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Israel - Massenproteste gegen Netanjahu

Erstellt von Yunan, 07.08.2011, 09:39 Uhr · 21 Antworten · 1.447 Aufrufe

  1. #1
    Yunan

    Daumen hoch Israel - Massenproteste gegen Netanjahu

    07.08.2011

    Massenproteste in Israel

    Hunderttausende demonstrieren für soziale Gerechtigkeit


    Die Wut der Israelis wächst: Mehr als 200.000 Menschen demonstrierten an diesem Wochenende in Tel Aviv.

    Es sind die größten Sozialproteste, die Israel je erlebt hat: Mehr als 250.000 Menschen sind am Samstag in Tel Aviv und anderen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern mehr soziale Gerechtigkeit. Regierungschef Netanjahu gerät zunehmend unter Druck - kündigt schnelle Reformen an.


    Sie protestieren gegen Wohnungsnot, gegen hohe Steuern und niedrige Löhne. Allein in Tel Aviv gingen nach Angaben der israelischen Polizei mehr als 200.000 Menschen auf die Straße. Landesweit sollen es etwa eine Viertelmillion sein, israelische Medien berichteten von mindestens 350.000 Teilnehmern. Auf ihren Plakaten fordern die Demonstranten mehr soziale Gerechtigkeit, "Erst das Volk, dann der Profit" ist dort zu lesen, oder "Miete ist kein Luxus".

    In Tel Aviv zogen die Menschen mit israelischen und mit roten Flaggen der Arbeiterbewegung durch die Straßen und skandierten "Das Volk fordert soziale Gerechtigkeit" oder "Das Volk gegen die Regierung". Der Protestmarsch begann am Theater-Platz, wo mehr als hundert Aktivisten seit drei Wochen wegen ihrer Kritik an sozialen Missständen campieren. Der Umzug endete später vor dem Sitz des Verteidigungsministeriums und anderer Regierungsbüros.
    In Jerusalem versammelten sich die Menschen im Zentrum der Stadt und zogen von dort zur Residenz von Regierungschef Benjamin Netanjahu.

    In Israel liegt der durchschnittliche Monatslohn bei etwa 1800 Euro, Lehrer und Sozialarbeiter verdienen in der Regel weniger als 1400 Euro. Das reicht oft gerade für die Miete: Eine bescheidene Wohnung mit drei Zimmern kostet in Jerusalem leicht mehr als 1000 Euro im Monat. Darüber hinaus beklagen die Demonstranten steigende Lebenshaltungskosten und die Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und des Bildungssystems.

    Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv

    Seit Mitte Juni gibt es in Israel regelmäßig Demonstrationen. Die Protestbewegung hatte mit einem kleinen Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv begonnen , am vergangenen Wochenende waren landesweit etwa 150.000 Demonstranten gezählt worden. Die Organisatoren hatten im Vorfeld der Kundgebungen am Samstag auf mehr als 200.000 Teilnehmer gehofft. Diese Marke wurde als Indikator gesehen, ob die Protestbewegung weiter an Zulauf gewinnt oder sich abzuschwächen beginnt. "Die Mittelklasse hat endlich ihre Macht erkannt", sagte die 65-jährige Edith Cohen, die am Samstag in Tel Aviv demonstrierte, zu der hohen Teilnehmerzahl.

    Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte unter zunehmendem Druck eine Reihe von Reformen in Aussicht gestellt, unter anderem die Freigabe von Bauland und Steuererleichterungen.

    Doch vielen Protestierenden genügen diese Ankündigungen nicht. "Die Löhne sind so niedrig, dass wir wirklich schwer arbeiten und es trotzdem nicht zum Monatsende reicht", sagte ein Demonstrant. "Das Leben in diesem Land ist hart. Wir gehen zum Militär, wie arbeiten und zahlen viel Steuern und verdienen trotzdem nicht genug", schimpfte ein anderer.
    Einer der Anführer der Proteste, Uri Metuki, sieht noch einen "langen Kampf" vor sich. "Wir versuchen nicht mehr und nicht weniger als den Wandel eines ganzen Systems zu erreichen, das die Interessen des Einzelnen zu Lasten der Interessen der Gemeinschaft privilegiert."

    Nach den neuerlichen Protesten gab ein Sprecher der Regierung bekannt, Premier Netanjahu wolle noch am Sonntag ein Team von Ministern benennen, die einen Reformplan erarbeiten würden.

    usp/AFP/dapd

  2. #2
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
    02.01.2011
    Beiträge
    11.789
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    07.08.2011

    Massenproteste in Israel

    Hunderttausende demonstrieren für soziale Gerechtigkeit


    Die Wut der Israelis wächst: Mehr als 200.000 Menschen demonstrierten an diesem Wochenende in Tel Aviv.

    Es sind die größten Sozialproteste, die Israel je erlebt hat: Mehr als 250.000 Menschen sind am Samstag in Tel Aviv und anderen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern mehr soziale Gerechtigkeit. Regierungschef Netanjahu gerät zunehmend unter Druck - kündigt schnelle Reformen an.


    Sie protestieren gegen Wohnungsnot, gegen hohe Steuern und niedrige Löhne. Allein in Tel Aviv gingen nach Angaben der israelischen Polizei mehr als 200.000 Menschen auf die Straße. Landesweit sollen es etwa eine Viertelmillion sein, israelische Medien berichteten von mindestens 350.000 Teilnehmern. Auf ihren Plakaten fordern die Demonstranten mehr soziale Gerechtigkeit, "Erst das Volk, dann der Profit" ist dort zu lesen, oder "Miete ist kein Luxus".

    In Tel Aviv zogen die Menschen mit israelischen und mit roten Flaggen der Arbeiterbewegung durch die Straßen und skandierten "Das Volk fordert soziale Gerechtigkeit" oder "Das Volk gegen die Regierung". Der Protestmarsch begann am Theater-Platz, wo mehr als hundert Aktivisten seit drei Wochen wegen ihrer Kritik an sozialen Missständen campieren. Der Umzug endete später vor dem Sitz des Verteidigungsministeriums und anderer Regierungsbüros.
    In Jerusalem versammelten sich die Menschen im Zentrum der Stadt und zogen von dort zur Residenz von Regierungschef Benjamin Netanjahu.

    In Israel liegt der durchschnittliche Monatslohn bei etwa 1800 Euro, Lehrer und Sozialarbeiter verdienen in der Regel weniger als 1400 Euro. Das reicht oft gerade für die Miete: Eine bescheidene Wohnung mit drei Zimmern kostet in Jerusalem leicht mehr als 1000 Euro im Monat. Darüber hinaus beklagen die Demonstranten steigende Lebenshaltungskosten und die Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und des Bildungssystems.

    Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv

    Seit Mitte Juni gibt es in Israel regelmäßig Demonstrationen. Die Protestbewegung hatte mit einem kleinen Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv begonnen , am vergangenen Wochenende waren landesweit etwa 150.000 Demonstranten gezählt worden. Die Organisatoren hatten im Vorfeld der Kundgebungen am Samstag auf mehr als 200.000 Teilnehmer gehofft. Diese Marke wurde als Indikator gesehen, ob die Protestbewegung weiter an Zulauf gewinnt oder sich abzuschwächen beginnt. "Die Mittelklasse hat endlich ihre Macht erkannt", sagte die 65-jährige Edith Cohen, die am Samstag in Tel Aviv demonstrierte, zu der hohen Teilnehmerzahl.

    Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte unter zunehmendem Druck eine Reihe von Reformen in Aussicht gestellt, unter anderem die Freigabe von Bauland und Steuererleichterungen.

    Doch vielen Protestierenden genügen diese Ankündigungen nicht. "Die Löhne sind so niedrig, dass wir wirklich schwer arbeiten und es trotzdem nicht zum Monatsende reicht", sagte ein Demonstrant. "Das Leben in diesem Land ist hart. Wir gehen zum Militär, wie arbeiten und zahlen viel Steuern und verdienen trotzdem nicht genug", schimpfte ein anderer.
    Einer der Anführer der Proteste, Uri Metuki, sieht noch einen "langen Kampf" vor sich. "Wir versuchen nicht mehr und nicht weniger als den Wandel eines ganzen Systems zu erreichen, das die Interessen des Einzelnen zu Lasten der Interessen der Gemeinschaft privilegiert."

    Nach den neuerlichen Protesten gab ein Sprecher der Regierung bekannt, Premier Netanjahu wolle noch am Sonntag ein Team von Ministern benennen, die einen Reformplan erarbeiten würden.

    usp/AFP/dapd
    Und genau diese Menschen wehren sich auch gegen die israelische Siedlungspolitik.

  3. #3
    Yunan
    Eben. Ein gutes Zeichen für die Welt!

  4. #4
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Eben. Ein gutes Zeichen für die Welt!
    Und genau deshalb sollte man nicht alle Israelis in einen Topf werfen.

  5. #5
    Yunan
    Tue ich doch auch nicht.

    Das sind andere, die es aber zu Genüge gibt.

  6. #6

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    531
    Das Land ist einfach viel zu klein für so viele Menschen die dort leben. Wenn man überlegt dass ein großer Teil nur Wüste ist. Deswegen werden die Wohnung immer teurer und auch die Grundstücke. Die Regierung muss einfach in Wohnraum/Fläche investieren nur so kann man das Problem beheben.

  7. #7
    Avatar von Sinopeus

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    5.456
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Tue ich doch auch nicht.

    Das sind andere, die es aber zu Genüge gibt.
    Deren Problem ist hauptsächlich deren eigener Religionsfaschismus. Das Wort trifft es am ehesten. Frage mich, wo die den beigebracht bekommen.

    Edit: Gemeint sind nicht Israelis, sondern bestimmte User dieses Forums.

  8. #8
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von Sinopeus Beitrag anzeigen
    Deren Problem ist hauptsächlich deren eigener Religionsfaschismus. Das Wort trifft es am ehesten. Frage mich, wo die den beigebracht bekommen.

    Du irrst dich, nur ein relativ geringer Teil der Bevölkerung Israels ist für die Ultras.

  9. #9
    Avatar von Sinopeus

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    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Du irrst dich, nur ein relativ geringer Teil der Bevölkerung Israels ist für die Ultras.
    Hab mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte nicht die Israelis, ich meinte einige bestimmte kleine Fanatiker aus diesem Forum, die hier regelmäßig und gerne ihrem Hass auf Israel Ausdruck verleihen.
    Da frage ich mich, woher die das haben. Sie leben ja nicht im Nahen Osten, stammen nicht dorther und haben keine Verwandtschaft dort.

  10. #10

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    07.08.2011

    Massenproteste in Israel

    Hunderttausende demonstrieren für soziale Gerechtigkeit


    Die Wut der Israelis wächst: Mehr als 200.000 Menschen demonstrierten an diesem Wochenende in Tel Aviv.

    Es sind die größten Sozialproteste, die Israel je erlebt hat: Mehr als 250.000 Menschen sind am Samstag in Tel Aviv und anderen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern mehr soziale Gerechtigkeit. Regierungschef Netanjahu gerät zunehmend unter Druck - kündigt schnelle Reformen an.


    Sie protestieren gegen Wohnungsnot, gegen hohe Steuern und niedrige Löhne. Allein in Tel Aviv gingen nach Angaben der israelischen Polizei mehr als 200.000 Menschen auf die Straße. Landesweit sollen es etwa eine Viertelmillion sein, israelische Medien berichteten von mindestens 350.000 Teilnehmern. Auf ihren Plakaten fordern die Demonstranten mehr soziale Gerechtigkeit, "Erst das Volk, dann der Profit" ist dort zu lesen, oder "Miete ist kein Luxus".

    In Tel Aviv zogen die Menschen mit israelischen und mit roten Flaggen der Arbeiterbewegung durch die Straßen und skandierten "Das Volk fordert soziale Gerechtigkeit" oder "Das Volk gegen die Regierung". Der Protestmarsch begann am Theater-Platz, wo mehr als hundert Aktivisten seit drei Wochen wegen ihrer Kritik an sozialen Missständen campieren. Der Umzug endete später vor dem Sitz des Verteidigungsministeriums und anderer Regierungsbüros.
    In Jerusalem versammelten sich die Menschen im Zentrum der Stadt und zogen von dort zur Residenz von Regierungschef Benjamin Netanjahu.

    In Israel liegt der durchschnittliche Monatslohn bei etwa 1800 Euro, Lehrer und Sozialarbeiter verdienen in der Regel weniger als 1400 Euro. Das reicht oft gerade für die Miete: Eine bescheidene Wohnung mit drei Zimmern kostet in Jerusalem leicht mehr als 1000 Euro im Monat. Darüber hinaus beklagen die Demonstranten steigende Lebenshaltungskosten und die Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und des Bildungssystems.

    Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv

    Seit Mitte Juni gibt es in Israel regelmäßig Demonstrationen. Die Protestbewegung hatte mit einem kleinen Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv begonnen , am vergangenen Wochenende waren landesweit etwa 150.000 Demonstranten gezählt worden. Die Organisatoren hatten im Vorfeld der Kundgebungen am Samstag auf mehr als 200.000 Teilnehmer gehofft. Diese Marke wurde als Indikator gesehen, ob die Protestbewegung weiter an Zulauf gewinnt oder sich abzuschwächen beginnt. "Die Mittelklasse hat endlich ihre Macht erkannt", sagte die 65-jährige Edith Cohen, die am Samstag in Tel Aviv demonstrierte, zu der hohen Teilnehmerzahl.

    Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte unter zunehmendem Druck eine Reihe von Reformen in Aussicht gestellt, unter anderem die Freigabe von Bauland und Steuererleichterungen.

    Doch vielen Protestierenden genügen diese Ankündigungen nicht. "Die Löhne sind so niedrig, dass wir wirklich schwer arbeiten und es trotzdem nicht zum Monatsende reicht", sagte ein Demonstrant. "Das Leben in diesem Land ist hart. Wir gehen zum Militär, wie arbeiten und zahlen viel Steuern und verdienen trotzdem nicht genug", schimpfte ein anderer.
    Einer der Anführer der Proteste, Uri Metuki, sieht noch einen "langen Kampf" vor sich. "Wir versuchen nicht mehr und nicht weniger als den Wandel eines ganzen Systems zu erreichen, das die Interessen des Einzelnen zu Lasten der Interessen der Gemeinschaft privilegiert."

    Nach den neuerlichen Protesten gab ein Sprecher der Regierung bekannt, Premier Netanjahu wolle noch am Sonntag ein Team von Ministern benennen, die einen Reformplan erarbeiten würden.

    usp/AFP/dapd
    (im Radio habe ich von 450.000 gehört?)

    Zeichen für Gerechtigkeit

    wenn ich das alles so mit Deutschland vergleiche, Leute, lass und für mehr Gerechtigkeit mit Angele Merkel gegen die Regierung&Finanzsysteme Demonstrieren!?

    Frieden

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