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Martin Lohmann: Ein Ja zu jedem Leben, und jedes Nein zu jeder Tötung

Erstellt von Furyc, 07.02.2013, 10:42 Uhr · 27 Antworten · 1.604 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Furyc

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    Martin Lohmann: Ein Ja zu jedem Leben, und jedes Nein zu jeder Tötung

    Hallo liebe Forumsbalkaner,

    angeregt durch die öffentlichen Auftritte des K-TV-Chefs Martin Lohmann bei Günther Jauch und Markus Lanz möchte ich auch hier die Frage öffentlich zur Diskussion stellen:

    schafft sich die (katholische) Kirche durch Hardliner wie Lohmann selber ab?

    Hintergrund war der Skandal um die junge Frau, welche im Dezember offenbar mit KO-Tropfen gefügig gemacht wurde, bevor man sie vergewaltigte. Zwei katholische Krankenhäuser lehnten nach einer Erstversorgung durch eine Notärztin die weiterführende Spurensicherung an dem Opfer ab mit der Begründung, man müsste die Frau auch über die Pille-danach aufklären, und dies sei -gemäß neuesten ethnischen Richtlinien der kirchlichen Häuser- nicht mit der christlichen Weltanschauung des Trägers vereinbar.

    Wer sowohl die Sendung mit Lohmann bei Jauch als auch seinen Auftritt bei Markus Lanz verpasst hat:




  2. #2
    Avatar von Ibrišimović

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    Na, was heißt Abschaffen, solche Hardliner sind einfach nur konsequent und wenn es oberstes christliches Ziel ist Leben zu erhalten unter jeden Umständen, dann muss man so eine Meinung auch vertreten. Zumal verstehe ich den ganzen Wirbel sowieso nicht, es waren 2 katholische Krankenhäuser, keine Öffentlichen und da sich das Opfer nicht in Lebengefahr befand, lief doch alles richtig ab. Kann doch jedes nicht öffentliche Krankenhaus selbst entscheiden, welche Arten von Leistungen sie anbieten.

  3. #3
    Avatar von Furyc

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    Mitnichten ist es richtig, eine hilfebedürftige Frau weg zu schicken aus konfessionellen Gründen. Das kann man bringen in einem Kirchengebäude, aber sicherlich nicht in einem Krankenhaus, welches dafür DA ist, gesundheitliche Bedürftigen zu helfen.

  4. #4

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    Zitat Zitat von Oh_Mann Beitrag anzeigen
    Na, was heißt Abschaffen, solche Hardliner sind einfach nur konsequent und wenn es oberstes christliches Ziel ist Leben zu erhalten unter jeden Umständen, dann muss man so eine Meinung auch vertreten. Zumal verstehe ich den ganzen Wirbel sowieso nicht, es waren 2 katholische Krankenhäuser, keine Öffentlichen und da sich das Opfer nicht in Lebengefahr befand, lief doch alles richtig ab. Kann doch jedes nicht öffentliche Krankenhaus selbst entscheiden, welche Arten von Leistungen sie anbieten.
    Richtig und diese dumme Notärztin hätte auch ein anderes Krankenhaus finden können.Ich meine gibt es da nur katholische Krankenhäuser oder was ist da los?

  5. #5
    Avatar von Ibrišimović

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    Zitat Zitat von NaleP Beitrag anzeigen
    Mitnichten ist es richtig, eine hilfebedürftige Frau weg zu schicken aus konfessionellen Gründen. Das kann man bringen in einem Kirchengebäude, aber sicherlich nicht in einem Krankenhaus, welches dafür DA ist, gesundheitliche Bedürftigen zu helfen.
    Ich wiederhole nochmals, der Träger der beiden Krankenhäuser ist die katholische Kirche, es war kein Öffentliches, also fällt -da keine Lebensgefahr bestand- jeder Anspruch auf Behandlung ab! Darf doch jede private Einrichtung selbst entscheiden, was sie aus moralischen Gründen tun und nicht tun kann!

  6. #6
    Avatar von Climber

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    Ich bin angewidert von diesen primitiven Institutionen.

    Deswegen schreibe ich nix weiteres dazu, da ich nicht objektiv sein kann.

  7. #7
    Avatar von Lido

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    Zitat Zitat von Oh_Mann Beitrag anzeigen
    Ich wiederhole nochmals, der Träger der beiden Krankenhäuser ist die katholische Kirche, es war kein Öffentliches, also fällt -da keine Lebensgefahr bestand- jeder Anspruch auf Behandlung ab! Darf doch jede private Einrichtung selbst entscheiden, was sie aus moralischen Gründen tun und nicht tun kann!
    Ja, das ist ja die Diskussion!!! Sich als Träger bezeichnen aber gerade mal 5% finanzieren? Lächerlich, 95% werden immernoch vom Staat gezahlt!!! Ich bin auch nicht zu 5% Anteilen an einem Restaurant beteiligt und darf dann dreist entscheiden wer hier essen darf und wer nicht! Die Kirche nimmt sich mehr raus als ihr lieb ist, in Deutschland haben wir gottseidank sowas wie Versorgungspflicht der Bürger, gegen die diese Krankenhäuser verstoßen haben!

  8. #8
    Avatar von Ibrišimović

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    Zitat Zitat von Lido Beitrag anzeigen
    Ja, das ist ja die Diskussion!!! Sich als Träger bezeichnen aber gerade mal 5% finanzieren? Lächerlich, 95% werden immernoch vom Staat gezahlt!!! Ich bin auch nicht zu 5% Anteilen an einem Restaurant beteiligt und darf dann dreist entscheiden wer hier essen darf und wer nicht! Die Kirche nimmt sich mehr raus als ihr lieb ist, in Deutschland haben wir gottseidank sowas wie Versorgungspflicht der Bürger, gegen die diese Krankenhäuser verstoßen haben!
    Quelle dafür?

  9. #9

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    Zitat Zitat von Oh_Mann Beitrag anzeigen
    Quelle dafür?
    Finanzen - Verflechtung zwischen Staat und Kirche

    Wie viel genau steht nicht, aber auch der Staat zahlt!

  10. #10
    Avatar von Furyc

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    Der Staat finanziert zu sehr großen Teilen alle sozialen Institutionen, die der Kirche unterstellt sind. Das fängt bei Krankenhäusern an, Kindergärten, Schulen, etc. Nicht nur der Fall des Vergewaltigungsopfers ist da brisant. Übrigens: die katholischen Einrichtungen befanden sich auf dem selben Gelände, wie die notärztliche Praxis. deswegen wurden diese Kliniken zuerst angefragt. letztlich nahm dann eine evangelische Klinik das Vgewaltigungsopfer auf und erüllte somit seine Versorgungspflicht.

    Auch der Fall einer Kindergartenleiterin, die nachgewiesenermaßen einen sehr guten Job gemacht hat, und dann nach der Scheidung von ihrem Ehemann die Kündigung bekam. Begründung: ihre Scheidung sei ein Ärgerniss und sie als Mitarbeiterin für die katjolische Einrichtung nicht länger tragbar.

    Ich denke, es ist durchaus angebracht im Zuge solcher (und vieler, vieler weiterer Fälle, die durch das Verhalten der Kirche in der Öffentlichkeit diskutiert werden) die Haltung der katholischen Kirche im 21. Jahrhundert auf den Prüfstand zu stellen. Ein Martin Lohmann, der von sich selbst behauptet kein Radikaler zu sein, stellt da meines Erachtens nur die kümmerliche Spitze eines antiquierten Eisbergs, der in die heutige Gesellschaft nicht mehr passen mag.

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