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Identifikation mit dem eigenen Volk

Erstellt von USER01, 19.07.2010, 23:52 Uhr · 137 Antworten · 5.753 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
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    44.232
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Ich denke es gibt viele Menschen, wahrscheinlich auch hier, die ihre Heimat nicht wirklich freiwillig verlassen haben. Kann doch verschiedene Gründe haben, von Krieg über in der Tat vielleicht mangelnde Perspektiven daheim bis Liebe Dann baust du dir in einem anderen Land etwas auf, gründest dann vielleicht auch hier eine Familie und dann fängt es schon an, schwierig zu werden mit der Rückkehr. Vielleicht eine sichere Arbeit aufzugeben, die Kinder aus der gewohnten Umgebung heraus zu holen usw.
    Dem steht doch nicht entgegen, dass man das Land, wo man geboren wurde liebt. Oder dass man sich deswegen nicht auch seiner neuen Heimat verbunden fühlen kann. Diese Verbundenheit, Liebe zu seinen Wurzeln, seinem Volk muss auch nicht gleich etwas mit Nationalstolz zu tun haben.
    bravo. genauso sehe ich es auch

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Oder damit, dass man dies in jeder Hinsicht über alle anderen stellt oder es gleich vor allen anderen idealisiert.

    idealisieren tue ich es schon, da die menschen so tapfer so viel durchgemacht haben und immer noch sehr menschlich geblieben sind.
    aber ich stelle es nicht in JEDER hinsicht über andere...

  2. #102
    Avatar von Allissa

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    Zitat Zitat von USER01 Beitrag anzeigen
    Letztendlich ist aber jedes Volk herzlich, gastfreundlich usw. Das beschränkt sich nicht nur auf seine Heimat.
    die einen mehr die anderen weniger....




    Zitat Zitat von USER01 Beitrag anzeigen

    Würde die Userin Allissia aus z.B. aus der Türkei kommen würde sie jetzt die Türkei lieben und behaupten, die tollsten Menschen leben dort.
    Aber das ist eben nur die Gewohnheit und Vertrautheit und weil man nichts anderes kennt - und oft auch nicht kennen möchte.

    würde die userin alisa nicht.....

  3. #103
    Milo7
    Zitat Zitat von USER01 Beitrag anzeigen

    Würde die Userin Allissia aus z.B. aus der Türkei kommen würde sie jetzt die Türkei lieben und behaupten, die tollsten Menschen leben dort.

    Ach was ist das jetzt für ein Vergleich.Das nennt man Heimtgefühl lieber User, und dort wo man geboren ist oder aufgewachsen ist dort ist auch seine Heimat.Was findest du daran verwerflich wenn sich Leute damit indentifizieren ? Ich habe gesagt, falscher Nationalstolz ist nicht richtig, also Missbrauch von Stolz. Aber man kann auch ein Land lieben und darauf Stolz sein und trotzdem andere nicht minderwertiger beachten oder weniger schätzen.

    Und natürlich wenn man in der Türkei aufwächst oder in Bezug zu diesem Land deren Kindheitserfahrungen geprägt sind , dass da auch ein gewisser spiezieller Bezug zu diesem Land ist. Was findest du da schlecht , sag mal ? Gehts noch ?


    Auch hättest du jetzt nicht die Mutter die du hast, sondern eine Andere hätte dich geboren, würdest du auch jetzt die lieben , und nicht die "Jetzige". Willst du Leuten die Liebe zu ihrem Land absprechen und sie dann als verwerflich bezeichnen ? Ich habe einen besonderen Bezug zu meinem Land, ich liebe es , es gibt viele Sachen auf die ich Stolz bin, und ich beachte nicht andere Länder minderwertiger, aber meine Heimat liebe ich, und da braucht man nicht viel Erklärung. Wenn du so ein Gefühl nicht kennst oder besitzt, dann verurteilt auch dich keiner.


    so ich muss jetzt schlafen gehen..

    Gute Nacht

  4. #104
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
    15.04.2010
    Beiträge
    19.293
    Zitat Zitat von kaurin Beitrag anzeigen
    Also ich gehöre auch zu den Leuten die "ihr" Land nicht freiwillig verlassen haben. Ich wurde vertrieben. Aber von den "eigenen" Leuten, also Leuten die genau so zu dem Land gehören wie ich, auch wenn sie der Meinung sind was anderes zu sein. Also nicht gerade ein Grund "sein" Land und Leute zu lieben.

    Sonst... also ich höre auch von Deutschen sagen "ich Liebe Spanien, da mache ich jeden Sommer Urlaub" .... ich meine es hängt davon ab wie man diese leiben meint....

    ich und der Threadersteller (glaube ich zumindest) meinen da eben diesen spezielle Art von Stolz und Liebe.... eine Glorifizierung und Idealisierung der Heimat welche auch sehr übertrieben ist, kaum Kritik verträgt und eben alles besser darstellt.

    Was verstehst du unter seine Heimat (Volk) lieben?

    Was liebst du da? die Erde, die Steine, die Gesetze, die Menschen?

    Oder doch eben deine Familie und die schönen Kindheitserfahrungen welche du dann mit der Heimat verbindest?
    Guten Morgen!
    Sieh mal. Ich bin mir etwa sehr der schwierigen Geschichte meines Volkes bewusst. Wurde auch oft genug mit entsprechenden negativen Stereotypen, auch Vorbehalten konfrontiert. Ich habe gerade als Heranwachsende so viel Sch...., pardon, bei uns mitbekommen, das kannst du dir nicht vorstellen. Nein, ich glorifiziere und idealisiere bestimmt nicht.

    Ich kann meine Liebe nur so versuchen zu beschreiben: Ich soreche meine Sprache sehr gern, pflege sie auch und gebe das weiter. Ich habe gewisse auch eher russische Gewohnheiten, Traditionen, auch Werte anerzogen bekommen, die mir wichtig sind, von deren "Richtigkeit" ich für mich überzeugt bin und das lebe ich auch. Und ich freue mich über jeden, der da Interesse daran hat. Und grundsätzlich verbindet es schon, wenn man diesselbe Sprache spricht, einfach ähnliche Erfahrungen z.B. teilt, diesselben Filme, Musik usw. Verstehst du, wie ich das meine? Trotzdem darf ich sagen, ich bin ein Mensch, der sich allgemein einfach sehr auch für viele andere Länder und Kulturen etwa interessiert und das mag. Ich lerne gern Fremdsprachen, weil das den besten Zugang zu ihnen gibt. Ich finde Japan z.B. extrem faszinierend und interessant, lese und gucke da auch sehr viel usw.. Aber deswegen verfolge ich da nicht so wie bei meiner Heimat die Nachrichten, was da vor sich geht. Und so sehr ich eigentlich allen Menschen das Beste wünsche. Mir ist es irgendwie doch wichtiger als bei anderen, ob es den Menschen in meinem Land gut geht, wie sich die Lebensverhältnisse bei uns gestalten. Ich mache mir am meisten bei meinem Land Gedanken, wohin sich Politik und Gesellschaft entwickeln usw.
    Ich bin ein offener Mensch, aber ich kann leider nicht behaupten, ein solcher Weltbürger zu sein, dass mir alle Menschen, Völker und Länder so absolut gleich nah stehen würden.

  5. #105
    Apache
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen

    würde die userin alisa nicht.....
    nö,
    die userin allissa lebt in einer traum und fantasie welt

  6. #106
    Avatar von Veles

    Registriert seit
    24.09.2009
    Beiträge
    5.151
    Das Land, in dem ich geboren wurde, gibt es nicht mehr. In der Stadt, in der ich geboren wurde, bin heute ein Ausländer wenn ich mal vorbeikomme. Das Land, in dem ich meine Kindheit verbracht habe, betrachtet die Teilrepublik in der ich aufgewachsen bin als ein Genozidgebilde. Der Ort, aus dem meine Familie kommt, hat nichts mehr mit uns zu tun weil dort niemand mehr von uns ist. Das ist nur eine kleine Übersicht warum ich jedes Mal sage:

    Ich scheisse auf Euer Bosnien, Kosovo, Kroatien, Serbien und Slowenien. Fickt Eure Orthodoxie, Euren Islam und Euren Katholizismus. Euer Adler, 4C, Schachbrett und die Lilie gehen mir am Arsch vorbei, ja ich finde sie alle sogar abstossend und betrachte Menschen, die damit kokettieren als Idioten. Ja, als Idioten. Und wenn Ihr wirklich so blöd seid und Euren Kindern diesen Scheiss weitergeben wollt damit sie in Zukunft auch damit kämpfen müssen dann bitteschön. Aber eins muss gesagt werden:

    Heimat ist nicht die beschissene Flagge, unter der man geboren wird. Heimat ist nicht die beschissene Ethnie in die man hineingeworfen wird. Heimat ist nicht die beschissene Religion, in die man hineingedrückt wird wenn man noch nicht mal fähig ist sich selbst seinen Arsch zu putzen. Heimat ist nicht die verwaschene Geschichte der Ethnie, in die man hineingeboren wurde. Heimat ist nicht der manipulierende Kulturkreis, in den man reingedrückt wurde.

    Heimat ist der Ort, an dem man sich wohl fühlt und wer auch immer Flaggen, Geschichte, Religion und Änliches damit in Verbindung bringt, der hat etwas Essentielles nicht begriffen.

  7. #107
    ökörtilos
    Heimat


  8. #108

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    29.01.2006
    Beiträge
    3.160
    Zitat Zitat von Milo7 Beitrag anzeigen
    Und natürlich wenn man in der Türkei aufwächst oder in Bezug zu diesem Land deren Kindheitserfahrungen geprägt sind , dass da auch ein gewisser spiezieller Bezug zu diesem Land ist. Was findest du da schlecht , sag mal ? Gehts noch ?
    Du hast den Sinn nicht verstanden.
    Kindheitserfahrungen und glorifizierung seines Volkes sind zwei Dinge.
    Du kannst das Dorf lieben, in dem du aufgewachsen bist. Aber du kannst deswegen nicht ein ganzes Volk lieben oder gar Stolz darauf sein.

  9. #109
    kaurin
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Guten Morgen!
    Sieh mal. Ich bin mir etwa sehr der schwierigen Geschichte meines Volkes bewusst. Wurde auch oft genug mit entsprechenden negativen Stereotypen, auch Vorbehalten konfrontiert. Ich habe gerade als Heranwachsende so viel Sch...., pardon, bei uns mitbekommen, das kannst du dir nicht vorstellen. Nein, ich glorifiziere und idealisiere bestimmt nicht.

    Ich kann meine Liebe nur so versuchen zu beschreiben: Ich soreche meine Sprache sehr gern, pflege sie auch und gebe das weiter. Ich habe gewisse auch eher russische Gewohnheiten, Traditionen, auch Werte anerzogen bekommen, die mir wichtig sind, von deren "Richtigkeit" ich für mich überzeugt bin und das lebe ich auch. Und ich freue mich über jeden, der da Interesse daran hat. Und grundsätzlich verbindet es schon, wenn man diesselbe Sprache spricht, einfach ähnliche Erfahrungen z.B. teilt, diesselben Filme, Musik usw. Verstehst du, wie ich das meine? Trotzdem darf ich sagen, ich bin ein Mensch, der sich allgemein einfach sehr auch für viele andere Länder und Kulturen etwa interessiert und das mag. Ich lerne gern Fremdsprachen, weil das den besten Zugang zu ihnen gibt. Ich finde Japan z.B. extrem faszinierend und interessant, lese und gucke da auch sehr viel usw.. Aber deswegen verfolge ich da nicht so wie bei meiner Heimat die Nachrichten, was da vor sich geht. Und so sehr ich eigentlich allen Menschen das Beste wünsche. Mir ist es irgendwie doch wichtiger als bei anderen, ob es den Menschen in meinem Land gut geht, wie sich die Lebensverhältnisse bei uns gestalten. Ich mache mir am meisten bei meinem Land Gedanken, wohin sich Politik und Gesellschaft entwickeln usw.
    Ich bin ein offener Mensch, aber ich kann leider nicht behaupten, ein solcher Weltbürger zu sein, dass mir alle Menschen, Völker und Länder so absolut gleich nah stehen würden.
    Gut. Hier bestehen einfach differenzen bezüglich des Verständnisses von dieser "Liebe und Stolz" im Bezug auf Land und Volk.
    Zwar empfinde ich auch nicht so eine Liebe wie du sie beschreibst aber so etwas geht ja noch in Ordnung.

    Ich glaube hier haben wir so einen Unterschied wie von klischehafter "Teenegerliebe" und "Erwachsenenliebe".
    Die eine lässt noch Kritik zu und wahrt eine gewisse Distanz bzw. bleibt in der "Realität" während die andere praktisch Blind ist und keine Kritik an ihre "Große Liebe" ran lässt.

    Ansonsten, wie gesagt, so wie jetzt bei dir ist es "OK". Ich selber aber kann einfach nicht von Liebe oder Stolz sprechen im Bezug auf "mein" Land oder Volk.

    Auch nicht mal wenn es dieses Land, Volk und Kultur welcher ich mich über die Herkunft in gewisser Weise (auch, neben Deutschland) zugehörig fühle, gäbe.Denn wenn ich von "nasa raja (Volk), nas Jezik i nasa muzika" rede, meine ich nicht das was an den bosnischen Grenze aufhört.

    Ich würde auch hier nicht von Liebe und Stolz reden, aber auf einen Jugo Staat mit dem Geist der 70'er als Herkunftsland würde ich wahrscheinlich positiver Blicken.

    Was die leute heute unten als positiv sehen oder gar es lieben und stolz darauf sind.... keine Ahnung.

  10. #110
    kaurin
    Zitat Zitat von Veles Beitrag anzeigen
    Das Land, in dem ich geboren wurde, gibt es nicht mehr. In der Stadt, in der ich geboren wurde, bin heute ein Ausländer wenn ich mal vorbeikomme. Das Land, in dem ich meine Kindheit verbracht habe, betrachtet die Teilrepublik in der ich aufgewachsen bin als ein Genozidgebilde. Der Ort, aus dem meine Familie kommt, hat nichts mehr mit uns zu tun weil dort niemand mehr von uns ist. Das ist nur eine kleine Übersicht warum ich jedes Mal sage:
    Dem fettmarkiertem Teil kann ich leider nur zustimmen.
    Und im Sommer wenn wir alle aufeinader treffen, die "neue" einheimische Bevölkerung und die "alte"... sehr kalt ... und dieses Gefühl "da gehöre ich hin" habe ich auch nicht ... das habe ich in Deutschland.

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