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Die Ideen der ÖVP

Erstellt von Lance Strongo, 08.04.2012, 12:11 Uhr · 4 Antworten · 649 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Lance Strongo

    Registriert seit
    16.07.2009
    Beiträge
    5.422

    Die Ideen der ÖVP

    Die ÖVP, die Nutte der österreichischen Millionäre und Großunternehmer, hatte wieder einmal eine sagenhaft dumme Idee.
    Sie wollten den ersten Krankenstandtag nicht mehr bezahlen. Die restlichen Parteien konnten da nur den Kopf schütteln.

    Aber wieder mal typisch ÖVP. Der kleine Mann, sei er nun Arbeiter, Angstellter oder Kleinunternehmer ist ihnen egal. Blöderweise zählen sich aber viele Österreicher zur Oberschicht und haben Angst vor Steuern die nur diese treffen würden. Ein gutes Beispiel war vor nicht allzu langer Zeit die Erbschaftssteuer. Die SPÖ wollte es ab einem sehr hohen (für die Mittelklasse, Eagle würde darüber lachen) Betrag ansetzen, die ÖVP schürte die Angst der Menschen, dass die verdammten Roten bei jeder Hauserbschaft mitkassieren wollen.
    Aber lest selbst:

    Krankenstand: Empörung über ÖVP-Vorstoß

    07. April 2012 17:14


    • Widerstand auch aus der eigenen Partei, nur Wirtschaftskammer unterstützt Streichung für eintägige Krankenstände


    Wien - Eine klare Absage von ÖGB und Opposition hat sich der ÖVP-Wirtschaftsbund mit seinem Vorschlag geholt, den ersten Krankenstandstag nicht mehr zu bezahlen. Unterstützung kommt nur von der Wirtschaftskammer. Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner hatte am Freitag gefordert, dass die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall künftig erst am zweiten Tag des Krankenstandes beginnen soll.
    Für den Leitenden Sekretär des ÖGB, Bernhard Achitz, ist die Forderung "politisch unverfroren" und "wirtschaftlicher Unsinn". Kranke Arbeitnehmer seien anfälliger für Arbeitsunfälle und wer sich nicht rasch auskuriere, riskiere einen langen Krankenstand. Dazu komme die Ansteckungsgefahr. "Damit sollte klar sein, dass es für einen Betrieb sinnvoller ist, wenn kranke MitarbeiterInnen zu Hause bleiben", sagte Achitz in einer Aussendung am Samstag.
    Außerdem würden sich Arbeitnehmer nicht aus Jux und Tollerei krankmelden, im Gegenteil: "Wir wissen, dass der Druck auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steigt und sie eher dazu neigen, sich krank in die Arbeit zu schleppen, weil sie Angst haben, ihren Arbeitsplatz zu verlieren."
    "Besonders geschmacklose Initiative"
    Der stellvertretende FPÖ-Obmann Norbert Hofer bezeichnete den Vorschlag als "besonders geschmacklose Initiative". Für ihn unterstellt Haubner, dass Arbeitnehmer bei eintätigen Krankenständen "blau machen". Dabei seien von eintätigen Krankenständen vor allem chronisch Kranke mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen betroffen. Sie wären die "Hauptopfer dieser unsozialen Politik", so Hofer via Aussendung: "Gut geführte Unternehmen haben eine solche Unkultur der pauschalen Verdächtigung nicht nötig."
    BZÖ-Arbeitnehmersprecher Sigisbert Dolinschek bezeichnete die Idee als "kontraproduktiv, unausgegoren und schlichtweg dumm". Er geht davon aus, dass - sollte für den ersten Krankenstandstag kein Gehalt gezahlt werden - die Betroffenen eben zum Arzt gehen und sich für mehrere Tage krankschreiben lassen würden. Dies würde letztendlich mehr kosten als ein Tag im Bett, so Dolinschek in einer Aussendung.
    "Verspäteter Aprilscherz"
    Die grüne Arbeitnehmersprecherin Birgit Schatz vermutet in der Haubner-Idee einen "verspäteten Aprilscherz". "Die Entgeltfortzahlung bei Krankheit schützt nicht nur die kranken MitarbeiterInnen, sondern auch die Betriebe. Wer sie einschränkt, erntet Menschen, die mit Fieber in die Arbeit gehen und andere anstecken können", so Schatz in einer Aussendung. Sie vermutet, dass Haubner ohnehin nur auf die schnelle Schlagzeile aus war "und nicht überlegt hat, was er da fordert".
    Widerstand kommt auch aus ÖVP. Der Arbeitnehmerbund ÖAAB lehnt den Vorstoß von Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner ab. "Wir respektieren die Position des Wirtschaftsbundes zu Krankenständen. Aber wir vertreten eine andere Position", sagte ÖAAB-Generalsekretär Lukas Mandl in einer Aussendung am Samstag.
    Mandl betonte, dass auch der ÖAAB für eine Senkung der Lohnnebenkosten eintrete. Dies könne allerdings nicht bedeuten, die Kosten auf die Arbeitnehmer zu verlagern. "Gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie intakte Familien sind grundlegend auch für wirtschaftlichen Erfolg. Diese Grundlagen sollte man nicht aufs Spiel setzen", betonte Mandl. Einseitige Einkommenseinbußen für Arbeitnehmer lehne man ab.
    Absage auch von der SPÖ
    Eine Absage kommt auch von SP-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter, der die Haubner-Forderung als "unausgegoren" bezeichnet. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital unserer heimischen Betriebe. Ihre Gesundheit ist ein entscheidender Faktor für die österreichische Wettbewerbsfähigkeit", so Matznetter via Aussendung. An sozialstaatlichen Errungenschaften zu kratzen, wie jener des bezahlten Krankenstandes, sei der falsche Weg.
    Unterstützt wird Haubner nur von der Wirtschaftskammer. Für Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser (ÖVP) wäre eine Entlastung der Unternehmen durch Übernahme des ersten Krankenstandstages durch die Arbeitnehmer "hoch an der Zeit". Sie verwies in einer Aussendung darauf, dass zuletzt mehrere neue Kostenbelastungen für die Betriebe eingeführt worden seien - etwa das Recht auf Elternteilzeit, der Mehrarbeitszuschlag für Teilzeitarbeitende und die "Auflösungsabgabe" bei Kündigungen. Außerdem müssten Betriebe immer öfter auch Entgeltfortzahlung für Situationen leisten, die nichts mit der betrieblichen Sphäre zu tun hätten. (APA, 7.4.2012)

  2. #2

    Registriert seit
    27.03.2012
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    106
    Das wird nie der Fall sein hoffentlich aber sollte das passieren, ja wäre der erste Tag nur der Anfang, ist so wie bei den Geschäftsöffnungen, früher schloßen sie um 12Uhr jetzt um 18Uhr, und der Lugner fordert auch Sonntags offene Läden, sollte das geschehen wird nicht nur die Lugner City Sonntags offen sein sondern eben auch die anderen.

  3. #3
    Avatar von Sheqa

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    20.05.2011
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    1.561
    Die Politiker in Österreich haben in letzter Zeit viele "gute" Ideen.

  4. #4
    Avatar von Domoljub

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    4.883
    Haha das sind alles Opfer, hauptsache beim Volk sparen wollen und sich dann in einem 7er BMW herumkutschieren lassen....typisch für diese Krüppel von Politikern. Man kann besonders in Österreich in sooo vielen anderen Sektoren wie z.B. dem Bundesheer (bestes Beispiel) sparen.

  5. #5
    Avatar von Kuna

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    30.04.2010
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    8.739
    Es ist doch immer so, dass sie versuchen an den falschen Ecken zu sparen. Wenn man gar nichts mehr (irgendwann wird ihnen das auch noch in den Sinn kommen) den Arbeitern bezahlen will (darunter fallen auch später zB Pension usw). Dann wird bald keiner mehr arbeiten gehen, wozu denn auch, wenn man ja nichts bezahlt bekommt, wieso auch noch arbeiten....hmm naja vl um die Luft noch irgendwie zu bezahlen ?!


    wie toll....

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