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Die «Jugos», die keine waren

Erstellt von Metkovic, 22.02.2010, 09:27 Uhr · 15 Antworten · 1.553 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    14.07.2004
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    9.454

    Die «Jugos», die keine waren

    Die «Jugos», die keine waren

    Jugoslawiens Eliten und das Wirtschaftswunder Schweiz – eine vergessene Migrationsgeschichte


    Der pensionierte Arzt Kosta Ajdacic in seinem Wohnzimmer in Sisseln. (Bild: NZZ / Karin Hofer)





    Schon in den 1960er Jahren mangelte es der Schweiz an Fachkräften. Man rekrutierte solche deshalb auch im sozialistischen Jugoslawien. Und lobte sie als «Traum-Ausländer». 30 Jahre später wurden aber auch sie zu «Jugos».


    ein interessanter Artikel über sog. Gastarbeiter und das Fördern der SFRJ die Intelligenz ins Ausland zu schicken

    1967, mit 31 Jahren, kam er in die Schweiz. Das Spital Laufenburg suchte Assistenzärzte – und Adjacic einen Job. Denn in Jugoslawien war Krise. Die Belgrader Klinik, wo der junge Arzt arbeitete, bezahlte keinen Lohn
    1965 reformierte Jugoslawien seine Wirtschaft. Die Konsequenz war ein massiver Stellenabbau. Gleichzeitig wurde das Bildungswesen ausgebaut. Nicht nur aus Gründen der Staatsideologie wollte man mündige, fähige Leute. «Auch in der Bevölkerung wuchs rasch das Bewusstsein, dass nur eine gute Bildung Chancen auf eine Stelle eröffnet», sagt Nada Boškovska, Professorin für Osteuropäische Geschichte an der Universität Zürich. Doch man bildete in den falschen Disziplinen aus. Das habe zu einer Akademikerschwemme in den von der Wirtschaft wenig nachgefragten Bereichen geführt.
    «Italos», aber keine «Jugos»

    1970 lebten rund 25 000 Jugoslawen in der Schweiz. Sie galten als «Traum-Ausländer». «Das erstaunt mich nicht», meint Professorin Boškovska: «Sie waren alle freiwillig hier, waren zumeist gut ausgebildet, anpassungswillig und fanden rasch ihren Platz in der Gesellschaft.» Von den jugoslawischen Behörden wurde die Auswanderung gefördert. Bereits Anfang der 1960er Jahre konnte jedermann einen Reisepass beantragen. Damit schlug der Staat zwei Fliegen mit einer Klappe.
    Zum einen hielt er die Arbeitslosigkeit auf einem tiefen Stand und tilgte so einen Unruheherd im Vielvölkerstaat. Denn 1965 waren 40 Prozent der Arbeitslosen jünger als 25-jährig. Andrerseits schickten die Auswanderer Devisen in die Heimat
    Die Jugos, die keine waren (Schweiz, NZZ Online)

  2. #2

    Registriert seit
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    Beiträge
    2.396
    ist das wort jugo in der schweiz eine abwertende bezeichnung ?
    wie in deutschland zb das wort kanake für südländer ?

  3. #3
    Mulinho
    Zitat Zitat von Besa Besë Beitrag anzeigen
    ist das wort jugo in der schweiz eine abwertende bezeichnung ?
    wie in deutschland zb das wort kanake für südländer ?
    Jap

  4. #4
    Mulinho
    Zum einen hielt er die Arbeitslosigkeit auf einem tiefen Stand und tilgte so einen Unruheherd im Vielvölkerstaat
    Versteh ich nicht, wieso werden gerade die guten, starken und ausgebildeten Arbeitsnehmer ins Ausland geschickt, um die Arbeitslosenquote möglichst tief zu halten? Man hätte doch eben die unausgebildeten Leute schicken können/sollen?

    Der 2.Punkt mit den Devisen versteht sich, aber dennoch der 1. Punkt ist doch völlig falsch?

  5. #5
    Avatar von Hundz Gemajni

    Registriert seit
    25.08.2006
    Beiträge
    13.015
    Zitat Zitat von Besa Besë Beitrag anzeigen
    ist das wort jugo in der schweiz eine abwertende bezeichnung ?
    wie in deutschland zb das wort kanake für südländer ?
    das ist aber ne schöne abwertende bezeichnung

  6. #6
    Mulinho
    Zitat Zitat von QQ LELE Beitrag anzeigen
    das ist aber ne schöne abwertende bezeichnung
    Die einzigen, die dazu noch Bezug haben, sind die, die sich als "Jugoslawen" fühlen und einige Serben. Aber sonst ist es eine herabschätzende Bezeichnung, die keinem Ex-Jugo schmeckt.

  7. #7

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    9.454
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Versteh ich nicht, wieso werden gerade die guten, starken und ausgebildeten Arbeitsnehmer ins Ausland geschickt, um die Arbeitslosenquote möglichst tief zu halten? Man hätte doch eben die unausgebildeten Leute schicken können/sollen?

    Der 2.Punkt mit den Devisen versteht sich, aber dennoch der 1. Punkt ist doch völlig falsch?

    das ist Kommunisten Logik. Auf dem Parteitag haben sie sich die Eier geleckt und alles getan, dass dieser Vielvölker Staat wirtschaftlich versagt.

  8. #8
    Avatar von GOJIM

    Registriert seit
    14.10.2009
    Beiträge
    5.604
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Die einzigen, die dazu noch Bezug haben, sind die, die sich als "Jugoslawen" fühlen und einige Serben. Aber sonst ist es eine herabschätzende Bezeichnung, die keinem Ex-Jugo schmeckt.


    magst dich noch an einem artikel vom blick erinnern wo es hies "wir haben kein ausländerproblem, sondern ein JUGO problem" hahaha.

    diese käääsborer unglaublich.

  9. #9
    Mulinho
    Zitat Zitat von JOSHUA Beitrag anzeigen
    magst dich noch an einem artikel vom blick erinnern wo es hies "wir haben kein ausländerproblem, sondern ein JUGO problem" hahaha.

    diese käääsborer unglaublich.
    Nä-ä??

    Nöö hab ich nicht gelesen, ich meide Blick

    Wenn ich mich informieren will, dann über NZZ

    Aber zeig mal Artikel, wenn du findest

  10. #10
    Avatar von GOJIM

    Registriert seit
    14.10.2009
    Beiträge
    5.604
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Nä-ä??

    Nöö hab ich nicht gelesen, ich meide Blick

    Wenn ich mich informieren will, dann über NZZ

    Aber zeig mal Artikel, wenn du findest


    mein fehler muli, der artikel ist schon älter gaub kaum dass du damals zeitung gelesen hast.

    aber finden kann ich nix im i-net, bei google kommt gleich bf als erstes

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