BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 48

Kampf der Religionen nimmt zu

Erstellt von Gulllli, 15.01.2014, 10:33 Uhr · 47 Antworten · 2.708 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.03.2013
    Beiträge
    323

    Kampf der Religionen nimmt zu

    Nach einer Pew-Studie führt die Religion weltweit zu mehr Konflikten, gleichzeitig werden Anhänger von Religionen auch stärker eingeschüchtert oder staatlich reguliert

    Gern verkünden die Vertreter von Religionen, dass diese befrieden. Aber weil Religionen stets eigen ist, ihren Anhängern ein besseres Schicksal dank des jeweiligen "Herrn" zu versprechen, stehen diese notwendig in Konkurrenz zueinander. Dazu kommt, dass andere Religionen bestenfalls als Irrwege, meist aber als Götzendienste und ihre Anhänger als Ungläubige verstanden werden. Sie kann man entweder missionieren oder aber auch als Feinde oder weniger wertvolle Menschen betrachten.

    40768_1.jpg

    Dass Religion auch im keineswegs aufgeklärten 21. Jahrhundert noch für Kriege und Gemetzel sorgen, macht eine Pew-Studie klar. Schlimmer noch, die religiösen Konflikte nehmen zu. In 33 Prozent der untersuchten 198 Länder gab es 2012 religiöse Konflikte, die 74 Prozent der Weltbevölkerung betrafen, 2011 waren es noch 29 Prozent, 2007 erst 20 Prozent. Bis auf Süd- und Nordamerika, wo das Christentum praktisch uneingeschränkt dominiert, verstärkten sich die religiösen Feindseligkeiten auf allen Kontinenten. Am schlimmsten im Mittleren Osten und in Nordafrika, verstärkt durch die militärischen Interventionen der USA und der jeweiligen Koalition der Willigen.
    Pew sieht auch die Restriktionen der Religion durch Regierungen und gesellschaftliche Feindseligkeiten am Ansteigen. Zum Messen wurden der Government Restrictions Index (GRI) und der Social Hostilities Index (SHI) gebildet. 2007 gab es danach in 29 Prozent der Staaten hohe Restriktionen, 2012 in 43 Prozent. Besonders stark seien die religiösen Feindseligkeiten 2012 in Mali, Libyen, Mexico, Tunisien, Syrien, Guinea, Holland, Madagaskar, im Libanon, in Afghanistan und Malawi angestiegen. Pakistan hatte 2012 die größte religiöse Feindseligkeit, gefolgt von Afghanistan, Indien, Somalia, Israel, Irak, Palästina und Syrien, Ägypten die schärfsten staatlichen Restriktionen, gefolgt von China, Iran und Saudi-Arabien.


    Christen und Muslime, die die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, werden in den meisten Ländern eingeschüchtert, die Christen in 110, die Muslime in 109. Zwar werden auch Muslime in mehr Ländern diskriminiert als noch 2007, am stärksten ist der Anstieg aber bei den Juden. 2007 wurden sie in 51 Ländern und 2912 in 71 Ländern eingeschüchtert.
    In 39 der Länder (2007: 18%) sind nach der Studie die Gewalt oder die Androhung von Gewalt gegen Menschen angestiegen, um die religiösen Normen durchzusetzen. Deutlich hat daher auch die Belästigung von Frauen zugenommen, sich nach den religiösen Vorschriften zu kleiden. 2007 wurde das in 7 Prozent der Länder festgestellt, jetzt schon in 32 Prozent. Angestiegen sind auch der religiöse Terrorismus und die Mob-Gewalt gegen Andersgläubige.
    Die große Schwäche der Studie ist, neben den durchaus fragwürdigen Beurteilungen der staatlichen Restriktionen und der gesellschaftlichen Einschüchterungen, dass es keinerlei Ansatz gibt, die Veränderungen, den angeblich sich ausbreitenden Kampf der Religionen, zu erklären. Interessant wäre auch, ob 2001 oder davor das Ende des Kalten Kriegs ein Wendepunkt waren. Vergleiche lassen sich aber mit der verwendeten Methode erst bis 2007 ziehen. Was hat sich also in den wenigen Jahren verändert? Warum führen religiöse Unterschiede etwa zwischen Christen und Muslimen oder zwischen Schiiten und Sunniten eher zu Konflikten als früher? Findet nun doch der prophezeite Clash of Civilizations statt? Haben Aufklärung und Säkularisierung an Einfluss verloren? Werden die Menschen ängstlicher und klammern sich stärker an Religionen, die Unsicherheit mit der religiösen Regeldichte für das Alltagsleben bekämpfen? Dafür spricht, dass auch hierzulande die religiösen Rückzuggebiete wie Sexualität, Ehe, Reproduktion, Sterbehilfe für Aufregung sorgen und die Ablehnung der Anderen wächst?

    Kampf der Religionen nimmt zu | Telepolis

  2. #2

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    Zitat Zitat von Gulllli Beitrag anzeigen
    [...]
    Christen und Muslime, die die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, werden in den meisten Ländern eingeschüchtert,
    [...]
    Kampf der Religionen nimmt zu | Telepolis
    Das liest sich so leicht & locker, was Du gepostet.
    Aber meine Frage an Dich: was sagst Du denn dazu, daß bereits 50% der Menschheit dem "Big-Brother-Team" angehören?

  3. #3

    Registriert seit
    13.03.2013
    Beiträge
    323
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Das liest sich so leicht & locker, was Du gepostet.
    Aber meine Frage an Dich: was sagst Du denn dazu, daß bereits 50% der Menschheit dem "Big-Brother-Team" angehören?
    Was soll ich sagen?.. traurig.. traurig

  4. #4
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    57.147
    Hoffentlich gewinnt Islam.

  5. #5
    Jezersko
    "Die große Schwäche der Studie ist, neben den durchaus fragwürdigen Beurteilungen der staatlichen Restriktionen und der gesellschaftlichen Einschüchterungen, dass es keinerlei Ansatz gibt, die Veränderungen, den angeblich sich ausbreitenden Kampf der Religionen, zu erklären."

    Papier ist geduldig!

    Meine Beurteilung: Ab in den Mülleimer! (oder in den Gulli - je nach Vorliebe)

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Hoffentlich gewinnt Islam.
    Da ist außer einer goldenen Ananas nichts zu gewinnen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Ananas

  6. #6
    Avatar von Albokings24

    Registriert seit
    08.05.2012
    Beiträge
    8.067
    Das Judentum ist dann der Lachende dritte der den Islam und das Christentum aufeinander aufhetzt ??

  7. #7
    Momo
    Zitat Zitat von Albokings24 Beitrag anzeigen
    Das Judentum ist dann der Lachende dritte der den Islam und das Christentum aufeinander aufhetzt ??
    Nein, Ihr habt ein Problem mit Taliban, welche euer Werk ist aber auch unser Problem. Wollen wir etwas dagegen unternehmen, dann sind wir böse, weil ein Gegner nötig ist.

  8. #8
    Avatar von Domoljub

    Registriert seit
    27.08.2008
    Beiträge
    4.883
    Der Vergleich zwischen "diskriminierten" Christen und Muslimen hinkt aber gewaltig.

  9. #9

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    76.320
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Hoffentlich gewinnt Islam.
    Höchstens im Elfmeterschießen

  10. #10
    Gast20029
    Zitat Zitat von Momo Beitrag anzeigen
    Nein, Ihr habt ein Problem mit Taliban, welche euer Werk ist aber auch unser Problem. Wollen wir etwas dagegen unternehmen, dann sind wir böse, weil ein Gegner nötig ist.
    Hervorhebungen von mir.

    Es sind nicht immer "die anderen schuld". Alle drei monotheistischen Religion haben das in der Vergangenheit bewiesen, auch der Islam und ganz ohne Zutun von den Juden oder den Christen. Es ging immer um Eroberung und Macht, bereits in Zeiten als Öl noch gar kein Thema war.

    Es sollte unter Menschen kein "ihr" und "wir" geben, schon gar nicht bei Religionen, die angeblich alle denselben Gott anbeten und für Frieden stehen wollen.

Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Zahl der Muslime nimmt überproportional zu
    Von EnverPasha im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 163
    Letzter Beitrag: 27.01.2011, 19:19
  2. Zusammentreffen der Religionen in Mersin
    Von Letzter-echter-Tuerke im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 10.12.2007, 21:45
  3. Abschaffung der Religionen auf dem Balkan?
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Politik
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 12.10.2004, 20:37