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Kopten-Familie flieht vor muslimischen Angreifern

Erstellt von Monte-B, 01.10.2014, 11:02 Uhr · 14 Antworten · 1.127 Aufrufe

  1. #1

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    Kopten-Familie flieht vor muslimischen Angreifern

    ?


    Kopten-Familie flieht vor muslimischen Angreifern

    In der Asylbewerberunterkunft Burbach gab es zusätzlich zur Gewalt durch Wachleute weitere Vorfälle: Koptische Christen berichten, sie hätten vor einem muslimischen Mob fliehen müssen.



    Von Marcel Leubecher Marcel Leubecher Biografie und alle Artikel des Autors Twitter Politikredakteur





    Gefährlich für christliche Flüchtlinge: Auch in der Unterkunft in Burbach (Siegerland) gab es gegen andersgläubige Mitbewohner islamistisch motivierte Gewalt Foto: dpa

    2010: Am Weihnachtsabend tritt Emile B. aus der Kathedrale der koptischen Christen in Nag-Hammadi direkt in den Kugelhagel. Nach der Christmette am 7. Januar eröffnet ein Islamist das Feuer, sechs Gottesdienstbesucher sterben in der ägyptischen Stadt.
    2014: Derselbe Emile B. flieht am 8. September mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern aus dem Asylbewerberheim im nordrhein-westfälischen Burbach vor 50 islamistischen Angreifern mit dem Taxi zu einem koptischen Christen nach Siegen. Die Polizei begleitete die Familie zu dem Taxi, weil ihr klar geworden war, dass die sechs Sicherheitsmitarbeiter in dem Asylerstaufnahmelager nicht mehr in der Lage waren, die koptische Familie zu schützen.
    Drei Wochen nach dem Angriff hat Emile B. immer noch Schmerzen, sein Brustbein ist blau geschlagen. "Das Schlimmste sind aber die Bilder in den Köpfen meiner Kinder, die ich nun versuchen muss zu löschen", sagt der 36-jährige Bauingenieur. Die sechs Jahre alte Marvel und der dreieinhalbjährige George mussten mit ansehen, wie ihr Vater vor dem Eingang des Asylbewerberheims zusammengeschlagen wurde.
    "Gott sei Dank kam der größte und schwerste Sicherheitsmann und hat sich dazwischen geworfen", erzählt der schlanke Ägypter. Eine halbe Minute später kamen die übrigen fünf Sicherheitsleute und führten ihn und seine Kinder in ihr Zimmer, während die etwa 50 wütenden Männer versuchten, das Security-Personal wegzustoßen, um wieder auf ihn einprügeln zu können. Von den schrecklichen Gewalttaten des Sicherheitspersonals gegenüber Asylbewerbern, die jüngst bekannt wurden, hat Emile B . nichts mitbekommen, wie er sagt.

    Foto: AP Der Eingang zum Flüchtlingsheim in Burbach: Zwischen der Stadtmitte und dem Heim fährt regelmäßig die Polizei Streife
    Zehn Minuten später seien zwei Polizisten in das Zimmer gekommen und hätten nach einem kurzen Gespräch das Taxi gerufen, berichtet Emile B. Die zuständige Polizeileitstelle in Siegen bestätigt, dass es einen solchen Vorfall in dem Heim gab, konnte aber am Dienstag keine Angaben über einen konkreten Polizeieinsatz machen. Anwohner des Flüchtlingsheims verwundert dies nicht, eine Polizeistreife pendle 24 Stunden am Tag zwischen dem Ortskern der Kleinstadt und dem Aufnahmelager, Einsätze seien an der Tagesordnung.
    Familie B. schlief eine Nacht bei einem koptischen Glaubensbruder in Siegen und kam anschließend für 15 Tage in einer Einliegerwohnung der Deutschen Zeltmission mit Sitz in Siegen unter. Vor einer Woche konnte wieder ein regulärer Aufenthaltsort für die Familie gefunden werden – in einer anderen Stadt Nordrhein-Westfalens, deren Namen Emile B. aus Angst vor Racheakten nicht in der Zeitung lesen möchte.
    Dass es auch in Deutschland nicht leicht werden würde, spürte die koptische Familie bereits in den ersten der insgesamt 50 Tage in Burbach. Im Heim wurde zum Abschluss des Ramadans ein Kinderfest veranstaltet, zu dem sich auch Familie B. gesellte. Als der dreieinhalbjährige Sohn quengelte und nicht auf seinem Platz sitzen bleiben wollte, rief B. laut: "George, jetzt komm endlich her!" Das sollte sich als Fehler erweisen. Sofort hätten sich wegen des typisch koptischen Namens die Augen der übrigen Festteilnehmer auf die Familie gerichtet. Einige Männer riefen: "Haut sofort ab, das ist keine Feier für Christen!" Als die Familie den Speisesaal des Heims verließ, habe B. zu einem der Männer, die ihn nach draußen begleiteten, gesagt: "Bringt euren Hass nicht nach Deutschland!"

    Die Kopten wurden wüst als "Tiere" beschimpft

    Seitdem hätten die etwa 250 arabischen der rund 750 Asylbewerber kein Wort mehr mit ihnen geredet, die Kinder nicht mehr gemeinsam spielen lassen und auf den Gängen grimmig geschaut. Selbst Neuankömmlinge, denen er geholfen habe, das Gepäck ins Heim zu bringen, hätten sich mit den anderen gegen die Familie verbündet, als sie erfuhren, dass er Kopte sei.
    Die Lage eskalierte schließlich wegen eines Streits in der Waschküche: Als Emile B.s Frau Magda die Waschmaschine befüllt hatte, wollte eine syrische Heimbewohnerin ebenfalls waschen. Weil Magda B. sich weigerte, habe die Syrerin wüst geschimpft und die koptische Familie als "Tiere" bezeichnet. Als Emile B. sich einmischte und sagte, es sei unanständig, Menschen als Tiere zu bezeichnen, hätten drei herbeigerufene Syrer den 36-jährigen Ägypter gefragt, was ihm einfiele, mit einer Frau zu reden, und ihm ins Gesicht geschlagen. Nachdem eine Heimangestellte den Streit geschlichtet hatte, wollte Emile B. wenig später seine spielenden Kinder vor dem Haus hineinholen. Da lauerten ihm seinen Angaben zufolge die 50 Männer auf, riefen Todesdrohungen und schlugen ihn nieder.
    Die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg wollte auf Anfrage der "Welt" keine Stellung zu den Vorfällen nehmen. Der private Heimbetreiber European Homecare bestätigte die Vorfälle. Pressesprecherin Renate Walkenhorst sagte, man habe die Ausgrenzung gegenüber der koptischen Familie nicht im Einzelnen beobachten können, aber: "Anfeindungen von muslimischen gegenüber christlichen Flüchtlingen kommen immer wieder vor."

    Meine Bibel verstecke ich hier und mein Kreuzarmband trage ich lieber nicht mehr


    Rafgan
    christlicher Afghane


    Auch in anderen Asylbewerberheimen kommt es immer wieder zu islamistisch motivierten Übergriffen auf christliche Flüchtlinge, bereits im August berichtete die "Welt" über mehrere Betroffene. So auch über einen christlichen Afghanen Ramin, der mit drei muslimischen Landsleuten in einer Viererwohngruppe in Hessen untergebracht war und über ein Jahr bedroht wurde. Er sagte der "Welt", die Islamisten hätten ihm wiederholt etwa gesagt, er sei ein "Verfluchter, der den Tod verdient" habe. Einmal hätten sie ihm eine TV-Fernbedienung in die Niere gerammt und mit einem Messer gedroht. Doch alle Anträge auf Verlegung, die Ramin gemeinsam mit der Iranerin Mahin Mousapour, die sich mit ihrer persisch-christlichen Gemeinde in Frankfurt/Main für verfolgte Flüchtlinge einsetzt, lehnte der Landkreis und das Regierungspräsidium ab.
    Nach der "Welt" überprüfte der zuständige hessische Landkreis noch einmal die Situation und verlegte Ramin schließlich doch Ende August in ein anderes Heim. Ramin spricht von einem "Wunder". Er sei überglücklich, dass er nun wieder ruhig schlafen könne und zur Schule gehen könne. Allerdings ist er vorsichtiger geworden: "Meine Bibel verstecke ich hier und mein Kreuzarmband trage ich lieber nicht mehr." Wenn er nach seinem Glauben gefragt werde, sage er: "Ich bin als Moslem geboren."
    Offizielle Fallzahlen zu Übergriffen auf geflüchtete Christen gibt es nicht. Für Praktiker dagegen sind diese Vorfälle jedoch ein verbreitetes Problem. Max Klingberg von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte sieht Übergriffe nicht als ein Massenphänomen, aber auch nicht für eine Seltenheit. Doch er macht deutlich: "Für christliche Konvertiten geht die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Übergriffen oder Mobbing zu werden, gegen 100 Prozent." Die Asylbeauftragte der Evangelischen Kirche in Nürtingen, Ragini Wahl weist auf eine gefährliche Entwicklung hin: Durch selbsternannte "Chefs" entstünden in vielen Heimen "exterritoriale Bereiche".







  2. #2
    Avatar von Koma

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    wieso wundert mich das nicht...

  3. #3
    Nik
    Schade, dass es so etwas gibt. Aber religiöse und ethnische Verfolgungen sind besonders dann stark, wenn das Land in einer Art Anarchie und Chaos ist, wie das bei Ägypten der Fall ist. Seitdem Mubarak die Macht weitergegeben hat, ist alles in Ägypten schlimmer denn besser geworden. Manche wünschen sich den Diktator bzw. die Diktatoren (Assad, Ghaddafi) wirklich zurück. Verständlich.

  4. #4

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    Zitat Zitat von Koma Beitrag anzeigen
    wieso wundert mich das nicht...
    Was soll diese Andeutung und Verallgemeinerung!


    Zitat Zitat von Ohër Beitrag anzeigen
    Schade, dass es so etwas gibt. Aber religiöse und ethnische Verfolgungen sind besonders dann stark, wenn das Land in einer Art Anarchie und Chaos ist, wie das bei Ägypten der Fall ist. Seitdem Mubarak die Macht weitergegeben hat, ist alles in Ägypten schlimmer denn besser geworden. Manche wünschen sich den Diktator bzw. die Diktatoren (Assad, Ghaddafi) wirklich zurück. Verständlich.
    Was haben die Kopten mit dem zustand in Ägypten zu tun?
    Wenn diese Leute Politisch verfolgt werden und dann in ein Land kommen und das gleiche den anderen antun, ja was wollen die den hier und ausserdem ist es eskaliert (Asylheim zwischen einer Syrischen Muslima und Koptin)

  5. #5
    Avatar von Paokaras

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    Also lasst uns Zusammenfassen:

    Muslimische Flüchtlinge diskriminieren Christliche Flüchtlinge in einem Christlichen Land (Deutschland)

    Ironie vom feinsten

  6. #6
    Avatar von Koma

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    Zitat Zitat von Monte-B Beitrag anzeigen
    Was soll diese Andeutung und Verallgemeinerung!



    Was haben die Kopten mit dem zustand in Ägypten zu tun?
    Wenn diese Leute Politisch verfolgt werden und dann in ein Land kommen und das gleiche den anderen antun, ja was wollen die den hier und ausserdem ist es eskaliert (Asylheim zwischen einer Syrischen Muslima und Koptin)
    wo siehst du da eine verallgemeinerung?

    es wird im asylheim einfach so weiter gehandhabt wie im land aus dem diese leute stammen... die können nicht anders, die sind einfach nur beschränkt, aber wen wunderts wenn amn sieht aus welchen gegenden/lebensverhältnissen die ganzen asylanten kommen

  7. #7

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    Zitat Zitat von Paokaras Beitrag anzeigen
    Also lasst uns Zusammenfassen:

    Muslimische Flüchtlinge diskriminieren Christliche Flüchtlinge in einem Christlichen Land (Deutschland)

    Ironie vom feinsten
    Nein das stimmt nicht diese Muslime sind Opfer der IS und anderen Terroristen (Muslime mache ja die meisten opfer in der Statistik aus durch die "ISlamisten"). Du schreibst das Deutschland ein Christlichen land ist, das ist ja so als ob ich behaupten würde Saudi-Arabien wäre ein Muslimisches Land!

  8. #8
    Avatar von Paokaras

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    Zitat Zitat von Monte-B Beitrag anzeigen
    Nein das stimmt nicht diese Muslime sind Opfer der IS und anderen Terroristen (Muslime mache ja die meisten opfer in der Statistik aus durch die "ISlamisten"). Du schreibst das Deutschland ein Christlichen land ist, das ist ja so als ob ich behaupten würde Saudi-Arabien wäre ein Muslimisches Land!

    Was ist den Deutschland?

    Ein Hinduistisches Land

  9. #9

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    Zitat Zitat von Paokaras Beitrag anzeigen
    Was ist den Deutschland?
    parlamentarischeBundesrepublik

  10. #10
    Avatar von amerigo

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    5.356
    Krank, dass man diesen Konflikt auch mit nach Deutschland bringt und in den Flüchtlingsheimen austrägt, gerade wo alle das gleiche Schicksal haben und nur in Frieden leben wollen.. aber ist ja nicht dass erste mal dass es zwischen den Gruppen aus den arabischen Ländern Spannungen in den Flüchtlingsheimen gibt

    Als wir nach Deutschland kamen waren wir auch vorübergehend in einer Asylunterkunft, wo Kroaten, Serben und Bosniaken gut miteinander klar gekommen sind und Streit das letzte war was man wollte..

    Ich sage es ungern, aber die Aufnahme vieler Flüchtlinge, insbesondere aus dem nahen Osten birgt auch irgendwo echt ein Risiko...

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