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Misstrauen und Vorurteile gegenüber nichtreligiösen Menschen

Erstellt von F21, 17.03.2012, 17:57 Uhr · 22 Antworten · 2.298 Aufrufe

  1. #1
    F21
    Avatar von F21

    Registriert seit
    23.12.2008
    Beiträge
    235

    Misstrauen und Vorurteile gegenüber nichtreligiösen Menschen

    Wovor haben die Gläubigen eigentlich Angst?

    Studie erforschte erstmals Misstrauen und Vorurteile gegenüber nichtreligiösen Menschen.


    Was könnte der Grund sein, dass die vielen Gläubigen nichts mit uns zu tun haben wollen?

    Bischöfe, Politiker oder auch andere Leute bemühen gern Hinweise auf praktizierten Kommunismus und Nazi-Diktatur, um Folgen des Fehlens von Gottglauben zu verdeutlichen. Es ist nur ein Argument von vielen, die gegen die Anliegen von säkularen Menschen oder Gruppen vorgebracht werden. Doch scheinbar funktioniert es. In vielen Gesellschaften werden Atheisten immer noch diskriminiert oder verfolgt, ausgegrenzt und ausgeschlossen. Ein Grund dafür ist tiefes Misstrauen, hat eine Untersuchung gezeigt. Doch woher rührt es eventuell wirklich?
    Psychologen von der kanadischen University of British Columbia haben sich mit der Frage befasst, ob und warum Atheisten oder anderen Menschen ohne Glauben an vorherrschende Religionen ein besonderes Misstrauen entgegengebracht wird. „Wo es religiöse Mehrheiten gibt – und das ist in weiten Teilen der Welt der Fall – gehören Atheisten zu den am wenigsten vertrauenswürdigen Personen“, so Will Gervais, eine der Autorinnen der Studie mit dem Titel „Do You Believe in Atheists? Distrust is Central to Anti-Atheist Prejudice“, die Ende November im Fachblatt Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht wurde. Da es ungefähr eine halbe Milliarde Atheisten auf der Welt gebe, seien von diesem Vorurteil auch eine Menge Menschen betroffen. Die Antipathien sind auch deshalb verblüffend, da Atheisten keine kohärente, sichtbare oder machtvolle soziale Gruppe sind.
    Die Forscher haben im Rahmen von insgesamt sechs Studien 350 amerikanische Erwachsene und rund 420 Studierende in Kanada befragt. In einer Untersuchung stellten Probanden die Einordnung der Beschreibung einer vertrauensunwürdigen Person so dar, dass Atheisten und Vergewaltiger auf einer ähnlichen Stufe auf der Skala des Misstrauens landeten. In einer früheren Umfrage hatte sich zudem herausgestellt, dass nur 45 Prozent der Amerikaner für einen nichtreligiösen Präsidenten, sofern er ausreichend gut für das Amt qualifiziert ist, stimmen würden und so eine Figur nahm damit den letzten Platz in einer Reihe von Kandidaten aus hypothetischen Minderheiten ein.
    Sichtbar gemachter Glaube könnte als Signal für Vertrauenswürdigkeit gelten. Vor allem für religiöse Gläubige, die an ein besseres Verhalten der Menschen im Fall des Gefühls der göttlichen Beobachtung glauben, so Ara Norenzayan als Koautorin der Studie.
    Die Toren sprechen in ihrem Herzen: „Es ist kein Gott.“ Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel; da ist keiner, der Gutes tut. – Lutherbibel 1984, Psalm 14,1
    Auch im vom einflussreichen britischen Philosophen John Locke verfassten Brief über die Toleranz lehnt dieser die Toleranz gegenüber Atheisten ab. „Letztlich sind diejenigen ganz und gar nicht zu dulden, die die Existenz Gottes leugnen. Versprechen, Verträge und Eide, die das Band der menschlichen Gesellschaft sind, können keine Geltung für einen Atheisten haben. Gott auch nur in Gedanken wegnehmen, heißt alles auflösen.“
    Die Forscher führen weiter aus: Evolutionswissenschaftler seien seit langem vom Problem der Kooperation in großem Maßstab überrascht gewesen. Grundsätzlich erzeuge Gruppenkooperation Vorteile für die betreffende Gruppe, verlange von ihren Mitgliedern aber kostenintensive Investitionen. Während Erklärungsmodelle über die Gesamtfitness (inclusive fitness) und gegenseitigen Altruismus die Existenz kleiner Gruppen mit gegenseitiger Bekanntschaft der Individuen erklären können, ist die Kooperation von riesigen Gruppen mit großer Anonymität zwischen den Menschen rätselhafter. Eine Reihe von Wissenschaftler argumentiere deshalb, dass religiöse Glauben diverse Mechanismen zur Förderung von Kooperation in großen Gruppen entwickelt haben, wobei soziale Kontroll- und Bestrafungssysteme auf die übernatürlichen Präsenzen ausgelagert wurden. Dementsprechend werden die weltweit „erfolgreichsten“ Religionen auch von einem beobachtenden, belohnenden und strafenden Charakter gekennzeichnet.
    Faktoren, die an übernatürliche Instanzen und religiöse Konzepte erinnern, erhöhen interkulturellen Forschungsergebnissen zufolge die Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit, also weniger eigennützigem Engagement, und die Bereitschaft, auch anonymen Personen zu spenden. Das prosoziale Verhalten führe zu Erfolg bei der Verbreitung der Gruppe und dabei würden die jeweiligen Glauben mittransportiert.
    Vertrauenswürdigkeit sei laut früheren Studien daher die am meisten geschätzte Eigenschaft, weil kooperatives Verhalten vitale Vorteile für die Individuen verschafft und die Deserteure das System in verletzender Weise beeinflussen. Zwischen Menschen mit religiösen Glauben dient diese Religiosität als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit. Auch Gruppen unterschiedlicher Religion sind in der Lage, die jeweilig bei anderen geltenden Signale aufzugreifen und einzusetzen, weshalb etwa Mormonen auch bei Nichtmormonen aus New York als Kindermädchen beliebt sind und Sihks bei Nicht-Sihks als vertrauenswürdige Geschäftspartner gelten. In wenigen Fällen werde sogar das Bekenntnis zu einer rivalisierenden Gottheit als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit benutzt.
    Gegenüber Atheisten stelle sich die Lage anders dar. Da Glaube (insbesondere an moralisierende Gottheiten) als Signal für Vertrauenswürdigkeit verwendet wird, drücke das Fehlen nicht nur einen persönlichen Unglauben aus, sondern stelle auch das falsche Signal dar. Im Rahmen prosozialen Religionsverhaltens sei Misstrauen gegenüber Atheisten eine Schlüsselkonsequenz. In den USA glaube einer Untersuchung des Pew Meinungsforschungszentrums zufolge fast die Hälfte der Menschen, dass Moral ohne Gottglauben unmöglich ist.


    Wichtig für das Verstehen der Ablehnung von Atheisten sei daher, als welche Gefahr sie betrachtet werden. Auch Ergebnisse nicht-evolutionärwissenschaftlicher Forschung hätten gezeigt und Belege dafür geliefert, dass unter bestimmten Umständen religiöses Denken gruppeninterne Kooperation und Vertrauen erhöhen. Das sei bei Atheisten nicht gewährleistet. Die Verbindung der zwei Perspektiven lege nahe, dass Misstrauen zentrales Motiv für anti-atheistische Vorurteile darstellt.
    Während der durchgeführten Untersuchungen zeigte sich nun etwa, dass homosexuelle Menschen vergleichsweise zwar mehr Abscheu als Atheisten auf sich beziehen, aber weniger Misstrauen. Als mit Probanden Tests zur Beschreibung einer vertrauensunwürdigen Person durchgeführt wurden und sie einschätzen sollten, wer diese Person ist, wurden Christen am seltensten genannt, Muslime etwas häufiger, viele entschieden sich für die Person eines Vergewaltigers und noch mehr für einen Atheisten. Bei der Möglichkeit, eine Darstellung einer kriminellen und vertrauensunwürdigen Person als typisch für einen Juden, eine Feministin oder einen Atheisten einzuschätzen, entschieden sich die Wenigsten für die jüdische Identität, häufiger wurde eine Feministin gemutmaßt und erneut fiel die Zuordnung als Atheist besonders häufig aus.
    Deutlich wurde auch, dass sich viele Teilnehmer eher für die Einbindung in soziale Ebenen aussprechen, wo großes Vertrauen keine große Rolle spielt und weniger für eine Einbindung, wenn großes Vertrauen eine große Rolle spielt. Bemerkenswert war schließlich auch, dass sogar Personen ohne konfessionelles Bekenntnis, die Gruppe der nichtreligiösen, ein großes Misstrauen gegenüber Atheisten zeige. Zudem habe sich durchgehend gezeigt, dass Misstrauen gegenüber Atheisten und das Denken an die Rolle übernatürlicher Moralinstanzen Hand in Hand gehen.
    Weitere Faktoren sind für die Entstehung von Misstrauen gegenüber Atheisten denkbar, hieß es schließlich außerdem. Der für die Studie entwickelte Ansatz müsse nicht der einzige zur Erklärung sein. Ein Problem könnte auch sein, dass religiöse Individuen vom Glauben des anderen zu wenig wissen. Während ein Christ gegenüber einem Muslim in der Frage moralischer Normen sich mitunter ein ungefähres Bild mache könnte, bleibe man über Atheisten möglicherweise vollkommen im Unklaren.


    wissenrockt.de » Wovor haben die Gläubigen eigentlich Angst?

  2. #2
    Shan De Lin
    Ich habe keine vorurteile, ich kann nur dieses gesindel nicht ab, die ständig ankommen mit religion ist dummheit, ich hab die weißheit gepachtet, schalt dein hirn ein, nur ich bin toleratn, nur ich hab ahnung, ich bin was besseres als du.

    solang ein nichtreligiöser mich mit so einem mist in ruhe lässt ist mir egal was er glaubt oder was er nicht glaubt.

  3. #3
    Avatar von BlackJack

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    65.473
    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    Ich habe keine vorurteile, ich kann nur dieses gesindel nicht ab, die ständig ankommen mit religion ist dummheit, ich hab die weißheit gepachtet, schalt dein hirn ein, nur ich bin toleratn, nur ich hab ahnung, ich bin was besseres als du.

    solang ein nichtreligiöser mich mit so einem mist in ruhe lässt ist mir egal was er glaubt oder was er nicht glaubt.
    ach, aber wenn AlbaMuslims allen unter die Nase hält, dass sie deswegen brennen werden, hat man dich nicht sagen hören er soll sie in Ruhe lassen, im Gegenteil :

    Eine Reihe von Wissenschaftler argumentiere deshalb, dass religiöse Glauben diverse Mechanismen zur Förderung von Kooperation in großen Gruppen entwickelt haben, wobei soziale Kontroll- und Bestrafungssysteme auf die übernatürlichen Präsenzen ausgelagert wurden. Dementsprechend werden die weltweit „erfolgreichsten“ Religionen auch von einem beobachtenden, belohnenden und strafenden Charakter gekennzeichnet.
    na mein Reden ...

  4. #4
    Avatar von Muratoğlu

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    4.724
    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    ach, aber wenn AlbaMuslims allen unter die Nase hält, dass sie deswegen brennen werden, hat man dich nicht sagen hören er soll sie in Ruhe lassen, im Gegenteil :


    na mein Reden ...
    Merkst was? Wenn du AlbaMuslims scheisse findest, dann bist du genauso scheisse. Ihr macht ja nichts anderes als er, nur auf Atheistenstyle. ^^

  5. #5
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Schoschanah Beitrag anzeigen
    Merkst was? Wenn du AlbaMuslims scheisse findest, dann bist du genauso scheisse. Ihr macht ja nichts anderes als er, nur auf Atheistenstyle. ^^
    dein post trieft vor Dummbratzigkeit : vergleiche nur seine threads und die, die ich aufgemacht habe. Wenn du da keinen grundsätzlichen Unterschied siehst dann ist Habernews das Richtige für dich

  6. #6
    Mulinho
    Naja die 3 abrahamitischen Religionen und der Atheistmus stehen sowieso total im Widerspruch. Das ist wie mit den Balkanern. Solange man nicht über Politik redet, ist alles gut.

  7. #7
    Avatar von Muratoğlu

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    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    dein post trieft vor Dummbratzigkeit : vergleiche nur seine threads und die, die ich aufgemacht habe. Wenn du da keinen grundsätzlichen Unterschied siehst dann ist Habernews das Richtige für dich
    Ich mein ja auch nicht deine tollen Threads die hier bis zu 5 Beiträge erreichen, sondern deine Kommentare.
    Also gilt für dich weiterhin:

    Zitat Zitat von Schoschanah Beitrag anzeigen
    Merkst was? Wenn du AlbaMuslims scheisse findest, dann bist du genauso scheisse. Du machst ja nichts anderes als er, nur auf Atheistenstyle. ^^

  8. #8
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Schoschanah Beitrag anzeigen
    Ich mein ja auch nicht deine tollen Threads die hier bis zu 5 Beiträge erreichen, sondern deine Kommentare.
    Also gilt für dich weiterhin:
    du verstehst es wieder nicht : ich meinte weder qualitativ noch deren Beliebtheit sondern die Themenauswahl

  9. #9
    Avatar von Muratoğlu

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    du verstehst es wieder nicht : ich meinte weder qualitativ noch deren Beliebtheit sondern die Themenauswahl
    Hey, alter Mann, du verstehst mich anscheinend genauso wenig. Von dir kommen alle paar Wochen/Monate mal 1-2 Themen und AlbaMuslims schreibt auch nicht jedesmal davon das ihr alle in der Hölle landet.
    Deine Aktivität in diesem Forum aber bezieht sich zu 80% auf alle Threads die mit Islam zutun haben, in denen du deine zurückgebliebenen Kommentare ablässt und Dankes von deinesgleichen kassierst.
    Ich weis nichtmal wieso du das machst, entweder weil du wirklich nur ein atheistischer AlbaMuslims bist, oder weil du in der Dankesliste Platz 1 haben willst. :

    EDIT: ich seh grad, hast DZEKO ja schon eingeholt. Versuchst du deinen Vorsprung jetz auszubauen? ^^

  10. #10
    Avatar von Ilan

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    25.06.2009
    Beiträge
    10.225
    Na so lange mich beide Seiten in Ruhe lassen ist eh egal für mich ob ein Mensch gläubig ist oder nicht. Jeder für sich.

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