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Ein Leben ohne Kopftuch

Erstellt von Fan Noli, 16.02.2010, 00:55 Uhr · 245 Antworten · 10.352 Aufrufe

  1. #231

    Registriert seit
    28.01.2010
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    1.800
    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    jaja so hab ich auch gedacht früher. Ich hab mich immer auf ein gespräch eingelassen weil ich mir dachte, ok sei nicht so oberflächlich und gibt dem mann ne chance auch wenn er scheisse angezogen ist, weil falls das was werden sollte und wir zusammen kommen besorg ich dem eh ein paar ordentliche klamotten
    Aber kannst mir glauben dass Albaner mit Doppelkopfadlerkette zu 100% bauern sind, albaner mit weissen slippern zu 80% usw...es ist eine niederschmetternde Statistik aber leider die wahrheit Solche Leute erkennt man doch schon an der ausstrahlung, und wenn die dann 5 minuten labern ists eh vorbei.

    Meiner Meinung nach je mehr Leute gleicher Herkunft auf einen Platz zusammenleben, desto schlimmer und zurückgebliebener und von integration keine spur.
    lol, Ouch... Kommt drauf an wie dick die Kette ist, meheheh...

    Also! ... Es kommt drauf an... Ich habe gaaaaanz kurze Haare, 3mm Schnitt um genau zu sein, lol... Trage an beiden Ohren Ohrringe und style mich sonst eher... Na wie soll ich sagen? Chucks... Klamotten von P&C und so und ich bin auch kein Bauer!!!!!

    Von daher kommt es immer drauf an, aber ich verstehe dich! Du schaust dir jemanden an und denkst gleich direkt so und so... Kann man vielleicht nicht vermeiden. Ist halt so ein Thema!

    Wie sieht für dich denn ein gescheiter Albaner aus?

  2. #232
    Shan De Lin
    Zitat Zitat von aMess Beitrag anzeigen
    lol, Ouch... Kommt drauf an wie dick die Kette ist, meheheh...

    Also! ... Es kommt drauf an... Ich habe gaaaaanz kurze Haare, 3mm Schnitt um genau zu sein, lol... Trage an beiden Ohren Ohrringe und style mich sonst eher... Na wie soll ich sagen? Chucks... Klamotten von P&C und so und ich bin auch kein Bauer!!!!!

    Von daher kommt es immer drauf an, aber ich verstehe dich! Du schaust dir jemanden an und denkst gleich direkt so und so... Kann man vielleicht nicht vermeiden. Ist halt so ein Thema!

    Wie sieht für dich denn ein gescheiter Albaner aus?
    vom äußerlichen her hab ich kein bestimmtes bild, ich mag nur so outfits nicht die gewisse klischees erfüllen, keine dicken ketten, am besten garkein schmuck ^^, keine weissen slipper (weisse turnschuhe oder sneakers kein problem aber keine eleganten weissen slipper!!!) und keine hautengen durchsichtigen klamotten, durchsichtig geht doch mal garnicht, was denkt man sich denn dabei, ok das hab ich wirklich bis jetzt bei nur einem gesehen
    ich hab da kein wirkliches bild, aber ich mag eher so natürliche typen, das liegt einfach daran dass ich selber nicht ständig aufgestylt herumlaufe und eher natürlich bin.
    Es kommt ja immer aufs gesamtbild drauf an, ich bin ja auch wirklich nicht so oberflächlich wie das jetzt hier vielleicht rüberkommt, im gegenteil, aber die genannten sachen...das geht einfach garnicht^^

  3. #233

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    28.01.2010
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    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    vom äußerlichen her hab ich kein bestimmtes bild, ich mag nur so outfits nicht die gewisse klischees erfüllen, keine dicken ketten, am besten garkein schmuck ^^, keine weissen slipper (weisse turnschuhe oder sneakers kein problem aber keine eleganten weissen slipper!!!) und keine hautengen durchsichtigen klamotten, durchsichtig geht doch mal garnicht, was denkt man sich denn dabei, ok das hab ich wirklich bis jetzt bei nur einem gesehen
    ich hab da kein wirkliches bild, aber ich mag eher so natürliche typen, das liegt einfach daran dass ich selber nicht ständig aufgestylt herumlaufe und eher natürlich bin.
    Es kommt ja immer aufs gesamtbild drauf an, ich bin ja auch wirklich nicht so oberflächlich wie das jetzt hier vielleicht rüberkommt, im gegenteil, aber die genannten sachen...das geht einfach garnicht^^
    Ja, weiße Slipper sind ätzend! Genauso wie damals Buffalo Schuhe irgendwie... lol

    Durchsichtige Klamotten? Wo haste das denn gesehen???

  4. #234
    Shan De Lin
    Zitat Zitat von aMess Beitrag anzeigen
    Ja, weiße Slipper sind ätzend! Genauso wie damals Buffalo Schuhe irgendwie... lol

    Durchsichtige Klamotten? Wo haste das denn gesehen???
    das mit den durchsichtigen klamotten hab ich echt nur einmal gesehen. ich war mit meiner freundin abends unterwegs. Neben uns standen so zwei typen. Der eine hatte ne schwarze enge hose an, ein hautenges schwarzes durchsichtiges oberteil und ne kette drüber...also ein echter totalausfall hat sich mit seinem fraund auf albanisch unterhalten^^ als mich meine österreichische freundin gefragt hat was das wohl für ne sprache ist, sagte ich nur: geh keine ahnung habs net verstanden, vergiss den, ich würd mich schämen wenn das ein landsmann von mir wäre

  5. #235

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    das mit den durchsichtigen klamotten hab ich echt nur einmal gesehen. ich war mit meiner freundin abends unterwegs. Neben uns standen so zwei typen. Der eine hatte ne schwarze enge hose an, ein hautenges schwarzes durchsichtiges oberteil und ne kette drüber...also ein echter totalausfall hat sich mit seinem fraund auf albanisch unterhalten^^ als mich meine österreichische freundin gefragt hat was das wohl für ne sprache ist, sagte ich nur: geh keine ahnung habs net verstanden, vergiss den, ich würd mich schämen wenn das ein landsmann von mir wäre
    Oh man, ich lach' mich grad im Arsch!!!!!!!!!!!

    Wow, aber sowas habe ich auch noch nicht gesehen (Gott sei Dank!) Aber es gibt manchmal Situationen, wo ich mir auch denke "Oh man, warum bist grad du ein Albaner!"

  6. #236
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    jaja so hab ich auch gedacht früher. Ich hab mich immer auf ein gespräch eingelassen weil ich mir dachte, ok sei nicht so oberflächlich und gibt dem mann ne chance auch wenn er scheisse angezogen ist, weil falls das was werden sollte und wir zusammen kommen besorg ich dem eh ein paar ordentliche klamotten
    Aber kannst mir glauben dass Albaner mit Doppelkopfadlerkette zu 100% bauern sind, albaner mit weissen slippern zu 80% usw...es ist eine niederschmetternde Statistik aber leider die wahrheit Solche Leute erkennt man doch schon an der ausstrahlung, und wenn die dann 5 minuten labern ists eh vorbei.

    Meiner Meinung nach je mehr Leute gleicher Herkunft auf einen Platz zusammenleben, desto schlimmer und zurückgebliebener und von integration keine spur.
    Ich hatte früher auch so eine Kette.

  7. #237
    Avatar von Muslim

    Registriert seit
    07.10.2008
    Beiträge
    1.166
    Zitat Zitat von Styria Beitrag anzeigen

    Auf dieser Ebene gefällt es mir mit dir zu diskutieren. Was ich fragte war, ob die Ausübung der Religion Privatsache sei oder ob das Alltagsleben von der Religion vorgegeben werden sollte. Daraufhin bekam ich leider keine Antwort.
    Ein religiöser Mensch wird immer seinen Glauben leben, egal ob nun im Beruf, Privat etc. Deswegen braucht er sich nicht verstellen und wird es auch nicht tun.
    Universelle Werte können richtigerweise gemeinsame Werte sein, sofern sie nicht aufgezwungen sind und die freien Werte des anderen nicht gefährden.

    Was sind für dich *westliche Werte* ?



    Ich finde es schön von dir zu hören, dass für dich Muslim und *westliche Kultur* kein Widerspruch ist. Es haben ja auch andere Immigranten kein Problem mit ihrer Kultur und der *westlichen Kultur*. Ich denke an eingewanderte Juden aus Russland oder Buddhisten aus China, Thailand, oder Hindus aus Indien, welche auch zahlreich in Europa leben. Klar haben sie auch andere Auffassungen von Kultur, die sich von unseren manchmal sehr unterscheiden. Hier muß man einander zugehen und versuchen soweit wie möglich einen Konsens zu erreichen. Aber von keinen dieser Gruppen habe ich bisher gehört, dass sie von der Mehrheitbevölkerung in ihren Rechten zur Ausübung ihrer Religion eingeschränkt werden.

    Ist das wirklich nur ein religiöses muslimisches Problem? Und wenn ja, warum?
    Kann es damit zusammenhängen, dass der Islam nicht nur spirituell auf seine Gläubigen einwirken will, sondern auch die Gesellschaftsordnung und das politische System einwirken will oder besser muß wenn man den Islam wirklich leben will?

    Gibt es den europäischen Islam? Welches Gewicht haben die höchsten islamisch sunnitischen Institutionen in Kairo und Riad? Können europäische Muslime sich über Anweisungen und Rechtsgutachten welche dort geschrieben werden, hinwegsetzen?

    Ist es wirklich erstrebenswert, was viele Muslime auch in Europa fordern, die Scharia im Zivilrecht einzuführen? Ich denke gerade im Erbrecht, Sorgschaft Angelegenheiten etc. würden mit unserem Rechtsverständnis nicht übereinstimmen.

    Wenn du dich integrierst, veränderst du nicht die Kultur, sondern du kannst sie bereichern. Was glaubst du wird in 4-5 Generation sein. Werden diese Leute integriert sein oder assimiliert? Sie werden assimiliert sein, wie uns die Geschichte zeigt.



    Ich glaube nicht, dass der Westen sagt der Islam ist nicht kompatibel mit unseren Werten und Kultur.
    Ich sehe eher das Problem, dass Muslime nicht die Kultur hier im Westen mit dem Islam vereinbaren können und wollen. Siehe die Parallelgesellschaften in Europa, welche sich bereits entwickelt haben.

    Warum geschieht das nicht bei den Juden, Buddhisten oder Hindus, welche nach Europa gekommen sind?
    Der Westen ist kein perfektes System, aber ein Wertesystem in dem es sich lohnt zu leben und zu arbeiten.
    Der Westen hat sich in den letzten 2 Jahrhunderten gegen starken klerikalen Widerstand zur Aufklärung durchgekämpft. War dieser Kampf zur Freiheit umsonst um sie jetzt gegen eine andere totalitäre Religion wieder zu verlieren?

    Verstehe mich nicht falsch.Für dich ist der Islam Freiheit und das beste. Das ist auch zu respektieren. Für uns jedoch, ist Islam nichts anderes, als das was wir in den letzten Jahrhunderten, nämlich den Einfluss der Kirche auf den Staat, erfolgreich bekämpft haben.

    Er würde das freie Leben, die Entwicklung der Gesellschaft, des Staates verhindern.
    Deswegen ist für uns Religion Privatsache und hat in der Politik nichts verloren. Religionen sind wichtig, da sie Grundwerte vermitteln und vielen Leuten einen Halt im Leben geben. Jedoch soll sie sich auf ihre Spiritualität beschränken.
    Ich hab es langsam leid über Burkas und Scharia zu diskutieren. Das sind rein politische Debatten und Diskussionen, die genährt werden von populistischen Parteien, die eine rückwärtsgewandte, nationalistische und ausländerfeindliche Politik betreiben wollen. Sie haben keine Vorschläge zu einer Integrationspolitik oder zur Lösung sozialer Probleme

    Der Islam wird heute politisch missbraucht und das von allen Seiten. Es geht nicht um Lösungen, sondern um Wahlstimmen. Und ja heute spricht man in Europa von einem europäischen Islam. Das ist normal geworden. Genauso, wie es schon immer einen philippinischen Islam, einen malaysischen Islam usw. gegeben hat. Islam ist an sich Islam. Aber was heisst dann europäischer Islam? Es ist damit gemeint, dass in Europa eine andere Situation herrscht, als z.b. in Saudi Arabien, darum braucht es entsprechende Lösungen (Fatwas). Es stellen sich neue Fragen für die Muslime in Europa und daher brauchen wir Gelehrte die das Umfeld kennen, und zwar das Umfeld hier in Europa.

    Andererseits kannst du nicht leugnen, dass sich die Werte jeden Tag verschieben. Frag die alten Leuten und ich meine nicht die Muslime. Nicht alles was neu ist, muss gut sein und nicht alles alt ist, muss schlecht sein. Wir bezahlen momentan einen gewaltigen Preis für diese enorme technologische Entwicklung (Globalisierung). Der Moralische zerfall ist zu sehen, wo man hinkuckt. Sobald man das als Muslim kritisiert, wird man sofort der Hass gegenüber dem Westen bezichtig. In der Schweiz gibt es nicht diese gewaltigen Probleme, wie zb. in Frankreich oder Grossbritannien. Denn hier funktioniert der Dialog mit den lokalen Behörden eigentlich ziemlich gut. Es gibt bestimmte Lager hier, die energisch versuchen, aus jedem sozialen Problem ein islamisches zu machen.

    Ich kann jetzt nur aus der Sicht der Schweizergesellschaft sprechen. Möchte mich nicht zu sehr global äussern, sonst heisst es nachher, ich würde einfach daher pauschalisieren. Ich bin absolut dafür mit offenen Karten zu spielen, denn wir brauchen einen konstruktiven Dialog. Denn in erster Linie geht es darum die westliche Gesellschaft, in der wir leben zu überzeugen, dass von den Muslime und dem Islam keine Gefahr ausgeht. Ich hab nichts dagegen, an einem Tisch zu sitzen und gemeinsam die Werte zu schützen, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten.

    Leider haben es einige Leute irgendwo geschafft, unser gegenseitiges Vertrauen zu erschüttern. Die Kluft ist auf jeden Fall gewachsen. Auf der einen Seite heisst, der Osten hätte zu viel Einfluss auf die Muslimen hier. Aber auf der anderen Seite, bedenken sie gar nicht was für einen Einfluss der Westen auf die Panikmacherei hier hat. Es gibt hier wirklich Institutionen, von der muslimischen und staatlichen Seite, die hart und lange daran arbeiten, Berührungsängste abzubauen. Dann kommt einfach so daher ein arroganter Versager mit einer gewaltigen Provokation, wie dem Minarettverbot und hat die Frechheit und dass nur aus Profilierung, die ganze Arbeit mit einem Schlag zu vernichten. Es ging ihnen darum nur eine Atmosphäre des Konflikts zu schüren. Das war die versteckte, implizite Botschaft dieser Initiative. Aber dieses ist ihnen meiner Meinung nach nicht gelungen. Denn die Muslime haben sehr besonnen reagiert. Dennoch will uns das Ja zur Minarett-Initiative etwas sagen. Es geht letztlich um die Zukunft einer pluralistischen Gesellschaft und speziell der Muslime im Westen. Das zu diskutieren, wie diese Zukunft verbessert werden kann, ist wichtig. Diese Abstimmung repräsentierte weder Schweizer Werte noch Traditionen. Ich war an einigen Podien dabei und wie da diskutiert wurde, war wirklich unter aller sau. Diese Seite kannte ich gar nicht von den Schweizern.

    An den Muslimen sage ich, das Problem ist nicht die „westliche Kultur“. Denn die westliche Kultur ist das was du daraus machst. Die westliche kann auch „das Gute gebieten und das Schlechte verbieten“ sein. Westen, Osten….es gehört eh alles Allah`t. Das Gute kommt von Ihm und Er gibt sich nut mit dem Guten zu frieden, wir sind es die, die es im Schlechten ziehen. Ich habe mich letztens mit einer Studentin aus Marokko unterhalten und sie meinte, das Leben hier ist nicht viel anders, als in Marokko. Klar du hast hier mehr Möglichkeiten und wenn du den Fernseher einschaltest, siehst du gute Sachen und schlechte Sache. Schlussendlich liegt aber die Entscheidung bei dir. Und sie meinte, wenn du einen starken Nafs (ungefähr Selbstbewusstsein im westlichen Verständnis…) hast, wirst du keine Probleme haben. Sie meinte, ich konnte bis jetzt, ausser eines, alles machen (Job, Schule…usw.) und das alles mit Kopftuch. Das einzige was sie nicht machen konnte war an Karate-Meisterschaft teilzunehmen... In Frankreich ist es weitaus schlimmer meinte sie. Die Schweiz sieht doch wie es in Frankreich abgeht, weshalb versucht sie (also die SVP) dann die gleiche Politik zu führen?! Man hat das Resultat vor den Augen, da müsste es doch KLICK machen.

    Wir Muslime müssen unser Verstand einschalten und nicht nur wir Muslime. Wir müssen die Bedeutung verstehen! Wir müssen verstehen, weshalb beten wir, weshalb nehmen wir Wudu usw. Wir können nicht weglaufen, unsere Hände können wir nicht leugnen. Wir müssen alle bedacht sein, aus der Vergangenheit lernen. Jeder und jede, sollte stolz sein auf die Vielschichtigkeit ihrer Identität. Jeder – ob Christ, ob Jude, ob Muslim oder Atheist – sollte selbstbewusst sein. Der Islam war nie eine Religion der Passivität. Das ist entscheidend. Es geht darum, sich im sozialen wie politischen Leben des jeweiligen Landes als Bürger zu engagieren. Allah`t wird unsere Situation nicht verändern, wenn wir uns nicht darum bemühen. Wir machen einen Schritt und Er gibt uns 10 weitere, aber der erste ist entscheidend.

    Ich will nicht mutmassen was in 50 Jahren passiert, das weiss nur Allah`t.

    wa-salam

  8. #238
    Avatar von Styria

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    3.231
    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    das mit den durchsichtigen klamotten hab ich echt nur einmal gesehen. ich war mit meiner freundin abends unterwegs. Neben uns standen so zwei typen. Der eine hatte ne schwarze enge hose an, ein hautenges schwarzes durchsichtiges oberteil und ne kette drüber...also ein echter totalausfall hat sich mit seinem fraund auf albanisch unterhalten^^ als mich meine österreichische freundin gefragt hat was das wohl für ne sprache ist, sagte ich nur: geh keine ahnung habs net verstanden, vergiss den, ich würd mich schämen wenn das ein landsmann von mir wäre
    So Shan jetzt hörst aber wieder auf solche Posts zu senden. Bin es echt net gewohnt dir so viele *danke* zu geben
    (Achtung Ironie)

  9. #239
    Fan Noli
    Zitat Zitat von th pelasgian Beitrag anzeigen
    Ich hab es langsam leid über Burkas und Scharia zu diskutieren. Das sind rein politische Debatten und Diskussionen, die genährt werden von populistischen Parteien, die eine rückwärtsgewandte, nationalistische und ausländerfeindliche Politik betreiben wollen. Sie haben keine Vorschläge zu einer Integrationspolitik oder zur Lösung sozialer Probleme

    Der Islam wird heute politisch missbraucht und das von allen Seiten. Es geht nicht um Lösungen, sondern um Wahlstimmen. Und ja heute spricht man in Europa von einem europäischen Islam. Das ist normal geworden. Genauso, wie es schon immer einen philippinischen Islam, einen malaysischen Islam usw. gegeben hat. Islam ist an sich Islam. Aber was heisst dann europäischer Islam? Es ist damit gemeint, dass in Europa eine andere Situation herrscht, als z.b. in Saudi Arabien, darum braucht es entsprechende Lösungen (Fatwas). Es stellen sich neue Fragen für die Muslime in Europa und daher brauchen wir Gelehrte die das Umfeld kennen, und zwar das Umfeld hier in Europa.

    Andererseits kannst du nicht leugnen, dass sich die Werte jeden Tag verschieben. Frag die alten Leuten und ich meine nicht die Muslime. Nicht alles was neu ist, muss gut sein und nicht alles alt ist, muss schlecht sein. Wir bezahlen momentan einen gewaltigen Preis für diese enorme technologische Entwicklung (Globalisierung). Der Moralische zerfall ist zu sehen, wo man hinkuckt. Sobald man das als Muslim kritisiert, wird man sofort der Hass gegenüber dem Westen bezichtig. In der Schweiz gibt es nicht diese gewaltigen Probleme, wie zb. in Frankreich oder Grossbritannien. Denn hier funktioniert der Dialog mit den lokalen Behörden eigentlich ziemlich gut. Es gibt bestimmte Lager hier, die energisch versuchen, aus jedem sozialen Problem ein islamisches zu machen.

    Ich kann jetzt nur aus der Sicht der Schweizergesellschaft sprechen. Möchte mich nicht zu sehr global äussern, sonst heisst es nachher, ich würde einfach daher pauschalisieren. Ich bin absolut dafür mit offenen Karten zu spielen, denn wir brauchen einen konstruktiven Dialog. Denn in erster Linie geht es darum die westliche Gesellschaft, in der wir leben zu überzeugen, dass von den Muslime und dem Islam keine Gefahr ausgeht. Ich hab nichts dagegen, an einem Tisch zu sitzen und gemeinsam die Werte zu schützen, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten.

    Leider haben es einige Leute irgendwo geschafft, unser gegenseitiges Vertrauen zu erschüttern. Die Kluft ist auf jeden Fall gewachsen. Auf der einen Seite heisst, der Osten hätte zu viel Einfluss auf die Muslimen hier. Aber auf der anderen Seite, bedenken sie gar nicht was für einen Einfluss der Westen auf die Panikmacherei hier hat. Es gibt hier wirklich Institutionen, von der muslimischen und staatlichen Seite, die hart und lange daran arbeiten, Berührungsängste abzubauen. Dann kommt einfach so daher ein arroganter Versager mit einer gewaltigen Provokation, wie dem Minarettverbot und hat die Frechheit und dass nur aus Profilierung, die ganze Arbeit mit einem Schlag zu vernichten. Es ging ihnen darum nur eine Atmosphäre des Konflikts zu schüren. Das war die versteckte, implizite Botschaft dieser Initiative. Aber dieses ist ihnen meiner Meinung nach nicht gelungen. Denn die Muslime haben sehr besonnen reagiert. Dennoch will uns das Ja zur Minarett-Initiative etwas sagen. Es geht letztlich um die Zukunft einer pluralistischen Gesellschaft und speziell der Muslime im Westen. Das zu diskutieren, wie diese Zukunft verbessert werden kann, ist wichtig. Diese Abstimmung repräsentierte weder Schweizer Werte noch Traditionen. Ich war an einigen Podien dabei und wie da diskutiert wurde, war wirklich unter aller sau. Diese Seite kannte ich gar nicht von den Schweizern.

    An den Muslimen sage ich, das Problem ist nicht die „westliche Kultur“. Denn die westliche Kultur ist das was du daraus machst. Die westliche kann auch „das Gute gebieten und das Schlechte verbieten“ sein. Westen, Osten….es gehört eh alles Allah`t. Das Gute kommt von Ihm und Er gibt sich nut mit dem Guten zu frieden, wir sind es die, die es im Schlechten ziehen. Ich habe mich letztens mit einer Studentin aus Marokko unterhalten und sie meinte, das Leben hier ist nicht viel anders, als in Marokko. Klar du hast hier mehr Möglichkeiten und wenn du den Fernseher einschaltest, siehst du gute Sachen und schlechte Sache. Schlussendlich liegt aber die Entscheidung bei dir. Und sie meinte, wenn du einen starken Nafs (ungefähr Selbstbewusstsein im westlichen Verständnis…) hast, wirst du keine Probleme haben. Sie meinte, ich konnte bis jetzt, ausser eines, alles machen (Job, Schule…usw.) und das alles mit Kopftuch. Das einzige was sie nicht machen konnte war an Karate-Meisterschaft teilzunehmen... In Frankreich ist es weitaus schlimmer meinte sie. Die Schweiz sieht doch wie es in Frankreich abgeht, weshalb versucht sie (also die SVP) dann die gleiche Politik zu führen?! Man hat das Resultat vor den Augen, da müsste es doch KLICK machen.

    Wir Muslime müssen unser Verstand einschalten und nicht nur wir Muslime. Wir müssen die Bedeutung verstehen! Wir müssen verstehen, weshalb beten wir, weshalb nehmen wir Wudu usw. Wir können nicht weglaufen, unsere Hände können wir nicht leugnen. Wir müssen alle bedacht sein, aus der Vergangenheit lernen. Jeder und jede, sollte stolz sein auf die Vielschichtigkeit ihrer Identität. Jeder – ob Christ, ob Jude, ob Muslim oder Atheist – sollte selbstbewusst sein. Der Islam war nie eine Religion der Passivität. Das ist entscheidend. Es geht darum, sich im sozialen wie politischen Leben des jeweiligen Landes als Bürger zu engagieren. Allah`t wird unsere Situation nicht verändern, wenn wir uns nicht darum bemühen. Wir machen einen Schritt und Er gibt uns 10 weitere, aber der erste ist entscheidend.

    Ich will nicht mutmassen was in 50 Jahren passiert, das weiss nur Allah`t.

    wa-salam
    Bist du nicht mit deinem "Gruppendenken" Teil des Problems. Du sprichst von "wir" Moslems "die" vom Westen etc.. Die gleiche Art von Gruppendenken unterstellst du denen die du kritisierst (welche dir selber nicht fremd ist).^^

  10. #240
    Shan De Lin
    Zitat Zitat von Fan Noli Beitrag anzeigen
    Bist du nicht mit deinem "Gruppendenken" Teil des Problems. Du sprichst von "wir" Moslems "die" vom Westen etc.. Die gleiche Art von Gruppendenken unterstellst du denen die du kritisierst (welche dir selber nicht fremd ist).^^
    oh man...hast du dir seinen Beitrag überhaupt durchgelesen?

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