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Hellenismos und das Christentum

Erstellt von Dr. Gonzo, 01.05.2012, 15:18 Uhr · 148 Antworten · 6.811 Aufrufe

  1. #81
    Theodisk
    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Danke!

    Mehr gibt es dazu nichts zu sagen, schon lächerlich, dass diese Bewegung weltweite Anhänger hat. Schließlich ist Gott unser Schöpfer und nicht Zeus oder sonst wer.
    Mit meiner Aussage war der Respekt gegenüber polytheistischen Religionen gemeint, die keineswegs dem arroganten Monotheismus unterlegen sind, wie hier manche meinen. Es zeigt sich nur, wie wenig Ahnung sie davon haben und alles als "heidnisch" abtun.

  2. #82
    economicos
    Zitat Zitat von Theodisk Beitrag anzeigen
    Mit meiner Aussage war der Respekt gegenüber polytheistischen Religionen gemeint, die keineswegs dem arroganten Monotheismus unterlegen sind, wie hier manche meinen. Es zeigt sich nur, wie wenig Ahnung sie davon haben und alles als "heidnisch" abtun.
    Natürlich verdienen die polytheistischen Religionen Respekt. Aber ich bin mir da nicht sicher, ob man die griechische Mythologie als Religion sehen sollte.

  3. #83
    Avatar von alex281290

    Registriert seit
    19.12.2011
    Beiträge
    937
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Jetzt wird die Philosophie auch noch als ein Teil der Antiken Religion genannt, wo doch Philosophen sogar verfolgt wurden wenn sie unliebsame Thesen vertreten haben, die dem Polytheismus entgegenstanden.

    Macht hier mal nicht den Bock zum Gärtner und interpretiert nicht so viel rum. Die Philosophie zusammen mit der Mathematik ist der Grundstein dessen, was man heute als logisches Denken nennt und die Anbetung von 500 Göttern hat mit Verstand und Logik gar nichts zu tun.

    Letztendlich waren es genau die Intellektuellen, die die Lehren Jesu angenommen haben und dem Volk damit vorbild waren und müssen es ja wohl gewusst haben.
    Da krieg ich schon fast das kotzen bei.
    Zur selben Zeit aber, um 172, richtet im Orient Tatian, der Syrer, bereits eine aufreizende Philippika an das Heidentum.
    Denn für den (in Rom Christ gewordenen) Schüler des hl. Justin und nachmaligen Führer der «ketzerischen» Enkratiten, für den «Barbarenphilosophen Tatian», wie er sich selber nennt, sind Heiden Angeber, Nichtwisser, Streithähne und Speichellecker.
    Sie sind voll von «Dünkel» und «prunkenden Phrasen», sind geil und lügen. Ihre Einrichtungen, ihre Sitten, ihre Religion und Wissenschaft, alles ist «albern», «vielfältige Torheit», «wahnwitzig». In seiner «Rede an die Bekenner des Griechentums verunglimpft Tatian die «Großsprecherei der Römer», die «Windbeutelei der Athener», die «zahllose Menge eurer nichtsnutzigen Dichterinnen, Buhldirnen und Taugenichtse».
    Der einstige Sophistenschüler wirft dem Diogenes «Unmäßigkeit » vor, dem Platon «Völlerei», Aristoteles «Unwissenheit», Pherekydes und Pythagoras «Altweibergeschwätz», Empedokles «Prahlerei». Die Sappho ist «ein unzüchtiges, liebestolles Frauenzimmer», Aristippos «ein scheinheiliger Lüstling», Heraklit «ein hoffärtiger Autodidakt», kurz: «Lärmer sind sie, keine Lehrer», höhnt der Christ, «in Worten großmäulig, aber im Erkennen schwachsinnig», und sie «gehen mit Nägeln umher wie die wilden Tiere»23.
    Tatian verdonnert die antike Rhetorik, die Schule, das Theater,
    «diese Hörsäle, die … mit Vorträgen von Schweinereien ergötzen»; er reißt selbst die Plastik herunter (wegen ihrer Thematik, ihrer Modelle), und stets von neuem, was heute noch die Welt bewundert, griechische Dichtkunst und Philosophie; wobei er immer wieder der heidnischen «Windbeutelei», «Torheit », «Krankheit» die christliche «Weltweisheit» konfrontiert, den «Kampf- und Truglehren verblendeter Dämonen» die «Lehren unserer Wissenschaft»..
    Jeder, der Philosophie schätze, behauptet Tatian, der gehe in die Kirche. «Wir sind ja keine Narren, ihr Anhänger der Griechenlehre, und wir reden keine Possen», «und wir lügen nicht», «albern ist euer Geschwätz …» Zu «der Wahrheit, deren Herold ich bin», gehörte auch Tatians Greuelmärchen, die Heiden äßen Fleisch von Christen, um deren Auferstehung zu verhindern!24
    Mit dieser Rede – «eine einzige vernichtende Anklage gegen die gesamten Leistungen des hellenischen Geistes auf sämtlichen Gebieten» (Krause) – beginnt jene unflätige Herabsetzung der ganzen heidnischen Kultur, der dann deren Verfemung, fast Vergessenheit im Abendland durch mehr als ein Jahrtausend folgt. Doch während ein kritischer Forscher wie Johannes Geffcken den Syrer Tatian einen «orientalischen Bildungsfeind», «affektierten Heuchler», «prahlenden Aftergelehrten» nennt, einen «seichten Denker» und «verlogenen Menschen von äußerst geringer Ehrlichkeit gegen andere und sich selbst», verteidigt man auf katholischer Seite, gleichfalls noch im 20. Jahrhundert, die «Schönheit und Nützlichkeit» des Hauptinhalts der zitierten Schrift, von der schon im 4. Jahrhundert Kirchengeschichtsschreiber Euseb berichtet, daß sie bei vielen «den größten Ruhm genießt». Scheint sie doch auch
    diesem Bischof «das schönste und nützlichste von allen Werken Tatians zu sein»25.

    Tatian aber steht nur in jener Front der antiken Kirche, die von dem hl. Ignatius (der jeden Kontakt mit heidnischer Literatur, auch beinah den ganzen Schulunterricht verwirft) und dem genauso denkenden Bischof Polykarp von Smyrna zu Kirchenschriftsteller Hermias führt und seiner ebenso rüden wie dürftigen, «Verspottung der heidnischen Philosophen», zu Kirchenvater Irenäus, dem antiochenischen Bischof Theophilus und anderen, die die gesamte antike Philosophie hassen, verdammen als «lügenhafte Flunkerei», als «Abenteuerlichkeit, Unsinn oder Wahnwitz oder Absonderlichkeit oder alles zugleich». Sämtliche Repräsentanten der griechischen Kultur verbreiten, laut dem hl. Theophilus, einem sehr bescheidnen Geist, doch auf einem der angesehensten Bischofssitze, nur
    «Wortschwall», «nutzloses Gerede», sie haben «nicht einmal den geringsten Funken der Wahrheit», «auch nicht das kleinste Körnlein davon gefunden»16.
    Quelle: Karlheinz Deschner, Kriminalgeschichte des Christentums, Band 1. Seite 237-239.

  4. #84
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Gjin Tonikaj Beitrag anzeigen
    Mädels, mal ganz ehrlich, wäre das Christentum genau so unlogisch wie die griechische Götterwelt, dann hätte sich das Christentum nicht bis heute und vorallem in den meisten modernsten und aufgeklärtesten Staaten erhalten. Man kann ja dem Christentum vieles vorwerfen, aber es wird immer ein Bestandteil bei den meisten Menschen bleiben. Die Griechische Götterwelt bzw. Mythologie ist sehr interessant und dient perfekt für Filme, aber mehr auch nicht, sonst würden die Griechen noch heute grösstenteils oder mehrheitlich diesem Götterkult huldigen.
    Und das meine ich ja, ich sehe weder im Christentum noch im Islam irgend eine höhere Logik als in irgendwelchen Mythen oder Märchen oder sonstwas, ganz im Gegenteil deswegen hat die "normale" Religion aus meiner Sicht bis auf dass sie weiter verbreitet ist null Priorität

  5. #85
    Theodisk
    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Natürlich verdienen die polytheistischen Religionen Respekt. Aber ich bin mir da nicht sicher, ob man die griechische Mythologie als Religion sehen sollte.
    Es ist schwer eine klare Linie zu ziehen. Einerseits bin ich auch der Auffassung, diese nicht als "Religionen" zu bezeichnen (der Begrifflichkeit wegen), allerdings ist einfacher diese als solche zu bezeichnen, um es, sagen wir "populistisch" zu machen. Realistisch gesehen sind diese Weltanschauungen, Mythologien, beinhalten Lebensweisen und sind vor allem gegenüber der Natur respektvoll. Heute gibt es in Europa über 1 Millionen Menschen, die sich als Polytheisten sehen, die "Dunkelziffer" ist wahrscheinlich weitaus höher. Besonders auffällig sind die Parallelen zum Atheismus, auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint. Teilweise als "Gegenreaktion" zum verbreiteten Monotheismus, anderseits weil die Gottheiten nicht so angesehen werden wie der "eine Gott", also ihre Manifestationen in der Natur selbst und ihren Phänomenen zu finden sind.

  6. #86
    economicos
    Zitat Zitat von Theodisk Beitrag anzeigen
    Es ist schwer eine klare Linie zu ziehen. Einerseits bin ich auch der Auffassung, diese nicht als "Religionen" zu bezeichnen (der Begrifflichkeit wegen), allerdings ist einfacher diese als solche zu bezeichnen, um es, sagen wir "populistisch" zu machen. Realistisch gesehen sind diese Weltanschauungen, Mythologien, beinhalten Lebensweisen und sind vor allem gegenüber der Natur respektvoll. Heute gibt es in Europa über 1 Millionen Menschen, die sich als Polytheisten sehen, die "Dunkelziffer" ist wahrscheinlich weitaus höher. Besonders auffällig sind die Parallelen zum Atheismus, auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint. Teilweise als "Gegenreaktion" zum verbreiteten Monotheismus, anderseits weil die Gottheiten nicht so angesehen werden wie der "eine Gott", also ihre Manifestationen in der Natur selbst und ihren Phänomenen zu finden sind.
    Fragen über Fragen.^^

  7. #87
    Avatar von Paokara90

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    Bleibt doch mal geschmeidig, man kann doch darüber diskutieren ist doch alles locker

  8. #88
    Avatar von Rockabilly

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    @Whitejim: Dennoch haben sich beide Religionen gehalten und die heidnischen Religion verdrängt und spielen noch heute selbst in den modernsten oder ärmsten Ländern eine Rolle, mit oder ohne Logik.

  9. #89
    Avatar von Rockabilly

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    @Ts61: Interessant, wie in den islamischen Seiten Gleichnisse genutzt werden und auch gern geschnitten, damit man den Sinn verdreht. Da ich das NT schon gelesen habe, weiss ich bei diesen Gleichnissen/Zitaten, was das Thema ist. Finde es sehr billig wie ihr versucht, mit dieser Technik den Sinn zu verdrehen. Vorallem bei dem Zitat mit dem Schwert, sollte man doch mal die Texte vor und nachher noch einfügen

  10. #90
    Avatar von Rockabilly

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    Interessant finde ich gleich folgendes: Lk 22:35-38, Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich Schwert kaufen. Also Lukas Kapitel 22, Vers 35 -38 ist ein Satz. Für drei Verse ein Satz? Schauen wir es genauer an: 35 Jesus fragte seine Jünger: «Als ich euch damals ohne Geld, Tasche und Schuhe aussandte, habt ihr da Not leiden müssen?» «Nein, niemals!» beteuerten sie. 36 «Jetzt aber nehmt das Geld, das ihr habt, und euer Gepäck», forderte er sie auf. «Wer keine Waffe besitzt, soll seinen Mantel verkaufen und sich eine beschaffen. 37 Denn jetzt ist die Zeit da, in der sich auch dieses Wort an mir erfüllt: 'Man wird ihn wie einen Verbrecher behandeln.'2 Alles, was die Propheten von mir geschrieben haben, geht nun in Erfüllung.» 38 «Herr», riefen die Jünger, «wir haben hier zwei Schwerter.» Doch Jesus unterbrach sie: «Genug damit!». ... So jetzt zu Lk 12:49-53: "Ich bin gekommen um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen. (...) Meint ihr ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden sondern Spaltung. (...)", wiederrum 5 Verse, mit vielen (...). Schauen wir das Original an: 49 «Ich bin gekommen, um auf der Erde ein Feuer anzuzünden. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! 50 Vorher muss ich aber am Kreuz noch Schweres erleiden.4 Ich habe Angst davor, bis alles vollbracht ist. 51 Meint nur nicht, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Erde zu bringen! Nein, ich bringe Auseinandersetzung. 52 Von jetzt an wird man sich in einer Familie um meinetwillen gegeneinander auflehnen: 53 der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter; die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.» Also wieder viel mehr Text. Der Text passt sehr gut auch zum heutigen Orient, wo Zbsp. Muslime oder Yeziden, die zum Christentum konvertieren, von der Familie verstossen, also gespalten werden. Nächster Fall: Lk 19:27 "Doch meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde; bringt sie her, und tötet sie vor meinen Augen." Ein klarer Fall von der Gleichnis vom anvertrauten Geld : Lk 19,11 Weil Jesus schon nahe bei Jerusalem war, meinten die Menschen, die von all dem hörten, das Reich Gottes werde sofort erscheinen. Daher erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis. Lk 19,12 Er sagte: Ein Mann von vornehmer Herkunft wollte in ein fernes Land reisen, um die Königswürde zu erlangen und dann zurückzukehren. Lk 19,13 Er rief zehn seiner Diener zu sich, verteilte unter sie Geld im Wert von zehn Minen und sagte: Macht Geschäfte damit, bis ich wiederkomme. Lk 19,14 Da ihn aber die Einwohner seines Landes hassten, schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser Mann unser König wird. Lk 19,15 Dennoch wurde er als König eingesetzt. Nach seiner Rückkehr ließ er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen. Er wollte sehen, welchen Gewinn jeder bei seinen Geschäften erzielt hatte. Lk 19,16 Der erste kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine zehn Minen erwirtschaftet. Lk 19,17 Da sagte der König zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger Diener. Weil du im Kleinsten zuverlässig warst, sollst du Herr über zehn Städte werden. Lk 19,18 Der zweite kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine fünf Minen erwirtschaftet. Lk 19,19 Zu ihm sagte der König: Du sollst über fünf Städte herrschen. Lk 19,20 Nun kam ein anderer und sagte: Herr, hier hast du dein Geld zurück. Ich habe es in ein Tuch eingebunden und aufbewahrt; Lk 19,21 denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist: Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht gesät hast. Lk 19,22 Der König antwortete: Aufgrund deiner eigenen Worte spreche ich dir das Urteil. Du bist ein schlechter Diener. Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin? Dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe? Lk 19,23 Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei der Rückkehr mit Zinsen abheben können. Lk 19,24 Und zu den anderen, die dabeistanden, sagte er: Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die zehn Minen hat. Lk 19,25 Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn. Lk 19,26 (Da erwiderte er Ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Lk 19,27 Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde - bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder! " Ect und so kann es immer weiter gehen. Tut mir leid dass es so unübersichtlich gemacht ist. Da ich hier bei der Arbeit bin und ihr der IE 7 installiert ist, kann ich mit dem neuen Forumsdesign keine gescheiten Texte schreiben bzw. Zeilen machen und so weiter.

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