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Kreuz im Klassenzimmer verboten

Erstellt von Lopov, 05.11.2009, 11:18 Uhr · 230 Antworten · 9.936 Aufrufe

  1. #171
    Avatar von Veles

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    Zitat Zitat von Domoljub Beitrag anzeigen
    Ein Stück Holz soll an der Wand stören?? Also bitte....es gibt wichtigere Probleme in der Schule als Kreuze...


    Passing the empty house
    I see the thing upon the wall
    Wooden sticks crossed together (so betrachten es die wenigsten, leider)
    And kneeling men talking to the effigy of steel...
    God is dead!!! dead !!! helleluyah!!!

  2. #172

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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    das Kreuz ist dem Grunde nach zwar kein christliches Symbol, aber aus Unkenntnis wird es für ein solches gehalten.
    Einhergehend wird jedem Moslem jedes religiöse Symbol, auch das Kopftuch oder auch besondere Gebetsräume, zu verbieten sein, ohne wenn und aber.

    Ich vermute, es ist auch ein Spruch der Richter dahingehend, um dem immer stärker werdenden Ärger mit dem Islam in voller Wappnung in Europa zu begegnen.
    Es besteht ein gewaltiger Unterschied, ob ein religiöses Symbol aus privatem Grunde zur Schau gestellt wird, oder ob es aus einer institutionellen Motivation heraus geschieht.

    Wenn ein katholischer Schüler ein Kruzifix trägt, ein Sikh seinen Turban, oder eine Muslima ihr Kopftuch, fällt dieses unter Persönlichkeitsrecht.
    Das Aufhängen einen Kreuzes in einer öffentlichen Schule verstößt dagegen gegen das sekulare Prinzip des Staates.

  3. #173
    Avatar von Veles

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    Zitat Zitat von corvus Beitrag anzeigen
    Es besteht ein gewaltiger Unterschied, ob ein religiöses Symbol aus privatem Grunde zur Schau gestellt wird, oder ob es aus einer institutionellen Motivation heraus geschieht.

    Wenn ein katholischer Schüler ein Kruzifix trägt, ein Sikh seinen Turban, oder eine Muslima ihr Kopftuch, fällt dieses unter Persönlichkeitsrecht.
    Das Aufhängen einen Kreuzes in einer öffentlichen Schule verstößt dagegen gegen das sekulare Prinzip des Staates.
    Da hast Du Recht aber je nachdem wie man es betrachtet, kann ein Kopftuch zumindest in der Schule, doch verboten werden. Es gibt auch an Schulen gewisse Dresscodes und das Kopftuch könnte dort auch in die Liste aufgenommen werden. Ob das Sinn ergibt, sei mal dahingestellt aber rechtlich wäre es möglich und würde nicht gegen das sekuläre Prinzip verstossen.

    Die Ausnahmen sind natürlich religiöse Schulen.

  4. #174

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    Grundsätzlich würde ich Schülern erstmal gar nichts verbieten - das ist auch nicht der springende Punkt.
    Mir geht es um das Prinzip der Trennung von Staat und Kirche (Glauben) an staatlichen, also öffentlichen Schulen. Entweder hat eine Gesellschaft dieses Prinzip, oder nicht - ein "Dazwischen" kann es da nicht geben.

  5. #175
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Veles Beitrag anzeigen
    Da hast Du Recht aber je nachdem wie man es betrachtet, kann ein Kopftuch zumindest in der Schule, doch verboten werden. Es gibt auch an Schulen gewisse Dresscodes und das Kopftuch könnte dort auch in die Liste aufgenommen werden. Ob das Sinn ergibt, sei mal dahingestellt aber rechtlich wäre es möglich und würde nicht gegen das sekuläre Prinzip verstossen.

    Die Ausnahmen sind natürlich religiöse Schulen.
    In Deutschland zumindest besteht daws Problem, daß man sich zu Dresscodes NICHT durchringen kann, und in dieser Inkonsequenz besteht auch ein großer Teil des Problems. Eine KLARE Trennung- also säkuläre, öffentliche Schulen auf der einen (in denen "neutrale" Kleidung dan auch den Verzicht auf politische Symbole oder extreme modische Statements bedeuten würden), und religiös orientierte Schulen auf der anderen Seite wären sicherlich eine mögliche Lösung. Allerdings würde das in Deutschland eine gewisse Notwendigkeit der Institutionalisierung des islam bedeuten- Lehrpläne, Lehrer- und Imamausbildung etc. Ich persönlich fände das gut, weil dadurch das Phänomen des "Importislam" geschwächt würde, und Inhalte offiziell würden. Und genau diese Institutionalisierung wird im Moment eher verhindert.

  6. #176
    Avatar von Veles

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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    In Deutschland zumindest besteht daws Problem, daß man sich zu Dresscodes NICHT durchringen kann, und in dieser Inkonsequenz besteht auch ein großer Teil des Problems. Eine KLARE Trennung- also säkuläre, öffentliche Schulen auf der einen (in denen "neutrale" Kleidung dan auch den Verzicht auf politische Symbole oder extreme modische Statements bedeuten würden), und religiös orientierte Schulen auf der anderen Seite wären sicherlich eine mögliche Lösung. Allerdings würde das in Deutschland eine gewisse Notwendigkeit der Institutionalisierung des islam bedeuten- Lehrpläne, Lehrer- und Imamausbildung etc. Ich persönlich fände das gut, weil dadurch das Phänomen des "Importislam" geschwächt würde, und Inhalte offiziell würden. Und genau diese Institutionalisierung wird im Moment eher verhindert.
    Das mit den Dresscodes funktioniert ziemlich krass hier in der Schweiz. An einigen Schulen sind sogar Markenklamotten, die die Marke in bestimmter Grösse draufgeklatscht haben, verboten.
    Wie gesagt, ob es Sinn ergibt, sei mal dahingestellt aber es ist auch in einem sekulären Staat ohne weiteres möglich. Die Idee mit der Institutionalisierung des Islam finde ich persönlich schlecht. Meiner Meinung nach sollten auch die christlichen Teile an staatlichen Schulen (z.B. Religionslehre) auch abgeschafft werden und somit das Christentum aus den Schulen herausinstitutionalisiert werden (was für ein Wort ).

    Kurz: Nicht den Islam auch noch in die Schulen integrieren, sondern das Christentum raus damit keine Religionen an staatlichen Schulen zu finden sind. Religion ist Privatsache und sollte demnach auch in Privatschulen/Kursen/whatever gelehrt werden und nicht an einer staatlichen Schule eines sekulären Staates.

  7. #177
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Veles Beitrag anzeigen
    Das mit den Dresscodes funktioniert ziemlich krass hier in der Schweiz. An einigen Schulen sind sogar Markenklamotten, die die Marke in bestimmter Grösse draufgeklatscht haben, verboten.
    Wie gesagt, ob es Sinn ergibt, sei mal dahingestellt aber es ist auch in einem sekulären Staat ohne weiteres möglich. Die Idee mit der Institutionalisierung des Islam finde ich persönlich schlecht. Meiner Meinung nach sollten auch die christlichen Teile an staatlichen Schulen (z.B. Religionslehre) auch abgeschafft werden und somit das Christentum aus den Schulen herausinstitutionalisiert werden (was für ein Wort ).

    Kurz: Nicht den Islam auch noch in die Schulen integrieren, sondern das Christentum raus damit keine Religionen an staatlichen Schulen zu finden sind. Religion ist Privatsache und sollte demnach auch in Privatschulen/Kursen/whatever gelehrt werden und nicht an einer staatlichen Schule eines sekulären Staates.
    mit Institutionalisieren meine ich nicht die Einführung an öffentlichen Schulen, sondern die Möglichkeiten, privater islamischer Bildung mit nachvollzihbaren Inhalten und einem bestimmten intellektuellen Niveau. Wenn es (private) christliche und jüdische Schulen gibt- warum nicht muslimische? Ein großes Problem des Islam in Europa besteht schließlich auch darin, daß (sry) ungebildete Menschen von schlechtausgebildeten Imamen mit mangelhafter kultureller Integration auf nichtzeitgemäßem Niveau angeleitet werden. Bestimmte Probleme müssen INNERHALB des Islam gelöst werden, und das ist nur möglich, wenn es auch intellektuelle Positionen gibt (und das sind hier noch zu wenige)- und kulturell integrierte.
    Und meiner Meinung nach würden muslimische Institutionen hier schon helfen-z.B. eine Ausbildung zum Imam in Deutschland etc.

  8. #178
    Avatar von Veles

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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    mit Institutionalisieren meine ich nicht die Einführung an öffentlichen Schulen, sondern die Möglichkeiten, privater islamischer Bildung mit nachvollzihbaren Inhalten und einem bestimmten intellektuellen Niveau. Wenn es (private) christliche und jüdische Schulen gibt- warum nicht muslimische? Ein großes Problem des Islam in Europa besteht schließlich auch darin, daß (sry) ungebildete Menschen von schlechtausgebildeten Imamen mit mangelhafter kultureller Integration auf nichtzeitgemäßem Niveau angeleitet werden. Bestimmte Probleme müssen INNERHALB des Islam gelöst werden, und das ist nur möglich, wenn es auch intellektuelle Positionen gibt (und das sind hier noch zu wenige)- und kulturell integrierte.
    Und meiner Meinung nach würden muslimische Institutionen hier schon helfen-z.B. eine Ausbildung zum Imam in Deutschland etc.
    Gibt es denn keine guten, privaten Islamischen Schulen in Deutschland?
    Bei uns kann man ja Islamwissenschaften sogar an der Uni hier in Zürich studieren...

  9. #179

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    Zitat Zitat von corvus Beitrag anzeigen
    Es besteht ein gewaltiger Unterschied, ob ein religiöses Symbol aus privatem Grunde zur Schau gestellt wird, oder ob es aus einer institutionellen Motivation heraus geschieht.

    Wenn ein katholischer Schüler ein Kruzifix trägt, ein Sikh seinen Turban, oder eine Muslima ihr Kopftuch, fällt dieses unter Persönlichkeitsrecht.
    Das Aufhängen einen Kreuzes in einer öffentlichen Schule verstößt dagegen gegen das sekulare Prinzip des Staates.
    Ggib mir bitte mal ein gelebtes Beispiel aus einem islamischen Staat,
    vielleicht eignet sich der laizistische Staat Türkei hierfür, vielleicht als Vorbild für die sog. christlichen westlichen Staaten, wie man mit anderen Religionen umgehen sollte, sie auf unter 1% runterzudrücken.
    Prüfe das mal nach bitte, ob sich die Türkei als islamischer Staat hierfür eignen würde.

    sekurar -> säkular

  10. #180

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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Ggib mir bitte mal ein gelebtes Beispiel aus einem islamischen Staat,
    vielleicht eignet sich der laizistische Staat Türkei hierfür, vielleicht als Vorbild für die sog. christlichen westlichen Staaten, wie man mit anderen Religionen umgehen sollte, sie auf unter 1% runterzudrücken.
    Prüfe das mal nach bitte, ob sich die Türkei als islamischer Staat hierfür eignen würde.

    sekurar -> säkular

    Bleibt als Argument nichts übrig, als mit dem nackten Finger auf Andere zu deuten?
    Ist es denn für einen Menschen, der sich innerhalb einer Gesellschaft bewegt nicht Pflicht und Prämisse, die Eigene voranzubringen und sich für die ureigensten Belange zu interessieren?

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