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Identifikation mit dem eigenen Volk

Erstellt von USER01, 19.07.2010, 23:52 Uhr · 137 Antworten · 5.763 Aufrufe

  1. #11

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von ersguterjunge Beitrag anzeigen
    Sandzak ist mein Leben, mein ein und alles!

    "Ich hab ein Löwenherz und das füllt sich mit Wärme, denn in meinem Herzen sind nur Lillien, Halbmonde und Sterne!!"

    angeber

  2. #12

    Registriert seit
    29.01.2006
    Beiträge
    3.160
    Zitat Zitat von Komplexis Beitrag anzeigen
    der junge kann sich auf kein richtiges thema festsetzen, schon seine beispiele passen garnicht zur titulierung.
    Weil es ein komplexes Thema ist. Mir bleibt die Hoffnung, dass der ein oder andere versteht, was ich meine.

    Wobei ich zugeben muss, dass Stolz eigenlich ein guter Begriff ist. Ist mir nicht eingefallen....mich zu artikulieren war nie meine stärke.

  3. #13

    Registriert seit
    09.11.2009
    Beiträge
    3.159
    Zitat Zitat von USER01 Beitrag anzeigen
    Weil es ein komplexes Thema ist. Mir bleibt die Hoffnung, dass der ein oder andere versteht, was ich meine.

    Wobei ich zugeben muss, dass Stolz eigenlich ein guter Begriff ist. Ist mir nicht eingefallen....mich zu artikulieren war nie meine stärke.
    dann arbeite daran.
    dein problem ist das du die frage richtig stellen musst, ist sehr einfach und ich gab dir eine einfache antwort.

  4. #14
    phαηtom
    Zitat Zitat von USER01 Beitrag anzeigen
    Tiefgründiger gehts immer. Ich weiß nicht, ob man einfach sagen kann, Nationalisten haben einfach keine Hobbies.
    Außerdem geht es nicht direkt um den Nationalismus sondern um das Volksgefühl. Der Vorstufe sozusagen.

    Mit Volksgefühl meine ich, dass man sich in der Welt mit seiner Nationalität präsentiert.
    Viele Albaner zum Beispiel sind geradezu bessesen von der Theorie, die Albaner seien die Nachfahren der Illyrier. Jedes Gegenargument wird diskriminiert.
    So, als ob sich der Mensch verändern würde, wenn sich die Theorie bestätigt. So, als ob der Albaner ein edlerer Mensch wird, wenn er behaupten kann, von einem antiken Volk abzustammen.

    Das kann man aber auch bei bedeutenden Persönlichkeiten beobachten.
    Vielen Serben ist es zum Beispiel sehr wichtig, dass Nikola Tesla als Serbe anerkannt wird.
    Dabei spielt es doch garkeine Rolle was er ist. Ein Serbe, der damit prahlt, Nikola Tesla sei Serbe gewesen, wird ja dadurch nicht selber zu einem bedeutenden Menschen.
    Dinge die ein Angehöriger des eigenen Volkes geleistet hat, werden aufeinmal Teil der eigenen Persönlichkeit.

    Oder das Mazedonien-Problem. Warum stört es den Durchschnittsgriechen, dass sich Mazedonien Mazedonien nennt. Durch "Kulturdiebstahl" wird kein Grieche ein qualitativ schlechterer Mensch. Und durch die Tatsache, dass Mazedonien Teil der griechischen Kultur ist, wird auch kein Grieche wertvoller.
    Und die Mazedonier haben auch nichts davon, behaupten zu können, Alexander war "ihrer".
    Wenn mir irgendeiner einmal sagt: "Alexander der Größe war unser Mann", dann sag ich "Ja, schön für dich". Und das wars.
    Es gibt schließlich kein Preis für herausragende Völker oder sowas. Das ist nur ein Beispiel, ich will garnicht darauf eingehen, wem was gehört.

    Was mich interessiert ist diese "völkische Brille" durch die viele Menschen schauen.
    das mit Albanern müsste schon jedem aufgefallen sein, das stimmt. aber allgemein, der Balkan mit seinen ganzen "neuen" Ländern, da war der Entwicklungsprozess zur Eigenständigkeit im Vergleich zum Rest Europas eher noch sehr frisch und deshalb schwingt eine größere Portion am Bekennen für das eigene Volkstum mit. die Albaner sind ein Beispiel für sich, sie sehen ja.. bis auf die Griechen.. den Rest als dahergewandert an, außerdem haben eine isolierte Sprache.. da wird sich ein pubertierender Albaner erst Recht gut vorkommen. und es ist halt viel einfacher heute, sich gegenseitig den Nationalismus zu stärken als vielleicht noch vor hundert Jahren, wo man kein Internet gehabt hat, wo die Welt medial nicht so erschlossen war, wo es keine zahlreiche Beförderungsmittel gab, keine Handys, kein blablabla...

    wenn zB. Serben einen Albaner umbringen oder umgekehrt, kann ein Journalist es sofort ins Internet stellen und jeder weiß bescheid. man ist auch heute viel eher in der Lage, sich zusammenzuschließen zu Gruppierungen. früher hat man sich um andere Dinge gesorgt, man war mehr in Angst mit dem Nötigsten auszukommen, man hat vielleicht früher "keine Zeit" für Nationalismus gehabt bzw. nicht in dem ausgeprägten Maß wie heute. die grundversorgung mit nahrung & wasser ist heute problemlos gedeckt hier im Westen. man hat eh alles was man braucht, die Angst zu überleben ist verschwunden. der moderne Nationalismus ist nur eine Art der Beschäftigung. Jeder sucht was im Kopf, um animiert zu werden.. manche vernarren sich in die Musik, jemand anderes in Sport.. und der eine in seine eigene Nationalität. ja okay vielleicht ist in jemandem der Hang zum Nationalismus ausgebrochen aus Angst vor der eigenen Unbedeutenheit, die er dann versucht dadurch zu lösen, aber das ganze endet trotzdem in eine "Suche nach Beschäftigung".

  5. #15
    Avatar von Pajpina

    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    3.288
    Zitat Zitat von ersguterjunge Beitrag anzeigen
    Sandzak ist mein Leben, mein ein und alles!

    "Ich hab ein Löwenherz und das füllt sich mit Wärme, denn in meinem Herzen sind nur Lillien, Halbmonde und Sterne!!"
    elhamdullilah

  6. #16
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von USER01 Beitrag anzeigen
    Tiefgründiger gehts immer. Ich weiß nicht, ob man einfach sagen kann, Nationalisten haben einfach keine Hobbies.
    Außerdem geht es nicht direkt um den Nationalismus sondern um das Volksgefühl. Der Vorstufe sozusagen.

    Mit Volksgefühl meine ich, dass man sich in der Welt mit seiner Nationalität präsentiert.
    Viele Albaner zum Beispiel sind geradezu bessesen von der Theorie, die Albaner seien die Nachfahren der Illyrier. Jedes Gegenargument wird diskriminiert.
    So, als ob sich der Mensch verändern würde, wenn sich die Theorie bestätigt. So, als ob der Albaner ein edlerer Mensch wird, wenn er behaupten kann, von einem antiken Volk abzustammen.

    Das kann man aber auch bei bedeutenden Persönlichkeiten beobachten.
    Vielen Serben ist es zum Beispiel sehr wichtig, dass Nikola Tesla als Serbe anerkannt wird.
    Dabei spielt es doch garkeine Rolle was er ist. Ein Serbe, der damit prahlt, Nikola Tesla sei Serbe gewesen, wird ja dadurch nicht selber zu einem bedeutenden Menschen.
    Dinge die ein Angehöriger des eigenen Volkes geleistet hat, werden aufeinmal Teil der eigenen Persönlichkeit.

    Oder das Mazedonien-Problem. Warum stört es den Durchschnittsgriechen, dass sich Mazedonien Mazedonien nennt. Durch "Kulturdiebstahl" wird kein Grieche ein qualitativ schlechterer Mensch. Und durch die Tatsache, dass Mazedonien Teil der griechischen Kultur ist, wird auch kein Grieche wertvoller.
    Und die Mazedonier haben auch nichts davon, behaupten zu können, Alexander war "ihrer".
    Wenn mir irgendeiner einmal sagt: "Alexander der Größe war unser Mann", dann sag ich "Ja, schön für dich". Und das wars.
    Es gibt schließlich kein Preis für herausragende Völker oder sowas. Das ist nur ein Beispiel, ich will garnicht darauf eingehen, wem was gehört.

    Was mich interessiert ist diese "völkische Brille" durch die viele Menschen schauen.
    Ich denke, jeder Mensch identifiziert sich über seine Zugehörigkeit zu mehreren Gruppen. Mir kommt das so vor, als wären das mehrere Phasen, die man mit dem Erwachsenwerden durchläuft, und mehrere Identitäten, die man "anprobiert", wieder ablegt oder beibehält. Die nationale Identität ist dabei sehr stark, weil sie sich anbietet- durch die Sprache wachsen wir ja hinein. Andere Zugehörigkeiten sind zum Teil selbst gewählt, zum Teil ererbt. Problematisch wird es erst, wenn Identitäten (besonders nationale oder religiöse) instrumentalisiert werden, um andere auszuschließen, bzw. zu Minderwertigen zu erklären.

  7. #17

    Registriert seit
    11.07.2010
    Beiträge
    168
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Ich denke, jeder Mensch identifiziert sich über seine Zugehörigkeit zu mehreren Gruppen. Mir kommt das so vor, als wären das mehrere Phasen, die man mit dem Erwachsenwerden durchläuft, und mehrere Identitäten, die man "anprobiert", wieder ablegt oder beibehält. Die nationale Identität ist dabei sehr stark, weil sie sich anbietet- durch die Sprache wachsen wir ja hinein. Andere Zugehörigkeiten sind zum Teil selbst gewählt, zum Teil ererbt. Problematisch wird es erst, wenn Identitäten (besonders nationale oder religiöse) instrumentalisiert werden, um andere auszuschließen, bzw. zu Minderwertigen zu erklären.
    Und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Deshalb lehne ich dieses Schubladendenken ab. "Der Stift ist die grausamste Erfindung des Menschen", sagte ein intelligenter Mann. Mit dem Stift konnte der Mensch Grenzen ziehen ...

  8. #18

    Registriert seit
    07.12.2007
    Beiträge
    13.527
    alta deine frage ist sowas von behindert


    bestimmt hast du keinen stolz und identifizierst dich mit nichts

  9. #19
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Osvajac Beitrag anzeigen
    Und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Deshalb lehne ich dieses Schubladendenken ab. "Der Stift ist die grausamste Erfindung des Menschen", sagte ein intelligenter Mann. Mit dem Stift konnte der Mensch Grenzen ziehen ...
    Sagen wir so- die nationale Identifikation besitzt das Potential, in hohem Ausmaß Kräfte zu bündeln. zu Genoziden genauso, wie zum Sturz von Despoten. Im vergangenen Jahrhundert sind die größten Verbrechen durch Nationalisten verübt worden, und im Namen der Unterdrückung nationaler Ideen.

    Insgesamt ist das Erwachen nationaler Ideen ein Indikator für eine Zuspitzung- man "sortiert" sich nach Seiten und zieht sich verschiedenfarbige Trikots an.

  10. #20

    Registriert seit
    11.07.2010
    Beiträge
    168
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Sagen wir so- die nationale Identifikation besitzt das Potential, in hohem Ausmaß Kräfte zu bündeln. zu Genoziden genauso, wie zum Sturz von Despoten. Im vergangenen Jahrhundert sind die größten Verbrechen durch Nationalisten verübt worden, und im Namen der Unterdrückung nationaler Ideen.

    Insgesamt ist das Erwachen nationaler Ideen ein Indikator für eine Zuspitzung- man "sortiert" sich nach Seiten und zieht sich verschiedenfarbige Trikots an.
    Und was ist deine Meinung? Positiv oder negativ?

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