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Kindheit im Domina-Studio der Mutter

Erstellt von foxy black, 24.08.2012, 17:06 Uhr · 3 Antworten · 856 Aufrufe

  1. #1
    foxy black

    Kindheit im Domina-Studio der Mutter

    Christine W. wuchs in den 60ern in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Doch hinter der Fassade wurde sie systematisch missbraucht – im Domina-Studio ihrer Mutter. Nun hat sie ihr Leben aufgeschrieben.

    Christine W. war 16, als ihr im Sommer 1976 ein Selbstmordversuch mit Schlaftabletten misslang. Danach dauerte es 30 Jahre, bis sie über ihre Kindheit sprechen konnte. Ein Leben lang ertrug sie dieses verschämte Schweigen über das, was sich in der Wohnung ihrer Eltern im schicken Nürnberger Viertel Maxfeld abspielte.

    Ihre Mutter war eine "wilde Dirne"

    Die Geschichte einer Kindheit im Bordell. Dem Bordell ihrer Mutter Anuschka.

    Ab 300 Mark kostete eine Sitzung im Domina-Studio. Die Nachbarn hätten gewusst, dass ihre Eltern in dem "Fußpflege-Salon" in der Adamstraße auch andere Sachen anboten, sagt Christine W. Auspeitschen am Holzkreuz etwa. Dass Christine und ihr Bruder Bernd dabei im Nebenzimmer saßen, wussten die Freier vermutlich nicht. Zumindest anfangs, glaubt sie.

    Dafür habe Anuschka gesorgt. Es sei eine elegante Wohnung gewesen, in die die Freier kamen: Kein Kinderspielzeug lag herum, keine dreckige Wäsche, die Böden waren geschrubbt. Still mussten die Kinder sein, nicht einmal zur Toilette durften sie, wenn ein Kunde da war. Der letzte ging oft erst um 22 Uhr. "Sogar unser Hund wusste, dass er sich dann nicht rühren durfte." Diskretion war wichtig in diesem Geschäft.

    Die kindliche Neugier blieb trotz Verboten. Mit zwölf hörte Christine W. ein schreckliches Stöhnen aus dem "Behandlungszimmer", sie schlich zum Schlüsselloch: "Die Massagebank sah komisch aus. Sie hatte Löcher in der Mitte, und an allen Seiten hingen Handschellen." Das Stöhnen kam von einem fremden Mann. Es wurde lauter, grässlicher, aber sie hatte nur Augen für ihre Mutter, die halb nackt über ihm hockte, und hielt sich die Ohren zu.

    Erinnerungslücken durch die Traumata

    Wurde sie nach dem Beruf der Mutter gefragt, antwortete sie immer: "Meine Mutter hat einen Massagesalon." Doch als die Mitschüler ihr wieder einmal "Hurenkind" nachriefen, sagte ihre beste Schulfreundin: "Mensch Christine, du weißt doch, was deine Mutter macht".

    Nie wieder wollte Christine danach darüber sprechen. Schon gar nicht über das, was sie selbst machen musste. Anfangs hatte ihre Mutter von ihr bloß Haushaltsdienste gefordert: putzen, waschen, an der Mangel stehen. Bloß keine Falte in Bettlaken und Handtüchern, der seriöse Praxiseindruck sollte gewahrt bleiben, falls die Polizei misstrauisch wurde. Christines Vater arbeitete der Mutter zu, wehrte aufdringliche Freier ab oder besorgte Sexspielzeug.

    "Meine Mutter hat nicht als Vollprofi angefangen, das hat sich langsam gesteigert", erzählt Bernd. Anders als seine Schwester kann er sich gut an Einzelheiten erinnern. Doch reden will er darüber lieber nur am Telefon. Der 53-Jährige will Frau und Kinder schützen. "Das kann man sich kaum vorstellen, aber wir haben bei Tisch über Sex geredet wie andere Familien über Fußball", erinnert sich Bernd.

    Der Preis für ein Luxusleben

    Als Christine etwa 13 Jahre alt war, wurden die Geschwister "integriert", wie Bernd es nennt. Erst mussten sie nur zuhören, dann zugucken, sich berühren lassen, irgendwann Sex. Bernd fuhr sogar zu den Kunden nach Hause, wenn sie ihn für ihre Ehefrauen gebucht hatten. "Ich habe schon verstanden, dass wir für unseren Lebensunterhalt arbeiten mussten. Für mich war das normal, ich wurde gut bezahlt." Dass sich seine Schwester wehrte, tat er damals als "zickig" ab.

    Christine spürt dagegen noch heute Scham, wenn sie sich erinnert, wie sie sich vor den Freiern tanzend ausziehen musste, wie diese sie berührten. Je älter Christine wurde, desto häufiger musste sie ihrer Mutter assistieren.

    Dafür lebte die Familie für damalige Zeiten geradezu luxuriös: Sie besaßen zwei Aras, eine Perserkatze, einen Schäferhund und eine Pferdezucht. Jeden Tag gab es Fleisch. Vor der Tür stand ein Mercedes S-Klasse, weiß, fabrikneu, 30.000 Mark, bar bezahlt. Bernd bekam ein Motorrad für 4600 Mark. "So etwas leistet man sich nicht von Fußpflege und einem Handwerkergehalt von damals etwa 1000 Mark im Monat." Bis heute versteht Christine W. nicht, dass niemand ihrem Bruder und ihr da heraushalf.


    Missbrauch: Eine Kindheit im Domina-Studio der Mutter - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - WELT ONLINE

  2. #2
    Sonny
    Alles krank man. Wenn man bedenkt dass es bei diesen SM Zeug nich mal zum Geschlechtsverkehr kommt und dass es noch soviele Fetischisten gibt die dafür sauviel Geld rauslassen, dann kann man sich davor nur ekeln.

    Arme Frau (damals Mädchen) die diese dreckige Sache mitmachen musste.

  3. #3
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.498
    Heftig ... habe aber nie gehört, dass es zwischen SM und im Grunde Pädophilie einen Zusammenhang gibt? Wundert mich, dass die "Kunden" sowas mitgemacht haben

  4. #4

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Heftig ... habe aber nie gehört, dass es zwischen SM und im Grunde Pädophilie einen Zusammenhang gibt? Wundert mich, dass die "Kunden" sowas mitgemacht haben
    *gibt es au nich.man sollte vorsichtig sein mit so behauptungen,SM is serious legal un in keinster weise mit pädoscheiss zu vergleichen

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