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Moderater Islam

Erstellt von Baader, 30.01.2010, 20:54 Uhr · 300 Antworten · 11.606 Aufrufe

  1. #281
    Avatar von Styria

    Registriert seit
    26.06.2009
    Beiträge
    3.231
    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    ach herrje

    afghanistan nix gleich islam :tard:
    Ihr habt aber gerade darüber gesprochen das es nur einen Islam gibt. Dort wurde der Islam in Afstan gleichgesetzt mit dem in Bosnien.(nur wird er lt. Baader in Bosnien nicht richtig gelebt ) Also was gilt jetzt?

    Shan ich will dir ja glauben, dass du nur die guten Seiten des Islam siehst und auch praktizierst. Nur deine Meinung im Islam zählt nicht. Saudi Arabien ist immer noch die führende Macht im Islam. Ägypten wird durch die Molsembruderschaft durchwandert. Hier sind jedoch jene Institutionen, welche die Galubenslehre führend beieinflussen.

  2. #282
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Meine Frage an euch ist jetzt folgende:


    • Gibt es einen moderaten Islam?

    • Wäre ein moderater Islam überhaupt noch islamisch?

    • Kann man frei die Texte eines Gottesbuches verändern nur um dem Westen zu gefallen und sich dann immernoch einen Moslem nennen?



    Wie bereits mehrfach festgestellt wurde. es gibt auch innerhalb des Islams, und ohne äußere Einflüsse, verschiedene Strömungen, die den einen Koran auf unterschiedliche Weise interpretieren. Dieses Phänomen gibt es in allen bedeutenden Religionen. Das kann auch kaum anders sein, da die zugrunde liegenden Quellen viele Hundert Jahre alt sind, übersetzt wurden oder bei der Niederschrift schlicht im Sinne einer Interpretation verändert wurden.

    Und es ist auch schon zutreffend festgestellt worden, daß die alten Schriften das wiedergeben, was in einer spezifischen Situation vor langer Zeit als richtig erachtet wurde. Die Welt hat sich seitdem verändert und der Glauben auch. Fundamentalisten gleich welcher Religion sind mit der real existierenden Welt Anno 2010 einfach nicht kompatibel. Man sollte nicht zu sehr an alten Buchstaben kleben, sondern versuchen herauszufinden, was analog dazu Gottes Wille unter den geltenden zeitlichen und räumlichen Bedingungen ist.

    Es geht nicht darum, den Islam dahingehend zu verbiegen, daß er mit dem westlichen Leben konform geht. Aber die grundlegenden Menschenrechte sollte er mindestens respektieren. Religion und Realität sollten sich schon irgendwo treffen. Christen in Südamerika, Afrika oder auf den Philippinen haben eine grundsätzlich andere Lebenssituation als solche in Europa oder Nordamerika. Und Muslime im Irak, im Sudan oder in der Türkei leben unter anderen Bedngungen als solche in Bosnien oder in Westeuropa. Und es gibt ja auch zahlreiche islamische Geistliche, die die Konsequenz daraus ziehen. Ohne sich dem Westen anbiedern zu wollen oder dem Islam abzuschwören.

    Die Bezeichnung "moderater" Islam finde ich irreführend. Ich wünsche mir einen realistischen Islam, der seine Gläubigen da abholt, wo sie tatsächlich sind. Der auf radikale Missionierung, Extremismus und Fanatismus verzichtet und der akzeptiert, daß es auch Menschen anderen Glaubens gibt, die deswegen nicht schlechter sind.

    Muslime erwarten, zurecht wie ich finde, daß man sie und ihren Glauben akzeptiert. Andererseits sollte es dann aber auch selbstverständlich sein, daß diese umgekehrt genauso tolerant sind.

    Man soll nicht den Text einer heiligen Schrift zurechtbiegen- es genügt, wenn man den Inhalt adäquat auf die real vorhandene Welt anwendet.

    Ich erwarte von Menschen, die ihre Heimat verlassen haben um hier zu leben, aus welchem Grund auch immer, daß sie die hier geltenden Regeln akzeptieren. Das geht einher mit einem gewissen Maß an Anpassung. Zur Verdeutlichung:

    Stellt Euch ein bayerisches Bierhaus vor. Dralle Damen in freizügigen Trachtenkleidern servieren alkoholische Getränke und Schweinshaxen zu zünftiger Volksmusik, incl. Schuhplattler. Und das alles in Saudi-Arabien. Ich könnte mir vorstellen, daß sich die Begeisterung der einheimischen Bevölkerung, einschließlich ihrer geistigen Führer, sehr in Grenzen halten würde. In ziemlich engen Grenzen... Und das, obwohl das Ganze nicht einmal eine religiöse Komponente hätte.

  3. #283
    Avatar von absolut-relativ

    Registriert seit
    17.03.2006
    Beiträge
    10.378
    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht gesagt dass diese keine richtigen moslems sind, sondern dass die wahre islamische lehre untergegangen ist und viele die religion radikal auslegen. Hier werden keine Muslime ausgegrent sondern diese radikalen Spinner. Also ich weiss echt nicht wieso du hier so verständnisprobleme hast. Naja egal...
    sei du mal sehr sehr vorsichtig mit deiner wortwahl , du bist sehr nah dran dich ungläubig zu machen !!!

    was bedeutet für dich radikal ? und , wieso antwortest du nicht auf die fragen über der kleidungsvorschrift der frauen ?!? NA weil DU null ahnung hast , hier aber über sowas diskutieren möchtest !!!

    biba

  4. #284
    Avatar von Styria

    Registriert seit
    26.06.2009
    Beiträge
    3.231
    Zitat Zitat von Shan De Lin Beitrag anzeigen
    . Alle Moslems egal aus welchem Land sind eine Nation und sollten eine Gemeinschaft bilden (in der Praxis nicht vorhanden). Die einzig richtige Auslegung heisst Islam.
    Moslems sind keine Nation sondern gehören nur einer religiösen Glaubensgemeinschaft an. Es sei den Muslime wollen den Herrschaftsanspruch auch über die weltliche Macht beanspruchen (was ja einige wollen)
    Dieses Gedankengut hat hier in Europa nichts zu suchen und gehört auf das schärfste verurteilt.

  5. #285

    Registriert seit
    22.01.2010
    Beiträge
    1.703
    Zitat Zitat von Styria Beitrag anzeigen
    Moslems sind keine Nation sondern gehören nur einer religiösen Glaubensgemeinschaft an. Es sei den Muslime wollen den Herrschaftsanspruch auch über die weltliche Macht beanspruchen (was ja einige wollen)
    Dieses Gedankengut hat hier in Europa nichts zu suchen und gehört auf das schärfste verurteilt.
    Wir sind eine Familie, eine Nation.

  6. #286
    ardi-
    Zitat Zitat von Ar-Rumi Beitrag anzeigen
    Wir sind eine Familie, eine Nation.
    wesshalb sehe ich dann das kosovo auf deinem bild?
    ich dachte ihr seid eine nation

  7. #287
    Lopov
    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Sie leben anders, ja. Aber die Auslegung ist die genau gleiche. Der Unterschied ist dass die Saudis bessere Muslime sind, als wir Bosniaken. Einige von uns küssen Europa den Arsch, mit ihrer verdorbenen Lebenseinstellung. Das ist der Weg in den Dschehennem, nicht der des Dschennet. In erster Linie ist die Demokratie daran schuld.
    So ein Gedankengut ist wirklich gefährlich:

  8. #288

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    165
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Meine Frage an euch ist jetzt folgende:


    • Gibt es einen moderaten Islam?


    • Wäre ein moderater Islam überhaupt noch islamisch?


    • Kann man frei die Texte eines Gottesbuches verändern nur um dem Westen zu gefallen und sich dann immernoch einen Moslem nennen?



    Wie bereits mehrfach festgestellt wurde. es gibt auch innerhalb des Islams, und ohne äußere Einflüsse, verschiedene Strömungen, die den einen Koran auf unterschiedliche Weise interpretieren. Dieses Phänomen gibt es in allen bedeutenden Religionen. Das kann auch kaum anders sein, da die zugrunde liegenden Quellen viele Hundert Jahre alt sind, übersetzt wurden oder bei der Niederschrift schlicht im Sinne einer Interpretation verändert wurden.

    Und es ist auch schon zutreffend festgestellt worden, daß die alten Schriften das wiedergeben, was in einer spezifischen Situation vor langer Zeit als richtig erachtet wurde. Die Welt hat sich seitdem verändert und der Glauben auch. Fundamentalisten gleich welcher Religion sind mit der real existierenden Welt Anno 2010 einfach nicht kompatibel. Man sollte nicht zu sehr an alten Buchstaben kleben, sondern versuchen herauszufinden, was analog dazu Gottes Wille unter den geltenden zeitlichen und räumlichen Bedingungen ist.

    Es geht nicht darum, den Islam dahingehend zu verbiegen, daß er mit dem westlichen Leben konform geht. Aber die grundlegenden Menschenrechte sollte er mindestens respektieren. Religion und Realität sollten sich schon irgendwo treffen. Christen in Südamerika, Afrika oder auf den Philippinen haben eine grundsätzlich andere Lebenssituation als solche in Europa oder Nordamerika. Und Muslime im Irak, im Sudan oder in der Türkei leben unter anderen Bedngungen als solche in Bosnien oder in Westeuropa. Und es gibt ja auch zahlreiche islamische Geistliche, die die Konsequenz daraus ziehen. Ohne sich dem Westen anbiedern zu wollen oder dem Islam abzuschwören.

    Die Bezeichnung "moderater" Islam finde ich irreführend. Ich wünsche mir einen realistischen Islam, der seine Gläubigen da abholt, wo sie tatsächlich sind. Der auf radikale Missionierung, Extremismus und Fanatismus verzichtet und der akzeptiert, daß es auch Menschen anderen Glaubens gibt, die deswegen nicht schlechter sind.

    Muslime erwarten, zurecht wie ich finde, daß man sie und ihren Glauben akzeptiert. Andererseits sollte es dann aber auch selbstverständlich sein, daß diese umgekehrt genauso tolerant sind.

    Man soll nicht den Text einer heiligen Schrift zurechtbiegen- es genügt, wenn man den Inhalt adäquat auf die real vorhandene Welt anwendet.

    Ich erwarte von Menschen, die ihre Heimat verlassen haben um hier zu leben, aus welchem Grund auch immer, daß sie die hier geltenden Regeln akzeptieren. Das geht einher mit einem gewissen Maß an Anpassung. Zur Verdeutlichung:

    Stellt Euch ein bayerisches Bierhaus vor. Dralle Damen in freizügigen Trachtenkleidern servieren alkoholische Getränke und Schweinshaxen zu zünftiger Volksmusik, incl. Schuhplattler. Und das alles in Saudi-Arabien. Ich könnte mir vorstellen, daß sich die Begeisterung der einheimischen Bevölkerung, einschließlich ihrer geistigen Führer, sehr in Grenzen halten würde. In ziemlich engen Grenzen... Und das, obwohl das Ganze nicht einmal eine religiöse Komponente hätte.
    Es ist richtig, dass einige islamische Geistliche bereits, wie Du schreibst,
    die Konsequenzen aus den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Muslime ziehen.

    Ein Beispiel, um dies zu verdeutlichen:

    Einst - so um das 9. Jahrhundert herum - ersannen die islamischen Gelehrten übereinstimmend eine Einteilung der Welt "Haus des Islams" (Dar-al Islam) und "Haus des Unglaubens" (Dar- al Kufr). Eine Konsequenz daraus war das Verbot für den Muslimen, in nichtislamischen Ländern zu leben, sofern er seine Religion nicht ausüben kann.

    Nun leben Millionen von Muslimen in Westeuropa und Nordamerika - angesichts der dort herrschenden Religionsfreiheit ist die alte bipolare Weltanschauung obsolet. Auch deshalb, weil hierzulande die Muslime mehr Rechte haben als in Ländern der muslimischen Welt.
    Also schuf die europäische islamische Geistlichkeit eine dritte Kategorie, nämlich das "Haus des Vertrages".
    Nichtislamische Länder also, die (auch) den Muslimen das Praktizieren ihrer Religion gewähren.
    Religionsfreiheit vorausgesetzt ist es also aus islamrechtlicher Sicht dem Muslim gestattet,
    in nichtislamischen Systemen zu leben - sich allerdings auch den dortige/n Verfassung/Gesetzen anzupassen.

    Die islamische Rechtssprechung kennt das Mittel des "Idschtihad" - der Interpretation, indem man den räumlichen und zeitlichen Kontext von bestimmten Ge-Verboten berücksichtigt.
    Um den Islam sozusagen in die Moderne zu führen ist es nicht notwendig - aus islamrechtlicher Sicht sogar unmöglich - heilige Texte umzuändern. Allerdings ist das Gebrauchen des eigenen Verstandes und das Ausschöpfen der vorhandenen progressiven Rechtselemente dafür notwendig.

    Dagegen verwehrt sich natürlich die sogenannte "literalistische Salafiya", zu denen man auch die Taliban zählen kann. Jene Muslime also, die keinerlei Interpretation erlauben, sondern nur das wortgetreue Anwenden von Textpassagen kennen und somit den Islam/die Sharia auf das rigorose Anwenden von drakonischen Strafen reduzieren.

    Problematisch für eine differenzierte Debatte wird es dann, wenn man deren Ansichten religiösen Muslimen generell überstülpt und auf der anderen Seite dann quasi als Alternative "moderate, gemäßigte" in der Regel nichtpraktizierende Muslime gegenüberstellt. Zwischen den Zeilen gelesen sind sie nach nationalkonservativ-rechtspopulistischer Lesart nur deshalb moderat und friedlich, weil sie sich nicht an den Islam halten - der wahre Islam sei schließlich derjenige, den Taliban und Co. vertreten. Damit erhält man sich zwar ein Feindbild - schwächt allerdings die reformorientierten islamischen Kräfte, die hierzulande ohnehin kaum wahrgenommen werden.

    MfG

    Tare

  9. #289
    Avatar von Ilijah

    Registriert seit
    29.01.2008
    Beiträge
    1.865
    Zitat Zitat von ardi- Beitrag anzeigen
    wesshalb sehe ich dann das kosovo auf deinem bild?
    ich dachte ihr seid eine nation
    Sei doch nicht so bissig. ^^

    Das Christentum versteht sich auch als eine einzige bzw. eine vereinte Nation (obgleich Konfessionsunterschied) ... beste Argumentation dazu hat Paulus selbst; der meint das es 'in Christus' (Christen vereint, in Gott etc.) keinen Juden oder Griechen gibt. Das heißt auch jede andere Nationen gibt es bei Gott nicht; wenn wir in Christus vereint sind. Egal ob Albaner, Rumäne, Serbe, Kroate, Grieche.

  10. #290
    ardi-
    Zitat Zitat von Ilijah Beitrag anzeigen
    Sei doch nicht so bissig. ^^

    Das Christentum versteht sich auch als eine einzige bzw. eine vereinte Nation (obgleich Konfessionsunterschied) ... beste Argumentation dazu hat Paulus selbst; der meint das es 'in Christus' (Christen vereint, in Gott etc.) keinen Juden oder Griechen gibt. Das heißt auch jede andere Nationen gibt es bei Gott nicht; wenn wir in Christus vereint sind. Egal ob Albaner, Rumäne, Serbe, Kroate, Grieche.
    wenn man so denkt ok,
    dann sollte der typ auch in der öfentlichkeit sagen das er kein albaner ist,

    er zieht ansonsten nur unsere nation und unsere vorfahren in den drekc wie der typ sich benimmt mit alle muslims sind eine nation etc.)

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