem Vorbild der Altvorderen ja nicht. Ein echter deutscher Salafi sei respektvoll gegenüber jedermann, achte das deutsche Recht ebenso wie unterschiedliche Islamauslegungen und grenze sich nicht ab von andersgläubigen Landsleuten. Ein echter Salafi wolle "beides sein: ganzer Deutscher und ganzer Muslim".
    Wieder applaudierten die teils so traditionell wirkenden Muslime im Publikum leidenschaftlich – und sprengten damit Klischees. An einer Stelle pflegte Ramadan indes selbst ein Vorurteil: Dem Publikum teilte er mit, die Medien würden seine Kampfansage an militante Salafisten garantiert ignorieren. Medien seien nur zur Stelle, wenn ein Muslim fordere, Deutschland zu zerstören. Ach ja?





  2. #2
    Avatar von Muratoğlu

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    Tariq Ramadan. <3

  3. #3

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    Gegen Salafisten hilft nur der Islam

    erst jetzt darauf gekommen?
    gegen militante Muslime hilft nur wenn man sich muslimische nichtmilitante Freunde sucht.

    ein Beispiel, als Muhammed und seine Truppen ein jüdisches Gebiet eroberten, baten die einheimischen Muslime sie in Ruhe zu lassen weil sie mit Juden irgendwelche Abkommen über Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit hatten, dummerweise brachen die Juden später ein zweites Mal den Friedensvertrag dann nützten ihnen auch die Muslime nichts mehr.

  4. #4
    Avatar von FloKrass

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    Dieser Mann hat mir aus der Seele gesprochen

  5. #5
    Avatar von Ciciripi

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Dieser Mann hat mir aus der Seele gesprochen

    Ich glaube bis jetzt hat keiner die Selefi besser beschrieben wie Jakup Hasipi und das schon vor Jahren .
    Man sollte dieses Video auch auf deutsch übersetzen .


  6. #6

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    ich sage mal ein echter Salafi ist der sich um sein Gebet kümmert und um seine Mitmenschen mehr nicht

  7. #7
    Avatar von FloKrass

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    Zitat Zitat von Muhaxher Beitrag anzeigen
    Ich glaube bis jetzt hat keiner die Selefi besser beschrieben wie Jakup Hasipi und das schon vor Jahren .
    Man sollte dieses Video auch auf deutsch übersetzen .

    Mulla Jakup Hasipi war eine wirklich starke Persönlichkeit des Islam auf albanischen Boden. Er hat es wirklich schön beschrieben; schade dass das Video nur auf albanisch existiert. Hier aucg eine schöne Predigt von ihm darüber:


  8. #8

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    Zitat Zitat von iloveyouvirus Beitrag anzeigen
    erst jetzt darauf gekommen?
    gegen militante Muslime hilft nur wenn man sich muslimische nichtmilitante Freunde sucht.

    ein Beispiel, als Muhammed und seine Truppen ein jüdisches Gebiet eroberten, baten die einheimischen Muslime sie in Ruhe zu lassen weil sie mit Juden irgendwelche Abkommen über Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit hatten, dummerweise brachen die Juden später ein zweites Mal den Friedensvertrag dann nützten ihnen auch die Muslime nichts mehr.
    Das ist ja so als ob man einen Alkohlilker mit mehr Alkohol heilen möchten, aber wunder gibt es immer wieder zumal alle ja einen anderen Kuran benutzen in jeweils verschieden sprachen.

    Das bsp ist der Knaller erfüllt mal wieder alle Klischees, bis auf den Anfang da musst du noch mal dran arbeiten.

  9. #9
    Avatar von Domoljub

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    Was hetzt ihr hier ständig gegen Salafisten? Hier im Forum haben wir mindestens 5 Stück, sie sind nur zu feige sich zu "outen" da sie nicht einmal dazu stehen woran sie glauben. Heuchler...

  10. #10
    Avatar von Ts61

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    11.132
    Nicht Salafisten sondern Muslime!

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