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Jüdischer Rapper wurde Christ

Erstellt von Rehana, 17.04.2006, 01:16 Uhr · 31 Antworten · 2.318 Aufrufe

  1. #31

    Registriert seit
    01.08.2006
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    686
    Zitat Zitat von FYROM-Albanian
    Genau so ist es ja auch bei Türken mit Heirat, wenn eine Türkin einen Deutschen heiratet, wird sie ja umgebracht, sowas nennt man bekanntlicherweise Ehrenmord.


    Das ist bei vielen Moslemischen Ländern so nicht nur in der Türkei in Saudi Arabien,Algerien,Lybien,Libanon,Iran,Marokko denkst du es gibt nur ein Islamisches Land der so was betreibt.

  2. #32

    Registriert seit
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    Re: Jüdischer Rapper wurde Christ

    Zitat Zitat von aj-she
    Jüdischer Rapper wurde Christ
    Film „Die Passion Christi“ öffnete Aviad Cohen die Augen für Jesus
    N e w Y o r k (idea) – Er galt in jüdisch-orthodoxen Kreisen bisher als der „koscherste Rapper der Welt“: Der in Israel geborene Aviad Cohen (New York), bekannt unter seinem Künstlernamen „50 Shekel“, hat sich dem Glauben an Jesus Christus zugewandt.

    Das berichtet die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (Reinach/Kanton Basel-Land) in ihrem Informationsblatt. Wie es heißt, hatte der Rapper vor etwa einem Jahr ein besonderes Erlebnis. Das Blatt zitiert Cohen mit den Worten: „Ich wachte auf und hörte im Radio einen Pastor über das Alte Testament reden. Das Seltsame war, daß ich weder meinen Radiowecker eingeschaltet noch je zuvor diesen Radiosender eingestellt hatte.“

    Jüdisches Magazin: „Trauriger Tag“
    Aus Neugier sah er sich daraufhin den Film „Die Passion Christi“ an. Dabei erkannte er, daß Jesus der Messias ist, las das Matthäus-Evangelium und nahm Jesus als seinen Retter an. Seither nennt sich Cohen selbst „Jude für Jesus“ und „jüdischer Jesus Freak“. Auf seiner Internetseite www.50shekel.com macht er seine Fans auf Jesus Christus aufmerksam. Sein Bekenntnis stieß in den Medien teilweise auf Kritik. Das jüdische Magazin „Heebs“ (New York), bezeichnete es als „traurigen Tag“ für den jüdischen Rap.


    Es gibt noch einen:



    Wie ein jüdischer Gospel-Star



    11. Mai 2006
    Matthew Miller war lange auf der Suche. Er ließ sich Dreadlocks wachsen, kiffte und bekam lange keine vernünftige Band auf die Beine. Bis er den Glauben seiner Vorfahren für sich entdeckte, seinen Namen ins Hebräische übersetzte und den Chassid-Reggae erfand. Jetzt lädt ihn Madonna nach Hause ein und sein Debütalbum „Youth“ erreichte Platz vier der amerikanischen Popcharts.


    „Der Himmel wölbt sich über New York wie ein Gebetsschal“, so heißt es in einem Ihrer Songs. Wie verhält sich der einstige Hippie Matthew Miller zum jüdisch-orthodoxen Popstar Matisyahu?


    Nun, ich bin jüdisch geboren, aber habe mich nie weiter mit Religion beschäftigt. Mich interessierte das gleiche wie alle Jugendlichen: Sex, Kiffen, Musik... Ich hörte Bob Marley, reiste jahrelang der Jamband „Phish“ hinterher, besuchte HipHop-Konzerte, übte mich als Beatboxer und Freestyle-Rapper. Mir war nicht klar, daß ich dabei nach etwas Größerem suchte.


    Das haben Sie nun gefunden?


    Als ich begann, in den religiösen Schriften des Judentums zu lesen, hatte ich das Gefühl, endlich angekommen zu sein. An meinem Platz in der Welt. Ich besuchte die Yeshiva-Schule. Und zog konsequenterweise in eine orthodox-jüdische Nachbarschaft.


    Ihre Songs werden von knochenharten Roots-Reggae-Rhythmen vorangetrieben, Musik, die man eher mit urbaner Partykultur als religiöser Belehrung assoziiert.


    Mir ist klar, daß die meisten Fans erst einmal zu dieser Musik tanzen werden. Um sich dann vielleicht über die Kombination von chassidischer Tradition und Kickass-Beats zu wundern. Aber genau in dieser Reihenfolge will ich sie packen: Weil das Tanzen die Freude an Gott und seiner Schöpfung stärkt.


    Und Sie haben keine Angst, als Gimmick abgetan zu werden?


    Ich will gar nicht abstreiten, daß mir dieses chassidische Ding geholfen hat: Mein Bekenntnis hat mir viel Aufmerksamkeit in den Medien garantiert. Andererseits habe ich mir das gar nicht so bewußt ausgedacht: Nach meiner religiösen Erweckung war ich bereit, die Musik ganz und gar aufzugeben. Ich sagte Gott: Zeige mir den Weg, ich werde ihm folgen. Es passierte einfach, daß ich gebeten wurde, im Gottesdienst zu singen. Immer wieder bekam ich Anrufe, ob ich nicht bei ein paar Schwarzen und Juden, die Reggae spielten, mitmachen würde. Dann, bei einer Chanukka-Show im East Village, passierte es. Die Leute flippten aus und feierten uns wie jüdische Gospel-Stars. In der Folge wurden wir an immer größere Orte gebucht. Ohne Gott aber wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.


    Wie kommen Sie zum Albumtitel „Youth“?


    Ich habe ihn einer Schrift des Rabbis meiner Lubawitscher-Sekte entnommen. Darin heißt es, daß die Jugend einen hohlen Geist der Falschheit abstoßen wird wie der Körper ein Gift. Das hat mich sofort angesprochen: Daß Rebellion an sich nichts Schlechtes ist - sondern ein legitimer Hinweis darauf sein kann, daß etwas im argen liegt.


    Vermissen Sie nichts aus Ihrem früheren Leben?


    Manchmal gehen mir die Energie und das Chaos von einst ab - aber jetzt muß ich meine Kraft auf gesündere Weise gebrauchen. Ich halte mich an den Sabbat, achte auf koscheres Essen. Manchmal fällt mir das schwer, wenn ich nachts im Tourbus gerade den letzten ungesalzenen Cracker gegessen habe und mein Magen knurrt. Andererseits gibt es heute selbst an den entlegensten Ecken der Welt koschere Restaurants.


    Sie tanzen in Ihren Konzerten über die Bühne wie ein entfesselter Derwisch. Haben Sie dieses Talent schon früher gepflegt?


    Ich habe mich schon als Kind gern verkleidet und Michael Jackson vor dem Spiegel imitiert. In der Schule habe ich dann in vielen Shows mitgewirkt - und manchmal den Unterricht geschwänzt, um mit Freunden zu „beatboxen“, also mit dem Mund einen Rhythmus zu erzeugen. Später habe ich immer ein Schlagzeug dabei gehabt. Ab und zu bekam ich auch einen Auftritt bei einer Open Mike Night in einem Coffee House. So bin ich an die Reggae Chants geraten. Das Religiöse und Meditative an ihnen hat mich stets fasziniert.


    Stoßen Sie Ihre Glaubensbrüder nicht vor den Kopf, wenn Sie nun stündlich bei MTV herumspringen?


    Nein, die chassidische Gruppe, der ich angehöre, glaubt an das Prinzip der Expansion - daß man ins Leben hinausgehen muß.


    Gehört ekstatischer Tanz in Ihrem Glauben zum Gottesdienst?


    Ja, es ist ein Weg, sein Ego loszuwerden. Der chassidische Glauben ist ja im achtzehnten Jahrhundert als Reaktion auf das rein intellektuelle Schriftstudium entstanden. Baal Shem Tov, ein osteuropäischer Schtetl-Rabbi, hat die Musik und den Tanz als Mittel erkannt, Gott auf freudige Weise näher zu kommen. Dieses Wissen war leider lange unter Bücherbergen verschüttet.


    Man könnte Ihrem Glauben zufolge auch die tanzenden, halbnackten Gogo-Girls des durchschnittlichen HipHop-Videos religiös deuten?


    Nein, wie ich schon sagte: Alles Gute kann auch zum Schlechten genutzt werden. Und natürlich unterscheidet sich unser Tanz von den üblichen Pop-Moden: Männer und Frauen tanzen in getrennten Kreisen. Zwischen ihnen ist ein Sichtschutz, so daß sie sich nicht gegenseitig sehen können - schließlich soll es im Gottesdienst nicht um Coolness und sexuelle Anziehungskraft gehen. Unser Tanz will mehr: Grenzen überwinden und den Teilnehmern erleichtern, mit dem Göttlichen in sich selbst und seinen Mitmenschen Kontakt aufzunehmen.


    Tanzen ist also nur in Ordnung, solange es nicht um Sex geht?


    Wir Juden glauben nicht, daß Sexualität etwas Unreines, Unspirituelles ist. Im Gegenteil: Gott selbst erschafft Leben. Wir glauben, daß die Faszination am Sex mit dem göttlichen Funken darin zusammenhängt. Natürlich liegen die Schattenseiten auf der Hand - sobald das Ego ins Spiel kommt. Meine Religion erlaubt es mir deshalb nicht, andere Frauen als meine Ehefrau, Mutter oder Großmutter zu berühren.


    Ist das der Grund, warum Sie bei Ihren Konzerten das stage-diving aufgegeben haben?


    Ich tue das nur noch im Video. Und da hat der Regisseur dafür gesorgt, daß ich garantiert nur in Männerarme falle.


    In Ihrem Verhältnis zur Sinnlichkeit haben die schwarze und die jüdische Kultur einiges gemeinsam. Vielleicht ist kein Zufall, daß Juden so viel zur Soulmusik beigetragen haben?


    Gut, ich weiß von den Hits, die Leiber und Stoller geschrieben haben. Ich selbst aber habe mich mehr mit Dancehall und HipHop beschäftigt. Und je länger ich singe, um so mehr wird mir klar, daß Rastafari-Botschaft und jüdische Religion einiges gemein haben. Reggae-Musiker haben viele Elemente und Ideen des Judentums übernommen. Schau dir nur Bob Marleys alttestamentarische Zitate an, all die Gleichnisse mit Zion und Babylon. Oder die Rasta-Ideen zu koscherem Essen und richtiger Rede.


    Wie reagiert die traditionelle Reggae-Gemeinde auf Ihren Erfolg?


    Ich habe mich bewußt entschieden, nicht nach Jamaika zu fahren und die dortigen Rhythmen und Akzente zu kopieren. Das macht mich authentisch: Daß ich in der Musik meine Herkunft nicht verleugne. Bill Laswell hat den Großteil meines Albums produziert, niemand könnte besser als er Trenchtown, Brooklyn und chassidische Tradition zusammenschweißen.


    Wurzelt Ihr Erfolg in einem neuen jüdischen Selbstbewußtsein?


    Mein Erfolg läßt sich bestimmt nicht auf das religiöse Element beschränken. Dennoch: Es ist das erstemal, daß ein bekennender Jude vom Mainstream akzeptiert wird. Juden missionieren im Gegensatz zum Islam und Christentum nicht. Und jüdisch zu sein war definitiv nicht cool. Jetzt kommen sie zu einem Konzert und sehen einen Popstar auf der Bühne ...


    ... den die „Beastie Boys“ remixen und der von Madonna nach Hause eingeladen wird.


    Genau, plötzlich ist an meiner Kleidung nichts Peinliches mehr. Und die Leute hören sich vielleicht auch die Texte etwas genauer an.


    Leidet Ihr Privatleben unter dem Erfolg?


    Ich bin verheiratet, habe einen Sohn und bin verpflichtet, mich um meine Familie zu kümmern. Deshalb begleiten sie mich auch auf Tournee. Ich glaube an die Weissagungen der Torah, aber ich bin nicht konservativ. In meinem Herzen bleibe ich ein Rebell, auch weil ich zusammenbringe, was für viele nicht zusammenpaßt. Kann man gleichzeitig religiös sein, ein Rockstar sein und mit einer Familie im Tourbus leben? Ich habe es bisher geschafft. Was nicht heißt, das jemand anderes meinen Lebensstil übernehmen soll: Das einzige, was ich von meinen Bandmitgliedern verlange, ist, daß sie keine Mädchen in den Bus mitbringen.



    Matthew Miller

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