BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Ergebnis 1 bis 8 von 8

Der Glauben als Konflikt

Erstellt von Munsa, 18.07.2012, 17:41 Uhr · 7 Antworten · 626 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Munsa

    Registriert seit
    15.07.2012
    Beiträge
    182

    Der Glauben als Konflikt

    Zunächst und trivial: Wissen und religiöser Glauben (nicht mit dem Alltagsglauben verwechseln, bitte, denn der ist u.a. ein Synonym zu vermuten) sind nicht dasselbe, sollen es auch nicht sein. Der religiöse Glauben befasst sich zum grossen Teil mit Dingen, die man nicht wissen kann. Könnte man sie wissen, wäre der Glauben selbst höchst überflüssig.

    Was ist liebe User eure meinung dazu?

    mfg Munsa

  2. #2
    Avatar von Pitbull

    Registriert seit
    24.05.2012
    Beiträge
    3.213
    jihad

  3. #3
    Avatar von Munsa

    Registriert seit
    15.07.2012
    Beiträge
    182
    Die entscheidende Frage (für mich) ist: Wie und Warum sollte man an etwas glauben, wenn man es nicht wissen kann? Interessanterweise ist diese Frage für Gläubige recht sperrig. So wird dem Atheisten das "Recht" bestritten, zu glauben, Gott existiere nicht, mit dem Hinweis, dass er dies nicht wissen könne. Tut man dies, dann kann man mit demselben Recht bestreiten, dass der Gläubige legitimerweise an Gott glauben kann, und zwar exakt derselben Begründung, mit der der Gläubige dem Atheisten dasselbe Recht abspricht. Entlarvend (in gewisser Weise) ist, wenn einige Gläubige meinen, auch der Atheist "glaube ja nur" an die Nichtexistenz Gottes. Das "nur" muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

  4. #4
    Avatar von hirndominanz

    Registriert seit
    16.12.2011
    Beiträge
    9.105
    Zitat Zitat von Munsa Beitrag anzeigen
    Die entscheidende Frage (für mich) ist: Wie und Warum sollte man an etwas glauben, wenn man es nicht wissen kann? Interessanterweise ist diese Frage für Gläubige recht sperrig. So wird dem Atheisten das "Recht" bestritten, zu glauben, Gott existiere nicht, mit dem Hinweis, dass er dies nicht wissen könne. Tut man dies, dann kann man mit demselben Recht bestreiten, dass der Gläubige legitimerweise an Gott glauben kann, und zwar exakt derselben Begründung, mit der der Gläubige dem Atheisten dasselbe Recht abspricht. Entlarvend (in gewisser Weise) ist, wenn einige Gläubige meinen, auch der Atheist "glaube ja nur" an die Nichtexistenz Gottes. Das "nur" muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

    Glauben und Wissen :

    Es gibt die Dinge an die glaubt man, aber man weiß sie nicht.
    Dann gibt es Dinge, die weiß man, aber man kann es nicht glauben.
    Dann gibt es Dinge die glaubt man zu wissen, aber man weiß, dass man nicht dran glauben muß/soll.
    Dann gibt es Dinge an die will man glauben, aber man weiß, das das sinnlos ist.
    ........

  5. #5
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
    02.01.2011
    Beiträge
    11.790
    Der Metaphysiker sucht eine schwarze Katze ineinem schwarzen Raum.

    Der Philosoph sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, die gar nichtda ist.

    Der Gläubige/ Theologe sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, diegar nicht da ist, und behauptet, er habe sie gefunden


    Und dann gibt es noch die vierte Gruppe, dieerst gar nicht sucht, weil dort keine schwarze Katze sein kann...

  6. #6
    Avatar von Munsa

    Registriert seit
    15.07.2012
    Beiträge
    182
    Der Punkt ist der: Wenn sich irgendjemand in einer Diskussion auf den Glauben beruft, und meint, damit im Recht zu sein, dann verliert er automatisch das Recht, einen Andersgläubigen seinen Glauben zu bestreiten. Denn jedes Argument, dass er für seinen Glauben vorbringen kann, kann man dann automatisch auch gegen seinen Glauben vorbringen.

    Das ist - so scheint es - in der Tat ein Patt. Aus diesen Gründen ist es in den Wissenschaften auch absolut verpönt, sich auf den Glauben zu berufen, dies gilt als Fehler ( wenn ein Wissenschaftler das Wort "glauben" benutzt, dann ist damit gemeint, dass er eine schwache Vermutung in der Richtung hegt, sich aber höchst unsicher ist, ob das auch stimmt -das Wort wird also anders als in religiösem Glauben verwendet). Der Fehler besteht darin, dass man damit automatisch eine Pattsituation scafft -die aber immer zuungunsten desjenigen ausgelegt wird, der die Behauptung aufgestellt hat. Wnn also jemand behauptet, "Also, ich würde sagen, dass die Partie

  7. #7
    Avatar von hirndominanz

    Registriert seit
    16.12.2011
    Beiträge
    9.105
    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Der Metaphysiker sucht eine schwarze Katze ineinem schwarzen Raum.

    Der Philosoph sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, die gar nichtda ist.

    Der Gläubige/ Theologe sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, diegar nicht da ist, und behauptet, er habe sie gefunden


    Und dann gibt es noch die vierte Gruppe, dieerst gar nicht sucht, weil dort keine schwarze Katze sein kann...
    ....und die fünfte Gruppe findet ne schwarze Katze wo gar kein schwarzer Raum war....

    UND eine sechste Gruppe sieht die fünf anderen Gruppen und weiß sich keinen Reim drauf zu machen.

  8. #8
    Avatar von hirndominanz

    Registriert seit
    16.12.2011
    Beiträge
    9.105
    Zitat Zitat von Munsa Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist der: Wenn sich irgendjemand in einer Diskussion auf den Glauben beruft, und meint, damit im Recht zu sein, dann verliert er automatisch das Recht, einen Andersgläubigen seinen Glauben zu bestreiten. Denn jedes Argument, dass er für seinen Glauben vorbringen kann, kann man dann automatisch auch gegen seinen Glauben vorbringen.

    Das ist - so scheint es - in der Tat ein Patt. Aus diesen Gründen ist es in den Wissenschaften auch absolut verpönt, sich auf den Glauben zu berufen, dies gilt als Fehler ( wenn ein Wissenschaftler das Wort "glauben" benutzt, dann ist damit gemeint, dass er eine schwache Vermutung in der Richtung hegt, sich aber höchst unsicher ist, ob das auch stimmt -das Wort wird also anders als in religiösem Glauben verwendet). Der Fehler besteht darin, dass man damit automatisch eine Pattsituation scafft -die aber immer zuungunsten desjenigen ausgelegt wird, der die Behauptung aufgestellt hat. Wnn also jemand behauptet, "Also, ich würde sagen, dass die Partie
    Ich glaube Du hast gar nicht so Unrecht.

Ähnliche Themen

  1. Land VS. Glauben
    Von Emir im Forum Rakija
    Antworten: 266
    Letzter Beitrag: 12.03.2012, 13:01
  2. Ist es vernünftig zu glauben?
    Von Frieden im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.04.2011, 20:47
  3. Zurück zum Glauben
    Von Lance Uppercut im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 124
    Letzter Beitrag: 11.07.2010, 22:04
  4. Politik und Glauben
    Von Bloody im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 09.03.2009, 01:52
  5. Was glauben die Stars?
    Von im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 14.05.2007, 20:09