BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 5 von 14 ErsteErste 123456789 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 138

Identifikation mit dem eigenen Volk

Erstellt von USER01, 19.07.2010, 23:52 Uhr · 137 Antworten · 5.775 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
    29.01.2006
    Beiträge
    3.160
    Zitat Zitat von Steinzeitkulturist Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht worauf du hinauswillst. Dass es diesen Stolz gibt, ist wohl kaum zu bestreiten. Und dass nicht jeder Patriot auch Chauvinist ist, sollte ebenfalls klar sein.

    Kann ein Vater nicht auch stolz sein auf sein Kind oder ein Bruder auf seine Schwester und umgekehrt?
    Wieso sollte nicht jemand stolz sein auf die Errungenschaften seiner Ahnen?
    Der Vater erschafft ja den Sohn, ist also indirekt eine Leistung des Vaters.
    Und das sehen viele Väter auch so. Der Sohn als eine Erweiterung seiner selbst.

    Und auf die Errungenschaften der Ahnen kann man meiner Meinung nach nicht stolz sein.
    Außer man ist der Meinung, Erfolg oder andere respektvolle Eigenschaften liegen in den Genen. Dann kann man theoretisch auf seine Gene stolz sein. Das grenzt aber an Rassismus.

  2. #42
    Milo7
    User ..entweder hat man diesen Stolz im Blut oder man hat Ihn nicht. MEINE persönliche Meinung ist es , dass Stolz was ganz natürliches ist, ( und das einem was fehlt ,der es nicht hat ) .

    Wieso willst du Leute verurteilen die auf die Leistung ihre Nationalmannschaft zb . stolz sind ?


    Du denkst zu abstrakt finde ich , zu rational und zu maschinell. Wir sind Menschen und empfinden auch Stolz bei Leistungen von anderen Leuten.Wenn die Nationalmannschaft im Fußball zb gewinnt, da hat sie auch mir Stück Freude gegeben, weil ich meine Leute und mein Land liebe.Wärst du nicht stolz auf deinen Sohn wenn er dir gute Mathe Noten nach Hause bringt, wenn er sich mit dir unterhaltet und auf dich hört und kein Säufer und Raufbold ist ? Gut, da wäre auch ein Teil dir zu verdanken auf den du Stolz sein kannst. Ist aber gerade nicht dieser egoistische Stolz zu verurteilen ? Nur das was ich erreiche auf das kann ich Stolz sein- so auf die Art.Ich bin zb. schon Stolz wenn sich Serbien bei einer WM nur gut benimmt , damit können sie das Ansehen der Serben in der Welt auch ein wenig verbessern, auf was ich dan auch Stolz bin..


    Missbrauch von Stolz und Nationalismus ist wieder was anderes... Missbrauchen kann man aber alles...auch die Löffel und Gabel die ich zum Essen benutze :PPP

    Ganz ehrlich..ich weiß nicht genau auf was du hinaus willst .

  3. #43
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
    15.04.2010
    Beiträge
    19.299
    Ein wirklich sehr komplexes Thema:
    Gewisse "Gruppenzugehörigkeiten" wie etwa zu einem Geschlecht oder auch wenigstens einer Nationalität sucht man sich ja nicht aus. Allein schon durch seine Muttersprache wird man geprägt und normalerweise ist das schon ein sehr identitätsstiftendes Merkmal. Und ob man es wahr haben möchte oder nicht, aber wenn man in einem Sprachkreis bzw Land aufwächst, man bekommt über diesselben Traditionen, Schulbücher, Medien usw. bewusst oder unbewusst einen gemeinsamen "Stempel", der sich auch von anderen unterscheidet Dabei geht es nicht darum, dass man das nicht auch hinterfragen oder sich wenigstens zum Teil auch davon lösen soll/ kann oder darf.

    Du fragst wie kann ich stolz auf etwas sein was ich nicht selbst erreicht habe? Doch, kann man. Denke ich. Sieh mal, da hat etwa ein Landsmann bedeutende naturwissenschaftliche Entdeckungen gemacht, "große Literatur" geschrieben, was auch immer. Dinge, die ein Erbe für uns darstellen und die in gewissen Andenken und Ehren gehalten werden sollten. Und wer wenn nicht jene, die Träger derselben Kultur, Sprache etc. sind, soll das machen bzw. machen können?

    Sich mit einer Gruppe zu identifizieren, deren Zugehörigkeit man entweder im gewissen Sinn aufgedrückt bekommt oder die man sich auch bewusst aussucht, dagegen sehe ich nichts Verwerfliches. Sehe es eher als fast etwas Natürliches. Problematisch wird es dann, wenn wir unser ganzes Dasein gerade im negativen Sinn davon leiten lassen und die wichtigste Gemeinsamkeit vergessen, die uns allen eigen ist, nämlich dass wir alle Menschen sind. Alle diesselben Grundgefühle und -bedürfnisse haben. Mit im negativen Sinn meine ich, dass man sich da vielleicht über andere stellt oder sich auch von durch Erziehung vermittelten Ressentiments derart leiten lässt, dass man mit so einer Einstellung von vornherein auf Menschen zugeht.

  4. #44
    bolan
    Zitat Zitat von Мило7 Beitrag anzeigen
    User ..entweder hat man diesen Stolz im Blut oder man hat Ihn nicht. MEINE persönliche Meinung ist es , dass Stolz was ganz natürliches ist, ( und das einem was fehlt ,der es nicht hat ) .

  5. #45
    bolan
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Du fragst wie kann ich stolz auf etwas sein was ich nicht selbst erreicht habe? Doch, kann man. Denke ich. Sieh mal, da hat etwa ein Landsmann bedeutende naturwissenschaftliche Entdeckungen gemacht, "große Literatur" geschrieben, was auch immer.
    also einer dessen nationalität zufällig die selbe ist wie deine auf dessen wahl du ja eh keinen einfluss gehabt hast... zu 99 proznet verbindet sich der stolz dann mit dem eigenen selbst da man ja diesem lande zugehörig ist, also nicht wirklich die errungenschaft der jeweiligen person ausschlaggebend ist...

  6. #46
    Milo7
    Bolan ich rede hier nicht nur vom Nationalstolz, sondern auch über zwischenmenschliche Beziehungen...wenn man auf kein Land stolz ist...will ich damit nicht sagen ,dass diesem Menschen etwas unbedingt fehlt.

    Zwischenmenschlichen Stolz meine ich...den ich als natürlich empfinde.

  7. #47

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    hmm schwieriges thema.also jeder gesunde stolz auf was gutes un seine nation is doch voll super okai das doch nix schlimmes

  8. #48

    Registriert seit
    29.01.2006
    Beiträge
    3.160
    Du denkst zu abstrakt finde ich , zu rational und zu maschinell. Wir sind Menschen und empfinden auch Stolz bei Leistungen von anderen Leuten.Wenn die Nationalmannschaft im Fußball zb gewinnt, da hat sie auch mir Stück Freude gegeben, weil ich meine Leute und mein Land liebe.Wärst du nicht stolz auf deinen Sohn wenn er dir gute Mathe Noten nach Hause bringt, wenn er sich mit dir unterhaltet und auf dich hört und kein Säufer und Raufbold ist ? Gut, da wäre auch ein Teil dir zu verdanken auf den du Stolz sein kannst. Ist aber gerade nicht dieser egoistische Stolz zu verurteilen ? Nur das was ich erreiche auf das kann ich Stolz sein- so auf die Art.Ich bin zb. schon Stolz wenn sich Serbien bei einer WM nur gut benimmt :icon_smile: , damit können sie das Ansehen der Serben in der Welt auch ein wenig verbessern, auf was ich dan auch Stolz bin..
    Ja, aber ein Sohn und eine Nationalmannschaft sind zwei Dinge. Den Sohn hast du gezeugt und du unterrichtet. Du hast an ihm mitgearbeitet.

    Aber die Nationalmannschaft kennst du ja nicht und du hilfst ihnen auch nicht.

    Und gerade dieses Ansehen in der Welt ist das, was ich nicht verstehe. Warum interessiert dich das? Ich beurteile den Menschen nicht danach, woher er kommt.
    Deswegen kann es mir egal sein, welches Anssehen sein Volk in der Welt hat.
    Ich werden einen Brasilianer nicht mehr respektieren als z.B. einen Nigerianer, nur weil Brasilien 5 mal Weltmeister war und Nigeria nie.
    Oder dass ich jedem Deutschen aus dem Weg gehe, nur weil die Deutschen einen schlechten Ruf haben.
    Mir ist das Ansehen meines Volkes, sowieso das Ansehen andere Völker total egal.
    Denn das Ansehen wird nämlich von Einzelnen geformt. Und ich werde mein Ansehen sicherlich nicht durch einen Idioten, der irgendwo in Bosnien Menschen getötet hat, runter ziehen lassen. Ich weiß was ich bin und ich weiß was er ist.


    Du fragst wie kann ich stolz auf etwas sein was ich nicht selbst erreicht habe? Doch, kann man. Denke ich. Sieh mal, da hat etwa ein Landsmann bedeutende naturwissenschaftliche Entdeckungen gemacht, "große Literatur" geschrieben, was auch immer. Dinge, die ein Erbe für uns darstellen und die in gewissen Andenken und Ehren gehalten werden sollten. Und wer wenn nicht jene, die Träger derselben Kultur, Sprache etc. sind, soll das machen bzw. machen können?
    Ich bewundere Newton, Leibnitz, Aristoteles usw. auch wenn es nciht meine Landsmänner sind.
    Es gibt Deutsche, die Leibnitz für einen Keks halten.
    Von dem her würde ich nicht gerade behaupten, dass sowas die Aufgabe der Landsmänner ist.
    Viele Serben wissen garnicht was Nikola Tesla gemacht hat. Bzw. halten sie ihn für den, der Strom erfunden hat. Und damit wird oft geprahlt. Ich denke nicht, dass Nikola Tesla sich seine Ehrung so vorgestellt hat.
    Stattdessen gibt es viele Ingeniere in der ganzen Welt, die ihn wirklich zu schätzen wissen. Und nur das zählt meiner Meinung nach.

  9. #49
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
    15.04.2010
    Beiträge
    19.299
    Zitat Zitat von bolan Beitrag anzeigen
    also einer dessen nationalität zufällig die selbe ist wie deine auf dessen wahl du ja eh keinen einfluss gehabt hast... zu 99 proznet verbindet sich der stolz dann mit dem eigenen selbst da man ja diesem lande zugehörig ist, also nicht wirklich die errungenschaft der jeweiligen person ausschlaggebend ist...
    Nimm nur mal den Sport. Warum soll ich nicht froh, auch stolz sein, wenn "meine" Mannschaft, meine Landsleute Erfolg haben? Vielleicht/ hoffentlich ist es Ausdruck einer guten "Schule", eines guten "Trainingssystems" usw. Diese Sportler, ob sie wollen oder nicht, repräsentieren außerdem unser gemeinsames Land. Allem voran wenn sie Erfolg haben, bringen sie einem damit "normalerweise" auch Freude usw. Und zumindest wenn man dem einen oder andrern glauben darf, ist ihnen das auch bewusst und wichtig. Wenigstens dem einen oder anderen.

    Ich lebe in der Diaspora, ich meine einen einigermaßen "offenen Horizont" zu haben. Sonst wäre ich auch nicht hier. Aber trotzdem wird das Flecken Erde, wo ich geboren wurde, immer eine besondere Bedeutung für mich haben. Deswegen werde ich mich trotzdem immer mit den Menschen identifizieren und mich dadurch ihnen wahrscheinlich am stärksten verbunden fühlen, die diesselbe Sprache sprechen wie ich usw. Das bedeutet nicht, dass ich sie über alles stelle, nicht kritisiere, nur mit ihnen verkehren muss und möchte usw. Ehrlich, die interessantesten Menschen sind aus meiner Sicht eigentlich "Mischungen"

    Na gut, hier prallen ohnehin offenbar Sichtweisen aufeinander. Das lösen wir heute nicht mehr

  10. #50
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
    15.04.2010
    Beiträge
    19.299
    P.S. User100, es geht nicht darum, dass die Pflege eines Erbes national sein muss. Naturwissenschaften z.B. wirken eh nicht national. Aber wenn etwa die Deutschen selbst nicht ihre Literaten etwa hochhalten, wer soll es dann tun? Ist halt meine Meinung

    Einen schönen Tag und Abend noch!

Seite 5 von 14 ErsteErste 123456789 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Die 'eigenen Extremisten'....
    Von Unabhängiges System im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 35
    Letzter Beitrag: 19.12.2011, 00:42
  2. wann ist ein volk ein volk ?
    Von Allissa im Forum Politik
    Antworten: 43
    Letzter Beitrag: 29.06.2011, 17:16
  3. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 08.08.2010, 20:21
  4. Montengro: Fremde im eigenen Land und am eigenen Strand
    Von cro_Kralj_Zvonimir im Forum Urlaubsforum
    Antworten: 53
    Letzter Beitrag: 17.09.2007, 14:37