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Das Geständnis Titos kurz vor seinem Tod

Erstellt von Neutralist, 18.10.2010, 21:50 Uhr · 60 Antworten · 3.357 Aufrufe

  1. #1
    Neutralist

    Das Geständnis Titos kurz vor seinem Tod

    Wir waren an einem Tag als Ehrengäste beim jugoslawischen Bundespräsindenten Marschall Tito in Belgrad eingeladen. Uns wurde mitgeteilt, dass nämlicher jugoslawische Anführer, der 70 Jahre seines Lebens dem Kommunismus dargebracht hatte, schwer krank war. Wir hatten schon sehr viel über ihn, seinen erwiesenen Dienst auf diesem Wege gehört und bewunderten ihn. Sogleich machten wir uns auf, ihn in seinem Hause zu besuchen. Mit mir waren noch andere Kommunisten aus den verschiedensten Ländern anwesend. Als wir das Zimmer betraten, in dem er lag, sahen wir, dass die Wände voll hingen mit den Auszeichnungen und Ehrenplaketen, die er im Dienste für den Kommunismus erworben hatte. Dieser Mann, der zu den wenigen großen Anführern des Kommunismus zählte, war nun an sein Bett gefesselt und wimmerte. Wir jedoch waren aufgeregt, vor seinem solchen Anführer stehen zu dürfen. Nur ganz schwer richtete er sich in seinem Bett auf. Um ihn kümmerten sich viele bedienstete. Auf seinem Gesicht waren die Spuren jahrelanger Entbehrung zu erkennen...Das Gesicht, dass Kinn und die Zunge, die zu Millionen von Menschen gesprochen hatte, waren eingefallen, an seinen Händen und Beinen waren seine Knochen hervorgetretten. Da wir sehr gut englisch und russisch sprachen, konnten wir problemlos kommunizieren. Einen Moment lang sahen wir uns in die Augen. Seine Augen waren mit Tränen gefüllt, sein Kinn zitterte. Sein Gesicht war voll des Leidens, wie wenn der Tod ihm große Schmerzen bereiten würde. Als ich das spürte, sagte ich, um ihn zu trösten: Ihr Name wurde in das goldene Buch des Kommunismus für immer und ewig eingetragen. Es gibt keinen Genossen, der ihnen nicht applaudiert und Sie verehrt. Wir alle bewundern Sie sehr. Sie werden verehrt wie ein Gott. Warum jagt ihnen der Tod solche Angst ein? Sie werden zwar von uns gehen, aber mit dem Dienst, den Sie erwiesen haben, werden Sie für allezeit weiter leben. Als er das Wort Tod hörte, sah ich, wie er am ganzen Leib zu zittern begann. Plötzlich spannte sich sein Gesicht, seine Blicke wurden strenger, er geriet in Atemnot. Die folgenden Worte, die er weinend von sich gab, klingen immer noch in meinen Ohren: Kameraden, sagte er ich sterbe...und ich kann euch nicht erklären, wie schrecklich der Tod ist. Auch wenn ich es versuchen würde, würdet ihr - die ihr gesund und jung seid das nicht verstehen können. Sterben und zunichte gehen...in der Erde verschwinden und nie wieder zurückkehren..Genau das treibt mich zum Wahnsinn..Die Trennung von Freunden, Verwandten und Bekannten, von all den Erfolgen...Nie wieder die Schönheit der Erde sehen zu können...Versteht ihr nicht, wie schlimm das ist? Vor meinem Tod sterbe ich bereits in jeder Minute, in jeder Sekunde...Der Tod ist ein solch schreckliches Ungeheuer, dass bereits vorher sein Gift versprüht. Genossen, ich möchte euch mit offenem Herzen folgendes Geständnis machen: Wenn ich nach meinem Tod zunichte gehen sollte, wenn es dannach keiune Wiederauferstehung, keine Strafe und keine Belohnung gibt, wozu habe ich dann mein Leben lang gedient? Kann mir das einer von euch sagen? Bejubelt zu werden, in den Herzen weiterzuleben un nicht vergessen zu werden was bringt mir all das? Was bringt mir das, nachdem ich weg bin? Wird das Zujubeln der Lebenden die Würmer und all die anderen Lebewesen unter der Erde davon abhalten, meinen ganzen Körper auserander zu nehmen? So sagt mirdoch, wohin führt dieser Weg? Weder Marx, Engels noch Lenin können dies erklären. Ich muss es gestehen: Ich glaube jetzt an Gott, seine Gesandten und das Jenseits! Die Ungläubigkeit ist keine Lösung. Denkt doch nach, es muss doch einen Erschaffer für dieses Universium geben, es muss jemanden geben, der diesem fehlerfreien und hervorragenden System eine Ordnung gegeben hat. Und ich bin der Meinung, dass der Tod auch kein Ende sein kann... Es muss für die Mneschen, die unschludig oder schuldig sterben einen Ort geben, an dem Sie belohnt werden oderRechenschaft ablegen müssen. Es gibt so viele Menschen, deren Bestrafung oder Belohung auf Erden nicht stattfindet. Solch eine Ungerechtigkeit kann es nicht geben. Ich fühle das in meinem Gewissen. Ich fühle das so sehr, dass die Ungerechtigkeit, die ich mein Leben lang den Menschen zugefügt habe, im Moment wie ein Kloß in meiner Kehle stecken. Es muss einen Ort geben, an dem das Wimmern dieser Menschen erhört wird...Woher sonst soll sich der Mensch die Hoffnung nehmen? Für all das muss es doch eine Erklärung geben...Marx ist in diesem Bereich eine Niete. Er hat unsere Gehirne gelähmt. Warum weiß ich nicht, aber bevor uns der Tod nicht einholt, verstehen wir es nicht richtig. Vielleicht ist es auch, weil all die Macht, der Ruhm und die Position uns blind machen. Ich vertrete diese Meinung Genossen, ihr könnt dazu sagen was ihr wollt...


    diese stück steht in einem buch namens AUF DER SUCHE NACH SICH SELBST in diesem buch hat ein türkischer kommunist davon berichtet. WAS HALTET IHR DAVON ????

  2. #2
    Avatar von Straßenfeger

    Registriert seit
    22.05.2010
    Beiträge
    669
    Erschreckend und schön zugleich.

  3. #3
    phαηtom
    mach ein paar absätze rein bitte

  4. #4
    Neutralist
    Zitat Zitat von αρτεmi Beitrag anzeigen
    mach ein paar absätze rein bitte
    das buch heisst wie ich eben sagte auf der suche nach sich selbst du kannst selbst etwas darüber finden..der schreiber dieses buches ist Dr. Halit Ertugrul..

  5. #5
    Beogradjanin
    Gerade in der Stunde der letzten Atemzüge erkennt man eines, Gott ist nicht eine Illusion, er ist Hoffnung, er ist Erlösung.

    Ich halte es für authentisch, da die Gedanken eines alternden, sterbenden Mannes alles im Ganzen sehen, gleich was er vorher war. Man blickt auf das Leben zurück und fragt sich war das alles ....?


    Danke für den Text, war wirklich schön zu lesen...

  6. #6
    Neutralist
    Zitat Zitat von Impressionen Beitrag anzeigen
    Gerade in der Stunde der letzten Atemzüge erkennt man eines, Gott ist nicht eine Illusion, er ist Hoffnung, er ist Erlösung.

    Ich halte es für authentisch, da die Gedanken eines alternden, sterbenden Mannes alles im Ganzen sehen, gleich was er vorher war. Man blickt auf das Leben zurück und fragt sich war das alles ....?


    Danke für den Text, war wirklich schön zu lesen...
    das stimmt in diesem buch geht es um kommunisten die zum glauben gefunden haben es sind einer der wenigen einsichtigen auf dieser welt..jeder kann sich das buch kaufen oder ausleihen oder bestellen oder etwas davon im internet finden.

  7. #7
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.394
    Zitat Zitat von Vrle zmaj Beitrag anzeigen
    das buch heisst wie ich eben sagte auf der suche nach sich selbst du kannst selbst etwas darüber finden..der schreiber dieses buches ist Dr. Halit Ertugrul..
    äh ... er meinte Absätze im Sinne von Absatz im Text ...

  8. #8
    Avatar von Azrak

    Registriert seit
    18.08.2008
    Beiträge
    9.275
    Ob er zum Christentum oder Islam konventiert ist....?

  9. #9
    Neutralist
    Zitat Zitat von Azrak Beitrag anzeigen
    Ob er zum Christentum oder Islam konventiert ist....?
    ob er zum christentum oder islam konventiert ist davon ist hier nicht die rede, er sagte deutlich das er an gott glaubt und an ALL SEINE GESANTEN..jeder kann isch dazu seine eigene meinung bilden......

  10. #10
    Ado

    Registriert seit
    01.03.2009
    Beiträge
    8.973
    Drücken wir es einmal so aus: Ungläubigkeit ist ein Luxus.

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