Dieses Jahr stellte ich fest dass kein junger Grieche aus meinem Bekanntenkreis mehr fastete. Vor ca 10 Jahren waren es noch die meißten die ich kannte und Jahr zu Jahr nahm es immer mehr ab, bis wir beim heute angekommen sind.
Ich halte das persönlich sogar für gut, weil wenn man ohnehin nicht gläubig ist, warum sollte man fasten. Wenn man nicht betet, die Bibel nicht kennt und sowieso Agnostiker ist oder heute noch eher Atheist, was mittlerweile bei den meißten Griechen zutrifft, was macht es da für einen Sinn zu fasten?
Ich lobe mir also eher diesen Trend, denn wer mich in religiösen Themen kennt, weiß wie ich da ticke und halbe Sachen sind sowieso nichts für mich.

Ich denke bei den anderen Balkanern wird das ähnlich sein. Was ich mich frage ist: Macht es da noch Sinn aus Traditionsgründen sich an religiös motivierten Ritualen zu halten?
Meine Meinung: Nein, denn das ist lächerlich und man verarscht sich im Endeffekt nur selbst.

Als Beispiel: Die Griechen meines Alters die ich kenne werden nicht einen Tag fasten. Sie haben nie richtig gebetet, nie die Bibel gelesen und fluchen Gott und Christus beim Automaten spielen. Am Samstag werden sie dennoch fleißig morgens zum Fastenbrechen in die Kirche gehen, wobei sie am Vorabend sicherlich noch feiern waren. Abends werden die meißten dann auch in die Kirche um Jesus Auferstehung zu feiern, natürlich top gestylt und leicht bekleidet um sich nicht selten, in der Kirche noch den One Night Stand für den Abend zu sichern.

Macht es dann noch Sinn? Die Kirchen haben ohnehin gesellschaftlich kaum noch Einfluss und in der Politik nichts mehr zu melden.
Wozu also diese Farce?

Ich appelliere an alle Ungläubigen. Geht nicht in die Kirche. Wenn ihr auf Patrioten machen wollt, dann geht Riten nach die keinen religiösen Hintergrund haben.