Hilfsaktion für Albanien: "Wir brauchen Ihre Hilfe"

Schwarzach - Mehrere Detonationen von ungeahnter Kraft verwüsteten das Dorf Gerdec sowie die umliegende Siedlungen am 17. März. So können Sie sofort helfen


VMH
Über 320 Häuser und große Teile der Infrastruktur wurden – wie in den „VN" berichtet – bei der Explosion eines Munitionslagers in Albanien zerstört, weitere 700 Häuser beschädigt. Mindestens 19 Menschen starben, 12 weitere werden seither vermisst. „Aufgrund der Sprengkraft und des Feuers wird man viele jedoch nie finden oder identifizieren können", heißt es von Mitarbeitern der Austrian Development Agency (ADA). Die Entwicklungshilfe-Organisation des Österreichischen Außenministeriums ist vor Ort vertreten.
Soforthilfe angelaufen
Die gute Nachricht: Die Soforthilfe ist schnell angelaufen, die verletzten Menschen sind in medizinischer Versorgung. Die Bewohner der zerstörten Häuser sind größtenteils vorübergehend bei Verwandten untergekommen. „Einige wollen ihre einsturzgefährdeten Häuser aber aus Angst vor Diebstählen nicht verlassen", sagt der Wolfurter Kameramann Reinhard Mohr, der kurz nach der Explosionskatastrophe in das betroffene Gebiet gereist ist, um die Ausmaße des Unglücks zu dokumentieren. Mohr hat gemeinsam mit der Vorarlberger Landesregierung und den „Vorarlberger Nachrichten" eine Hilfsaktion ins Leben gerufen.
Nach dem ersten „VN"-Bericht vom Karfreitag sind knapp 5000 Euro auf dem Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Bregenz (Kto. 20 222, BLZ 37 000) eingegangen. „Das Geld, das von den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern gespendet wird, fließt den Menschen direkt zu", sagt Reinhard Mohr. Die betroffenen Menschen erhalten Gutscheine, um Baumaterialien zu bekommen – denn es gibt viel zu tun: Die Kosten für den Wiederaufbau von Häusern und öffentlichen Gebäuden werden von Vertretern des Österreichischen Bundesheers in Albanien auf rund 15 Millionen Euro geschätzt.
Schulmöbel gesucht
„Das Land möchte sich mit einem namhaften Betrag beteiligen, um vor allem Kindergärten, Schulen und auch Krankenhäuser wiederherzustellen", sagt Gerhard Hagen vom Amt der Vorarlberger Landesregierung. Er wird Ende April selbst die Krisenregion besuchen, um gemeinsam mit österreichischen Kontaktleuten vor Ort den genauen Bedarf festzustellen: „Wir sind auf der Suche nach gebrauchten Bänken, Stühlen und Tischen aus Vorarlberger Kindergärten und Schulen", sagt Gerhard Hagen vom Amt der Vorarlberger Landesregierung.
Die Vor-Ort-Helfer des Außenministeriums schrieben aus dem zerstörten Dorf: „Wir hoffen, dass der Spendenaufruf in Vorarlberg auf breites Gehör trifft, denn Geld wird hier viel benötigt werden."



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Vlt. spendet ja irgend einer