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Ein Leben ohne Kopftuch

Erstellt von Fan Noli, 16.02.2010, 00:55 Uhr · 245 Antworten · 10.370 Aufrufe

  1. #191

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    ..
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    da gebe ich dir ausnahmsweise mal recht!

    Zitat Zitat von Clint Beitrag anzeigen
    mit wieviele nicks bist du gleichzeitig online.
    nur mit einem!

  2. #192
    Avatar von Clint

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von supersrbin Beitrag anzeigen
    nur mit einem!
    momentan ?

  3. #193

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Clint Beitrag anzeigen
    momentan ?
    nur mit einem!

  4. #194
    Avatar von Styria

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    Zitat Zitat von th pelasgian Beitrag anzeigen
    Ich persönlich finde es noch viel fahrlässiger das Kind einfach der heutigen Gesellschaft zu überlassen. Die Erziehung des Kindes, ist die Aufgabe der Mutter und nicht des Fernsehen, Nachbarn, Lehrerin, usw. Die freie Wahl haben wir immer, denn es geht die ganze Zeit um diese freie Wahl, um eine Entscheidung. Nur darfst du nicht vergessen: man erntet was man sät.


    Alle verantwortungsbewussten Eltern werden ihr Kind nie der Gesellschaft zur Erziehung überlassen. Verantwortungsbewusste Eltern werden ihr Kind nach den Regeln des Humanismus mit Liebe, Güte aber auch notwendigen Strenge erziehen. (mit Strenge meine ich jedoch keine Schläge etc.)
    Eltern haben für Kinder eine natürliche Autorität. Diese soll vorbildhaft eingesetzt werden, jedoch nicht missbraucht werden. Kinder sollen als freie, verantwortungsbewusste Menschen für eine freie Gesellschaft erzogen werden.
    Eltern tragen die Verantwortung dafür, dass ihre Kinder die wichtigen Werte und Regeln des Lebens lernen. Die Gesellschaft (Schule, Beruf, Religion etc) prägen das Kind. Deswegen ist es auch wichtig für Eltern, in welcher Gesellschaft sich das Kind befindet.

    Zitat Zitat von th pelasgian Beitrag anzeigen
    Du sagst man soll alles dem Kind überlassen, wozu sind dann die Eltern da?! Es ist unsere Pflicht das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten. Man darf den Spruch: aus Fehler lernt man, nicht falsch verstehen. Fehler muss man nicht zwingend machen, noch besser wäre es eben keine Fehler zu machen. Es geht mir nicht darum unfehlbar zu sein. Denn es mir schon klar, dass wir nicht vollkommen sind, deshalb gibt es viele von, weil wir uns gegenseitig ergänzen müssen. Vollkommen ist nur Einer! Ein viel gefährliches Motto ist noch das hier: man muss alles mal erlebt haben, alles gesehen haben, alles gekostet haben. Es sind irreleitende undillusorische Sprüche. Denn das Alles steht uns nicht zu und daher unerreichbar.


    Würden Kinder keine Fehler machen, würden sie unvollkommen erzogen werden.
    Ein Kleinkind würde nie erfahren, was heiß ist, wenn es nie probiert haben würde auf eine heiße Herdplatte zu greifen.

    Nur durch Erfahrungen(positive als auch negative) lernt der Mensch.
    Wichtig ist, das die Eltern immer für das Kind Zeit haben und dabei sind ihm seine Erfahrungen zu erklären.

    Leider sehen ich, dass in der heutigen Gesellschaft (und damit meine ich nicht nur hier Geborene) durch Beruf oder durch andere Verpflichtungen, sei es Politik oder Religion etc. nicht die notwendige Zeit und Geduld haben, ihren Kindern beim *Erwachsenwerden* zur Seite zu stehen.

    Dann werden die Kinder zum TV abgeschoben oder später treffen sie sich mit gleichgesinnten am Spielplatz oder sonst wo. Genau ab diesem Zeitpunkt werden die Kinder von den anderen beeinflusst und geprägt. Findet hier keine Kontrolle der Eltern mehr statt, kann sich jeder denken was oft passiert.

    Zitat Zitat von th pelasgian Beitrag anzeigen
    Was verstehst du unter freie Wahl?! Bezeichnest du etwa eine frei Wahl, wenn du dem Kind bis zu der Pubertät (wenn seine Taten aufgeschrieben werden), nichts vom Islam erzählst hast. Das Kind konnte nie erleben, was Ramadan, beten und Qu`ran lesen bedeutet. Auf der anderen Seite wird das Kind von allen Seiten erzogen und das unbewusst. Vom Umfeld, von der Gesellschaft und vor allem vom TV! Das Kind wird voll gepumpt mit Bildern, Massenkonsum hier und da. Es wird gefüttert im Unbewusstsein mit Dreck. Weil das Fernsehen (Gesellschaft) keine Grenzen mehr kennt. Diese Grenzen werden täglich verschoben und das nach unten. Was denkst du wird das Kind in diesem Zustand mit voll gepumpten Hormonen, bei der Erreichung der Pubertät, für ne Wahl treffen?! Nennst du etwa das eine freie Wahl?!
    Zitat Zitat von th pelasgian Beitrag anzeigen

    Kennst du den Spruch: Las sie doch, sie muss auch diese Erfahrung machen?!? Wieso frag ich mich! Ich sehe den Sinn nicht, weshalb soll man sich nicht bemühen, sie davor zu warnen, zu schützen. Weshalb sollte sie auch dieses Leiden durchmachen?!

    Der Islam ist Alltag, Kindsein, Erwachsenwerden, Balance, Ruhe, Geduld, Achtsamkeit, und vor allem volles Bewusstsein.

    wa-salam
    Freie Wahl bedeutet das das Kind nicht in eine bestimmte Richtung, wie Politik oder Religion indoktriniert wird.
    Religion kann eine gute Stütze zur Erziehung sein, aber eben nur eine Stütze und nicht mehr. Viel wichtiger ist, dass das Kind humanistisch geprägt wird, lernt Dinge zu hinterfragen und nicht automatisch Obrigkeithörig erzogen wird. Egal ob Politik oder Religion.

    Und das wichtigste der Erziehung ist sowieso eine gute Bildung zu bekommen. Auch hier fehlt es mir bei vielen Eltern, egal woher sie kommen.

    Nur ein frei denkender junger Mensch, der gebildet ist, gewohnt ist zu hinterfragen, wird seinen erfolgreichen Weg im Leben gehen. Und damit beitragen das die Evolution positiv weitergeht und er ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft wird.

  5. #195
    Avatar von Muslim

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    1.176
    Hör mal, also du bist noch echt Jung. Und ich selber bin auch Moslem.
    Man mag sagen was man möchte. Aber ich weiß was für ein Mensch ich bin. Dennoch meine Eltern haben mir nie etwas aufgrund des Islams verboten. Nie. Sie haben mir immer erklärt warum gewisse Dinge nicht gut sind, ohne dabei den Islam in den Vordergrund zu stellen. So blieb mir selbst überlassen wie sehr ich diese Religion lebe und in meine Leben einführe. Ich selber habe mich entscheiden, was ich wie weit mache. Es ist nicht nötig deinen Kindern etwas aufzutischen was sie vil. gar nicht möchten. Meine Eltern haben nie von mir verlangt zu fasten. Weil sie es zum Teil selber nicht machen. Aber ich habe es dennoch getan. Sie haben mir nie verboten Etwas mit meinen Freundininen zu unternehmen (wo ich die Gelegenheit gehabt habe mich zu betrinken) Ich selber war es die, die entschieden hat was ich nicht mache. Und genau das ist es was ich dir auf dem Weg geben möchte. Ein Richtiger Moslem würde nie jemanden versuchen zwanghaft aufzudrücken was er wie zu machen hat. Der Mensch hat die Fähigkeit selbst zu entscheiden, die Gabe von Gott und du als Moslems sollest deinen Kindern diese Eigenschaft auch überlassen. Es gibt Unterschiede zwischen dem Seinmoslem und dem Scheinmoslem, Richtiger wäre es deine Relgion in deinem Herzen und Verstand zu tragen als diese ständig als Prestigemodelle vorzuführen.

    Langsam Lady, meine Absicht war nicht dich zu ärgern. Mein Schreiben war an diesen Text gerichtet, deswegen hatte ich ihn zitiert. Ich und du wissen ganz genau, dass es hier sicher nicht nur um das Kopftuch alleine geht. Es geht nämlich genau um den ersten Satz den ich markiert habe. Genau an diesem Punkt liegt die Kluft.

    Es ist ein winziger und feiner, aber ausschlaggebender Unterschied. Ein Muslim kann gar nicht sich in den Vordergrund stellen und den Islam dahinter. Hier ist auch der Grund, weshalb du von den jeweiligen Usern ein Dankeschön gekriegt hast.

    Ich weiss nicht mit welchen Worten ich dir das erklären soll. Der Islam ist zu Gunsten des Muslims, auch wenn einige meinen, das würde man auf den ersten Blick nicht erkennen.. Den letzten Satz hast du schön geschrieben, aber weshalb gehst du nicht weiter?! Noch richtiger wäre es, den Islam im Herzen zu haben und es zu praktizieren. Denn es ist wichtig für den Muslim, damit er eben nicht von der rechten Bahn abgleitet. Ein Beispiel: die Elektrizität kann alleine nicht leuchten. Allein ohne diesen kurzen Draht, auch wenn er so unbedeutend sein mag, gibt es kein Licht. Genauso ist es mit unserer Seele. Alleine ohne den Körper kann sich die auch nicht entfalten.

    Die Bedeckung des Körpers ist zu Gunsten der Frau und dient nicht nur als Schutz von der Aussenwelt. Es ist viel mehr als das, es die Rettung für eine Gesellschaft. Würde es um der „Naturwillens“ eines Mannes gehen, dann könnten die Frauen alle nackt herum laufen. Darum ist es ein Schutz!

    wa-salam

  6. #196

    Registriert seit
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    1.800
    Ich finde sie übertreibt total... Dass sie keinen Kontakt mehr zu Türken hat, weil sie sie schief angucken würden, weil sie 'nen Freund hat... Hä? Mittlerweile ist es auch in solchen Kreisen relativ normal und niemand guckt da dumm oder schief! Zumindest ist mir sowas nicht aufgefallen!

  7. #197
    Avatar von Styria

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    Zitat Zitat von th pelasgian Beitrag anzeigen
    Langsam Lady, meine Absicht war nicht dich zu ärgern. Mein Schreiben war an diesen Text gerichtet, deswegen hatte ich ihn zitiert. Ich und du wissen ganz genau, dass es hier sicher nicht nur um das Kopftuch alleine geht. Es geht nämlich genau um den ersten Satz den ich markiert habe. Genau an diesem Punkt liegt die Kluft.

    Es ist ein winziger und feiner, aber ausschlaggebender Unterschied. Ein Muslim kann gar nicht sich in den Vordergrund stellen und den Islam dahinter. Hier ist auch der Grund, weshalb du von den jeweiligen Usern ein Dankeschön gekriegt hast.

    Ich weiss nicht mit welchen Worten ich dir das erklären soll. Der Islam ist zu Gunsten des Muslims, auch wenn einige meinen, das würde man auf den ersten Blick nicht erkennen.. Den letzten Satz hast du schön geschrieben, aber weshalb gehst du nicht weiter?! Noch richtiger wäre es, den Islam im Herzen zu haben und es zu praktizieren. Denn es ist wichtig für den Muslim, damit er eben nicht von der rechten Bahn abgleitet. Ein Beispiel: die Elektrizität kann alleine nicht leuchten. Allein ohne diesen kurzen Draht, auch wenn er so unbedeutend sein mag, gibt es kein Licht. Genauso ist es mit unserer Seele. Alleine ohne den Körper kann sich die auch nicht entfalten.

    Die Bedeckung des Körpers ist zu Gunsten der Frau und dient nicht nur als Schutz von der Aussenwelt. Es ist viel mehr als das, es die Rettung für eine Gesellschaft. Würde es um der „Naturwillens“ eines Mannes gehen, dann könnten die Frauen alle nackt herum laufen. Darum ist es ein Schutz!

    wa-salam
    Werter Freund, mich würde interessieren ob du dir ein ethnisch korrektes Leben auch ohne alltägliche strenge Regeln einer Religion oder Instition vorstellen kannst?

    Sollte Religion nicht im privaten für sich gelebt werden, oder sollte die Religion den Alltag bestimmen?

  8. #198
    Fan Noli
    Zitat Zitat von aMess Beitrag anzeigen
    Ich finde sie übertreibt total... Dass sie keinen Kontakt mehr zu Türken hat, weil sie sie schief angucken würden, weil sie 'nen Freund hat... Hä? Mittlerweile ist es auch in solchen Kreisen relativ normal und niemand guckt da dumm oder schief! Zumindest ist mir sowas nicht aufgefallen!
    Wo lebst du denn?

  9. #199
    Avatar von Muslim

    Registriert seit
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    Beiträge
    1.176
    Zitat Zitat von Styria Beitrag anzeigen
    Werter Freund, mich würde interessieren ob du dir ein ethnisch korrektes Leben auch ohne alltägliche strenge Regeln einer Religion oder Instition vorstellen kannst?

    Sollte Religion nicht im privaten für sich gelebt werden, oder sollte die Religion den Alltag bestimmen?

    Dein Versuch mich zu schubladiesieren, wird fehl schlangen, mein Freund…

    Was ist für dich Alltagsleben und Privatleben? Gibt es da klare Grenzen? Bedeutet das etwa, sobald du aus deinen Vierwänden herausgehst, einen anderen Menschen spielen musst? Eine andere Persönlichkeit und Maske aufsetzten musst?

    Ich bin Muslim nicht nur wenn ich Zuhause bin, sondern auch wenn ich arbeiten, zur schule oder einkaufen gehe. Ich bin kein Heuchler, ich bin immer der, der ich bin. Wir sind alle Bürger mit allen Pflichten und Rechten. Wir befinden uns in einer vielschichtigen Gesellschaft. Diese Gesellschaft verbindet sehr viele universelle Werte. Universelle Werte sind per Definition gemeinsame Werte. Der Westen hat kein Monopol darauf.

    Ich sehe absolut keinen Widerspruch zwischen Muslim und „westliche Kultur“. Diese Bezeichnung westliche Kultur ist mehr oder weniger undefinierbar. Der Islam ist nichts Fremdes in Europa. Was bedeutet für dich integrieren?! Ich bin absolut der Meinung, dass die Muslime die Kultur der Mehrheit akzeptieren und respektieren müssen, mehr noch, sie sollten ihre Geschichte kennen. Aber keine Kultur oder Tradition ist statisch. Es ist ein Nehmen und Geben. Es ist ein endloser Prozess. Ich empfange etwas von der Schweizer Kultur, aber jetzt bin ich Schweizer und bringe als Muslim auch etwas ein. Indem ich mich integriere, verändere ich gleichzeitig die Kultur, in die ich mich integriere.Das bedeutet nicht, dass wir die Wurzeln der Schweiz verändern, wir fügen ihren Qualitäten und ihrem Reichtum etwas hinzu.

    Veränderungen sind für Ewig. Nur Einer ist der Immerwährende. Nicht der Qu`ran verändert sich, sondern unser Verständnis. Deshalb entdecken Forscher immer wieder Wunder im Qu`ran. Sie sind nichts anderes, als Bestätigungen.

    Der Islam ist eine Religion der Flexibilität, Rationalität, Wissenschaftlichkeit und Revolution. Respekt für den Verstand steht im Mittelpunkt des Islams. Das Engagement ist ihr Nerv und die Revolution ist ihre Seele. Der Islam war nie unterwürfig und passiv. All das widerspricht sich nicht mit der Integration. Vielleicht mit der Assimilation, aber nicht mit der Integration. Übrigens glaube ich auch nicht, dass die Frage, ob jemand praktizierender Muslim ist oder nicht, ein Zeichen guter Integration ist.


    Selbstverständlich gibt es Probleme bei diesem Prozess, diese Probleme zu leugnen, wäre naiv. Bei einer Herausforderung gibt es immer Probleme, denn genau an diesem Punkt treffen sich die Räder aufeinander. Aber ich finde es falsche Lösung, wenn man zu generalisieren versucht. Indem man behauptet, der Islam an sich sei nicht kompatibel mit „westlichen Werten“. Denn es geht nicht mehr e um islamistische Extremisten oder um die Scharia. Sondern dass der Islam als solcher ein Problem ist. In dem man Leute anfängt zu kategorisieren, ihnen Namen zu geben, in der Art: du bist mehr Muslim, also bist jetzt kein Albaner, Schweizer usw.

    Ich meine verlangt man von einem Atheisten, er soll seine „Religion“ nur privat (was das auch immer heissen mag) ausleben??! Das Hauptmerkmal einer Identität ist ihre Vielschichtigkeit. Wenn wir muslimischen (Ausländer) aus dem Balkan, wenn wir nicht vielschichtig sind, dann weiss ich auch nicht wer?! Unser Alltag ist eine Balance zwischen tausende Herausforderungen. Und „ihr“ macht es uns ehrlich gesagt nicht gerade einfach….

  10. #200
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von th pelasgian Beitrag anzeigen
    Dein Versuch mich zu schubladiesieren, wird fehl schlangen, mein Freund…

    Was ist für dich Alltagsleben und Privatleben? Gibt es da klare Grenzen? Bedeutet das etwa, sobald du aus deinen Vierwänden herausgehst, einen anderen Menschen spielen musst? Eine andere Persönlichkeit und Maske aufsetzten musst?

    Ich bin Muslim nicht nur wenn ich Zuhause bin, sondern auch wenn ich arbeiten, zur schule oder einkaufen gehe. Ich bin kein Heuchler, ich bin immer der, der ich bin. Wir sind alle Bürger mit allen Pflichten und Rechten. Wir befinden uns in einer vielschichtigen Gesellschaft. Diese Gesellschaft verbindet sehr viele universelle Werte. Universelle Werte sind per Definition gemeinsame Werte. Der Westen hat kein Monopol darauf.

    Ich sehe absolut keinen Widerspruch zwischen Muslim und „westliche Kultur“. Diese Bezeichnung westliche Kultur ist mehr oder weniger undefinierbar. Der Islam ist nichts Fremdes in Europa. Was bedeutet für dich integrieren?! Ich bin absolut der Meinung, dass die Muslime die Kultur der Mehrheit akzeptieren und respektieren müssen, mehr noch, sie sollten ihre Geschichte kennen. Aber keine Kultur oder Tradition ist statisch. Es ist ein Nehmen und Geben. Es ist ein endloser Prozess. Ich empfange etwas von der Schweizer Kultur, aber jetzt bin ich Schweizer und bringe als Muslim auch etwas ein. Indem ich mich integriere, verändere ich gleichzeitig die Kultur, in die ich mich integriere.Das bedeutet nicht, dass wir die Wurzeln der Schweiz verändern, wir fügen ihren Qualitäten und ihrem Reichtum etwas hinzu.

    Veränderungen sind für Ewig. Nur Einer ist der Immerwährende. Nicht der Qu`ran verändert sich, sondern unser Verständnis. Deshalb entdecken Forscher immer wieder Wunder im Qu`ran. Sie sind nichts anderes, als Bestätigungen.

    Der Islam ist eine Religion der Flexibilität, Rationalität, Wissenschaftlichkeit und Revolution. Respekt für den Verstand steht im Mittelpunkt des Islams. Das Engagement ist ihr Nerv und die Revolution ist ihre Seele. Der Islam war nie unterwürfig und passiv. All das widerspricht sich nicht mit der Integration. Vielleicht mit der Assimilation, aber nicht mit der Integration. Übrigens glaube ich auch nicht, dass die Frage, ob jemand praktizierender Muslim ist oder nicht, ein Zeichen guter Integration ist.


    Selbstverständlich gibt es Probleme bei diesem Prozess, diese Probleme zu leugnen, wäre naiv. Bei einer Herausforderung gibt es immer Probleme, denn genau an diesem Punkt treffen sich die Räder aufeinander. Aber ich finde es falsche Lösung, wenn man zu generalisieren versucht. Indem man behauptet, der Islam an sich sei nicht kompatibel mit „westlichen Werten“. Denn es geht nicht mehr e um islamistische Extremisten oder um die Scharia. Sondern dass der Islam als solcher ein Problem ist. In dem man Leute anfängt zu kategorisieren, ihnen Namen zu geben, in der Art: du bist mehr Muslim, also bist jetzt kein Albaner, Schweizer usw.

    Ich meine verlangt man von einem Atheisten, er soll seine „Religion“ nur privat (was das auch immer heissen mag) ausleben??! Das Hauptmerkmal einer Identität ist ihre Vielschichtigkeit. Wenn wir muslimischen (Ausländer) aus dem Balkan, wenn wir nicht vielschichtig sind, dann weiss ich auch nicht wer?! Unser Alltag ist eine Balance zwischen tausende Herausforderungen. Und „ihr“ macht es uns ehrlich gesagt nicht gerade einfach….
    Sobald du dich ausdrückst, wie ein Normalbürger, kommen ganz passable Sachen dabei heraus

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