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Kirche gegen Statut für Vojvodina!

Erstellt von ooops, 17.02.2009, 13:56 Uhr · 25 Antworten · 1.337 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Kirche gegen Statut für Vojvodina!

    16. Februar 2009, 17:43

    Kirche gegen Statut für die Vojvodina

    Die orthodoxe Kirche wittert Sezessionsbestrebungen wie im Kosovo, auch die Sozialisten kritisieren das Statut der Vojvodina



    • Als der Kosovo vor einem Jahr unabhängig wurde, kam ein Serbe aus der Vojvodina bei Krawallen in Belgrad ums Leben. Er wurde in Novi Sad begraben. Ein Jahr später geht es um die Provinz Vojvodina selbst.


    Nach der "gewalttätigen Enteignung und Okkupation" des Kosovo drohe Serbien "eine neue Zerstückelung und Zerstörung des ohnehin verkleinerten und verkrüppelten serbischen Staates" , verkündete die heilige Synode der serbisch-orthodoxen Kirche. Die Kirchenregierung warnte vor dem neuen Statut der nördlichen Provinz Vojvodina, bezeichnete es als "verfassungswidrig" und rief die Parlamentarier auf, dagegen zu stimmen. Die Synode, bestehend aus vier Erzbischöfen, die in Abwesenheit des greisen und kranken Patriarchen Pavle reden, goss somit Öl auf das Feuer.
    Heftige Attacken gibt es auch seitens der nationalistischen Opposition, die in dem Statut die Entstehung eines weiteren "Staates im Rahmen des serbischen Staates" wittert. Man müsse sich diesem Statut mit allen Kräften widersetzen, erklärte der Expremier und Führer der "Demokratischen Partei Serbiens" (DSS), Vojislav Koštunica. Nach dem politischen Vorstoß der Kirche kriselt es auch in der bunten, von der "Demokratischen Partei" (DS) von Präsident Boris Tadić dominierten Regierung.





    Zu viel Eigenstaatlichkeit


    Auf der einen Seite entdeckten plötzlich die Nachfolger von Milošević in der "Sozialistischen Partei Serbiens" (SPS) zu viel "Eigenstaatlichkeit" im Statut der Vojvodina, und das obwohl ihre Abgeordneten im Landesparlament der Vojvodina erst vor vier Monaten für das neue Statut gestimmt hatten. Die Spitze der Partei "Einheitliches Serbiens" war ebenfalls über das Statut entsetzt und forderte ein Referendum. Auf der anderen Seite kommt für die "Liga der Sozialdemokraten der Vojvodina" (LSV) und den "Bund der Ungarn" eine Änderung des umstrittenen Statuts nicht infrage, das der Vojvodina ohnehin weniger Autonomie bietet, als die Provinz vor der Ära Milošević hatte. Die Ungarn wollen die Statut-Frage notfalls "internationalisieren". LSV-Chef Nenad Èanak richtete der Kirche aus, sie solle sich gefälligst mit Kinderschändern in den eigenen Reihen und Priestern, die Kriegsverbrecher absegneten, beschäftigen. Im gleichen Ton wandte er sich an seine Koalitionspartner von der SPS, die unter der Führung von Milošević 1989 die Autonomie der Vojvodina und des Kosovo aufgehoben hatten.
    Umstritten sind die Definition der Vojvodina als eine "europäische Region" , die selbstständig internationale Verträge abschließen und Vertretungen im Ausland haben darf, die De-facto-Ermächtigung des Landesparlaments, provinzbezogene Gesetze zu verabschieden, die Möglichkeit, dass das Landesparlament Gerichte aufbaut und eigene Kandidaten für das Verfassungsgericht vorschlägt. Kritiker meinen, dass bis zu 40 Punkte des Statuts verfassungswidrig seien. In der Vojvodina leben rund siebzig Prozent Serben. Es gab nie sezessionistische Bestrebungen.
    Ohne eine Einigung aller Koalitionspartner kann die Regierung, die im Parlament nur eine hauchdünne Mehrheit hat, das Statut nicht bestätigen, das das Landesparlament mit einer Dreiviertel-Mehrheit bereits abgesegnet hat. (Andrej Ivanji aus Belgrad/DER STANDARD, Printausgabe, 17.2.2009)







    derStandard.at




    wie es ausschaut die Megalomanie der Serben führt sie irre, so verschaft man sich nur mehr Feinde. und wie Cedomir Jovanovic sagte, es muss das ganze von einem anderen Blickwinkel betrachtet werden und die Regoierung eun konstruieren

  2. #2
    pqrs
    Wieso sollte Vojvodina auch unabhängig werden? Ist doch blödsinn.

    Aber wenn das Volk so will, dann von mir aus. Nur das schönste Teil von Serbien wird wohl auch verschwinden.

  3. #3

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    es geht nicht um unabhängig werden, nur die Serbische orthodoxische Kirche ist gegen Autonomie von Vojvodina.

  4. #4
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    es geht nicht um unabhängig werden, nur die Serbische orthodoxische Kirche ist gegen Autonomie von Vojvodina.
    zur Sicherheit... so steht es im Text, ja..

  5. #5

    Registriert seit
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    636
    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    es geht nicht um unabhängig werden, nur die Serbische orthodoxische Kirche ist gegen Autonomie von Vojvodina.
    Serbien ist noch genauso wie im Mittelalter nur die Kirche hat das Sagen...

  6. #6
    Avatar von KraljEvo

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    13.078
    Zitat Zitat von Fenomen Beitrag anzeigen
    Serbien ist noch genauso wie im Mittelalter nur die Kirche hat das Sagen...
    Serbien braucht eine Renaissance

  7. #7
    Avatar von Hercegovac

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    15.011
    Zitat Zitat von KraljEvo Beitrag anzeigen
    Serbien braucht eine Renaissance

    Die Vojvodina Serben müssen zur Vernunft gebracht werden und die Ungarn muss man auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

  8. #8

    Registriert seit
    16.01.2009
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    17.122
    Zitat Zitat von Fenomen Beitrag anzeigen
    Serbien ist noch genauso wie im Mittelalter nur die Kirche hat das Sagen...
    Aha, ja? Die Kirche hat das Sagen? Die Kirche kann vielleicht ihre Meinung äußern oder auch exkommunizieren, aber mehr sicherlich nicht!

  9. #9

    Registriert seit
    14.07.2004
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    9.454
    Zitat Zitat von HercegSrbadzija Beitrag anzeigen
    Die Vojvodina Serben müssen zur Vernunft gebracht werden und die Ungarn muss man auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

    die Vojvodina war immer autonom, bis ..............Es geht nicht um eine Trennung,sondern mehr Eigenverantwortung

  10. #10
    Avatar von Hercegovac

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    06.04.2008
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    Zitat Zitat von Metkovic Beitrag anzeigen
    die Vojvodina war immer autonom, bis ..............Es geht nicht um eine Trennung,sondern mehr Eigenverantwortung

    Können sie gerne haben, aber soweit ich diesen Nenad Canak interpretiere, würde er sich am liebsten schon morgen von Serbien losreißen.

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