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Juden wenden sich gegen Zionismus

Erstellt von DZEKO, 13.06.2010, 21:49 Uhr · 72 Antworten · 6.086 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
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    55.048

    Juden wenden sich gegen Zionismus

    Am 27. Januar 2010 fand in Berlin die erste Pressekonferenz des Thora–treuen Judentums seit Bestehen der Bundesrepublik statt.
    Religiöse Juden brachten ihren politischen Standpunkt im Haus der Bundespressekonferenz zur Sprache und hielten ein Plädoyer für Gerechtigkeit und religiöse Überzeugung.
    Die Pressekonferenz hatte folgende Fragen zum Gegenstand:

    "Welche Lehren zieht das religiöse Judentum aus dem Holocaust?" Und:
    "Wo steht das Thora–treue Judentum heute bezüglich eines schleichenden Genozids am palästinensischen Volk?"

    Die Konferenzteilnehmer waren übereinstimmend der Meinung daß sich die israelische Regierung am palästinensischen Volk versündigt und daß sie dadurch dem Ansehen des Judentums schadet.

    Sie betonten, daß Juden, Christen und Muslime jahrhundertelang einträchtig zusammengelebt hätten und daß die bewaffneten Auseinandersetzungen erst durch den von Theodor Herzl begründeten Zionismus verursacht worden seien.

    Die Gründung eines Staates Israel empfinden sie als großes Unrecht, nicht nur gegenüber den Palästinensern, sondern auch gegenüber dem Judentum.
    Das basiert auf der jüdischen Lehre wonach ihnen ein eigener Staat erst dann zusteht wenn der Messias kommt. Dem Allmächtigen Schöpfer und Herrscher der Welt vorzugreifen ist für sie ein großer Frever vor dem in der Torah gewarnt wird.


    Deshalb wenden sie sich gegen Zionismus und unterstützen die Palästinenser in ihrem Freiheitskampf.
    Paradoxerweise werden sie oft sogar als Antisemiten beschimpft, dabei sie strenggläubige Juden die alle jüdischen Traditionen wahren.

    Hier ist das Video zur Pressekonferenz vom 27.01.2010



    Bereits am 18. Januar 2010 protestierten orthodoxe Juden bei klirrender Kälte und Nieselregen gegen den Besuch von Vertretern der israelischen Regierung bei der Deutschen Bundesregierung, weil dabei über Waffenlieferungen verhandelt werden sollte.



    Sie bekämpfen den Zionismus und Herr Reuven Cabelman erklärte auf einer Kundgebung in Berlin:

    Mit dem noetigen Respekt gegenueber der Deutschen Bundesregierung, welche dem Juedishen Volk mit den geplanten Waffenlieferungen helfen will, fuehlen wir aber fuer wichtig, als orthodoxe Juedische Rabbiner den Standpunkt der juedischen Religion zu erklaeren, dass Waffenlieferung an den Zionistischen Staat dem Volk Israel nicht hilft, sondern als Tragoedie fuer das Juedische Volk und die Juedische Religion zu betrachten ist.”
    Cabelman sagt: „Die Zionistische Bewegung ist seit ca. 100 Jahren dauernd damit beschaeftigt, dem Juedischen Volks ein neues Gesicht von „Nationalismus” und Sekularismus, hinwewg von Gott und seiner Thorah, aufzuzwingen.”

    Er erklaerte: „Laut der Juedischen Religion sind Juden derzeit in einem von Gott ueber sie vor ca. 2000 Jahren verhaengten Exil, wo sie verharren muessen, bis Er sie davon wieder erloest. – Es ist ihnen strengstens untersagt, einen eigenen Staat zu gruenden, nirgendwo auf der Welt, und schon gar nicht in Palaestina.”

    Er sagte weiter: „Es ist ein tiefer Schmerz fuer orthodoxe Juden, wenn Israel eigekaufte Waffen benuetzt um damit unschuldige Menschen, Frauen und Kinder umzubringen, und um den Raub des Landes Palaestina damit zu befestigen.

    Tragisch ist, dass sie dies alles im Namen der Juedischen Religion tun, was eine Faelschung ist.”
    Cabelman erklaert ferner: „Juden haben Generationen in Frieden und Harmonie in Muslimischen Laendern gelebt. – Der Konflikt begann erst seit ca. 100 Jahren mit der von den Zionisten begonnenen Besitznahme Palaestinas.

    Die Zionisen dabei zu unterstuetzen ist somit keine Hilfe fuer das Juedische Volk, sondern das Gegenteil hiervon.”

    „Deshalb”, erklaert Cabelman abschliessend, „nehmen heute in Berlin orthodoxe Rabbis als Vertreter Juedischer Gemeinden aus aller Welt an einer Demonstration gegen die Zionistischen kriminellen Heretiker und Voelkermoerder, und machen klar, dass diese in keiner Weise das Juedische Volk vertreten vertreten.”

    Er schloss mit den Worten:

    „Wir hoffen und beten fuer rasche friedliche und totale Aufloesung des Staates Israel, wenn endlich Juden wieder, in einem Palaestinensischen Staat, mit ihren Arabischen und Muslimischen Freunden wie ehedem in bester und friedlichen Nachbarschaft, zusammen leben werden.”

    PRNewswire) - Unterstuetzung "Israels" ist kein vorteil fuer das Juedische volk!

    Diesen Standpunkt verdeutlicht auch Rabbi Yisroel Dovid Weiss in einem Interview:



    und auf dieser Kundgebung:



    Die Umsetzung einer Lösung für dauerhaften Weltfrieden beschreiben die torahtreuen Juden von Neturei Karta auf ihrer homepage:

    Neturei Karta hat eine Lsung zum Nahostproblem



    Thoratreue Juden und gläubige Muslime sind übereinstimmend der Ansicht, daß eine tiefe religiöse Überzeugung und profunder Glauben an den Allmächtigen der beste Weg zu einem harmonischen Zusammenleben ist und dauerhaften Frieden sichert.

    Gegenseitige Wertschätzung, respektvoller Umgang miteinander, soziale Toleranz, Chancengleichheit und Brüderlichkeit sind die gemeinsamen Ziele .

    Wie herzlich und vertrauensvoll das Verhältnis zwischen Muslimen und Juden sein kann wenn sie rechtgläubig sind, veranschaulicht auch dieses Video das Rabbi Weiss mit einer Delegation von Neturei Karta bei einem Besuch beim iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zeigt:


  2. #2
    Lance Uppercut
    Omg.
    Das sind verwirrte ultraorthodoxe Juden wie der Sack hier:



    Solche Typen werden gern von Antisemiten auf Veranstaltungen eingeladen.

  3. #3
    Avatar von Thrakian

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    2.437
    Die Gründung eines Staates Israel empfinden sie als großes Unrecht, nicht nur gegenüber den Palästinensern, sondern auch gegenüber dem Judentum.
    Das basiert auf der jüdischen Lehre wonach ihnen ein eigener Staat erst dann zusteht wenn der Messias kommt. Dem Allmächtigen Schöpfer und Herrscher der Welt vorzugreifen ist für sie ein großer Frever vor dem in der Torah gewarnt wird.


    Wird wohl ne minderheit sein so wie Amphizeus in Gr.

  4. #4
    Avatar von Bambi

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    37.047
    Genau.
    Schaffen wir einfach Israel ab, damit die Juden für vogelfrei erklärt werden. Dzeko, das geht nicht, solang die Hamas existiert. Israel hat ein historisch legitimiertes Existenzrecht als Anker für alle verfolgten Juden. Das heißt nicht, dass nicht andere Völker dort leben könnten oder dass eine Zweistaatenlösung absurd wäre, im Gegenteil, ich befürworte dies, aber man kann doch nicht ernsthaft wollen, dass Israel aufgelöst wird. Das würde die gesamte Gegend halb in die Steinzeit zurückverfrachten. Und wie ich schon im ersten Satz sagte, kann sich jeder ausmalen, was mit den Juden wäre, die dort leben.

  5. #5
    Ferdydurke
    Ahmadinedschad ist ein Arschloch, daß die eigene Jugend zusammenschießen läßt. Ayatollah Khomeini war schon nicht ohne, aber er hat wenigstens vom religiösen Standpunkt noch irgendwelche Werte vertreten (z.B. die Ablehnung des Einsatzes chemischer Waffen im Iran-Irak-Krieg)- Ahmadinedschad bastelt an seiner Bombe. Er hat nichtmal die Eier zu einem echten religiösen Fanatiker. Mir tun die Iraner leid, sie haben etwas besseres verdient. Mir tun auch diese gutmütigen, abgehobenen, gläubigen Menschen ohne Bezug zur Realität leid, die von der antiisraelischen Propaganda mißbraucht werden.

  6. #6
    Lance Uppercut
    Davon abgesehen sind das einige wenige Juden die dieser Meinung sind.

  7. #7
    Avatar von DZEKO

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    Was mich interessiert ist, das in der Torah steht das sie keinen Jüdischen Staat gründen dürfen bis nicht der Messias kommt, das heisst das jeder der diesen Staat unterstützt nicht Jüdisch handelt, also dürfen wir keinesfalls den Juden die Schuld geben wie viele das tun.

    @Bambi.

    Israel hat ein historisch legitimiertes Existenzrecht als Anker für alle verfolgten Juden.
    Da sagt die Torah anscheinend was anderes, also das Gestz der Juden, aber ich denke du gehst nicht von Religöser Basis aus.

  8. #8
    Avatar von Bambi

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    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Was mich interessiert ist, das in der Torah steht das sie keinen Jüdischen Staat gründen dürfen bis nicht der Messias kommt, das heisst das jeder der diesen Staat unterstützt nicht Jüdisch handelt, also dürfen wir keinesfalls den Juden die Schuld geben wie viele das tun.

    @Bambi.



    Da sagt die Torah anscheinend was anderes, also das Gestz der Juden, aber ich denke du gehst nicht von Religöser Basis aus.
    ja, ich meine es rein historisch.
    Aber Israel muss ja auch kein rein jüdischer Staat sein, es soll ein jeder dort leben können, der den Staat und die geltenden Gesetze akzeptiert. Das können genauso Moslems oder Christen sein, ist ja völlig egal. Was in der Thora steht, ist dabei nebensächlich, denn ich wage zu bezweifeln, dass die Thora den Holocaust berücksichtigt.

  9. #9
    Bloody
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    ja, ich meine es rein historisch.
    Aber Israel muss ja auch kein rein jüdischer Staat sein, es soll ein jeder dort leben können, der den Staat und die geltenden Gesetze akzeptiert. Das können genauso Moslems oder Christen sein, ist ja völlig egal. Was in der Thora steht, ist dabei nebensächlich, denn ich wage zu bezweifeln, dass die Thora den Holocaust berücksichtigt.

    Das die Religion mit dem Staat im Nahen Osten nicht in Verbindung gebracht wird ist für mich unvorstellbar..

  10. #10
    Avatar von Bambi

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    Zitat Zitat von Bloody Beitrag anzeigen
    Das die Religion mit dem Staat im Nahen Osten nicht in Verbindung gebracht wird ist für mich unvorstellbar..
    ist natürlich ein Riesenproblem und ich rede hier auch nur vom Idealfall. Im Idealfall würde Israel weiterhin als Zufluchtsort für alle Juden fungieren können, ohne dabei andere Religionen und Völker auszuschließen, solange auch sie die Juden respektieren und umgekehrt.

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