BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Ergebnis 1 bis 7 von 7

der kanun

Erstellt von albaner, 15.11.2009, 23:47 Uhr · 6 Antworten · 2.237 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von albaner

    Registriert seit
    05.05.2006
    Beiträge
    3.862

    der kanun

    hier mal ein paar auszüge aus den kanun, für die albaner hier die der ''einzig wahren und richtigen'' religion angehören..

    Ehe und Frauen

    Außer der Ehe ist keine Form der Beziehung zwischen
    Mann und Frau zulässig (§ 29). Ein junger Mann darf sich nur
    dann mit seiner künftigen Ehe befassen, wenn sein Vater tot ist,
    eine junge Frau niemals (§§ 30-31).
    Eine Frau erbt nicht und besitzt nichts (§ 44).

    Während der junge Mann eine Verlobung
    aufkündigen kann, können die Eltern ihre Tochter zur Heirat
    zwingen und den Mann durch die mitgegebene Patrone
    ermächtigen, sie straffrei zu töten, falls sie fliehen sollte; wenn die
    Eltern die ablehnende Haltung der Tochter billigen, darf sie ohne
    Erlaubnis ihres bisherigen Verlobten keinen anderen heiraten,
    solange dieser lebt, auch wenn er selbst heiratet (§§ 42-43).

    Unter Hinzuziehung von 12 Eideshelfern kann ein Mädchen ewige
    Jungfräulichkeit schwören und dann Nonne oder Dienerin eines
    Priesters werden, oder es kann sich als Mann kleiden und wie ein
    Mann leben, allerdings ohne Stimmrecht in der Versammlung (§
    1228). Diese Sonderrolle der virgjën ist offenbar nur regional
    verbreitet und in jedem Fall selten. Offenbar war diese Rolle nicht
    so sehr als letzter Ausweg vor einer ungewollten Ehe gedacht,
    sondern als Rettungsanker für eine Familie ohne Söhne; so konnte die Vererbung des Besitzes innerhalb der Familie gesichert
    werden36.

    Die Frau bleibt entsprechend dem Prinzip der
    Blutsverwandtschaft Mitglied der elterlichen Familie, die die
    Blutrache auf sich nimmt, wenn die Frau jemanden tötet, und die
    zur Blutrache verpflichtet ist, wenn jemand, z. B. ihr Ehemann,
    die Frau tötet (§ 57).

    Der Ehemann darf sie beliebig arbeiten lassen, sie - in gewissen Grenzen - schlagen und sie verlassen.

    Wenn sie Ehebruch begeht oder die Gastfreundschaft verletzt, darf
    er sie straflos töten; für diese Fälle legen die Eltern der Aussteuer
    die erwähnte Gewehrpatrone bei (§ 57). Uneheliche Kinder waren
    nicht nur vom Erbrecht und von der Teilnahme an der
    Gemeinschaft ausgeschlossen; ihre Geburt wurde durch die
    Hinrichtung der Eltern bzw. die Tötung des Mädchens durch die
    eigene Familie meist verhindert; gelang dem Mädchen die Flucht,
    waren sie und ihr Kind für immer verbannt (§ 929-931)37.

    “Die Frau fällt nicht ins Blut, die Frau läßt ihr Blut bei
    den Eltern”


    Obschon nach unserem Kanun “das Blut mit dem Finger
    geht”, so begreift doch diese Bestimmung die Frau nicht mit ein,
    weil die Frau “nicht ins Blut fällt”, selbst wenn sie jemanden
    erschlägt.
    Erschlägt die Frau ihren eigenen Mann oder wen immer,
    so werden ihre Eltern Rechenschaft für dieses Blut geben.
    Der Mann kauft die Pflicht des Lebensunterhaltes der
    Frau, aber nicht ihr Leben.

    Befällt die Frau Unheil aus Schuld des Mannes, so werden
    ihre Eltern ihn nach dem Kanun zur Rechenschaft ziehen.

    Verletzt der Mann die Frau und beklagt diese sich bei
    ihren Eltern, so wird der Mann diesen Rechenschaft geben.
    Schlägt der Mann die Frau, so fällt er nach dem Gesetz
    nicht in Schuld, und ihre Eltern können ihn für dieses Schlagen
    nicht zur Rechenschaft ziehen.
    Tötet die Frau den Mann und erhebt sich der Schwager
    und tötet die Schwägerin, weil sie ihm den Bruder tötete, so ist
    dies kein Abgelten nach dem Gesetz. Das Blut der Frau ist nicht
    gleichwertig mit dem Blut des Mannes; also werden ihre Eltern für
    den Überschuß Sühne leisten.
    Wie die Eltern verpflichtet sind, Rechenschaft zu geben
    für alles Böse, das die Tochter im Haus des Mannes oder wo
    immer verübt, so setzen auch die Eltern den Preis ihres Blutes,
    nicht aber ihr Mann oder Sohn81.

    [4.] Die abgeschnittene Quaste

    Führte sich die Frau beim Manne nicht so auf, wie es sich
    gehört, so gestattet der Kanun, ihr die Quaste (Franse) des Haares
    abzuschneiden und sie zu entlassen.
    Die Ehe bleibt, und weder der Mann noch Frau könnensich bei des Partners Lebzeiten wieder verheiraten.
    Bereut die
    Frau, kann es jedoch geschehen, daß der Mann sie auf Bitten der
    Freunde zurücknimmt.
    Für zwei Dinge hat die Frau die Patrone im Rücken, und
    für einen Grund darf ihr die Quaste geschnitten und sie entlassen
    werden:
    a) für Untreue,
    b) für Verletzung der Freundschaft.
    Für diese beiden Taten der Treulosigkeit tötet der Gatte
    die Frau; sie bleibt ohne Schutz, ohne Gottesfrieden (die Eltern
    sind ihr nicht zur Treue verpflichtet), und ihr Blut wird nicht
    gefordert, denn die Eltern der Frau, der Getöteten, geben dem
    Manne die Patrone zurück und senden ihm die Bürgen (daß sie ihn
    nicht verfolgen werden).
    Für Dieberei entläßt jedoch der Mann die Frau und
    “schneidet ihr die Quaste”, aber eine andere Schande darf er ihr
    nicht antun.
    Die Entlassene darf, wenn sie das Haus des Mannes
    verläßt, nichts andres mitnehmen, als die Kleider auf dem Leibe.
    Ihre andern Kleider gehen der Entlassenen verloren, denn den
    Preis, den der Mann für sie bezahlt hat, den findet sie bei ihren
    Eltern84.
    Hat die Entlassene einen Sohn an der Brust, so muß ihr
    der Mann, wenngleich er sich von ihr trennt, einen Ort in der Nähe
    des Hauses anweisen, muß ihr den Sohn geben und sie mit Speise,
    Trank und Kleidung unterhalten85.

    Die Frau ohne Ehe


    Wer eine Frau ohne Ehe zu sich nimmt, sei durch Glauben
    und Gesetz gebunden86.
    Die Frau ohne Ehe (Trauung) hat im Hause des Mannes
    keinerlei Recht. Der Kanun bestimmt für den Mann, der eine Frau
    ohne Trauung zu sich nimmt, folgende Strafen:
    a) das Haus wird ihm verbrannt, die Erde bleibt ihm brach;
    b) er wird aus dem Ort vertrieben und darf seinen Boden
    nicht wieder betreten, ehe er die Frau entläßt, die er ohne
    Trauung zu sich nahm;
    c) hat er ein Kind mit der Frau, die er ohne Trauung zu sich
    nahm, so gilt das Kind als außerhalb des Gesetzes, und es
    kann niemals erben.

    hoch lebe das albanertum, wo frauen keine rechte haben und nichts wert sind, wo mörder nicht bestraft werden ( statt den mörder werden unschuldige wie seine brüder, vater oder kinder ermordet oder lebenslänglich eingesperrt ).

  2. #2
    Shan De Lin
    elebder verräter, ziehst nur ein paar ausschnitte raus und meinst alles erklären zu können schäm dich ^^

    lang lebe gjergj und sein christliche königreich usw. usf.

  3. #3
    Shan De Lin
    die stellen mit der patrone für die frau usw. sind ja mal genial.

  4. #4
    Avatar von GOJIM

    Registriert seit
    14.10.2009
    Beiträge
    5.604
    paar gute sachen hat schon dabei.

    gefällt mir ich sollte mehr nach dem kanun leben

  5. #5

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    2.396
    albanische user die ein schlechten schatten auf uns werfen
    ich bin beeindruckt

  6. #6
    Avatar von AulOn

    Registriert seit
    19.10.2008
    Beiträge
    2.789
    Zitat Zitat von albaner Beitrag anzeigen
    hier mal ein paar auszüge aus den kanun, für die albaner hier die der ''einzig wahren und richtigen'' religion angehören..



    hoch lebe das albanertum, wo frauen keine rechte haben und nichts wert sind, wo mörder nicht bestraft werden ( statt den mörder werden unschuldige wie seine brüder, vater oder kinder ermordet oder lebenslänglich eingesperrt ).
    Albanertum?

    Der Kanun ist ein mündlich überlifertes gewohnheitsrecht aus dem Mittelalter, möglicherweise sogar vorrömisches Gewohnheitsrecht und hat mit der aktuellen Rechtslage in Albanien nichts zu tun.

    Im Mittelalter hat man in Europa Frauen verbrannt, nur weil sie rote Harre hatten und als Hexen galten!

    Ich erkäre dir den Begriff "Albanertum" :

    Das "Albanertum" ist keine Glaubensrichtung, sondern ein albanischer Pakt der religösen Toleranz. Der Glaubensatz der religiösen Toleranz der Albaner wurde von Vertretern aller drei Konfessionen forciert. Durch diesen Glaubensatz der Toleranz soll eine Zersplitterung des Volkes verhindert werden!!
    Das Motto »Die Religion des Albaners ist das Albanertum« wurde von Katholiken und dem Vertreter der albanischen Nationalbewegung, Vaso Pasha, geprägt und von einflussreichen Anhängern anderer Glaubensgemeinschaften z.B. vom ersten albanischen, orthodoxen Erzbischof Fan Noli oder von den muslimischen Bektashigläubigen, den Gebrüdern Frasheri bestätigt und bestärkt.


    Kanun = Gewohnheitsrecht aus dem Mittealter, möglicherweise sogar vorrömischer Zeit !

    Albanertum = albanischer Pakt der religösen Toleranz der Albaner !

  7. #7
    Avatar von El Malesor

    Registriert seit
    23.10.2008
    Beiträge
    5.438
    "Die Frau erbt nicht und besitzt nichts" Das ist doch ma was.

Ähnliche Themen

  1. Mein Kanun
    Von HeroLoco im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 30.03.2012, 12:05
  2. Kanun
    Von Kelebek im Forum Musik
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 19.02.2011, 18:20
  3. Der Kanun heute
    Von Gentos im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 48
    Letzter Beitrag: 04.01.2010, 03:29
  4. Brauche Kanun
    Von Einzelgänger im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 99
    Letzter Beitrag: 21.05.2009, 01:00
  5. Der Kanun des Lek Dukagjini
    Von Louis_Vuitton im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 27.09.2006, 23:24