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Guter Mensch sein -reicht das?

Erstellt von Leo, 15.10.2012, 23:28 Uhr · 128 Antworten · 3.906 Aufrufe

  1. #31

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    "aber, der einen 20-seitigen Aufsatz verfasst, in perfektem Deutsch und mit hoher Qualität, jedoch das Thema nicht getroffen hat, bekommt zweifelsohne eine 6."

    Solch ein Bildungssystem steht sowieso schon lange in Kritik und braucht Reformen. Solch ein Lehrer ... neee danke!

  2. #32
    Avatar von liberitas

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    11.790
    Ich brauche keinen Gott oder eine Religion um ein MENSCH zu sein.
    Für mich ist es selbstverständlich zu helfen wo ich kann, es sind meine Werte und ich bin damit immer "gut gefahren".

  3. #33

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Leorit Beitrag anzeigen
    Was für einen Sinn sieht der Gläubige sich an Gesetze zu halten,wenn alles spätestens nach seinem Tod keine Bedeutung hat und für immer vergangen ist?
    Weil ohne bestimmte Regeln nun mal selbst "einfaches" Leben nicht möglich ist.

    Wir wollen nun mal Leben und wir wollen dies am besten mit anderen Menschen tun, wenn nun aber jeder jeden bestiehlt und ermordet?
    Wonach willst du streben wenn du nicht mal weißt ob dich morgen schon irgendjemand abknallt?

    Solche Regeln mit einem Glauben/Gott zu verbinden war mal vielleicht eine gute Idee, heute haben wir Gesetze.
    Brauche kein Glauben, schon nicht wenn es nicht nur auf ein soziales/friedliches Wert gelegt wird sondern noch auf den richtigen Autor, ne danke!

  4. #34
    Avatar von sweet-sour

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    3.402
    Ist es denn nur die Angst vor Gottes Zorn, die euch davon abhält Schlechtes zu tun??? Wenn das so ist, finde ich es ziemlich erschreckend.

    Jeder Mensch hat doch ein Gewissen und sollte wissen was gut und was schlecht ist. Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, also auch nicht an eine Belohnung oder Bestrafung für meine Taten in diesem Leben. Trotzdem versuche ich ein guter Mensch zu sein, einfach weil es sich besser anfühlt. Und wenn ich mir einen Fehltritt leiste, habe ich ein schlechtes Gewissen, es beschäftigt mich die ganze Zeit und ich fühle mich scheisse.
    Jemandem zu helfen oder eine Freude zu bereiten fühlt sich doch vieeel besser an. Reicht das etwa nicht?

    Welchen Wert hat eine gute Tag, wenn der Mensch es als Pflicht sieht, nur um spätere eine bessere Note zu bekommen?!

    Ich denke so manch Ungläubiger hat ein "reineres" Herz als viele Gläubige.

  5. #35
    D.Hans
    Zitat Zitat von sweet-sour Beitrag anzeigen
    Ich denke so manch Ungläubiger hat ein "reineres" Herz als viele Gläubige.
    So ises!

  6. #36
    Avatar von ZX 7R

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    28.126
    Zitat Zitat von Leorit Beitrag anzeigen
    Viele Menschen,die sich nicht allzu sehr mit Gott und ihrer Religion beschäftigen sagen Dinge wie "Es reicht ein guter Mensch zu sein".
    Einen passenden Text dazu habe ich heute gefunden. Ich finde ihn sehr interessant und werde ihn an dieser Stelle zitieren:


    Natürlich alles aus der Perspektive des gläubigen Abrahamiten



    Da heisst also,z.B. ein Gläubiger, der im Namen Gottes tötet bekommt die 5 und der Ungläubige, der zwar sich z.B. an die 10 Gebote hält (also so lebt weil er von Natur so ist) bekommt die 6?


    Ich seh das nicht so!

  7. #37

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    7.427
    Zitat Zitat von sweet-sour Beitrag anzeigen
    Ist es denn nur die Angst vor Gottes Zorn, die euch davon abhält Schlechtes zu tun??? Wenn das so ist, finde ich es ziemlich erschreckend.

    Jeder Mensch hat doch ein Gewissen und sollte wissen was gut und was schlecht ist. Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, also auch nicht an eine Belohnung oder Bestrafung für meine Taten in diesem Leben. Trotzdem versuche ich ein guter Mensch zu sein, einfach weil es sich besser anfühlt. Und wenn ich mir einen Fehltritt leiste, habe ich ein schlechtes Gewissen, es beschäftigt mich die ganze Zeit und ich fühle mich scheisse.
    Jemandem zu helfen oder eine Freude zu bereiten fühlt sich doch vieeel besser an. Reicht das etwa nicht?

    Welchen Wert hat eine gute Tag, wenn der Mensch es als Pflicht sieht, nur um spätere eine bessere Note zu bekommen?!

    Ich denke so manch Ungläubiger hat ein "reineres" Herz als viele Gläubige.

    Zu behaupten, es sei menschlich, ist genau so irrsinnig. Wer definiert hier Menschlichkeit? Also handelst du richtig, nur damit du kein schlechtes Gewissen hast oder weil du ein gutes Herz hast? Ein gutes Herz und ein schlechtes Gewissen ist nicht dasselbe. Wie ich aus deinem Posting entnehme, scheinst du bekennende Atheistin zu sein (wenn ich falsch liege, dann korrigere mich!) - jetzt frage ich dich, woher ihr eure Wertevorstellungen habt? Nicht etwa von der Religion?

  8. #38

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    3.114
    Es ist nicht nur die Angst, natürlich nicht. Ein Mensch handelt aus einem Zusammenspiel von vielen Motivationen - Überzeugung, Liebe, Angst, Hass, Mitgefühl usw. Aber man kann nicht leugnen, dass Angst ebenfalls eine Motivation darstellt. Man weiß, dass man irgendwann für sein Handeln Rechenschaft ablegen muss.
    Es ist das selbe wie im Straßenverkehr. Natürlich hat sich anschnallen einen Sinn und es schützt einen vor Verletzungen bei einem Unfall. Manche schnallen sich an weil sie das begriffen haben, manche weil die Frau einen anschreit und andere einfach weil sie kein Bock auf 20 € Strafe haben. Ich komme aber nicht auf die Idee dem Typen der sich nur aus Angst vor den 20 € anschnallt zu sagen, dass ich das nicht korrekt finde und er unangeschnallt fahren soll, denn wenn wir angehalten werden oder einen Unfall machen, ist er es der entweder mit dem Geldbeutel bzw. Leben bezahlt und nicht ich.
    Also finde ich dieses Gerede mit "Motivation aus Angst gut zu handeln ist nicht richtig" völlig daneben. Alle Motivationen und Gründe vermischen sich irgendwie und bestimmen dann unser Handeln.

  9. #39
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von AlbaMuslims Beitrag anzeigen

    Zu behaupten, es sei menschlich, ist genau so irrsinnig. Wer definiert hier Menschlichkeit? Also handelst du richtig, nur damit du kein schlechtes Gewissen hast oder weil du ein gutes Herz hast? Ein gutes Herz und ein schlechtes Gewissen ist nicht dasselbe. Wie ich aus deinem Posting entnehme, scheinst du bekennende Atheistin zu sein (wenn ich falsch liege, dann korrigere mich!) - jetzt frage ich dich, woher ihr eure Wertevorstellungen habt? Nicht etwa von der Religion?
    Ich kann nur von mir reden. Menschlichkeit habe ich von meinem Vater gelernt, als Arzt war er während des YU-Krieges als freiwilliger Helfer sehr engagiert. Ich musste helfen. trotz meines jugendlichen Alters und es war mir strickt verboten zu fragen von wo wer woher kommt. "Wir sind nicht dazu da um über Recht oder Unrecht zu urteilen" so war sein ärztlicher Standpunkt. Man bekommt es ganz einfach mit der Erziehung mit und stellt, wenn man sich dazu bekennt, nichts in Frage. Und gebau so definiere ich Menschlichkeit. Ich brauche keine "Gutpunkte", egal in welcher Form für mein Himmelfahrtskommando zu sammeln und ich erwarte in keinster Weise von irgend etwas eine Gegenleistung. Das sind MEINE Wertevostellungen.

    Was das mit bekennenden Atheisten oder Religion zu tun hat, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

  10. #40
    Avatar von skorpion

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    Zitat Zitat von D.Hans Beitrag anzeigen
    Babsi, Du hast Recht!

    Und was heisst schon "Ungläubiger"? Nur weil ich nicht an einen bestimmten Gott glaube, den ANDERE als für sich als den Richtigen, oder Einzigen sehen, heisst das noch lange nicht, dass ich "ungläubig" bin. Ich glaube vielleicht an einen anderen Gott (BSG) oder überhaupt an andere Dinge oder WERTE! Ich glaube z.B. daran, dass mein Leben z.B. durch Hilfsbereitschaft meinen Mitmenschen und meiner Umwelt gegenüber deutlich besser ist, als das unzähliger Gebetsmaschienen oder Predigern.

    Verschont mich jetzt bitte mit Suren und Bibelsprüchen wenn Ihr sie nicht LEBT! Und wenn Ihr sie lebt, dann freut Euch (es wird Euch gut tun), aber versucht nicht andere zu missionieren!!!
    Sehr schöner Post. Vor allem der zweite Absatz. Jedes Mal, wenn ich sehe oder höre, was die verschiedenen religiösen Führer predigen, was die höchsten Regeln jeder Religion sind, ihre Grundsätze gleichwohl, und wenn ich dann sehe, was diejenigen tun, die sich Gott am Größten auf ihre Fahnen geschrieben haben, könnte ich einfach nur kotzen. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich da kotzen möchte!

    Und ja: was heißt schon Glaube, Religion? Eine Gemeinschaft von mehr oder weniger vielen Menschen, die mehr oder weniger das Gleiche glauben und nach den selben Regeln praktizieren. Juden, Christen und Muslime glauben alle an den EINEN GOTT, darin sind sie sich einig. Aber schon bei so einfachen Fragen wie nach dem Namen Gottes oder seiner Gesandter und deren Botsachaft an die Menschen endet die Einigkeit. Und auch innerhalb der großen Religionen gibt es unzählige Konfessionen und Bekenntnisse, Sekten und religiöse Streitpunkte, die dann von Konferenzen aus religiösen Führern diskutiert werden und entweder es kommt zur Einigung oder zu einer neuen Spaltung. Der erhebt die Hände zum Gebet, der nächste schreibt ein Buch und warnt davor...

    Was aber, wenn alles ganz anders ist? Wenn Gott, der Allmächtige, der immer und überall ist, ganz einfach zu verschiedenen Epochen zu verschiedenen Menschen in verschiedenen Teilen der Welt seine Stimme erhoben hat und ihnen seine Vorstellung von einem guten Menschen und einem ihm gefälligen Leben so erklärt hat, wie es am besten für die betreffenden Menschen in ihrer Zeit und ihrer Umgebung zu begreifen war. Denn abgesehen von Fragen der Lithurgie ist der zentrale Inhalt aller wesentlichen Religionen doch nahezu identisch und in den 10 Geboten übersichtlich zusammengefaßt. Die trennenden Elemente zwischen den Religionen wurden meist später von Menschen hinzugefügt, deren hehre Beweggründe zumindest zweifelhaft sind.

    Vielleicht war aber auch alles noch ganz anders: es gibt Gott gar nicht. Oder es gibt ihn, aber er sagt nichts. Zu niemandem. Aber zu allen Zeiten gab es Menschen, die ihren Mitmenschen denkerisch voraus waren. Die erkannt haben, daß größere Gruppen von Menschen, wie sie sich überall bildeten, nicht ohne feste, allgemein akzeptierte Regeln auskamen. Die einfach überlegt haben, was das menschliche Zusammenleben stört, was unter allen Umständen zu vermeiden ist. Und die dabei immer wieder unabhängig von einander zu den gleichen wesentlichen Punkten gelangt sind (nicht töten, nicht stehlen, nicht lügen, nahe Mitmenschen respektieren, Schwachen helfen und die Regeln und Autoritäten achten usw.), was ja auch heute noch die Grundlage aller Rechtssysteme ist. Und weil sie ihre Mitmenschen kannten und wußten, daß sie von Natur aus eben nicht so edel waren, ein funktionierendes allgegenwärtiges irdisches Überwachungssystem nicht existierte, erfanden sie eben ein höheres Wesen, das diese Macht hatte. Was ja auch plausibel war, weil die Herkunft aller Dinge ja völlig unklar war und im Grunde auch immer noch ist.

    Irgendwo ist der Mensch ständig im Widerstreit mit sich selbst: Einerseits das Bedürfnis, zu tun, wonach einem der Sinn steht; andererseits das Bedürfnis nach Sicherheit, daß alles in geordneten Bahnen abläuft und berechenbar ist.

    So spielt es letztlich keine Rolle, ob es Gott gibt oder nicht. Ein "guter Mensch" zu sein, ist ein Wert an sich. Für einen selbst, die eigene Wertschätzung, und für die Anerkennung innerhalb des eigenen Bezugssystems.


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