Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
ja aber die nehmen Eltern nicht so schnell die Kinder weg selbst wenn sie Alkoholiker sind, da muss leider schon was Schlimmeres geschehen ... ein wahrer Teufelskreis
Was halt daran liegt, dass es für kein Kind im Normalfall alles andere als gut ist, seine Eltern zu verlieren.
Heimkind oder Pflegekind zu sein, ist meistens nämlich kein Garant für einen guten Start ins Leben.
Und in vielen Fällen wollen die Kinder auch garnicht weg von ihren Eltern, egal wie schlimm die Verhältnisse für Aussenstehende sind, weil die Liebe zu den Eltern fast bedingungslos ist.
Deshalb wird erst einmal von den Jugendämtern versucht, eine Entwicklung zu unterstützen, in der das Kind bei den Eltern bleiben kann.
Natürlich müssen die Eltern auch an sich arbeiten.

Erst wenn das nicht funktioniert oder das Kind wirklich gefährdet ist, wird gehandelt.

Zudem stehen da grob gesagt zwei Prinzipien gegenüber:
Einerseits die Leute die sagen, Kinder müssen vom Staat geschützt werden und sei es vor den eigenen Eltern.
Und dann gibt es Leute, die der Meinung sind, der Staat sollte sich nicht in die Familie einmischen. Die Eltern wüssten selbst am Besten, was das Beste ist.

Ich kann beide Sichtweise irgendwo nachvollziehen, tendiere eher zu Ersterem. Weil Menschen oftmal nicht wirklich verantwortungsbewusst sind.


Natürlich ist Kinderarmut auch bei uns ein großes Problem, vor Allem weil sie für eine große Chancenungleichheit sorgt, was den späteren weg angeht.
Aber unser Sozialstaat ist leider ziemlich am ausbluten.