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Jesus der erste Liberale

Erstellt von Viva_La_Pita, 15.09.2011, 22:40 Uhr · 146 Antworten · 4.677 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    03.04.2007
    Beiträge
    924

    Jesus der erste Liberale

    Jesus war der erste "wahre" Liberale und damit ein Aufklärer und Humanist.


    Leitziel des Liberalismus ist die Freiheit des Individuums

    Jesus (eigentlich Jeschua, genannt Jesus Christus, der Messias)
    Zentrale Gestalt des Christentums. Theologisch: Sohn Gottes. Historisch:
    Wanderprediger und Schöpfer einer gewaltigen Lehre und Volksbewegung (vermutlich
    7/6 vor Chr. – 30 nach Chr.).



    "'Liebe Gott, den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem
    ganzen Verstand!’ Das ist das erste und wichtigste Gebot. Aber gleich wichtig ist ein zweites:
    'Liebe deinen Mitmenschen, wie dich selbst!’ Alle anderen Gebote und alle Forderungen der
    Propheten sind in diesen Geboten enthalten."
    Matthäus 22, 37-40



    „Das einflussreichste Leben, das je gelebt wurde“

    Jesus war Prophet, Wunderheiler und Rabbi in einer Person; zugleich lässt er sich keiner
    dieser Gruppen zuordnen. Letztlich war er der Führer einer apokalyptischen Gruppe in
    Galiläa, der völlig eigenständig, vermutlich charismatisch eine universelle Heilsbotschaft
    verkündete: Gott ist der bedingungslos liebende Vater; sein Reich ist auf Erden angebrochen;
    richtet euer Leben, Denken und Handeln an der Liebe zu Gott und euren Mitmenschen aus.
    Jesus hat mit dieser, die herkömmliche Ordnung umwälzende Lehre, eine gewaltige
    Volksbewegung geschaffen (heute rund zwei Milliarden bekennende Anhänger). Für ihn und
    seine Botschaft haben Hunderttausende gelitten oder ihr Leben gegeben. Jesus selbst verstand
    sich als innerjüdischer Reformer. Die Gründung einer Kirche hatte er nie im Sinn, und doch
    begründete er das Christentum.
    Sein Denken kann als radikaler Bruch mit der (antiken) Gesellschaft verstanden werden. Als
    revolutionärer Querdenker stellte er mit seiner frohen Botschaft (= Evangelium) die
    Werteordnung auf den Kopf (Bergpredigt als Magna Charta des Christentums).
    Aus Sicht der Christentums ist Jesus der Sohn Gottes und der Erlöser der Menschheit. Sein
    Erfolg gründet auf Wahrhaftigkeit: Handeln, Reden, Leben bildeten eine Einheit, Person und
    Botschaft waren identisch! Nicht zuletzt deshalb zählt Jesus zu den maßgebenden Menschen
    (Karl Jaspers) der Weltgeschichte.




    „Jesus ist der Christus“

    Der Name ”Jesus” war ein weit verbreiteter Name und lautete in der galiläischen Aussprache
    Jeschua oder Jeschu. Nach seinem Tod wurde Jesus auch als Christus bezeichnet. Christus
    geht auf das griechische Wort Christos zurück, das Messias bedeutet und im Hebräischen "der
    Gesalbte" heißt. Diese Übersetzung wurde im Zuge der Heidenmission notwendig, da Messias
    ein religiöser jüdischer Hoheitstitel ist, der die Amtseinsetzung, die Legitimation und die
    Bevollmächtigung von Königen und Hohepriestern bezeichnet. Diese wurden durch das Volk
    und darüber hinaus durch Gott gesalbt, wodurch der Gesalbte zu einem von Gott auserwählten
    und legitimierten Führer wurde.
    Für die palästinensischen Juden war der Messias ein militärisch und politisch begabter sowie
    besonders gerechter und frommer Mensch, der von Gott adoptiert wurde, aber nicht sein
    natürlicher Sohn war. Dagegen sahen die Diasporajuden im Messias einen göttlichen Führer.
    Die Verbindung von Jesus und Christus zu "Jesus Christus" war ursprünglich ein Bekenntnis:
    "Jesus ist der Christus", d.h. "der Messias" (Joh 1,41 und 4,25), der vom Alten Testament und
    den Propheten verheißene König Israels.



    Freiheitliches Denken und Handeln

    Jesus hat in seinem Wirken die Freiheit des Einzelnen gestärkt, und er hat – wie es liberalen
    Überzeugungen zu Eigen ist – an das Gute im Menschen, seine Toleranz und Freiheit
    geglaubt.

     Stärkung der Freiheit

    Das bestätigt seine positive und frohe Botschaft: jeder einzelne Mensch sollte sich aus
    ganzem Herzen Gott direkt und ohne Zwischeninstanz zuwenden. Der rituelle
    Glaubensvollzug sollte einer individuellen spirituellen und unmittelbaren Beziehung zu Gott
    weichen, priesterliche Zwischeninstanzen somit ausgeschaltet werden. Jesus Angebot der
    Sündenvergebung zog das Aufbrechen des Priestermonopols unausweichlich nach sich. Das
    gilt auch für den Teil der frohen Botschaft, die eine völlige Hingabe des Herzens statt eines
    unbedingten Gehorsams forderte. Schließlich brach Jesus mit der formalen Gesetzestreue der
    etablierten religiösen Aristokratie.
    Anders interpretiert gleicht die Befreiung von bürokratischem Zwang in Form hunderter
    religiöser Vorschriften einer Entbürokatisierung, die stets einen nicht hoch genug
    einzuschätzenden Gewinn an Freiheit für die Menschen mit sich bringt. – Ausdrücklich
    einbezogen waren die Unternehmer, denen Jesus Sonntagsarbeit gestattete. Beispielhaft
    deutlich wird dies an der Erlaubnis, am Sabbat eine Kuh aus einer Grube ziehen. – Eng
    verbunden mit der Reduzierung der Regeln ist die Stärkung der Verständlichkeit der Religion,
    die jeder Vereinfachung zu Eigen ist.


     Überzeugung statt Unterwerfung

    Jesus ersetzte - und das ist seine eigentliche Leistung - die äußere Befolgung religiöser
    Gesetze durch eine innere religiöse Hinwendung zu Gott. Gott wendet sich den Menschen
    bedingungslos zu. Er ist vor allem der liebende und vergebende Vater, an den sich jeder
    einzelne Mensch direkt wenden kann, und weniger der Richter der Welt.
    Mit anderen Worten sollte Unterwerfung fortan Überzeugung weichen. Faktisch implizierte
    die damit einhergehende Hinwendung zu den sozial Schwachen und Ausgeschlossenen eine
    Veränderung des sozialpolitischen und religiösen Status quo. Innere Werte und nicht äußere
    Besitztümer oder das Einhalten (religiöser) Formalia waren für Jesus maßgeblich. Eine
    freiheitliche Ordnung speist sich aus einer solchen tiefen Überzeugung.


     Gleichheit vor dem Gesetz

    In der Tat wurde Jesus Botschaft als derart radikal-liberal wahrgenommen, dass seine Gegner
    auf seine Hinrichtung in Jerusalem hinwirkten. Für die radikale Liberalität lässt sich auch dieForderung von Jesus ins Feld führen, sowohl alle Menschen vor Gott als gleich anzusehen als
    auch alle Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln (Alles, was ihr also von anderen
    erwartet, das tut auch ihnen!). Letzteres zählt zu den zentralen liberalen Geboten im Sinne
    einer Verfassung der Freiheit.


     Offene Gesellschaft

    Schließlich sollte gemäß der Heils- und Liebesbotschaft der Mensch im Mittelpunkt der neuen
    Ordnung stehen, nicht aber der Staat, eine Nation oder eine Organisation. Diese offene
    Gesellschaft sollte alle Menschen einschließen, Frauen, Arme, Aussätzige und Kranke. Zwar
    hat Jesus nicht ausdrücklich die Freiheit in den Mittelpunkt gerückt, sondern stattdessen die
    Liebe. Gleichwohl trennt Liebe und Freiheit weniger als sie verbindet. Darüber hinaus brach
    Jesus mit Feinden einer freiheitlichen Ordnung: Gewalt und Krieg (Ihr habt gehört, dass
    gesagt worden ist, du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage
    euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. Mt 5, 43-47).



    Fazit: Eine Ordnung der Freiheit - entwickelt aus der Würde des Menschen als Maßstab der
    Gesetze und der Grundlage des Zusammenlebens heraus, umgesetzt mit Systematiken und
    Verfahrensweisen, die durch die Gleichheit vor dem Gesetz und die Abwesenheit von Zwang
    und Beschränkung gekennzeichnet ist - erscheint sehr erstrebenswert. Leider fehlt dem
    Liberalismus derzeit die Überzeugungskraft. Aus der missionarischen Kraft Jesus, lässt sich
    Schlagkraft gewinnen, die beispielhaft in der tiefen Überzeugung eines
    Glaubensbekenntnisses von Jesus zum Ausdruck kommt: Ich bin der Weg, ich bin die
    Wahrheit, ich bin das Leben (Joh 14,6)! So hätte der progressive Jesus, der von der
    Aufklärung verehrt wurde, sicherlich heute der Ansicht zugestimmt: Der einzige Weg,
    Frieden und Einverständnis unter den Menschen zu erreichen, ist der, das jedes einzelne
    Individuum zum grundlegenden Geist des Universums zurückfindet und die tiefe Bedeutung
    des Prinzips der Liebe und der Freiheit erkennt.



    ( Ich kann nur jedem empfehlen sich mit der Heiligen Schrift und Jesus näher zu Beschäftigen, zu seinem und dem wohl der Menschheit)


    Danke !

    Ein Artikel von Dr. Michael von Prollius
    Quelle: Dr. Michael von Prollius

  2. #2
    Avatar von Duušer

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    4.820
    Ich hoffe alle Ungläubigen hier werden erleuchtet höhöhö.

  3. #3
    Bendzavid
    Ich wusste er war FDP Wähler.

  4. #4

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    31.12.2009
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    9.979
    jesus würde sicher nicht die FDP wählen!

  5. #5
    Yunan
    So ein Schwachsinn. Ihn überhaupt mit einer politischen Denkweise in Verbindung zu bringen ist lächerlich und beleidigend.

  6. #6
    Avatar von Spliff

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    2.579

  7. #7

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    924
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    So ein Schwachsinn. Ihn überhaupt mit einer politischen Denkweise in Verbindung zu bringen ist lächerlich und beleidigend.



    Der Liberalismus hat doch nichts mit Politik zu tun, sondern es geht im Liberalismus um die Freiheit(Selbstbestimmung) des Individuums und den Frieden.

  8. #8

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    1.770
    Mit der lehre Jesus kommt man in de heutigen Gesellschaft nicht weiter, daher empfehle ich die Ellbogengesellschaft, was der Mohamedanisch entspricht.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Dirigent Beitrag anzeigen
    Mit der lehre Jesus kommt man in de heutigen Gesellschaft nicht weiter, daher empfehle ich die Ellbogengesellschaft, was der Mohamedanisch entspricht.
    Bei Auge um Auge, Zahn um Zahn bleiben doch nur blinde und Zahnlose zurück.


    Wir sind doch zu mehr in der Lage.

  10. #10

    Registriert seit
    07.08.2011
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    Zitat Zitat von Viva_La_Pita Beitrag anzeigen
    Bei Auge um Auge, Zahn um Zahn bleiben doch nur blinde und Zahnlose zurück.


    Wir sind doch zu mehr in der Lage.
    Ich bin nicht so Bibel treu, daher weiss ich nicht ob Jesus diese von dir geschrieben zitat empfehlt?

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